Sai Ram
Wie wir Devotees wissen, machte Swami im Januar 2007 einen elf-tägigen Ausflug nach Chennai. Zwar war die Reise in erster Linie dazu gedacht, das Ati Rudra Maha Yajnam zu besuchen, dessen Beginn in Chennai (Madras) Swami selbst für den 19. Januar angeordnet hatte, aber er erfüllte auch noch viele andere Verpflichtungen. Ein wichtiger Veranstaltungs-Punkt war, die Bürger-Versammlung in Chennai zu beehren, die am 21. Januar im Nehru-Stadion abgehalten wurde.
Prof. G. Venkataraman, der Swami begleitete, konnte ausführliche Notizen machen, auf deren Grundlage zwei Gespräche in Radio Sai geführt wurden. Wir geben hier die Rede-Skripten in Form eines Gesamtberichtes, ergänzt durch viele Bilder, wieder.
In den zukünftigen Ausgaben wird Prof. Venkataraman andere Aspekte von Swamis Reise behandeln, darunter das Yajnam und die Reise selbst.
 |
|
Chennai, im Bundesstaat Tamil Nadu, India
|
|
Ich möchte Ihnen hiermit einen Bericht von einem historischen ‚Public Meeting’ geben, das am 21. Januar stattfand, als Swami kürzlich in Chennai war. Dieses Treffen, das offiziell die Bezeichnung Chennai-Bürger-Konklave trug, wurde abgehalten, um Bhagavan die Dankbarkeit der Menschen der Stadt dafür auszudrücken, dass er diese große Metropole von dem Elend der Wasser-Knappheit befreit hat.
Bevor ich den Verlauf des Konklaves beschreibe, sollte ich zum besseren Verständnis des Hintergrundes einige Worte zu dem jahrelangen Trinkwasser-Problem Chennais sagen und welche Rolle Swami dabei spielte, dieses Problem zu lösen.
Chennai, das früher Madras hieß, verdankt seine Existenz den Briten. Nicht viele wissen, dass es Madras war, wo die Briten zuerst in Indien gelandet waren. Erst später gingen sie nach Bengalen und gründeten die Stadt Kalkutta, welches die Hauptstadt des Britischen Indiens blieb, bis Neu Delhi entstand und damit die Krönung von König George V. als Herrscher Indiens geschah.
| |
|
| |
Die Festung St. George, einst Sitz der Britischen Macht |
Interessanterweise landeten die Holländer etwa zur gleichen Zeit an einem Küstendorf, etwa 65 km südlich von Madras; dieses Dorf heißt Sadras. Als sich die Holländer wieder zurückziehen mussten, blieb Sadras bis heute ein kleines Fischerdorf. Im Falle von Madras lief die Geschichte völlig anders.
Normalerweise entstehen größere Siedlungen an einer Wasser-Quelle, wie z.B. einem Fluss. Madras jedoch verdankt seine Entstehung einem historischen Grund – die Briten landeten dort. Von Anfang an bemerkten die Briten, dass Trinkwasser ein Problem war. Der erste Versuch damit umzugehen war, einen kleinen Damm über den Fluss Kosasthalavar zu errichten. Dies war kein richtiger Fluss, insofern als es nur Wasser gab, wenn es Regen gegeben hatte, was gewöhnlich nur während des Nord-Ost-Monsuns (zwischen Oktober und Dezember) geschah. Anders als beim Süd-West-Monsun (Juni bis September), bringt der Nord-Ost-Monsun nicht immer genug Regen mit sich, zumindest im Tamil Nadu Gebiet; also war Wasser schon immer ein Problem
Das Wasser vom Damm über den Kosasthalayar wurde über einen Kanal zu einem Becken geleitet, das als Red Hill Sea bekannt ist. Swami ging übrigens in seiner sehr frühen Zeit oft mit seinen Gästen zum Picknick in dieses Red Hill Gebiet.
Das Hauptproblem: Wasser
|
Der Hafen von Chennaipattinam... |
In der Folgezeit wurden weitere Vorratstanks gebaut, und sie wurden alle miteinander verbunden. Anfangs wurde das Wasser sowohl zum Trinken als auch zur Landwirtschaft benutzt.
Später wurde das meiste Wasser ausschließlich für Trinkwasser reserviert, auch als die Stadt zu wachsen begann. Schon in den fünfziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts wurde klar, dass Madras, so wie es anwuchs und keine größere Hauptquelle für Wasser hatte, ein riesiges Trinkwasser-Problem bekommen würde. Tatsächlich wurde jedes Mal, wenn die Regenfälle ausblieben, das Problem zur krassen Wirklichkeit; das verstärkte sich in dem Maße, wie die Stadt größer und größer wurde.
| |
|
| |
....wurde zur Stadt Madras...
|
Besorgte Bürger und Beamte suchten intensiv nach Lösungen, und es wurde bald klar, dass der einzige Weg, das Trinkwasser-Problem zu lösen, der war, irgendwie das Wasser des Krishna-Flusses im Norden, aus dem Staat Andhra Pradesh, herunterzubringen. Diese Erkenntnis kam sehr früh, schon in den fünfziger Jahren. Vom Konzept her gab es keine Schwierigkeiten, das Problem zu lösen – alles was nötig war, war ein guter, langer Kanal. Wie die Mathematiker sagen würden, es existierte eine Lösung. Tatsächlich gab es im Parlament vor vielen, vielen Jahren eine Erklärung, dass die Regierung etwas unternehmen würde, um das Trinkwasser-Problem von Madras zu lösen, indem man das Wasser des Krishna-Flusses zur Stadt bringen würde.
| |
|
| |
...und nun die boomende Metropole Chennai |
Aber dann ist der menschliche Verstand, der so begabt ist, Lösungen für Probleme zu finden, genauso begabt, die Lösungen andererseits wieder zu verhindern.
Was ich meine, ist, dass die drei Staaten, durch die der Krishna-Fluss fließt, einen Streit unter sich austrugen, wer den Anspruch auf das Wasser des Flusses habe.
Die betroffenen Staaten sind: Maharashtra, wo der Krishna-Fluss entsteht, Karnataka, durch das er dann fließt, und Andra Pradesh, durch das er darauf ins Meer mündet, in die Bucht von Bengalen.
Wasser Rechte
|
Die drei südlichen Staaten mit dem ewigen Wasserverteilungs-Problem |
Das Thema des Teilens von Fluss-Wasser ist immer ein sehr sensibles. Ein Ausschuss wurde eingerichtet, der das Problem, wie das Wasser geteilt werden sollte, ansprechen und eine gewisse Wassermenge zur Verfügung stellen sollte. Der Ausschuss machte einen Vorschlag, bekannt als der Bachawat Award, so genannt nach dem Vorsitzenden des Ausschusses, in dem vereinbart wurde, dass die drei Flussstaaten zusammen 15 TMC Wasser vom Krishna-Fluss für den Trinkwasser-Bedarf der Stadt Madras zur Verfügung stellen sollten. Ein TMC steht für eine Milliarde Kubik-Fuß, eine Maßeinheit, die von den Briten benutzt wurde, um Wassermengen für Landwirtschafts-Zwecke zu quantifizieren. Es sind etwa 30 Millionen Kubikmeter Wasser.
Eine Million Kubikmeter kann man sich vorstellen als einen Tank, der 100m lang, 100 m breit und 100 m hoch ist. Ein TMC beträgt dann 30 solcher Tanks, und Madras sollte 15 TMC bekommen.
Ganz nebenbei bemerkt, war man der Meinung, dass man von den 15 TMC aus dem Quellbereich etwa 3 TMC auf der Strecke verlieren würde und die Stadt sich dann am Ende mit 12 TMC würde abfinden müssen. Das war es also, was man damals in den sechziger oder siebziger Jahren, ich weiß es nicht mehr genau, entschieden hatte.
Wie jeder weiß, gibt es immer eine große Lücke zwischen Absicht und Durchführung. Der Ausschuss hatte seine Entscheidung vorgetragen, aber nun war die Administration in den verschiedenen Staaten an der Reihe, sich zusammenzusetzen und zur Tat zu schreiten. Wie man sich denken kann, gab es viele Hindernisse, während derer Regierungen kamen und gingen, auf Grund der Unvorhersehbarkeit von Wahlausgängen. Unterdessen hatte die Tamil Nadu Regierung einen großen Plan aufgestellt, das Veeranam Projekt, mit dem Ziel, Wasser aus dem Kaveri-Fluss im Süden in die Stadt zu bringen. Es gab viel Tamtam; ich diente damals im Indira Ghandi-Atom-Forschungs-Zentrum in Kalpakam; das war in den frühen siebziger Jahren. Das Veeram Projekt war ein Prestige-Objekt, aber es ging ohne Sang und Klang in einem Skandal unter. So blieb also die Wolke der Unsicherheit über die Wasserversorgungs-Situation in Madras so dunkel wie eh und je.
Schließlich, viele Jahre und Diskussionen später, im Jahre 1983, wurde eine Übereinkunft getroffen, Krishna-Wasser nach Madras zu bringen. Das kam überwiegend durch die persönlichen Initiativen der Ministerpräsidenten von Tamil Nadu und Andhra Pradesh zustande, die beide zufällig vor ihrer politischen Karriere berühmte Film-Stars gewesen waren. In Tamil Nadu war die Gallions-Figur der charismatische M.G. Ramachandra, überall bekannt als MGR, der in all seinen Filmen den Robin Hood spielte und sich so bei den Massen beliebt gemacht hatte. In Andhra war der Spitzen-Mann N.T. Rama Rao, der auch als Kino-Star sehr beliebt war, auf dem politischen Gebiet aber absolut unorthodox. Interessanterweise hatte NTR, wie der Andhra Ministerpräsident genannt wurde, seine Karriere in Madras begonnen, denn in jenen Tagen war Madras die einzige größere Film-Stadt im Süden.
Er hatte also ein weiches Herz für diese Stadt und erklärte somit, dass er, da er das Wasser der Stadt seit Jahrzehnten getrunken hätte, es für seine Pflicht hielt, der Stadt auch in ihrer Stunde der Not zur Hilfe zu kommen.
Eine Übereinkunft wird erreicht
| |
|
| |
Die damalige Ministerpräsidentin Indra Gandhi mit Sri NT Rama Rao und Sri MG Ramachandra
|
Dank der Verbindungen der beiden aus der Zeit der Glamour-Welt kamen MGR und NTR zu einer Übereinkunft bezüglich der Details der Versorgung von Madras mit Wasser aus dem Krishna-Fluss.
Zu jener Zeit war NTR dabei, ein ehrgeiziges Programm aufzulegen, bei dem ein riesiger Anteil des Krishna-Wassers für eine enorme Vergrößerung der landwirtschaftlichen Produktion in seinem Staat in Anspruch genommen wurde. Er versuchte dies zu tun mittels eines großen Planes, bekannt als Telugu-Ganges, einem Netzwerk von Kanälen, welche das Krishna-Wasser in alle Ecken und Winkel des Staates bringen sollten. Als Teil des größeren und groß angelegten Telugu-Ganges-Planes wollte NTR einen Kanal von einem Reservoir in Andhra Pradesh, dem bekannten Kandaleru Reservoir, bis an die Grenze von Tamil Nadu bauen, um das Krishna-Wasser nach Madras zu bringen.
|
Einweihung des Krishna
Wasserversorgungs-Projektes
im Mai 1983 im Nehru Stadion |
Dieser Kanal sollte einem zweifachen Zweck dienen: Einerseits würde er 12 TMC Wasser nach Madras bringen, und andererseits würde er als größerer Verteilungs-Kanal für die südlichen Gebiete von Andhra Pradesh dienen. Aber natürlich wollte NTR das nicht umsonst tun; Tamil Nadu sollte als ihren Anteil eine deftige Summe von etwa 500 crores Rupien für die Ausschachtungen dazu legen. Zu jener Zeit war der Kurs etwa dreißig Rupien auf den Dollar, und 500 crores waren dann also etwa 160 Millionen Dollar, also bestimmt keine kleine Summe.
In dem NTR / MGR-Plan sollte der Kanal von Kandaleru nach Poondi die zwischen-staatliche Grenze an einem Punkt namens Zero-Point kreuzen, und von dort sollte die Tamil Nadu Regierung einen 25 km langen Verbindungskanal bauen, um das Wasser nach Poondi weiterzuleiten. Am 25. Mai 1983 wurde dann unter großem Getöse der Bau des Kandaleru-Poondi Kanals formell in Anwesenheit der indischen Ministerpräsidentin Indira Gandhi gefeiert.
Jahre vergingen und nachdem viele Millionen ausgegeben worden waren, wurde der Kandaleru-Poondi-Kanal am 29 September 1996 als offiziell fertig gestellt erklärt und mit einem Festakt am Zero Point in Anwesenheit der Ministerpräsidenten von Andhra Pradesh, Herrn Chandra Babu Naidu, und dem Ministerpräsidenten von Tamil Nadu, Herrn M. Karunanidhi gefeiert.
Langer Kanal – aber kein Wasser
 |
|
Der miserabel funktionierende Kanal |
|
Als die Salutschüsse und das Freudengeschrei jedoch vorüber waren und alles bereit war, dass das Wasser von Krishna nach Tamil Nadu fließen konnte, war jedoch tatsächlich der Wasserfluss nach Chennai viel geringer, als alle gehofft hatten und als auch die Bachawat-Übereinkunft der Stadt zugesprochen hatte. Wo war das Problem? Teilweise war es die Regenknappheit, aber der eigentliche Schuldige war der Kanal selber. Er hatte nicht die erforderliche Qualität und konnte einfach die ausgegebene Wassermenge nicht ohne Verluste auf dem langen Weg nach Madras bewahren. Der Kanal war überwiegend nur Bodenausgrabung, und daher gab es Verluste durch Lecks und Versickern. Außerdem waren an vielen Stellen die Kanalwände stark erodiert. Kurzum, der Kanal war überhaupt gar kein Kanal; bestenfalls konnte man ihn als einen miserablen Graben bezeichnen!
| |
|
| |
Das Ergebnis: … kein Wasser …
|
Mittlerweile blieb auch der Nord-Ost-Monsun wiederholt aus und Madras, welches sich mittlerweile Chennai nannte, litt heftig. Ich glaube, dass Heart2Heart das alles plastisch beschrieben hat, sodass ich hier die peinlichen Details nicht wiederholen muss. Aber so viel will ich doch sagen: Die Reichen und die Mittelklasse konnten durch den Kauf von Wasser gut überleben, aber die Armen waren wieder einmal zu kurz gekommen. Sie mussten sich, so gut es ging, beschränken, und oft mussten sie in ihrer Verzweiflung aus dem Abwasser trinken. Das war die krasse Realität einer Stadt, die gerade ein großer Hoffnungsträger für Informations-Technologie geworden war.
Gott entscheidet, das Elend zu beseitigen
|
Das Göttliche donnert: „Ich habe entschlossen, der Stadt Madras Trinkwasser zu geben.“
|
Es war am ersten Jahrestag des Super-Speciality-Hospital in Bangalore, als Swami extra aus Anlass dieser Gelegenheit zu einem Gesundheits-Treffen nach Bangalore fuhr. Natürlich fehlte es nicht an Reden und am Ende gab es wie erwartet eine Göttliche Ansprache. Im Verlauf dieser Ansprache machte Swami eine höchst unerwartete Ankündigung. Er erklärte:
„Heute habe ich einen neuen Beschluss gefasst. Madras leidet unter akuter Trinkwasser - Knappheit. Die Reichen können sich Wasser über den Tankwagen-Service kaufen, aber was ist mit den Armen? Sie sind abhängig von dem Regen-Wasser, das sich in Pfützen und Gräben ansammelt; damit verderben sie sich ihre Gesundheit. Ich habe daher beschlossen, darauf hinzuarbeiten, Trinkwasser nach Madras zu bringen, ungeachtet wie schwer und kostenaufwändig diese Aufgabe ist. Dieser Wunsch von mir wird unfehlbar Früchte tragen. Erfolg kommt immer aus tiefer Überzeugung.“
Übrigens ist der 19. Januar der Jahrestag von Sundaram (Swamis Residenz) in Chennai. Ich glaube, es war an diesem Tag im Jahr 1981, als Sundaram von Swami gesegnet und formal eingeweiht wurde.
Die Menschen aus Chennai waren nicht offiziell nach Puttaparthi gekommen um Swami um Trinkwasser zu bitten.
Aber schon am 19. Oktober 1997, als das Anantapur Trinkwasser-Versorgungs Projekt dem Volk von Andhra Pradesh übergeben wurde, hatte Swami erklärt, dass Er keine Unterschiede in Kaste, Glauben, Nationalität usw. kenne und immer bereit sei, jedermann zu helfen. An diesem Tag, am 19. Januar 2002, sagte Er den Leuten von Chennai: „Warum sich fürchten; ich bin doch da!“
Die Arbeit begann bald. Wie wir alle wissen, wird Swami sehr energisch, wenn Er ein Programm angekündigt hat. So unterrichtete Swami den Sri Sathya Sai Welt Trust tätig zu werden und alles in seiner Macht Stehende zu tun, um diesen Kandaleru-Poondi Kanal Weltklasse zu machen, so dass das Wasser vom Krishna-Fluss, wenn es zur Verfügung stünde, auch frei nach Chennai fließen könne.
Nun erstreckt sich dieser Kanal über 150 km auf dem Gebiet von Andhra Pradesh und etwa 25 km auf der Seite Tamil Nadus, bevor er sich mit dem Poondi Reservoir bei Chennai verbindet. Swami wies den Trust an, alle Probleme auf der Andhra Seite zu lösen, wie immer: ohne Kosten zu scheuen oder Zeit zu vergeuden.
Politik behindert Lösungen
|
|
Der göttliche Wille entfaltet sich…
|
...und die Arbeit schreitet trotz Feindseligkeit voran.
|
Ihr mögt fragen: Was war mit der Tamil Nadu Seite? Nun, Swami wollte auch diesen Teil lösen, aber die damalige Ministerpräsidentin von Tamil Nadu, Frau Jayalalitha, war aus ihren eigenen Gründen nicht begeistert von dem Projekt. Sie hatte ein eigenes Projekt auf die Beine gestellt, bei dem sie Wasser vom Kaveri herbeischaffen wollte.
 |
|
Die neueste Technologie wird für dieses Projekt verwandt |
|
Tatsächlich versuchte sie, das Veeranam Projekt wieder aufleben zu lassen, obgleich das Kaveri Wasser in der Zwischenzeit in großes Fragezeichen geworden war, abgesehen davon, dass es quantitativ erheblich weniger war. Kurz und gut, Frau Jayalalitha war mit ihrem eigenen Projekt beschäftigt und kümmerte sich wenig um diese Lösung, obgleich sie so vielversprechend war.
Jedenfalls schritt die Arbeit auf Seiten Andhra Pradeshs unter Swamis Führung geschwind voran, diesmal unter Einsatz der besten Technologie.
Einige von Euch mögen unseren Dokumentarfilm über das Chennai Wasser-Projekt gesehen haben, wo wir die Höhepunkte festgehalten haben, die professionelle Art und Weise, wie das Projekt durchgeführt wurde, unter Einsatz der besten Technologie. Wenn Swami etwas tut, ist es immer das Beste vom Besten.
An dieser Stelle sollte ich mit Euch einige statistische Daten teilen, um Euch ein Gefühl für den Umfang der Arbeit zu geben.
Statistik des Chennai Wasser Projektes
- Erdaushebungen ……………………..1 700 000 CM (Kubikmeter)
- Schlick-Beseitigung……………………110 000 CM
- Gesteins-Abtragung……………………..76 000 CM
- Stein-Bearbeitung ……………………… 18 000 CM
- Grob-Stein-Befestigung……………… 80 500 CM
- Zement / Beton Ausschalung………. .170 000 CM
- Zement / Beton Verkleidung………….194 000 CM
Dauer des Projektes: 1 Jahr
Kosten des Projektes: 60 Millionen Dollar
|
Ich sollte auch aus einem wichtigen Brief zitieren, geschrieben von Mr. Babu Naidu, dem damaligen Ministerpräsidenten von Andhra Pradesh am 7. Mai 2003, adressiert an Frau Jayalalitha, der damaligen Ministerpräsidentin von Tamil Nadu. Beachtet bitte das Datum. Swami machte Seine Ankündigung am 19. Januar 2002, und dieser Brief wurde von Herrn Chandra Babu Naidu am 7. Mai 2003, etwa genau ein Jahr später geschrieben.
Brief des Ministerpräsidenten von Andhra Pradesh
an seine Amtskollegin in Tamil Nadu im Mai 2003
Ministerpräsident
Andhra Pradesh
Verehrte Frau Jayalalitha Garu,
Ich habe soeben die Arbeiten inspiziert, die der Sathya Sai Central Trust zur Verbesserung des Kandaleru-Poondi- Kanals durchführt, zur Erleichterung der Trinkwasser- Versorgung von Chennai.
Ich bin glücklich, Sie zu informieren, dass mit dem Segen von Bhagavan Sri Sathya Sai Baba der Fortgang der Kanal Arbeiten sowohl äußerst schnell, als auch mit hoher Qualität vonstatten geht. Mit der technischen Hilfe der Regierung von Andhra Pradesh hat der Trust keine Anstrengungen gescheut, diesen Abschnitt des Kanals höchst effizient für einen freien Durchfluss des Wassers zu machen.
Ich habe mit großer Zufriedenheit begutachten können, wie der Trust in Rekord-Zeit Trinkwasser-Projekte in den Distrikten Anantapur, Medak und Mahbubnagar, in meinem Staat, durchgeführt hat.
Aufgrund dieser obigen Erfahrungen und der Bauabschnitts- Berichte bin ich zuversichtlich, dass die konkreten Ausschachtungsarbeiten am Kandaleru-Poondi Kanal bis zum frühen August 2003 fertig gestellt sein werden.
Mit der Fertigstellung der Ausschachtungsarbeiten würde Tamil Nadu viel effektiver Wasser entnehmen können und ich ersuche Sie in der Zwischenzeit geeignete Schritte an Ihrem Abschnitt zu unternehmen.
Mitglieder und Vertreter des Trusts werden sehr glücklich sein, Sie von dem Projekt zu einem Ihnen passenden Datum und Zeitpunkt zu unterrichten.
Mit freundlichen Grüßen
Hochachtungsvoll
N. Chandrababu Naidu
|
Leider gab es von Tamil Nadu Seite kaum eine Antwort auf diesen Brief, was nicht überraschend ist, da Frau Jayalalitha mit ihrer eigenen Lösung des Chennai Trinkwasser Problems beschäftigt war. Sei es wie es sei. Ich würde euch an dieser Stelle gern eine wichtige Tatsache vor Augen führen. Die Andhra Pradesh Regierung brauchte 13 lange Jahre um den Kandaleru-Poondi Kanal zu bauen; und hier war der Central Trust, der es in Weltklasse-Qualität in rund 13 Monaten schaffte. Das spricht doch Bände, oder?
Es war im Jahr 2003: Wir alle dachten, dass Swami nach der Rückkunft aus Kodai eine Zeitlang zur großen Einweihungs-Zeremonie des Sai Ganga nach Chennai gehen würde. Nichts dergleichen ereignete sich. Stattdessen erlitt Bhagavan als Teil Seines unergründlichen Göttlichen Spiels (leela) Seinen ersten Knochenbruch.
Wir eilen nun voran und kommen zum 23. November 2004, dem Tag von Swamis 79. Geburtstag. An diesem Tag wurde offiziell das Wasser aus dem Kandaleru nach Chennai freigelassen.
Ein paar Tage später erreichte das Wasser Zero Point und überquerte damit die Grenze ebenfalls an Swamis Geburtstag, allerdings nach dem Telugu Kalender. Dies war ein frohes Ereignis, an dem Sai Krishna das Krishna Wasser an Seinem Geburtstag freigab, entsprechend dem einen Kalender, und es entsprechend dem anderen Kalender wiederum an Seinem Geburtstag ankam. Kurz danach kamen Bus-Ladungen von Bürgern aus Chennai in Prashanti Nilayam an, um ihre Dankbarkeit auszudrücken, und einige von Euch mögen noch die Radio-Sai-Sendungen über dieses Danksagungs-Ereignis in Erinnerung haben.
|
Zeitungen berichten die sehnlich erwartete gute Nachricht
|
All das war im Jahre 2004. Wir eilen voran: Drei Jahre und eine Wahl später fährt Swami schließlich nach Chennai, denn diesmal, so möchte ich sagen, war das Klima passend. Natürlich ging Swami in erster Linie zur Segnung des Yajnas nach Chennai, das Er selbst angeordnet hatte. Es wurde jedoch allenthalben erwartet, dass die Stadt , wenn Swami nach Chennai käme, bestimmt einen geeigneten Weg finden würde, ihre Dankbarkeit zum Ausdruck zu bringen. V iele führende Bürger kamen zusammen und eins kam zum anderen. Bald trat auch die Regierung auf. Das erste Anzeichen dafür war, als Herr Durai Murugan, Minister für Straßenbau in der DMK Regierung von Tamil Nadu , für Swamis Darshan nach Puttaparthi kam. Er kam nicht nur zum Darshan, sondern kam auch zum Hospital, um sich einen persönlichen Eindruck zu verschaffen. Er war überwältigt. Es scheint, als ob er bei seiner Rückkunft seinem Chef, dem Ministerpräsidenten, Bericht erstattet hat.
An dieser Stelle sollte ich etwas von diesem Ministerpräsidenten erzählen, denn er hatte seinen eigenen Anteil dran, diesen kürzlichen Besuch von Swami zu einem historischen Ereignis zu machen. Ich mache diesen Exkurs, denn es wird nicht nur der jüngeren Generation sondern auch Menschen anderswo helfen, die Hintergründe des Chennai Bürger Konklave zu verstehen.
 |
|
Der Sai-Ganges fließt … |
|
 |
|
Sein Ruhm bedeckt... |
..die Hügel und Täler
|
Der dynamische Karunanidhi und der Aufstieg der DMK
Die Menschen in Süd-Indien sind sehr vertraut mit ihrem Ministerpräsidenten (MC) Herrn M. Karunanidhi, gewöhnlich bekannt als Dr. Kalaignar (ein Hinweis auf die Tatsache, dass er ein ausgezeichneter Schriftsteller ist und einen Doktor-Titel honoris causa trägt). Herr Karunanidhi, der schon über achtzig ist, begann vor fünfzig Jahren nicht nur als feuriger Aktivist in der Dravida Kazhakam, einer Partei mit starker Anti-Hindu- und Anti-Kastensystem-Einstellung, sondern auch als talentierter Autor und Drehbuch-Schreiber. Karunanidhi wurde in den frühen fünfziger Jahren über Nacht in jedem Haushalt berühmt, dank der kraftvollen Dialoge, die er für den Film Prashakti schrieb und der ein Hit wurde, unterstützt vom hervorragenden Schauspiel von Shivaji Ganesan, der ebenfalls durch den selben Film über Nacht berühmt wurde. Es schien so, als habe Karunanidhi diesen Film direkt für Shivaji geschrieben und dass Shivaji seinerseits darauf gewartet hatte, dass Karunanidhi ihm seinen Startfilm verschaffen würde…
(Es folgen einige Details über die Entwicklung der DMK-Partei, die wir hier auslassen; Anm. d. Red.)
|
Der ehrwürdige Minister-Präsident von Tamil Nadu – Dr. Kalignar Karunanidhi
|
Das einzigartige Chennai Bürger Konklave
Viele, besonders die, die nicht aus Tamil Nadu sind, mögen sich wundern, warum ich so viel Zeit darauf verwende, die politischen Hintergründe zu erläutern. Dafür gibt es einen wichtigen Grund. Obgleich dieses Treffen vom 21. Januar 2007 „ Bürger Konklave“ genannt wurde, waren an jenem Tag alle Menschen, außer Sami natürlich, aus der Welt der Politik. Es war eine merkwürdige Zusammenkunft von verschiedenen Schattierungen politischer Meinungen (tatsächlich landesweit) und dem Göttlichen. Es ist also wichtig, das Ereignis in den richtigen Blickwinkel zu bekommen, anstatt nur aufzuzählen, wer zuerst und wer darauf seine Rede hielt.
Es ging nicht nur darum, dass Menschen verschiedener politischer Meinungen und Schattierungen an diesem Treffen teilnahmen. Die wahre Sensation war die Teilnahme von vier Mitgliedern der DMK-Partei auf der Bühne – vier Menschen von einer Partei, die man für atheistisch und höchst kritisch eingestellt gegen Religionen und religiöse Praktiken hält. Besonders Karunanidhi, der bekannt dafür ist, seine scharfen anti-religiösen Einstellungen auch zu äußern, hat dadurch, dass er hier mit Swami das Rednerpult teilte, nicht nur manch einen in Chennai zum Staunen gebracht, sondern er wurde auch zu einer nationalen Nachrichten-Story.
Es ist also wichtig, diesen richtigen Hintergrund für die folgenden Ereignisse zu kennen, so dass man besser verstehen kann, wie Swami, wenn die Zeit reif ist, unauffällig die Gangart wechselt und auf subtile Weise Veränderungen herbeiführt.
Die Geschichte hinter diesem außergewöhnlichen Konklave
Ihr erinnert euch, dass das Treffen tatsächlich dafür vorgesehen sein sollte, dass dankbare Bürger von Chennai Bhagavan ihre Dankbarkeit zum Ausdruck bringen könnten. Die Frage ist: „Wie kam es, dass die Tamil Nadu Regierung auf der Bildfläche erschien?“
Das ist eine interessante Frage. Auf höherer Ebene ist die Antwort offenkundig. Die Zeit war gekommen und Swami hat die Dinge sich so ereignen lassen, wie es gemäß Seinem göttlichen Drama sein sollte. So fand eine Reihe von Ereignissen statt. Keiner außer natürlich Swami kennt alle die Details. In Kürze war die Ereignis-Folge aber so:
 |
|
Die Dame des Hauses bezeugt ihre Ehrerbietung
|
Sai segnet sie in ihrer Gopalpuram Residenz
|
Zuerst kam der Tamil Nadu Minister für Straßenbau, das ist die Abteilung, die für die Wasserversorgung verantwortlich ist, nach Puttaparthi. Er kam, sah und wurde besiegt. Er fuhr zurück und berichtete seinem Chef. Danach dämmerte die Erkenntnis, dass Baba der größte Wohltäter auf Erden ist und dass es für niemanden angemessen sei, weder für ein Individuum noch für eine Staats-Regierung, Ihn zu ignorieren. Die Tamil Nadu Regierung begann zu bemerken, dass es sehr hilfreich wäre, wenn man Swami Dankbarkeit ausdrücken würde für das, was er bereits getan hat; und vielleicht könnte man Ihn ja auch bitten etwas zu tun, um den Tamil Nadu Abschnitt des Kandaleru-Poondi Kanals in der gleichen Qualität fertig zu stellen, wie sie der Andhra Abschnitt besitzt.
Mittlerweile kündigte Swami an, dass das nächste Ati Rudra Maha Yajna in Chennai stattfinden würde. Er sagte nicht, dass Er es besuchen würde. Aber alle erwarteten das, und die Menschen trafen auf Grund dieser Annahme allerlei Vorkehrungen, Swami zu empfangen, um Ihm ihren Respekt zu zollen. Zu diesem Zeitpunkt nahm die Idee des Bürger Konklaves Gestalt an. Natürlich erfuhr die Tamil Nadu Regierung davon, denn die Planer des Konklaves baten die Regierung das riesige überdachte Stadion nahe dem Hauptbahnhof für diese Veranstaltung zu mieten. Rasch bemühte sich die Tamil Nadu Regierung vielfältige, volle Unterstützung anzubieten, einschließlich in Sicherheits-Belangen usw. Nicht nur das: Die Regierung wollte sehr gerne Teil dieser Aktion werden, was der Grund ist, weshalb so viele Tamil Nadu Minister auf dem Podium anwesend waren und man an jenem Tag überall so viele Beamte sehen konnte, die auf alle erdenkliche Weise für den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung sorgten.
 |
|
Die Einladungs-Karte zu Glückwunsch - Veranstaltung,
|
Die der historische Veranstaltung geleitet vom Herrn selbst
|
Und der Höhepunkt war, dass am Abend des 19. Januars, wenn ich mich nicht täusche, kurz nachdem wir im Sundaram (Swamis Ashram in Chennai, Anm. d. Übers.) ankamen, die Mitglieder der Karunanidhi-Familie ins Sundaram kamen, um Bhagavan persönlich zu sich nach Hause einzuladen; was Er auch gnädig am 20. Januar tat und damit nicht nur Tamil Nadu sondern ganz Indien verblüffte.
Reine Liebe besiegt alles
Wie Swami sagt, ereignen sich die Dinge dann, wenn samayam und sandarbham richtig sind, das heißt, wenn Zeit und Umstände reif sind. So ereignete sich der unerwartete Besuch Swamis im Hause der Familie Karunanidhi am 20. Januar, der daraufhin den Ton des Konklaves am folgenden Tag vollkommen veränderte. Über fünfzig Jahre lang hatte es in Tamil Nadu, einer Region, die Jahrhunderte lang tief in der Bhakti-Tradition (Tradition der Liebe und Hingabe) in all ihren Aspekten verwurzelt war auf Grund einer aggressiven und aktiven sozialen Bewegung eine Unruhe-Stimmung gegeben, die, indem sie dringend notwendige soziale Reformen lauthals herausschrie, allmählich eine stark atheistische Grundhaltung einnahm, um Missstände ans Tageslicht zu bringen, die im Namen der Religion zu verantworten seien. Solche Protest-Bewegungen sind auf der ganzen Welt entstanden, aber was Tamil Nadu betrifft, verursachte sie für die wahrhaft Gläubigen großes Leid. Das gemeinsame Auftreten von Karunanidhi und Swami auf der gleichen Bühne war ein Ereignis, das nur wenige am Ende des Jahres 2006 hätten voraussagen können.
Dennoch passierte es, und Swami gab auf diese Weise all seinen Devotees ein Signal, dass Gott schließlich all seinen treuen Devotees Schutz gewährt.
Wie ich schon erwähnte, war in Tamil Nadu, anfänglich durch soziale Aktivisten, ein Klima von Feindseligkeit gegen die Religion geschaffen worden. Als später viele dieser Aktivisten in die Politik gingen und an die Macht kamen, verstärkte sich der Druck und die Repression auf die Gläubigen in vielfacher Weise. Aber jetzt, wo Menschen mit starken Vorbehalten gegen das religiöse Establishment offen Sai Baba akzeptieren und ihm applaudieren, können zumindest Sai Devotees ohne große Angst und Widerstand in Zukunft ihre spirituelle Arbeit tun.
Dass die gegenwärtige Regierung nicht nur viel Höflichkeit an den Tag legte, sondern auch umfangreiche polizeiliche Maßnahmen traf zur Verkehrs-Regelung und Kontrolle der Menschen-Massen ist ausreichend Signal, dass Swami die Herzen der so genannten Un-Gläubigen gewonnen hat; ein klarer Beweis, dass Liebe immer und überall gewinnt.
Um zur Geschichte des Konklaves zurück zu kommen: Kurz nachdem die Tamil Nadu Regierung von Swamis Chennai-Besuch Wind bekam, stieg sie ein und das Konklave änderte deutlich seine Richtung und nahm insgesamt eine ganz andere Färbung an. Zuerst wurden alle eingeladenen Sprecher fast ausnahmslos aus der Politik genommen. Es waren tatsächlich nur Primierminister, Gouverneure, Minister aus Delhi und Minister der Bundesstaaten, die sich auf der Bühne versammelten um Swami zu ehren. Das hätte man am Anfang nicht erwarten können, und dennoch trat es ein.
Die Höhepunkte des Konklaves
Was die einzelnen Programmpunkte der Versammlung betrifft, so fanden diese in einem riesigen klimatisierten Indoor-Stadion, Nehru Stadion genannt, statt, gebaut von und in Besitz der Regierung. Interessant ist, dass dies Stadion nicht weit von dem Ort entfernt ist, wo im Jahre 1983 die Konstruktion des Kandaleru Poondi Kanals mit viel Tamtam gefeiert wurde, der ja 13 Jahre später ein großer Flop wurde, natürlich nach erheblichen Ausgaben. Vor diesem Ereignis hatte ich wochenlang immer wieder Berichte von hektischen Vorbereitungen für diese Veranstaltung gehört und es wurde klar, dass es eine Star-Veranstaltung werden würde, die nicht nur in Chennai und Tamil Nadu sondern im ganzen Land Aufmerksamkeit erregen würde.
Es gab dafür drei wichtige Gründe. Erstens natürlich, weil die Versammlung so ein breites Spektrum an politischen Persönlichkeiten umfasste, die politischen Parteien mit unterschiedlichen Sichtweisen über fast alles angehörten. Zweitens gab es zumindest zwei karismatische Persönlichkeiten auf der Bühne, jede eine eigene Berühmtheit; wir hatten den immer sprühenden Herrn Lalu Prasad Yadhav aus Bihar, der es niemals versäumt das Zentrum einer Versammlung zu sein - wo immer er anwesend ist - durch seinen einmaligen Stil zu sprechen und seine unnachahmliche Persönlichkeit. Und dann der Herr Karunanidhi, einst ein Feuerkopf und nun ein reifer Staatsmann von eher nationalem Profil. Schlau, gewitzt, sehr kalkuliert in seinen Schachzügen, niemals Anlass gebend zu unkontrollierten Reaktionen, der allenthalben als jemand gesehen wird, der nicht im Entferntesten zu tun hat mit etwas, das nach Religion oder Spiritualität schmecken könnte. Aber hier war er und spielte die Führungsrolle, Swami den Dank auszusprechen, fast drei Jahre nachdem das Wasser begonnen hatte in die vertrockneten Seen von Chennai zu fließen. Er wagte es, etwas zu tun, was seine Vorgängerin, die ehemalige Schauspielerin und spätere Politikerin und Kämpfer-Persönlichkeit Frau Jayalalitha, verweigert hatte, nämlich Dankbarkeit gegenüber einem überragenden Wohltäter auszudrücken, auf dessen Hilfe Chennai notfallimmer noch angewiesen wäre. Es ist also nicht überraschend, dass es ein großes Interesse an diesem Konklave gab. Der Eintritt war streng kontrolliert, teilweise wegen begrenzter Sitzmöglichkeiten und teilweise aus Sicherheitsgründen – bei so vielen VIPs (very important persons), die sich in einer Halle auf einer Bühne versammelt hatten, sollte man nicht die Kopfschmerzen unterschätzen, die das Sicherheits-Personal hatte.
Die unentschiedenen Stunden, bevor das Konklave begann
Auf diesem Hintergrund nun kann ich die Ereignisse des 21. Januars 2007, morgens, beschreiben. Alle, die wir in Swamis Gesellschaft dabei waren, waren im Sundaram untergebracht worden, genau wie Swami selbst. Unsere Tages-Routine war etwa so: Wir standen alle früh auf und bekamen Anweisungen aus Swamis Zimmer. Wenn es hieß, Er geht in den Speisesaal, gingen wir alle auch dort hin. Unsere Plätze waren festgelegt, wir nahmen sie auf Anweisung ein. Danach: Frühstück in Stille. An diesem Morgen lagen alleTageszeitungen säuberlich in Reihe auf Swamis Tisch, denn sie waren voll von Nachrichten und Bildern über Swamis historischen Besuch am Vorabend in der Residenz von Herrn Karunanidhi. Man wetteiferte darin, die Aufmerksamkeit auf diese aufregenden Nachrichten zu ziehen, aber Swami zeigte nicht viel Interesse; das hätte man sich auch schon denken können.
 |
|
Tu deine Pflicht - Pflicht ist GOTT. |
Die Presse drückt ihre Dankbarkeit aus.
|
Das Frühstück war bald vorüber und wir waren alle neugierig, was als nächstes kommen würde. Das Konklave würde erst um 11 Uhr beginnen und die große Frage war: Würde Swami das Yajna Salai (das Yagna Gelände) zuerst besuchen oder gleich direkt von hier zur Versammlung gehen. In der Zwischenzeit war Mr. Venu Srinivas, Vorsitzender von TVS Motors, - der die Willkommens-Ansprache an das Konklave halten sollte - nach Sundaram gekommen um Swamis Segen zu erbitten. Er erhielt ihn und ging wieder. Zwischenzeitlich waren Herr Shiv Raj Patil, der Innenminister der Union, natürlich ein alter Devotee, und Herr Gokuldas aus Bombay in Sundaram erschienen und Swami bat sie, ebenfalls zu frühstücken. Es war interessant, dass Herr Patil, ein Hauptsprecher in der Morgen-Veranstaltung, es vorzog nach Sundaram zu kommen, statt in die Gouverneurs Residenz, was dem Protokoll entsprochen hätte.
 |
|
Installation des Sundar-Eshwara Lingams |
Der /Das Eigenschaften-Besitzende mit dem Eigenschaftslosen |
Swami lud Herrn Patil und Herrn Gokuldas ein und sprach mit ihnen ein paar Minuten. Diese beiden wurden offensichtlich gebeten, Swami an diesem Morgen in das Konklave zu folgen. Zwischenzeitlich fragte Swami nach dem Morgenprogramm, was seine Art war, die Dinge in Bewegung zu bringen. Er wurde respektvoll unterrichtet, dass, da es Sonntag sei, erwartungsgemäß eine große Menschenmenge den Herrn auf dem Yajna-Gelände erwarten würde. Infolgedessen entschied Swami zuerst zum Yajna-Gelände zu gehen; war Er doch bei alledem wegen des Yajna nach Madras gekommen, oder etwa nicht? Als Swami herauskam um zum Yajna-Gelände zu gehen, war eine riesige Menschenmenge vor dem Sundaram und infolgedessen: Stau. Swamis Auto kam irgendwie zügig voran, während die meisten von uns im Stau hängen blieben und zurückfielen. Später kamen wir zum Yajna-Gelände durch; aber das war eine schwierige Übung, da wir keine Polizei-Eskorte hatten.
Der Innenminister, der normalerweise eine Menge Aufmerksamkeit von der Polizei bekommt, war auch in unserer „Nachzügler-Gruppe“ und auch er musste sich wie wir durch Ampeln usw. durchkämpfen. Demokratie bei der Arbeit! Wie dem auch sei, schließlich konnten wir zu Swami aufschließen und das Yajna-Gelände erreichen.
Ankunft am Treffpunkt
 |
|
Das Nehru Stadion gerammelt voll
|
Der „Who is Who“ der Stadt bei der Glückwunsch-Veranstaltung
|
Swami blieb für einige Zeit und unsere Gruppe brach dann um 10.30 Uhr zum Konklave auf. Unterwegs wurde unser Konvoi kurz angehalten. Ich war überrascht, da Swami doch vorn in unserem Konvoi war und Er immer alle Prioritäten im Straßenverkehr genoss. Jedoch an dieser besonderen Kreuzung passierte es, dass der Gouverneur des Staates in seinem Konvoi zum Konklave unterwegs war. Und durch die Macht der Gewohnheit wurde dem Konvoi des Gouverneurs die Vorfahrt gegeben. Allerdings war die Verzögerung nur ein paar Sekunden und dann ging es weiter.
Zum ersten Mal auf dieser Fahrt fuhren wir auf Straßen, die nahe am Strand lagen. Da es ein Sonntag und somit ein arbeitsfreier Tag war, war der Verkehr nur schwach. Unterwegs sah ich vielerlei, was mir bekannt war, aber ich nahm auch wahr, wie vieles sich verändert hatte. Dann kamen wir auf die Straße neben dem berühmten Marina Strand von Madras. In der Nähe des Madras Medical College, was etwa fast ein Jahrhundert alt sein müsste, bogen wir in Richtung Treffpunkt ab, fuhren vorbei am Hauptbahnhof und dem Rippon Gebäude und dann auf das Nehru Stadion zu. Interessanterweise war der Ort unseres Treffens kaum einen Steinwurf von jenem Ort entfernt, wo damals 1983 die Einweihungsfeier für den Kandaleru-Poondi Kanal stattfand.
Als wir in Richtung Stadion fuhren, sah ich viele Flaggen, die alle den Ministerpräsidenten von Tamil Nadu begrüßten und priesen. Ich war nicht überrascht davon, so wie Politik heutzutage aussieht, besonders in Staaten, die durch eine große Gestalt dominiert sind, aber es tat mir schon weh. Schließlich, wie zu meinem Trost gekommen, erschien eine Flagge mit Hoch-Ruf auf Swami, der als Erlöser im Moment der Verzweiflung gekommen sei.
Als die Autos anhielten, wurden wir von Freiwilligen, die auf uns warteten, weitergeleitet. Der Ort war dicht mit Sicherheitspersonal, und wir kamen zügig in die Halle, wo die Versammlung stattfinden sollte. Swami sagt, dass Nullen zu Helden werden (engl.: zeroes become heroes), wenn sie mit dem Göttlichen zusammen sind. Das traf gewiss für uns an diesem Tag zu, denn wir bekamen einen Platz in der ersten Reihe.
Das Nehru Stadion – In einem neuen Erscheinungsbild
Als wir ankamen, sah ich auf dem Podium eine Reihe von Stühlen mit einer Lücke in der Mitte. Es war klar, dass die freigelassene Mitte für Swami reserviert war. Hinter den Stühlen war ein Spruchband, einfach konzipiert mit den Worten: „Wasser – das Elixier des Lebens.“ Es gab natürlich auch ein Bild von Swami, aber sonst nichts. Später sagte mir ein Bürger von Chennai, dass dies das erste Mal gewesen sei, dass ein öffentliches Treffen mit dem Premierminister Karunanidhi kein riesiges Bild von ihm als Bühnenschmuck gehabt hätte. Ich schaute mich um und sah nicht nur Leute überall sitzen, sondern auch eine Menge Poster.
Ich konnte sie nicht genau lesen – meine Augen sind dazu ein wenig schwach geworden – aber ich konnte doch erkennen, dass sie alle Aussagen von Swami enthielten und über Seva. Diejenigen, die auf der Bühne sitzen sollten, erschienen einer nach dem anderen und wurden zu ihrem jeweiligen Sitz geführt. Offensichtlich hielt sich Swami, der schon im Gebäude war, in einem privaten Raum hinter der Bühne auf. Und als die VIPs auf die Bühne kamen, grüßten sie sich und tauschten Höflichkeiten aus.
Die meisten Gesichter da oben konnte ich erkennen, und bald waren alle Sitze außer einem eingenommen. Und das war der Sitz zur Linken Swamis, bestimmt für den Premierminister Karunanidhi. Swami kam dann in seinem rosa Auto-Roll-Sitz, begleitet von einigen seiner Jungen und natürlich gab es einen lauten Beifall für Ihn. Gerade als er zur Mitte gesteuert wurde, kam Karunanidhi herein, begleitet von zwei Leuten. Das Alter hatte ihn offensichtlich gezeichnet und es war deutlich, dass er Schwierigkeiten hatte sich zu bewegen. Auch seine Ankunft wurde mit lautem Applaus begrüßt.
Das historische Ereignis beginnt
Als alle VIPs versammelt waren und auch Swami seinen Platz eingenommen hatte, war es nun Zeit, das Programm zu beginnen. Der Master of Ceremonies war P.C. Ramakrishna, eine passende Wahl. Ich kenne PCR, er war ehemals TV Nachrichten-Sprecher und ist jetzt TV Kommentator. Seine Stärke ist seine wundervolle Stimme, die er uns liebenswürdigerweise für viele unserer Dokumentations-Sendungen geliehen hat. Von großer Statur und guter Haltung, einfach, aber passend gekleidet, übernahm er das Mikrophon und mit welcher Grazie und Finesse er den Ablauf gestaltete!
 |
|
Ein Traum wird Wahrheit für die Bürger von Chennai |
Sri Venu Srinivas von der TVS Gruppe heißt den Ministerpräsidenten in traditioneller Sitte mit einem Schal willkommen. |
Wie es in Tamil Nadu üblich ist, begannen die Festlichkeiten mit dem Punkt: „Ehrung der Gäste auf der Bühne“. Zuerst wurde Swami eine Rose überreicht. Dann gab es die Zeremonie der Schal-Vergabe an die Politiker. Für jeden Politiker gab es einen extra ausgesuchten VIP, der auf den zu begrüßenden VIP zuging, einen Schal von einen Silber-Tablett nahm und diesen dem Gast umlegte. Auf diese Weise gaben die Organisatoren vielen prominenten Bürgern von Chennai die Chance, auf die Bühne zu kommen und - wenn auch nur kurz - an dem Geschehen mitzuwirken. Die Schal-Vergabe-Zeremonie begann natürlich mit Karunanidhi, der als erster auf diese Weise geehrt wurde, und ging dann eine ganze Zeit lang weiter indem PCR die Namen der zu ehrenden VIPs jeweils laut vorlas. Ich bemerkte, dass PCR die richtigen Worte fand, jeden der zu ehrenden VIPs zu beschreiben.
Offensichtlich genossen die VIPs es, diese Schals in Empfang zu nehmen, denn es waren erkennbar recht teure Exemplare, aber uns im Parkett schien die Zeremonie endlos. Schließlich war auch dies vorüber und die eigentliche Veranstaltung begann mit einem Anrufungs-Lied. Normalerweise wird die Invokation mit einem Lied zum Lobe Gottes begonnen. Aber dieses Lied, das speziell für diese Festlichkeit komponiert wurde, und in tamilischer Sprache von Dr. Sirgazhi Chidambaram, dem Sohn des bekannten, jetzt verstorbenen Sängers Sirgazhi Govindarajan, vorgetragen wurde, drehte sich um Swami. Es wurde mit viel Gefühl vorgetragen und passte gut zu den eloquenten und bedeutungsvollen Worten. Das Grundthema war: Wir können Gott im Lächeln der Armen sehen, und die Armen werden lächeln, wenn wir SAIs Lehren folgen und seine Methoden anwenden. Die Essenz war die, die Swami uns immer wieder lehrt:
„Liebe alle – Diene allen. Dienst am Menschen ist Dienst an Gott.“
Nach dem Lied kamen die Ansprachen, eine nach der anderen, von allen Würdenträgern. Es war ein bisschen ermüdend, sich alle anzuhören, aber auf der anderen Seite waren sie auch aufschlussreich. Hier ist eine Zusammenfassung von den bedeutenderen Ansprachen, wie sie in der Zeitung Hindu wiedergegeben wurden:
Patil calls for …. Engl. Zeitungs - Original hier wiedergeben (ohne Übers.)
Der letzte Sprecher war der Premierminister Karunanidhi, und das war die Ansprache, die jedermann mit Neugier erwartete, die Medien natürlich eingeschlossen. Wie würde dieser Mann, einst ein eifernder Atheist, der keine Worte sparte, wenn es darum ging, Religion und religiöse Praxis anzugreifen, der seinen Zorn über religiöse Führer ausschüttete, wie würde er es rechtfertigen, dass er nun die Bühne mit Sai Baba teilte. Zwar hatte Sai Baba sein Haus am Abend vorher besucht, aber wie würde er nun die öffentliche Veranstaltung mit ihm managen? Wir mussten nicht lange warten, um die Antwort zu erhalten. Karunanidhi beantwortete genau diese Frage, die in allen Köpfen an erster Stelle stand, in seiner typischen Weise mit gemessenen Worten und feiner Logik.
Er begann, indem er auf ein Poster in der Halle zeigte und sagte, dass das Poster uns daran erinnert, dass der Dienst an den Menschen Gottesdienst ist. Wenn das der Weg sei, Gott zu gefallen, dann hätte er keinen Streit mit denjenigen, die das tun wollen. Tatsächlich täte Sai Baba dies auf besondere Weise und er es ebenfalls auf seine Weise. Während Sai Baba das Dienen mit spirituellen Lehren verbinde, verbinde er Dienen mit Regieren.
|
Der Ministerpräsident bekennt: „Er trocknet unsere Tränen und gibt uns Wasser.“
|
Somit gäbe es keinen Widerspruch; das gleiche Ziel, unterschiedliche Wege, das sei alles…
Karunanidhi stellte dann einen besonderen Bezug zu Swamis Anstrengungen Chennai zu helfen her. In diesem Zusammenhang gebrauchte er ein Wortspiel und sagte, dass die drei Staaten, welche Tamil Nadu umgeben, nämlich Kerala, Karnataka und Andhra, alle Wasser (auf Tamil: tanneer) hätten, während Tamil Nadu Wasser-Mangel hätte, was dazu führt, dass die Menschen Tränen (auf Tamil: kanneer) vergössen.
Jedoch durch gegenseitiges Verstehen undKooperation, so wie es Sai Baba lehrt, sei Tamil Nadu mit Wasser gesegnet worden. Verstehen und Kooperation allein bringen uns voran und nicht Kämpfen, sagte Karunanidhi. Natürlich gab es einen großen Applaus, als Karunanidhi schloss.
Nachdem Karunanidhi seine Rede beendet hatte - übrigens sprach er im Sitzen - war Swami dran. Wie in Prashanti Nilayam war er der letzte Sprecher.
Wir waren gespannt, ob Swami auch im Sitzen sprechen würde, so wie es der Ministerpräsident von Tamil Nadu soeben getan hatte. Nein, Er sprach im Stehen. Das spezielle Podium, das damals zu Zeiten der Konvokation benutzt wurde, wurde extra herbeigebracht und Swami stand. Einen Augenblick lang gab es eine Verwirrung, alsProf. Anil Kumar, der geduldig hinter der Bühne gewartet hatte, kam, um seinen Platz neben Bhagavan einzunehmen. Die TV Kameraleute konnten so Swami nicht mehr sehen und sagten wiederholt. „Herr Übersetzer, bitte gehen Sie ein Stück zurück, wir können Baba nicht sehen!“ Prof. Anil Kumar hörte dann aber ihre Bitte und trat zurück und darauf ging es reibungslos weiter.
| |
|
| |
„Paropkarartham Idam Shariram“
|
Nachdem Swami geendet hatte, sprach noch derbekannte Film-Regisseur M. Balachander einen Dankes-Gruß aus, wonach die National-Hymne erklang.
Das Ganze hatte um 11 Uhr begonnen, und es endete etwa um 14 Uhr nachmittags.
Danach fuhr man zurück, es gab Mittagessen usw. Ihr könnt euch vorstellen, wie anstrengend dieser Tag für Swami gewesen sein muss.
Ein seltener Anblick von Massen-Disziplin
Und nun zu einigen Überlegungen. Ich hätte viele Beobachtungen mitzuteilen, aber da ich an diesem Ort nicht die Zeit und den Raum für alle habe, werde ich mich auf einige wenige beschränken; die anderen können später zur gegebenen Zeit folgen.
Der erste Punkt ist der, wie glatt die Veranstaltung abging. Für uns, die wie sehr an die entspannte Atmosphäre in Prashanti Nilayam gewöhnt sind, ist es unmöglich uns etwas anderes vorzustellen, aber es ist doch eine traurige Tatsache, dass die öffentlichen Treffen in Indien, besonders, wenn viele Politiker und geballte Medien-Präsenz anwesend sind, keine entspannte Angelegenheit sind. Der beste Kommentar dazu wurde von Karunanidhi selbst gegeben. Ich habe es aus verlässlicher Quelle, dass der Ministerpräsident am späten Abend zum Polizeichef gesagt hat: „Wir organisieren so viele Treffen, aber sie sind selten so friedlich. Wie kommt es, dass dieses Treffen wie am Schnürchen abging, alle auf den Stühlen, niemand, der herumwandert, die Leute alle still und aufmerksam zuhörend und die Polizei, die so wenig zu tu hat? Wieso können die Treffen, die wir organisieren, nicht auch so sein? Worin liegt der Unterschied?“
Nun, das sagt doch wohl eine Menge aus!
Karunanidhi fragte nach dem Unterschied. Dieser Unterschied besteht ganz und gar in Bhagavan. Wenn Er anwesend ist, weicht die Unordnung vor der Ordnung zurück, und selbst wenn es ein bisschen Gedrängel oder Geschubse gibt, dann ist das nur geringfügig. Irgendwie hält die göttliche Ausstrahlung Swamis alle unbewusst in Schach. Falls dafür irgendein Beweis nötig ist, erinnere man sich nur an die vergangenen Shivarathri
Ereignisse, die es alle auf Video gibt. Wie ordentlich die Massen sich immer verhalten!
Liebe und Opfer – das mächtige Heilmittel
Der Makro-Kosmos ist der Beweis, dass das/der Göttliche unerwünschte Begierde auslöschen kann, wenn wir ihm die Chance geben. Die göttliche Kraft wirkt auf zweierlei Weise; einerseits durch direkte Gegenwart und andererseits durch subtile Gegenwart. Swamis physische Form ist die direkte Gegenwart und wir wissen welche wundervollen Szenen wir erleben, wenn Er physisch anwesend ist. Das passiert jedes Mal und überall. Aber das/der Göttliche kann auf der menschlichen Ebene nicht überall und jederzeit anwesend sein. So sagt Swami, wir sollen Gott im Inneren erlauben sich zu manifestieren und unseren Geist und Körper zu leiten; dann wird alles gut.
Das war auch eigentlich das Thema Seiner Botschaft an das Konklave. Was ist der Ausdruck göttlicher Liebe (prema), wenn nicht die Manifestation Göttlicher Liebe im Inneren? Wenn dieser Liebe erlaubt wird, sich auszudrücken, dann werden eine Menge unserer Probleme auf der persönlichen Ebene und auf der kollektiven Ebene verschwinden. Warum? Weil diese Liebe dann zu tyaga, zum Opfer, wird. Wenn es irgendeine Lehre gibt, die wir aus dem Leben des Avatars ziehen dürfen, so ist es die, dass Liebe ohne Opfer bedeutungslos ist und dass Opfer ohne Liebe unmöglich ist.
 |
|
Er geht auf die Straßen … zu ihren Herzen |
Segen in Fülle |
Die heutige Welt ist voller Probleme und die meisten dieser Probleme wurden geschaffen durch die Verirrung des menschlichen Geistes. Wenn der menschliche Geist unter Kontrolle gehalten werden und dem inneren Göttlichen dienstbar gemacht werden kann, dann kann auf Erden Frieden herrschen. Swamis Reise nach Chennai bietet den Beweis, wenn nötig, dass die göttliche Liebe tatsächlich die Oberhand gewinnt und siegt. Dieser Beweis wurde in Swamis äußerer Gestalt gegeben. Alles, was es nun bedarf, ist, den Swami im Inneren von uns allen zu befreien. Wenn nur ein Prozent der Weltbevölkerung dies täte, glaubt mir, dann würden die meisten Probleme verschwinden, wie der Nebel vor der Morgensonne.
Von der Einheit zu Gott – Durch das Herz
Der zweite Punkt ist die starke Betonung, die Swami auf Einheit legte. Die meisten von uns verstehen das Wort Einheit im physischen Sinne, was etwa bedeutet, dass die Menschen ihre Differenzen beiseite legen und sich zusammensetzen. Das ist viele Male versucht worden und hat auf die Länge nie funktioniert. So werden die Menschen dem Ruf nach Einheit gegenüber müde und ziehen es vor, ihren eigenen Weg zu gehen und noch mehr Schwierigkeiten zu machen. Wenn Swami von Einheit spricht, dann ruft Er auf zur Einheit auf der Grundlage der Erkenntnis der Einheit mit Gott. Bevor wir nicht erkennen, dass wir nicht nur alle Kinder des gleichen Gottes sind, sondern tatsächlich Aspekte des gleichen Gottes, können wir niemals Einheit erlangen.
 |
|
Die Magie Seines Darshans ... |
…es ist Liebe und immer mehr Liebe, die ganze Zeit …
|
Als Krishna zum Hof von König Dhritarashtra ging für einen letzten Versuch, den furchtbaren Krieg zwischen den Kauravas und Pandavas abzuwenden, kam ein Punkt, wo Duryodhana versuchte, Krishna daran zu hindern und ihn festzuhalten. Wisst ihr, was sich daraufhin ereignete? Krishna vervielfältigte sich und die Palastwachen sahen Krishnas Form überall. Die Wachen mussten einfach aufgeben. Gleicherweise, wenn wir die Göttlichkeit in uns zum Ausdruck bringen, indem wir selbst spirituell eins werden, dann werfen die Feinde des menschlichen Geistes das Handtuch und treten den eiligen Rückzug an. Swamis Aufforderung zur Einheit ist also von einer qualitativ anderen Art als die Aufrufe, die wir regelmäßig von Politikern und Staatsmännern hören. Diese sind nicht auf das Herz gegründet. Der einzige, der die Sprache des Herzens spricht, ist Swami. Wenn also das Herz unser Führer sein soll, dann sollten wir lieber auf Swami hören