März 2007 Jahrgang 1 - 3. Ausgabe

 

spacer

Im Einklang mit dem Göttlichen

Unglaubliche Erfahrungen des Pandit Shiv Kumar Sharma - Meister des Santoorspiels


 Ein skeptischer Musiker

 

Shiv Kumar Sharma

 

Es war im Jahr 1968, als ich zum ersten Mal von Bhagavan Sri Sathya Sai Baba durch den Arzt meiner Familie, Dr.M.L. Shukla, hörte.
Anfänglich war ich ein wenig skeptisch hinsichtlich Babas wundersamer Kräfte, und ich stritt darüber mit Dr. Shukla. Zu der Zeit war es üblich, dass Bhagavan Baba zweimal jährlich Mumbai besuchte und dann im Dharmakshetra, Andheri, wohnte.

Eines Tages gebot mir Dr. Shukla, mit dem Streiten aufzuhören und lud mich ins Dharmakshetra ein, um den Darshan von Bhagavan zu bekommen. Wir fuhren beide zum Dharmakshetra. Ich hatte mein Instrument (Santoor) im Auto mitgenommen, für den Fall, dass ich aufgefordert werden würde, dort zu spielen.

Es waren Tausende von Frauen und Männern aller Altersgruppen an dem Ort versammelt, sie saßen wartend auf Swamis Ankunft. Auch wir saßen dort und warteten; aber Baba war irgendwo anders aufgehalten worden. Nachdem wir über eine Stunde gewartet hatten, mussten wir aufbrechen, da ich an dem Abend noch eine andere Veranstaltung hatte.

Einige Tage später lud mich Dr. Shukla wieder ein, ihn zu dem Haus eines Devotees zu begleiten, wo sich auf einem Foto Babas ständig Vibhuti bildete.

 

An dieser Stelle würde ich gerne bemerken, dass ich in dieser Zeit noch sehr stark darum kämpfte, mein Instrument (Santoor) im klassischen Bereich zu etablieren, und dies eine wirkliche Herausforderung in meinem Leben war. Dr. Shukla war eine Vaterfigur für mich, und ihm lag viel daran, dass ich Bhagavans Segen bekam.

Das erste Wunder

Wir fuhren nach Vile Parle, einem Vorort von Mumbai, wo dieser Devotee Babas lebte. Dort sah ich ein großes gerahmtes Foto von Baba, das vollkommen mit Vibhuti bedeckt war! In unserer Anwesenheit wischte dieser Mann alles Vibhuti ab und sammelte es in einem kleinen Behälter. Ich saß vor Babas Photo und fing an meine Santoor zu spielen. Nach etwa einer Stunde, als ich mein Spiel beendet hatte, stand ich auf und näherte mich dem Photo von Baba. Zu meinem Erstaunen war der gesamte Glasrahmen des Photos wieder vollständig mit Vibhuti bedeckt. Ich traute meinen Augen nicht, aber was ich sah, war eine Tatsache. Dies war meine erste indirekte Erfahrung mit Baba.

 
   

Als Baba ein Jahr später wieder Mumbai besuchte, erhielt ich eine Einladung, das Dharmakshetra zu besuchen und in einem ausgewählten Programm auf meiner Santoor zu spielen. Ich glaube, auch dies war wieder durch das Bemühen von Dr. Shukla zustande gekommen, der einige Leute im Dharmakshetra kannte. Das Programm fand in dem Raum statt, in dem Baba weilte, wenn er nach Mumbai kam.

Es befand sich eine ausgesuchte Anzahl von Menschen dort; unter ihnen Manoj Kumar, Filmschauspieler und Regisseur, ein Playback-Sänger und viele weitere. Ich trat zuerst auf; dann folgte ein Lied von Mahendra Kapoor, und danach trugen einige weitere Musiker vor. Nach dem Programm sprach Swami mit unterschiedlichen Leuten; I saß da, schaute und hörte zu. Am Ende sprach Baba zu mir.

Er sagte: „Dein Spiel hat mir gefallen! Ich möchte mit dir sprechen, komm morgen früh!“ Aber am nächsten Morgen hatte ich nicht frei; doch bevor ich etwas sagen konnte, sagte Baba wieder: „Du hast morgen nicht frei, aber den Tag darauf hast du frei; komm also übermorgen.“ Ich konnte es nicht glauben; Er las meine Gedanken. Ich antwortete: „Ja, Baba, ich komme übermorgen!“, worauf Er erwiderte: „Bring deine Frau auch mit.“

 

 

„Meine Wohnstätte ist euer Herz“- Baba  

Meine Frau Manorama und ich kamen am verabredeten Tag früh morgens im Dharmakshetra an. Nach dem Darshan und Bhajan-Singen wurden wir gebeten, hoch in Seine Residenz zu gehen und dort zu warten. Nach einer Weile rief uns Baba in Sein Zimmer. Wir saßen vor Baba mit niemandem sonst im Raum. Baba begann zu sprechen. Er sagte uns alles über unser Leben, meinen beruflichen Werdegang, meine Kämpfe, die Schwierigkeiten, mit denen ich konfrontiert war, und dann segnete er uns. Dann fragte Er unvermittelt: „Was möchtest du?“ Ich antwortete: „Baba! Ich möchte nur Deinen Segen.“ Sofort sagte meine Frau: „Baba, gib ihm etwas.“

Mit einer Handbewegung materialisierte Baba einen Ring mit einer eingearbeiteten goldenen Büste von Ihm. Er steckte den Ring auf meinen Finger und sagte: „Von heute an ist dies dein Zuhause; komm zu Mir jederzeit, wann du möchtest, und Mein Heim ist in deinem Herzen.“ Mir fehlen die Worte für die Gefühle, die mich in diesem Moment überkamen. Es war personifizierte Liebe in der Form von Baba, eine Art von Liebe, die ich nie zuvor erlebt hatte. Wir kamen ziemlich benommen von dieser Erfahrung aus dem Raum heraus.

Von da an begann ein neues Kapitel in meinem Leben; ich hatte viele Erlebnisse der Allgegenwart Babas und allem voran von Seiner göttlichen Liebe, die Er immer über uns ausschüttete wie eine göttliche Mutter. Nachdem Baba mir den Ring gegeben hatte, fragten mich gelegentlich Leute: „Hast Du eine Änderung zum Besseren in Deinem Leben erfahren, seitdem Du diesen Ring bekommen hast?“

 

 

 

Eines Nachts, als ich gerade Jammu, meinen Geburtsort, besuchte, sagte ich vor dem Zubettgehen zu mir selber: „Eigentlich hat sich nicht viel in meinem Leben verändert.“

Mit diesem Gedanken ging ich zu Bett. Als ich am Morgen aufwachte, berührte ich meine Stirn und Augen mit dem Ring, so wie ich es jeden Morgen zu tun pflegte. Zu meinem Schock und Entsetzen bemerkte ich, dass die goldene Büste von Baba am Ring fehlte. Natürlich war ich ziemlich aufgebracht. Da ich auf der Terrasse meines Hauses schlief, fing ich an in meinem Bett, darunter und überall auf der Terrasse nach der fehlenden Büste von Baba zu suchen, aber sie war nirgends zu finden.

Plötzlich wurde mir klar, dass dies aufgrund meiner zweifelnden Gedanken passiert war. Tief enttäuscht und niedergeschlagen blieb ich nahe der Wand der Terrasse stehen. Nach einer kleinen Weile schaute ich auf die Brüstung herab, und konnte dort einen glänzenden Gegenstand sehen. Es war Babas goldene Büste!

Es war schlichtweg unmöglich, dass die goldene Büste von Baba, die ich vor dem Schlafengehen noch gesehen hatte, sich von meinem Ring gelöst haben konnte und auf der Brüstung gelandet war, während ich mitten auf der Terrasse schlief. Unter großen Schwierigkeiten holte ich die goldene Büste von der Brüstung zurück und versuchte sie wieder an dem Ring anzubringen, doch es funktionierte nicht. Darauf bewahrte ich sie zusammen mit dem Ring in einem kleinen silbernen Behältnis auf und nahm dieses mit, wohin immer ich reiste.

 

Pandit Shiv Kumar Sharma in Swamis persönlicher Gegenwart in Prashanti Nilayam

Als ich mich 1971 anlässlich einiger Konzerte in Schweden aufhielt, sah ich Baba in meinem Traum, und er sagte zu mir: „Warum setzt du diesen Ring nicht auf?“ Als ich morgens aufwachte, nahm ich das silberne Behältnis aus meiner Tasche und versuchte erneut, die goldene Büste mit einem Kleber an dem Ring zu befestigen. Zu meinem Erstaunen funktionierte es dieses Mal! Nach den Konzerten kehrte ich nach Indien zurück.

Halle. Tausende, die das wahrnahmen, erfuhren ein einzigartiges Glück. Sogar langjährige Devotees von Swami gaben an, eine höhere Intensität Seiner Gegenwart wahrgenommen zu haben.

Laufend kamen Tausende dazu. Das einzigartige Fest von Bhajans, Rudram-Rezitation, hingebungsvollem Singen und instrumentaler Musik, alles in der Gegenwart Gottes selbst, dazu gibt es nur einmal im Leben die Möglichkeit. Und keiner wollte sie versäumen.

Ein paar Monate später kam Baba nach Mumbai, und ich erhielt eine Nachricht, dass Baba mich am nächsten Abend im Dharmakshetra spielen lassen wollte. Über diese Einladung war ich hocherfreut; das Problem war allerdings, dass ich bereits zuvor für denselben Abend ein Konzert am Churchgate in Mumbai angenommen hatte. Außerdem war kein Tablaspieler vorhanden, der mich hätte begleiten können. Nach einer Weile bekam ich eine weitere Nachricht aus dem Dharmakshetra, dass Baba wollte, dass ich später käme und dass ich ohne einen Tablaspieler spielen sollte.

Ich war sehr glücklich. Nachdem ich mein Konzert am Churchgate beendet hatte, fuhren wir direkt zum Dharmakshetra. Baba saß mit einigen Devotees in der Halle, und ich spielte ohne Tablabegleitung auf der Santoor. Nachdem ich meinen Vortrag beendet hatte, forderte Baba die anderen Devotees auf zu gehen.

Jetzt waren nur meine Frau, Dr. Shukla, mein ältester Sohn Rohit, einige Freunde und ich übrig geblieben. Baba fragte: „Wie war deine Auslandsreise?“ Ich antwortete: „Baba, mit Deinem Segen lief die Reise gut, nur mein Ring…“ Bevor ich überhaupt den Satz beenden konnte, sagte Baba: „Ja, als du den Ring bekamst, fingen die Leute an, dir Fragen zu stellen:

Was für einen Nutzen hast du daraus gezogen? Obwohl du an Baba glaubst, kam eines Tages der Zweifel in deinen Geist und die goldene Büste von Baba löste sich. Dann erschien Baba in deinem Traum und seitdem ist alles mit dem Ring in Ordnung. Was ist also jetzt das Problem?“ Nachdem Baba so zu uns gesprochen hatte, segnete Er uns und wir erfuhren ein weiterer Mal dieselbe göttliche mütterliche Liebe.

 

Ein Name, von der Göttlichkeit gesprochen

An Bhagavans sechzigsten Geburtstag im Jahre 1985 hatte ich das Privileg, eingeladen zu sein, ein Konzert auf der Santoor zu geben. Das Abendprogramm fand auf der riesigen freien Fläche des Hill View Stadion statt. Als Programmablauf war vorgesehen, dass ich zuerst ein Konzert auf der Santoor geben sollte, gefolgt von Babas Ansprache. Am Abend allerdings veränderte Baba die Reihenfolge. So sollte zuerst Babas Ansprache kommen, und danach mein Santoor-Vortrag. Ich war sehr besorgt, denn ich dachte: „Wer würde nach Babas Ansprache wohl noch für mein Programm dableiben?“

Nachdem Baba seine Rede beendet hatte, sagte Er plötzlich: „Jetzt wird Shiv Kumar Sharma auf der Santoor spielen; er ist ein langjähriger Devotee von Swami. Wenn ihr also das Göttliche erfahren wollt, hört seiner Musik zu und geht nicht fort!“ Ich war vollkommen überwältigt und Tränen stiegen in meinen Augen auf. Ich konnte es kaum ertragen. Es war mir nicht möglich, aufzustehen oder mich zu bewegen. Ich traute meinen Ohren nicht, da Baba mich in all diesen Jahren nie mit meinem Namen angesprochen hatte.

Dies war das erste Mal, dass ich meinen Namen von der göttlichen Stimme Bhagavans hörte. Mit großer Anstrengung konnte ich aufstehen und auf die Bühne gehen. Von meinem Gemütszustand her war es mir unmöglich, zu spielen. Baba, der bereits auf der Bühne stand, legte liebevoll Seinen Arm um meine Schulter. Dies hatte eine elektrisierende Wirkung auf mich, und ich wurde wieder vollkommen normal und begann zu spielen. Nach dem Konzert materialisierte Baba einen Diamantring und setzte ihn auf meinen Finger.

Es ist unmöglich, Babas Leelas zu verstehen.

Ich bin auch durch eine Zeit hindurchgegangen, es waren sogar einige Jahre, in denen Baba mir überhaupt keine Aufmerksamkeit schenkte. Er segnete mich lediglich aus der Entfernung, und wir führten überhaupt keine Unterhaltung. Vielleicht lehrt uns Baba auf diese Weise, dass wir uns nicht an Seine physische Form binden sollen. Dennoch lässt Er Seine Devotees nie im Stich, wo immer sie sich auch befinden mögen.

Am 21.November 1998 fuhren wir nach Puttaparthi, um an den Feierlichkeiten zu Bhagavans Geburtstag teilzunehmen. Am ersten Tag sprach Baba nicht mit uns. Aber am 22. November kam Baba und fragte mich: „Wo ist der Sohn?“ Rahul saß neben mir und so sagte ich: „Baba, er ist hier.“ Baba fragte erneut: „Wo ist der Sohn?“ Er wiederholte mehrmals die gleiche Frage. Plötzlich dämmerte es mir und ich sagte: „Swami hat ihm ein neues Leben gegeben.“ Swami antwortete: „Ja, ich weiß!“ und ging weiter. Am Morgen des 24. November erzählte Swami im Interview die ganze Begebenheit, wie der Unfall passiert war, wie Rahul „Baba, Baba, Baba!“ gerufen hatte; und Swami sagte: „Als das passierte, saß gerade jemand hier bei mir, und ich sagte ihm, Shiv Kumars Sohn hat gerade einen sehr schweren Unfall gehabt, er ist aber gerettet worden.“

Wir fühlen ständig Seine Gegenwart

Dreißig Jahre sind seit meinem ersten Darshan von Bhagavan Baba im Dharmakshetra, Mumbai, im Jahre 1969 und der Gelegenheit, ein Konzert auf der Santoor in Seiner Gegenwart zu geben, vergangen. Seitdem haben Hunderte von Konzerten vor großen Zuhörerschaften in Indien und auch im Ausland stattgefunden.

Musik-Vortrag zu den Feierlichkeiten von Swamis 80stem Geburtstag

Durch Babas Gnade schloss sich mein Sohn Rahul mir an, um Santoor-Konzerte in der Göttlichen Gegenwart wie auch an anderen Orten zu geben. Wir können uns zu den wenigen Glücklichen zählen, die die Möglichkeit hatten, Vokal- und Instrumentalmusik in Babas Gegenwart in Prashanti Nilayam zu geben, vor einem Publikum, das in die Tausende geht und aus verschiedenen Teilen Indiens, sowie aus mehreren anderen Ländern kommt.

Überall, sei es in Indien oder im Ausland, haben wir ständig die Gegenwart Bhagavan Babas und das Ausschütten Seiner Gnade und Seines Segens im Überfluss auf uns gespürt.

Freundlicherweise zur Verfügung gestellt aus: „Baba is God“

H2H Team
Engl.Original Titel vom März 2007


H2H Magazin - Deutsche Ausgabe - Kontakt und Impressum