April 2007 - Jahrgang 1 - 4. Ausgabe

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Wiederauferstehung und Wiedergeburt

Geboren werden, um nicht wieder geboren zu werden  

Der Autor dieses Artikels ist Vater Charles Ogada, katholischer Priester im Orden der Väter vom Heiligen Geist. Er lehrt zur Zeit in der Sathya Sai Schule Nandola, Zambia, geleitet von Viktor Kanu.


 
   
  Sai Chennai Yajna    
 

In Gegenwart seiner Jünger enthüllt Christus einen Teil Seiner wahren Natur.

   

Eines Tages nahm Jesus seine ihm nahestehenden Jünger Petrus, Jakob und Johannes mit auf einen hohen Berg. Dort gewährte Jesus jenen Jüngern einen Einblick in seine Göttlichkeit. Als die Männer ihn anschauten, verklärte sich Jesus. Seine Erscheinung veränderte sich so, dass sein Gesicht wie das Leuchten von Millionen von Sonnen erstrahlte und seine Kleidung strahlend weiß wurde. Plötzlich erschienen Moses und Elijas und begannen mit Jesus zu sprechen. Petrus rief unverblümt aus: „Herr, das ist wunderbar! Wenn du es gestattest, werde ich drei Schreine errichten, einen für Dich, einen für Moses und einen für Elijas.“

Diese göttliche Erfahrung war zuviel für Petrus, und er wollte, dass sie nicht vorbei ginge. Aber kaum hatte er es gesagt, wurden sie auf eine Wolke der Seligkeit gehoben. Im Zustand dieses höheren Bewusstseins hörten sie aus dem Urklang der Stille: „Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich mein Wohlgefallen habe. Auf ihn sollt ihr hören.“ Diese erhabene Erfahrung gab den Schülern einen spirituellen Schock. Sie warfen sich mit dem Gesicht zur Erde. Jesus aber, die all-mitfühlende Mutter, kam herbei und richtete sie wieder auf. „ Steht auf“, sagte er, „fürchtet euch nicht.“ Durch seine sanfte Berührung kamen die Jünger wieder zurück zu ihrem normalen Bewusstsein, und als sie hinschauten, sahen sie nur Jesus (Matthäus 17: 1-9).

Jesus instruierte seine Jünger, niemandem von ihrer Erfahrung zu erzählen, bis er vom Tod wiederauferstanden sei; das heißt, bis er der Welt gezeigt habe, dass er die Macht hat, seinen Körper abzulegen und wieder aufzunehmen. (Johannes, 10:18)

Diese göttliche Erfahrung festigte in den Herzen der Jünger die Wahrheit über die Göttlichkeit ihres Herrn. „Ja, Er ist der versprochene Messias, der Eine, der kommen wird.“ Jedoch plagte sie noch ein weiterer Zweifel. Die Propheten von früher haben unfehlbare Zeichen gegeben, die das Erscheinen des Gesalbten ankündigen. Eines davon ist, dass der grosse Prophet Elias, der 850 Jahre vor Christus lebte, wiederkommen wird um den Weg für den Messias zu bereiten. „ Hört, ich werde euch den Prophet Elias schicken, bevor der große Tag des Herrn kommt.“ (Malachias, 4:5) „Da diese Prophezeiung sich noch nicht erfüllt hat, wunderten sich die Jünger: „Warum behauptet Jesus dann, der versprochene Messias zu sein?“ Und als sie den Berg hinabstiegen, nahmen sie ihren ganzen Mut zusammen um Ihn zu fragen: „Warum bestehen die Gelehrten des Gesetzes darauf, dass Elijas zurückkehren muss, bevor der Messias kommt?“

Jesus, der Meister der Zeit, sagte ihnen, dass Elias bereits in der Person von Johannes dem Täufer gekommen sei, aber dass die Menschen ihn nicht erkannt hätten und dass er schlecht behandelt worden sei. (Matthäus 17:22 und 11:14)

   
 
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Leonardo Da Vinci's Johannes der Täufer.
 

Im Drama von Johannes dem Täufer - der Wiedergeburt von Elijas - und Jesus, der Wiederauferstehung des Christus, sehen wir das Doppelspiel von Wiedergeburt und Wiederauferstehung. Wiederauferstehung ist das Erkennen dessen, wer wir sind. Da unser wahres Selbst, die Essenz aller Dinge - erschaffen und nicht erschaffen - ist, ist die Wiederauferstehung das Wissen und die Totalität aller Dinge. Wiedergeburt ist die Ignoranz dessen, was wir sind. Es ist die Täuschung, die den unbegrenzten unsterblichen Geist mit den Begrenzungen des Körper-Verstand-Komplexes identifiziert. Wiederauferstehung ist deshalb die Vollendung der Wiedergeburt. Der eigentliche Sinn von Geburt liegt darin, den Zyklus der Wiedergeburt zu überwinden. Wir werden geboren, um zu lernen, wie wir nicht mehr geboren werden. Unser geliebter Swami sagte einst in einer seiner Ansprachen in Brindavan, dass das größte Geschenk, das man einer Mutter machen könne, sei, nicht wieder im Leib einer Mutter geboren zu werden.

In diesem Reifeprozess werden wir mit den Schwierigkeiten des Schicksals und freien Willens, dem Spiel des Karmas und der Gnade und den Rätseln von Leid und Tod konfrontiert. Wie können wir den Tod überwinden? Wenn Jesus sagt: „Wenn du nicht stirbst, wirst du nicht leben“(John 19:3). Was meint er damit? Was ist Tod? Was muss sterben? Was wird wiedergeboren? Was wird wiederauferstehen? Was wird nicht geboren, und was stirbt nicht?

Seit dem Beginn ihrer Geschichte hat die Menschheit mit diesen Mysterien von Zeitalter zu Zeitalter gekämpft. So sehr man auch versuchen mag diese Fragen zu erfassen, das letzte Heilmittel liegt in dem Tag der Wiederauferstehung: dieser frühe Sonn-Tag-Morgen, wenn die strahlende Sonne des Atma in unseren Herzen aufgeht. Dann werden alle Zweifel sich auflösen, wie der Nebel verschwindet mit dem Aufgehen der Sonne. Denn es gibt nichts Verstecktes, das nicht enthüllt werden wird. (Lukas 12:2) Diese Darstellung ist nicht dazu gedacht, eine druckreife Antwort auf die oberen Fragen zu geben, sondern Dich zu veranlassen, in die Tiefen deines Seins einzutauchen, wo keine Geheimnisse existieren.

Die Geschichte von Johannes dem Täufer, der Elijas war

Die Empfängnis und Geburt von Johannes dem Täufer war ein Göttliches Wunder. Es begann alles mit einem jüdischen Priester, Zacharias, der lebte, als Herodes König von Judäa war (37 - 4 v. Chr.). Zacharias war ein Mitglied des priesterlichen Ordens von Abijah. Seine Frau, Elizabeth, war auch aus der priesterlichen Linie von Aaron. Beide waren in Gottes Augen aufrichtig, hielten sich tadellos an alle Gebote und Anweisungen des Herrn. Aber sie hatten keine Kinder, da Elizabeth unfruchtbar und sie beide schon fortgeschrittenen Alters waren.

Eines Tages, als Zacharias mit seinen priesterlichen Pflichten im Tempel beschäftigt war, hatte er eine außergewöhnliche Erfahrung. Ein Engel des Herrn erschien ihm mit dieser Nachricht: „Deine Frau Elizabeth wird einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Johannes geben. Er wird euch eine Freude und Beglückung sein, und viele werden wegen seiner Geburt erfreut sein, denn er wird in den Augen Gottes groß sein.

             
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Johannes der Täufer. durch einen Engel

     

Zacharias bringt Elisabeth die gute Nachricht

 

Er wird nie Wein oder andere fermentierte Getränke zu sich nehmen und er wird von Geburt an vom Heiligen Geist erfüllt sein. Viele Menschen Israels wird er zu ihrem Herrn und Gott zurückführen. Und er wird dem Herrn voraus gehen, im Geist und in der Kraft von Elijas, um die Herzen der Väter auf ihre Kinder und die Ungehorsamen auf die Weisheit der Rechtschaffenen zu richten – um das Volk für den Herrn bereit zu machen.“ ( Lukas 1:5-13)

Zacharias zweifelte an der Botschaft des Engels Gabriel, da er nicht verstehen konnte, wie seine Frau, die das Alter des Kinderkriegens überschritten hatte, einen Sohn gebären sollte. Wegen seines Unglaubens wurde Zacharias vom Engel mit Stummheit geschlagen und sollte nicht mehr sprechen können, bis das Heilige Kind Johannes geboren würde. Es war am achten Tage während der Namenszeremonie, dass Zacharias zur Freude aller den Namen preisgab, den der Engel dem Kind gegeben hatte, er sprach: „Er soll Johannes genannt werden.“ Uns wurde gesagt, dass das Kind Johannes im Geist und der Kraft Gottes aufwuchs und alleine in der Wildnis ein sehr einfaches und enthaltsames Leben lebte. Jesus sagte, dass Johannes weder aß noch trank. (Matthäus 11:18)

Jesus im Leib von Maria besucht Johannes im Leib von Elizabeth
   
 
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Der Engel des Herrn bringt Maria die frohe Botschaft

 

Nachdem Elisabeth sechs Monate schwanger war, wurde der Engel Gabriel wieder von Gott gesandt, um einer Jungfrau, Maria genannt, die Gute Nachricht zu überbringen, dass sie auserwählt wurde, die Mutter Gottes zu sein.

Sie sollte das Göttliche Kind, Jesus, gebären. Im Anschluss an diese Botschaft erzählte der Engel Maria, dass ihre Verwandte (Cousine oder Tante) Elizabeth, die als unfruchtbar galt, ein Kind in ihrem hohen Alter haben würde und jetzt in ihrem sechsten Monat sei. Denn nichts sei bei Gott unmöglich! Maria, die nun schwanger mit dem Göttlichen Kind Jesus war, eilte in das bergige Land von Judäa, um Elizabeth zu besuchen. Als Maria Elizabeth begrüßte, wird uns erzählt, jauchzte das Kind in ihrem Leib vor Freude.

Sogar als Fötus im Leib seiner Mutter, erkannte Johannes die Gegenwart Jesu im Leib von Maria. Maria weilte drei Monate bei Elizabeth. Mit anderen Worten, Maria muss geblieben sein, um Elizabeth zu helfen, bis Johannes geboren wurde. (Lukas, 1:56)

Johannes war derjenige, der die Göttlichkeit Jesu verkündete

Bevor Jesus mit 29 Jahren in Israel sein öffentliches Predigeramt aufnahm, scharten sich die Menschen um Johannes in der Wildnis, der predigte und beim Fluss Jordan taufte. Die Menschen waren neugierig Johannes Identität zu erfahren. Sie fragten sich in ihrem Herzen, ob Johannes nicht möglicherweise der Christus sei, der Versprochene Messias. Johannes wies es schlicht von sich. „Ich bin nicht der Messias“, sagte er. „ Ich taufe euch mit Wasser, aber es gibt Einen unter euch, der mächtiger ist als ich, dessen Sandalen ich nicht würdig bin zu tragen. Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen.“ Dann fragten sie Johannes, ob er Elijas sei oder einer der Propheten. Johannes sagte: „Nein, dass bin ich nicht.“( Johannes, 1:21) Es ist interessant zu bemerken, dass Johannes nicht wusste, dass er Elijas war. Aber Jesus, der eins mit dem Prinzip der Zeit war, wusste, wer er war. Johannes Bewusstseins-Zustand ist der gewöhnliche Zustand der vielen Menschen, die das Höhere Bewusstsein, in dem man befähigt ist alle Dinge zu sehen – Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – noch nicht erreicht haben.

             
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Blick auf den Fluss Jordan
     

Jordan-Tal mit Blick nach Jericho - Westen

 

Als schließlich Jesus auf der Bühne erschien, war es Johannes der Täufer, der Seine Identität der Welt verkündigte. „Höret! Da ist das Lamm Gottes der die Sünden der Welt fortnimmt! Er ist derjenige, von dem ich sprach, als ich sagte: ‚Bald wird ein Mann kommen, der weitaus größer ist als ich! Von nun an, muss Er sich ausdehnen und ich mich beschränken.’“ (Johannes 1:29 ff)

Jesus wurde von Johannes getauft

Jesus kam zu Johannes, um getauft zu werden. Taufe ist ein jüdisch- christliches religiöses Ritual, das die Neugeburt im Geiste symbolisiert. Es ist ein äußeres Zeichen, dass spirituellen Suchenden in den inneren Weg initiiert, der zur Auferstehung des Unsterblichen Ewigen Geistes führt. Jesus sagte einst: „Die Wahrheit ist, niemand kann in das Königreich Gottes eintreten ohne aus Wasser und Geist geboren zu sein. Fleisch gebiert Fleisch, aber der Geist gebiert Geist.“ (Johannes, 3:5)

Das Wasser, das im Ritual der Taufe gebraucht wird, repräsentiert den Säuberungsprozess, der zu der inneren Reinigung des Herzens führt. Gesegnet sind jene mit reinem Herzen, denn sie sollen Gott erblicken. Johannes taufte mit Wasser. Aber Jesus taufte mit Feuer und dem Heiligen Geist. Wasser kann nur das Äußere reinigen. Deshalb wird die Taufe von Johannes als unvollständig angesehen. Aber die spirituellen Eigenschaften von Feuer und vom Heiligen Geist, die Christi Taufe repräsentieren, reinigen von innen und außen und machen das Innere eins mit dem Äußeren. Dies ist Initiation in den Höchsten Zustand.

             
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Johannes tauft Jesus im Jordan .
     
. …und der Heilige Geist kommt auf Ihn.
 

Johannes war überrascht, dass Jesus zu ihm zur Taufe kam. Er wusste, dass Jesus rein war, sowohl innen als auch außen. Protestierend sagte er: „ Ich bin derjenige, der es nötig hat, von Dir getauft zu werden, und stattdessen kommst du zu mir?“ Jesus antwortete: „Lass es nun so geschehen; es ist richtig für uns dies auszuführen, um aller Rechtschaffenheit gerecht zu werden.“ Dann gab Johannes sein Einverständnis. In diesem Sinne können wir sagen, dass Johannes der Täufer der spirituelle Meister von Jesus war, der Ihn auf dem Weg des Geistes initiierte, genauso wie Rama vom Weisen Vashista und Krishna vom Weisen Sandeepani initiiert wurde. Sie nahmen einen spirituellen Meister auf sich, nicht weil sie einen benötigten, sondern weil sie der Menschheit die Notwendigkeit einer spirituellen Initiation auf dem Weg zur Befreiung vor Augen führen wollten.

Nach Seiner Taufe, als Jesus aus dem Wasser kam, waren die Himmel offen, und Johannes sah, wie der Geist Gottes herabkam wie eine Taube und sich auf Ihm niederließ. Und eine Stimme vom Himmel sagte: „Dies ist mein geliebter Sohn, an dem Ich meinen Wohlgefallen habe.“ (Matthäus, 3:17)

Johannes eingekerkert von König Herodes

   
 
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Johannes der Täufer in der Wildnis
 

Herodes von Antipas (geboren 20 v. Chr.) herrschte über Galiläa und Parea, wo Jesus und Johannes der Täufer ihr spirituelles Lehren konzentrierten. König Herodes verletzte das Alte Testament jüdischen Gesetzes, dass eine Heirat zwischen einem Mann mit dessen Bruders Frau verbat. (Leviticus 18:16) Herodes schnappte Herodias weg, die Frau seines Bruders Philip, während Philip noch am Leben war. Johannes der Täufer klagte diese Heirat offen an, indem er zu Herodes sagte: „Du verstößt gegen das Gesetz, da du die Frau deines Bruders hast.“ Infolgedessen hegte Herodias Groll gegen Johannes und wollte ihn unter allen Umständen töten. Herodes fürchtete Johannes, denn alle Menschen glaubten, Johannes sei ein Prophet. Als Kompromiss mit seiner Frau ließ er Johannes ungefähr 30 oder 31 A. D. ins Gefängnis sperren.

Johannes bezweifelt die Göttlichkeit Jesu

Während Johannes im Gefängnis war, wird er natürlich zu Jesus gebetet haben, ihn von den Fesseln seiner Peiniger zu befreien. Johannes wusste sehr wohl, dass Jesus die Macht hatte ihn zu befreien. Aber Jesus war vollkommen schweigsam über Johannes Notlage. Nur jemand der hinter Gittern saß, würde die Qual von Johannes dem Täufer verstehen, dessen Leben am seidenen Faden hing. Was hatte Johannes nicht für Jesus getan? Er war rechtschaffen von Geburt an. Jesus sagte, Johannes sei die Vollkommenheit aller Propheten zusammen gewesen. Johannes opferte jeden Tropfen seines Blutes und Schweißes für die Mission von Jesus. Um Jesu Willen verbrachte er sein ganzes Leben in Askese und den Gefahren der Wildnis, weder essend noch trinkend. Der eigentliche Grund seiner Geburt war es, die Menschen auf das Erscheinen des Messias vorzubereiten. Diese Mission führte er mit seiner ganzen Seele und Herzen und Kraft durch. Auf der physischen Ebene war Johannes blutsverwandt mit Jesus. Was für andere Bedingungen muss ein Devotee noch erfüllen, um das Mitgefühl des Herrn zu erlangen?

Die große Atmische Frage ist: „Warum hat Jesus nichts unternommen, um Johannes zu helfen?“ Manchmal rufen Devotees angesichts der Qual ihrer Leiden den Herrn an, aber alles, was sie erfahren, ist ein undurchdringbares Schweigen. Kann der Eine, der die Ohren erschuf, nicht hören? Kann der Eine, dessen Wesen reine Liebe ist, gleichgültig angesichts der Qualen des Leidenden sein?

Diese Gegebenheit eröffnete eine Reihe von Zweifeln in Johannes. Er hörte bereits über die mächtigen Werke, die Jesus vollbrachte. So sandte er seine Jünger, die kamen, um ihn im Gefängnis zu besuchen, zurück, um Jesus zu fragen: „Bist Du wirklich der Messias, auf den wir gewartet haben, oder sollen wir noch auf jemanden anderes warten?“ Jesus sagte ihnen: „Geht zurück zu Johannes und erzählt ihm, was ihr gehört und gesehen habt – die Blinden sehen, die Lahmen laufen, die Leprakranken sind geheilt, die Tauben hören, die Toten erwachen zum Leben und die gute Nachricht wird den Armen gepredigt. Und sagt ihm: „Gesegnet ist jener, der nicht den Glauben in den Sohn des Menschen verliert.“ (Matthäus, 11:6) Der Test wahren Glaubens ist jene bedingungslose und unumstößliche Hingabe zum Herrn inmitten der Widersprüche des Verstandes. In der Tat ist es nicht möglich ohne Glauben Gott zu erfreuen. (Hebräer, 11:6)

Die Köpfung von Johannes dem Täufer

Herodias Hass gegenüber Johannes dem Täufer war unstillbar. Sie konnte es nicht einfach nur bei seiner Einkerkerung belassen. Schließlich kam die günstige Gelegenheit. An seinem Geburtstag gab Herodes ein Banquet für seine hohen Angestellten und Militärsbefehlshaber und führenden Männer von Galiläa. Herodias plante, dass ihre Tochter Salome vor Herodes und seinen Gästen tanzen sollte. Salomes Tanz erfreute Herodes und seine Gäste beim Abendessen, und im Eifer des Gefechts gab Herodes unter Eid sein Versprechen, dass er ihr alles geben werde, was sie von ihm fordern würde, sogar die Hälfte seines Königreichs. Das kleine Mädchen ging zu seiner Mutter und fragte: „Was soll ich erbitten?“ „Den Kopf von Johannes dem Täufer“, sagte sie. Sofort eilte das Mädchen zum König mit der Bitte: „Ich will, dass du mir genau jetzt den Kopf von Johannes dem Täufer auf einem Tablette servieren lässt.“ Sogleich bereute Herodes sein rasches Versprechen, aber wegen seines Eides und weil er nicht sein Gesicht vor seinen Gästen verlieren wollte, gab er die nötigen Anweisungen. So wurde Johannes der Täufer im Gefängnis geköpft, und sein Kopf wurde auf einem Tablett herbeigebracht und dem Mädchen gegeben, die es der Mutter gab. Johannes´ Jünger kamen wegen seines Körpers und beerdigten ihn. Dann erzählten sie Jesus was vorgefallen war.

             
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Johannes der Täufer wird geköpft
     

. Herodias mit Johannes Kopf auf einem Tablett

 

So endet die Geschichte von Johannes dem Täufer, soweit der menschliche Verstand sie fassen kann. Es ist eine sehr traurige Geschichte aus der begrenzten menschlichen Sichtweise, die nur einen Teil des Ganzen sieht. Die Geschichte von Johannes dem Täufer, wie sie jetzt dasteht, lässt noch einige Fragen offen. Sie schafft einige Widersprüche im Zusammenhang mit Gott, wenn wir gelehrt wurden Ihn zu sehen als – all- liebend, all-wissend, all-mächtig, all-gerecht und all-gegenwärtig. Es ruft ein Gefühl der Angst, des Widerwillens und der Rache am Leben und am Sein hervor. Warum sagte uns Jesus: „ Liebt eure Feinde?“ Kann diese Liebe wirklich aufrichtig sein, wenn wir uns in der Situation von Johannes dem Täufer befinden? Warum ermahnt uns Jesus: „Urteilt nicht!“ In der existentiellen Situation in der sich Johannes der Täufer befand - wie ist es da möglich kein Urteil über Herodes und Herodias zu fällen?

Soweit haben wir die Geschichte aus der Perspektive von Johannes dem Täufer betrachtet, welches auch unsere eigene Perspektive ist, der menschliche Blickwinkel. Der menschliche Verstand kann nur Bruchteile sehen, da seine eigentliche Natur fragmentarisch ist. Der Göttliche Geist sieht alle Dinge, weil sein Wesen Totalität ist. Lass uns nun die Geschichte nicht mehr von dem fragmentarisch-menschlichen Blickwinkel aus betrachten, sondern von dem Göttlichen ganzheitlichen Blickwinkel aus, in dem Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zusammen laufen.

   
 
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Der Prophet Jeremiah
 

Die große Atmische Frage ist: „Warum ist Gott still?“

Das gegenwärtige Leben ist ein kleines Zwischenspiel in dem endlos weiten Lebens-Geschehen.

Obwohl Johannes der Täufer vollkommen unwissend gegenüber seiner Vergangenheit war, kannte Jesus ihn sogar vor seiner Geburt. Der Herr sagte zu dem jüdischen Prophet Jeremias: „Ich kannte dich, bevor ich dich in deines Mutters Leib formte. Bevor du geboren wurdest, nahm ich dich zur Seite und ernannte dich zu meinem Sprecher für die Welt.“ (Jermias, 1:5) Krishna sagte zu Arjuna in der Bhagavad Gita: „Du und Ich sind durch viele Geburten gegangen. Ich weiß über jede einzelne von ihnen Bescheid, aber du bist dir ihrer nicht bewusst.“

Wie kommt es, dass Jesus und Krishna frühere Geburten kannten und sehen konnten und wir nicht einmal in der Lage sind, uns genau an die Details zu erinnern, die in unseren Leben vor zehn Jahren passiert sind, nein, wir können uns nicht einmal an die Dinge erinnern, die am Vortag geschehen sind? Wenn dies der Fall ist mit Ereignissen eines einzelnen Tages, was soll man dann über die Ereignisse früherer Leben sagen können?

Wir befinden uns in dieser Situation, weil wir auf einer Bewusstseinsebene operieren, die eine sehr geringe Speicherkapazität hat. Dies ist der Zustand des Wachbewusstseins, gewöhnlich auch beschrieben als bewusster Zustand. Jeder hat drei weitere Ebenen des Bewusstseins, die für die meisten Leute unerforscht sind. Diese drei umfassen das Unterbewusstsein, Unbewusstsein und höhere Bewusstsein (Turiya).

Unser Geliebter Swami hat viele einfache Erklärungen zu diesen Ebenen des Bewusstseins in Seinen göttlichen Ansprachen gegeben. Die erste Ebene des Bewusstseins, beschrieben als bewusster Zustand, bezieht sich auf den wachen Zustand. Während dieses Zustands sehen wir die Sonne, die verschiedenste Objekte beleuchtet, und den Mond, der nachts eine ähnliche Rolle spielt. Folglich schlussfolgern wir, dass die Sonne und der Mond verantwortlich sind für das, was wir während des Tages sehen. Aber wenn wir träumen, sehen wir auch viele Dinge. Jedoch sind die Sonne und der Mond, die während des Wachzustandes gesehen werden, im Traumzustand nicht anwesend, noch gibt es irgendeine andere Art von Licht. Dennoch sehen wir im Traum eine ganze Welt, nämlich die Traumwelt. Was erleuchtet diese Traumwelt? Dieser Traumzustand wurde als Unterbewusstsein beschrieben. In unserem Unterbewusstsein sind alle Informationen unserer früheren Leben gespeichert, bis hin zum letzten Detail.

 
   
  sai-mudra    
 

BABA – Being-Awareness-Bliss-Atman ( Sein-Bewusstsein-Glückseligkeit-Atman)

 

   

Im Zustand des traumlosen Tiefschlafes gibt es absolute Dunkelheit. Es existieren weder Wissen noch Weisheit in diesem Zustand. Aber eine weitere Nachforschung führt uns zu der Frage: „Wie wissen und sehen wir, dass es dunkel ist? Was ist das Licht des Bewusstseins, das uns befähigt diese Dunkelheit zu sehen und zu erkennen?“ Der Tiefschlaf wurde als unbewusster Zustand bezeichnet. Der unbewusste Zustand ist jenseits des Verstandes. Es ist die ungestörte Stille der Seligkeit und wird mit dem kausalen Körper assoziiert, der das höchste Selbst verdeckt. Es ist die totale Absorption in reine Seligkeit ohne irgendein Objekt. Im traumlosen Zustand sind wir in der Lage, diese Ebene des Bewusstseins, die äußerste Erholung und Frische in unseren Körper-Verstand-Komplex bringt, zu kontaktieren. Wenn wir aus dem Schlaf erwachen, fühlen wir uns ziemlich erholt und energetisiert. Sich bewusst zu werden über den unbewussten Zustand, bedeutet, die ungestörte Stille des Schweigens, hinter der Vielfalt des Tons zu erreichen.

Es gibt einen vierten Zustand, der alle anderen Zustände transzendiert. Dieser mag als Höheres Bewusstsein oder Turiya beschrieben werden. In diesem Bewusstseinszustand bist du in der Lage alles zu sehen, überall die höchste Seligkeit zu genießen. Jene, die diesen Bewusstseinszustand realisiert haben, sind die Meister von Zeit und Raum. Sie sind überall, sie wissen alles und können alles tun.

Diese vier Bewusstseinsebenen sind genauso in jedem, wie Butter in jedem Tropfen der Milch ist. Die Tatsache, dass man sich der Butter in der Milch bewusst werden muss, bedeutet nicht, dass sie nicht da ist. In gleicher Weise bedeutet die Tatsache, dass man seine früheren Leben nicht sehen kann, nicht, dass man nur zum ersten Mal in diesem weltlichen Universum erscheint.

Wenn wir nur ein Leben von Millionen von Leben sehen, wie können wir dann ein korrektes Urteil abgeben? Dies ist die vom Verstand auferlegte Begrenzung. Nur jene, die eins mit dem göttlichen Prinzip geworden sind, können ein korrektes Urteil abgeben. Da Jesus gesagt hat, dass Johannes der Täufer im früherem Leben (vor 850 Jahren) Elijas war, lass uns nun in dem Sand der Geschichte wühlen, um die versteckten Fossilien zu entdecken, die die Mysterien von Gottes Schweigen enträtseln und einige Mysterien der Wiedergeburt erklären.  

   
 
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Der Prophet Elijah
 

Die nicht-erzählte Geschichte von Elijas

Elijas lebte und prophezeite etwa um 850 v. Chr. während der Herrschaft von König Ahab. Er war einer der größten Propheten, die Israel jemals hatte. Viele große wundersame Zeichen und Wunder wurden ihm zugeschrieben, einschließlich Tote zum Leben zu erwecken. Am Ende seines Lebens unterlag Elijas’ Körper nicht dem natürlichem Prozess von Tod und Zerfall. Stattdessen wurde sein Körper in reine Energie dematerialisiert, worauf sich die Bibel bezieht mit dem Wort „Feuerwagen“. (2 Könige, 2:11) Von solcher Art war die Größe des Propheten von Elijas, der Tishbite.

Eine der größten Konfrontationen, die Elijas während seiner Zeit als Prophet zu bewältigen hatte, war der Kampf um die Religionsfreiheit Israels. Israel als Nation verehrte Yaweh, den Gott ihrer Vorfahren. Sie kamen zu einer Übereinkunft mit Yaweh, der sie von der Sklaverei in Ägypten befreite.

Einerseits sollte Yaweh, der persönliche Gott (Guru) der Israeliten sein, andererseits sollte sich Israel an die Gesetze Yawehs halten, die die Zehn Gebote umfassen und eine mehr ausführliche Gesetzesliste, die im „Buch der Übereinkunft“ aufschrieben war. (Exodus 21:1-23)

König Ahab ging voran und heiratete eine Fremde, Jezebel, die Tochter von Ethbaal dem König von Sidon. Als Jezebel nach Israel zog, brachte sie Baal, den Gott ihrer Gefolgsleute, den sie verehrte, mit. Als die Zeit verging, zwang sie ihren Ehemann, Baal zur Staatsreligion zu erklären. Schon bald verehrte ganz Israel Baal, und dies verletzte die Vereinbarung, die Israel mit Yaweh geschlossen hatte.

Obwohl Gott eins ist und in verschiedenen Formen dargestellt und verehrt werden kann, will Gott, dass wir bei einer Form und einem Namen bleiben. Ohne Einheit im Verstand und unerschütterlichen Glauben in den auserwählten Guru ist es unmöglich, die schwankende und unbeständige Natur des Verstandes zu kontrollieren. Um zu der Ebene, auf der wir eins mit Gott sind, durchzudringen, müssen wir uns an den auserwählten Guru halten.

Wahre Götzenverehrung liegt in der eigensinnigen Natur des Verstandes, von einem Guru zum Nächsten zu springen, bei der kleinsten Enttäuschung der eigenen Erwartungen an den Guru. Devotees finden heute Fehler bei ihren Gurus und wechseln von einem zum anderen. Der Fehler liegt nicht beim Guru. Das Problem liegt beim menschlichen Verstand. Wahre Meister werden den Verrücktheiten eines Devotees niemals nachgeben. Meister sind eins. Folge einem Meister. Ihre Aufgabe ist auch eine, nämlich die Erwartungen ihrer Schüler zu zerstören. Devotees rennen zu einem Guru mit lauter Wünschen. Aber der eine Wunsch des Gurus ist, den Schüler wunschlos zu machen. Wenn der Devotee sich dieser einen Handlung des Gurus nicht hingeben kann, wie soll dann das Lebensziel erreicht werden? Das Resultat ist eine Reihe von Gurus, und es wird nicht lange dauern, bis der Devotee anfängt zu prahlen, wie vielen Gurus er bereits über den Weg gelaufen ist!

Es ist wahr, dass Schätze im Leib von Mutter Erde versteckt sind. Aber wenn du nicht an einem Punkt bohrst, wie kannst du darauf hoffen, die Tiefen des Schatzes zu erreichen? Fokus auf das Eine mit Verstand, Herz und Kraft ist eines der bedeutendsten Gebote, die den Menschen Israels auferlegt wurden, damit sie das versprochene Land des Höchsten Friedens, der Seligkeit und Schönheit erreichen. „Höre, oh Israel! Yaweh ist Einer. Und du sollst den Herrn, deinen Gott lieben, (Yaweh Adonai) mit all deinem Verstand, mit all deinem Herzen und mit all deiner Kraft.“ (Deuteronomium 6:4)

Dies war die Mission von Elijas: Die Herzen und Geister der Menschen von Israel auf ihren Guru, Yaweh, auszurichten, und seine Lehren zu befolgen. Es war ein Kampf, den er mit religiösem Eifer kämpfte.

Die Große Konfrontation am Berg Carmel

 
   
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Eine Baal Maske
   

Der religiöse Kult von Baal florierte in Israel, weil er sich der Unterstützung desStaates erfreute. Die Propheten von Baal nahmen in großer Zahl zu, bis sie 450 waren. Elijas war der einzige Prophet von Yaweh, der übrig blieb. Schließlich gelang es Elijas, den König davon zu überzeugen, einen religiösen Wettstreit zwischen den Propheten von Baal und ihm selbst zu veranstalten, der auf dem Berg Carmel stattfinden sollte.

König Ahab versammelte alle Menschen und Propheten von Baal auf diesem Berg. Die Vereinbarung wurde von Elijas festgelegt. Er sagte zu ihnen: „Ihr ruft den Namen Baal an und ich den Namen Yaweh; und derjenige, der mit Feuer antwortet, lasst Ihn Gott über die Menschen Israels sein.“ Und alle Menschen antworteten, dass es gut gesprochen war. (1 Könige 18:24)

Die Propheten von Baal machten alles bereit und bereiteten ihre Opfer für Baal. Dann begannen sie, Baal anzurufen, er möge herbei kommen, und die Gabe mit Feuer von oben vertilgen. Sie beteten von morgens bis mittags und tanzten um den Altar, bis sie erschöpft waren. Elijas machte sich über sie lustig und sagte: „Ruft lauter! Vielleicht ist er tief in Gedanken versunken. Oder er erleichtert sich gerade oder vielleicht ist er unterwegs auf einer Reise oder schläft und muss aufgeweckt werden.“ Also riefen sie noch lauter. Und da sie ihrem normalen Brauch folgten, schnitten sie sich mit Messern und Schwertern, um Baal zu besänftigen, damit er ihre Gebete erhöre. Sie verbrachten den ganzen Nachmittag bis zum Abend, aber es gab keine Antwort, keine Stimme, keine Reaktion.

   
 
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Elijas konfrontiert die Propheten Baals
 

Dann war Elijas an der Reihe. Elijas baute seinen Altar gemäß der Tradition der jüdischen Religion. Er führte das Opfer auf den Altar, den er erstellt hatte und bat die Menschen einen Graben um den Altar zu graben. Nachdem sie dies getan hatten, befahl Elijas den Menschen Gallonen von Wasser auf das Opfer zu gießen, bis der Altar von Wasser durchnässt war und den Graben überflutete.

Dann lief Elijas, der Prophet, zum Altar und betete: „Oh Adonai, Gott von Abraham, Isaac und Jakob, beweise heute, dass du Gott von Israel bist und dass ich dein Diener bin. Beweise, dass ich all dies auf deine Weisung hin getan habe.“ Sofort sauste das Feuer vom Herrn vom Himmel hinab und verbrannte das Opfer, das Holz, die Steine und den Staub und ließ all das Wasser ringsherum verdampfen. Als die Menschen dies sahen, fielen sie auf ihre Gesichter und riefen ängstlich aus: „Yaweh ist Gott!“(1 Könige, 18:38)

Elijas köpfte die 450 Propheten von Baal

Als dies geschah, befahl Elijas den Menschen: „Ergreift alle Propheten von Baal, lasst keinen einzigen entkommen!“ So ergriffen die Menschen alle und Elijas nahm sie hinab zum Kishon Tal und ließ sie dort töten. (1Könige 18:40) Diese Handlung war ein Bruch der Vereinbarung, die Elijas mit den Menschen und Propheten von Baal getroffen hatte. Dies war auch nicht der Wille von Yaweh. Elijas unterlag der Versuchung des religiösen Fanatismus.

   
 
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Elijas’ Nemesis: Königin Jezebel

 

Als Petrus, einer der nächsten Schüler von Jesus, sein Schwert zog, um die römischen Soldaten zu bekämpfen, die in den Garten von Gethsemane gekommen waren, um Jesus festzunehmen, sagte Jesus zu ihm: „Petrus, stecke dein Schwert in die Scheide, denn alle, die das Schwert ziehen, werden durch das Schwert getötet.“ (Matthäus 26:52) Dies ist das unwandelbare Gesetz des Karma. Wir ernten, was wir säen. (Galater 6:7) Es gibt einige Samen, die Zeit brauchen, bis sie Früchte tragen; es ist nicht zu der Zeit, da du die Kornsamen säst, dass du auch die Ernte erhältst. Manche Samen produzieren ihre Ernte jährlich, andere alle zwei Jahre, und wieder andere brauchen eine viel längere Zeitspanne, bis sie Früchte tragen. Es ist töricht anzunehmen, dass die eigenen Gedanken, Worte und Taten keine Konsequenzen haben, weil man ihre Wirkung nicht sofort im gegenwärtigen Leben erfährt. Die Wirkungen bestimmter Handlungen können ganze Leben brauchen, bis sie sich manifestieren. Dies war der Fall mit Elijas, der, wie wir herausfinden werden, als Johannes der Täufer wiedergeboren wurde.

Der Weg von Elijas’ Seele – Von Leben zu Leben

Als Königin Jezebel erfuhr, was Elijah mit ihren Propheten gemacht hatte, schwur sie, Elijas’ Leben ein Ende zu setzen. Jezebel sandte einen Botschafter zu Elijas, der sagte: „So mögen die Götter es auch mir antun, wenn ich nicht dein Leben zu einem von ihnen (Propheten von Baal) vom heutigen Tage an mache.“ (1 Könige 19:2) Jezebel hatte diesen Wunsch in ihrem Geist eingeschweißt. Sie verfolgte Elijas, um ihm sein Leben zu nehmen und Elijas floh um sein Leben.

Aber dieser Wunsch wurde nicht zu diesen Lebzeiten erfüllt. Unser geliebter Swami hat gesagt, dass es drei Gründe gibt, warum ein Mensch wiedergeboren wird. Einer ist die Sünde, der zweite ist ein unerfüllter Wunsch oder eine Erfahrung und der dritte ist Mangel an Wissen und Ignoranz. Es kann auch eine Kombination der drei sein. Die Überbleibsel von den Leben voller Wünsche, Aktivitäten und Erfahrungen, die durch nachfolgende Ereignisse in Vergessenheit geraten sind (das heißt in das Unterbewusst-Sein) haben einen Einfluss auf den Charakter und die Persönlichkeit. Die eigenen Handlungen, Gewohnheiten, Talente, Beziehungen und Neigungen sind auf frühere Geburten zurückzuführen. Herodias’ Hass auf Johannes den Täufer entsprang ihrem Wunsch Elijas in ihrem letzten Leben als Jezebel zu töten.

 
   
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Elijah sucht Zuflucht vor Jezebel auf dem Berg Sinai

   

Elijas betete zu Gott, als er aus den Händen von Jezebel floh. Er floh 40 Tage und 40 Nächte zum Berg Sinai, den Berg Gottes, und dort hatte er eine Erfahrung von der Gegenwart Gottes. Er sollte in diesem Leben nicht in Königin Jezebels Händen sterben.

Jedoch sind die Folgen der eigenen Handlungen unausweichlich. Sie können verschoben werden, aber die Seele muss durch den reinigenden Tunnel hindurch, um ihre Lektion der Selbstevolution zu lernen. Im extremen Fall, kommt Gott in menschlicher Form auf die Erde hinab, um die Folgen jener Sünden zu annullieren, indem er sie auf Sich nimmt. Dies passiert nur, wenn ein Devotee sich vollkommen hingegeben hat oder Mutter Erde unter der Last der kollektiven Sünde aufstöhnt. Der Prophet Isaiah schrieb über Jesus so: „Er wurde für unsere Überschreitungen verletzt, für unsere Sünden zermahlen; durch seine Wunden werden wir geheilt.“ (Isaiah 53, der etwa 700 Jahre v. Chr. lebte) Es gibt so viele Beispiele, bei denen unserer geliebter Swami die Leiden seiner Devotees auf seinen Körper übertragen hat.

Auch heute, wo Mutter Erde wegen dem Gewicht des Zeitalters der Bosheit (dem Kali Yuga) am Rande der totalen Zerstörung ist, hat der Sai Avatar versprochen, dass keine schwerwiegende Zerstörung stattfinden wird. Heute erfahren wir die Freude von Mutter Erde, wenn der Sai Avatar mit nackten Füßen über ihren Körper läuft. Jeden Tag sehen wir, dass Mutter Sai alle negativen Energien unseres kollektiven Bewusstseins körperlich aufnimmt.

 
   
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Ramana Maharishi
   

Einige töricht Menschen sagen: „Warum kann Swami sich nicht selbst heilen? Er heilte andere, aber er kann sich nicht selbst heilen.“ Dies sind die gleichen Menschen, die zu Jesus sagten: „Komm runter vom Kreuz. Du behauptest Gott zu sein, aber du kommst nicht vom Kreuz herunter.“ (Matthäus, 27:40-41)

Aber bedenkt! Der Avatar weiß, dass einer der Hauptgründe für seine Inkarnation der ist, die Wunden unserer Überschreitungen zu heilen, indem er sie auf sich nimmt. Wie dumm ist es, den Avatar herauszufordern, sich zu heilen. Wenn er sich heilt, sind wir tot. Ramana Maharshi, der Weise vom Arunachala, starb an Krebs.

Eine seiner Devotees betete zu ihm unter Tränen: „Oh Ramana, ich kann dein Leiden nicht ertragen. Bitte gib es mir. Lass mich es übernehmen!“ Ramana schaute sie so liebevoll an und sagte: „Von wem hab ich es denn zuerst bekommen?“ Ja, der Avatar ist unsere Widerspiegelung! Sein Leiden ist unser Leiden. Was immer er tut oder erleidet ist zum Guten der Menschen. Die Gnade Gottes neutralisiert die Wirkungen unseres Karmas.

Aber denke daran! Der Avatar weiß, dass einer der Hauptgründe für seine Inkarnation das Wundenheilen unserer Überschreitungen ist, indem er diese auf sich nimmt. Wie töricht ist es dann den Avatar herauszufordern sich selbst zu heilen! Wenn er sich selbst heilt, sind wir tot.  

Das Spiel von Karma: Was man losschickt, kommt zu einem zurück.

Jesus, der Meister der Zeit, sagte uns, dass Johannes der Täufer Elijas war. Das Wort des Meisters ist absolute Wahrheit. Wir brauchen das nicht weiter zu ergründen. Aber durch Schlussfolgerung können wir sehen, dass die ganze Umgebung von Elijas Zeit wieder eine Rolle im ganzen Drama von Johannes dem Täufer spielte. König Ahab wurde als König Herodes wiedergeboren. Königin Jezebel kam als Königin Herodias zurück. In der Vergangenheit verstieß Ahab gegen das Gesetz der Israeliten, da er eine Fremde heiratete, Jezebel, die so viel Unglück über Israel gebracht hat, indem sie ihnen eine fremde Religion aufgezwungen hat. Zu Jesus Zeiten verstieß Herodes, der König Ahab gewesen ist, auch gegen das Gesetz, da er die Frau seines Bruders Philip heiratete.

   
 
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Berg. Carmel
 

Vorher hatte Elijah die Handlung von Jezebel, die letztendlich zu der großen Konfrontation auf dem Berg Carmel führte, mit Gift und Galle verurteilt. Später sprach Johannes der Täufer vehement gegen die Heirat von Herodes mit Herodias, weil es in Gottes Augen gesetzlos war. Vorher hatte Jezebel einen tiefen Rachegedanken, nämlich Elijas das Leben zu nehmen, gehegt, da er ihre Propheten getötet hatte. Als die Zeit reif war, fand Herodias eine günstige Gelegenheit ihren Traum, den sie vor 850 Jahren hegte, zu realisieren.

Warum blieb Gott still? Ohne unser Karma aufzulösen, können wir nicht befreit werden. Jeder muss für jedes einzelne gesprochene Wort Rechenschaft ablegen. (Matthäus 12:36) Gott bleibt der stille Zeuge in diesem Drama. Jesus wusste, dass, wenn er Johannes den Täufer aus dem Gefängnis mit seinen Göttlichen Kräften befreit hätte, er dem Reifeprozess von Johannes dem Täufer nichts Gutes getan hätte. Jesus wusste auch sehr wohl, dass, wenn er Johannes befreit hätte, es nur für einen zeitweiligen weltlichen Frieden sein würde und dass Johannes wieder kommen müsste, um seine Konsequenzen seiner Handlungen zu klären. Und diese Göttliche Gelegenheit könnte weitere 850 Jahre dauern.

Jetzt verstehen wir, warum Jesus uns sagte, wir sollen unsere Feinde lieben! Jetzt haben wir einen Einblick, warum Jesus uns sagte, wir sollten niemals ein Urteil fällen. Wie kann ich meinen „Feind“ lieben, wenn ich nicht weiß, dass mein Feind mein größter Freund in jedem Sinne ist, da er mir hilft meine Schulden zu tilgen? Ohne diesen „Feind“ kann ich nicht frei werden. Oder wie kann ich jemanden anderes verurteilen, wenn ich weiß, dass, indem ich jemanden anderes verurteile, ich mich selbst verurteile? Was immer auch mir zustößt, habe ich selbst angezogen und das, was ich anziehe, arbeitet für die Emanzipation meines Selbst von den Verstrickungen des Nicht-Selbst. Alles, was dem Selbst widerfährt, ist ein Geschenk des Selbst an das Selbst für das höchste Gut des Selbst, welches die Selbst-Befreiung ist. Es macht nun Sinn, dass Jesus, der allwissende Meister, sagt: „Wenn irgendjemand dich auf die eine Backe schlägt, reiche ihm noch die andere hin und wenn dich irgendjemand nach deiner Tunika fragt, gib ihm deinen Mantel auch noch. (Lukas, 6:29) Wenn wir auf Handlungen reagieren, setzen wir die Kette der Handlungen fort, da Handlung und Reaktion gleich und gegenüberliegend zueinander sind. Wenn ich dich schlage und du schlägst zurück und ich mich revanchiere und du dich rächst und ich dich verletze und du zurückschlägst, werden wir niemals dem Rad von Geburt und Tod entkommen. Die Stacheln von Tod und Geburt werden durch die Nicht- Reaktion zerstört. Wir müssen handeln, aber wir sollten niemals reagieren.

Tu es einfach!

Ohne Drang es zu tun -

Mit keiner Abneigung es nicht zu tun -

Tu es einfach!

Es wird Handeln im Nichthandeln genannt-

Mit keinem Auge für die Frucht,

Mit keinem Sinn von Ich und Mein

Tu es einfach!

... Ihm zuliebe.

 

Der Mensch wird ins Karma geboren. Der Mensch stirbt im Karma. Der Mensch erarbeitet sich auch seinen Weg zu Gott durch Karma.

Was wird geboren? – Der Körper

Was stirbt? – Der Körper

Was wird wiedergeboren? – Der Verstand

Was muss sterben, damit die Wiedergeburt endet? – Der Verstand

Und was wird nie geboren und stirbt nie? – Der Atman

 
   
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Eine Künstlerische Darstellung der 5 Elemente
   

Als Jesus sagte: „Bevor eine Person nicht stirbt, wird sie nicht leben!“ – bezog er sich nicht auf den physischen Tod des Körpers, sondern auf die Auflösung des Verstands in der Überseele. Physischer Tod beinhaltet das Auseinanderfallen der fünf Elemente, die den physischen Körper ergeben. Erst wenn der Verstand sich mit dem subtilen Körper vereint, sagen wir, dass eine Person das Bewusstsein verloren hat. Er hört nichts; du rufst seinen Namen; Er antwortet nicht; Äther (Ton), das erste Element, ist in den Äther zurück getreten.

Dann hört die Person auf zu atmen. Das ist, wenn die Ärzte ihn für tot erklären. Aber dies war nicht die Zeit als er starb. Es war nur der Moment als das zweite Element, Luft, das sich auf den Berührungssinn bezieht, in dem universellen Atem eingegangen ist. Danach löst sich das dritte Element, Feuer, auf. Der Körper wird kalt, von den Füßen angefangen. Feuer, das sich auf das Sehvermögen bezieht, ist zurück ins Feuer gegangen. Wenn dies passiert, fängt das vierte Element, Wasser, das sich auf den Geschmackssinn bezieht, an aus jeder Pore und jedem Loch zu tropfen. Deshalb tun die Ärzte die Körper in eine Kühlkammer. Schließlich kehrt die Erde, die sich auf den Geruchssinn bezieht, zur Erde zurück, Staub zu Staub. Der Körper wird entweder begraben oder verbrannt.

Wenn der physische Körper, der aus den fünf Elementen hervorgeht, die sich in der Tat auf die fünf Sinne, Sinnes- und Handlungsorgane beziehen, sich folglich auflöst, wird die Lebenskraft zum subtilen Körper zurückgezogen, der aus dem Verstand besteht. In der Tat ist dieser Prozess umgekehrt. Wenn die Lebenskraft zum subtilen Körper zurückgezogen wird, löst sich der Verstand, der physische Körper, auf. Der Verstand stirbt nicht mit dem Tod des Körpers, da der Verstand die Schatzkammer ist, die unsere Erinnerungen, Erfahrungen, Gewohnheiten, Wünsche und Erwartungen, etc. speichert und diese Information wird mit dem Tod des physischen Körpers nicht ausgelöscht. Es bleibt im Memory-chip des Unterbewusstseins und wird von Geburt zu Geburt weitergegeben. Jene, die in der Lage sind an die Wurzeln ihres Unterbewusstseins zu gelangen, wissen über die Wahrheit ihrer früheren Leben Bescheid. Wenn der niedere und höhere Verstand von diesem Stapel von Informationen befreit ist, gibt es keine Geburt und Tod mehr. Deshalb bezeichnen christliche Mythen diesen Weg der mentalen Transzendenz als „Wolke der Unwissenheit“, und östlichen Mystiker beschreiben dies als „negativen Weg“: Nicht dies, nicht das.

 

             
  easter       sai  
 

Auferstehung – die Essenz des Christentums…

     
…heißt, das ‚Ich’ zu kreuz-igen.
 

Swami hat ein sehr schönes Beispiel hierfür gegeben. Hier haben wir ein Reiskorn mit Hülse. Wenn wir den Reis mit Hülse einpflanzen, wird er keimen und viele Reiskörner hervorbringen. Wenn wir den Reis ohne Hülse pflanzen, wird er nie wieder keimen. Die Hülse ist der Verstand. Der Reis ist der Verstand. Solange der Verstand existiert ist Wiedergeburt unausweichlich. Sobald die Hülse des Verstands entfernt ist, hat der Körper keine Macht der Wiedergeburt mehr. Wenn dies passiert, ersteht der Atma in seinem wahren formlosen Zustand auf. Dies ist die spirituelle Gleichung: „ Der Mensch minus Verstand gleich Gott. Gott plus Verstand gleich Mensch.“ Die Fähigkeit zu „ die-mind“ (engl.: die = sterben), das heißt das Auflösen des Ego-Verstandes - welcher die Wurzel jeglicher mentaler Aktivität ist - ist die Alchemie, die den Menschen in den Göttlichen Zustand bringt. Dies ist die Bedeutung der Wiederauferstehung. Es ist auch die Bedeutung des Kreuzes: Das Quer-Durchschneiden des ‚Ich’. Ohne das Kreuz, dem Tod des Egobewusstseins, gibt es keine Wiederauferstehung. Hierin liegt die wahre Essenz des Christentums und in der Tat aller Religionen.

Der beste, einfachste, verlässlichste, schnellste, sicherste und erfreulichste Weg zu „Die-Mind“.

Viele spirituelle Meister haben gesagt, dass es mit dem Verstand so ist, dass man ihn erobern kann. Und das ist wahr. Aber nein, es ist sehr schwer. Warum? Natürlich will der Verstand nicht sterben. Wie kannst du ihn dann dazu bringen sich selbst zu zerstören! Wie schwer ist es doch für den Dieb sich selbst zu fassen. Der Weise Ramana Maharshi erzählte die Geschichte eines Diebes, der der Verstand ist, sich aber als Polizist verkleidet, auf der Suche nach sich Selbst, dem Dieb. Nein, alle Handlungen die man ausführt, werden vom Verstand getan. Alle Worte, die ausgesprochen werden, müssen durch die Tore des Ich-Bewusstseins. Alle Rituale, Japa, Tapas und spirituellen Übungen werden durch die Instrumentalität des Verstandes ausgeführt.

   
 
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Der Heilige Augustinus von Hippo
 

Wie kann man dann den Verstand auf diesem Wege zerstören, wenn es den Verstand braucht, um sie zu tun? Die Wahrheit ist, dass diese spirituellen Praktiken den Verstand nur reinigen können. Sie können den Verstand nur schärfen innere Subtilitäten zu durchdringen, aber sie können es nie schaffen den Verstand auszulöschen.

Wir benötigen die Gnade Gottes den Verstand auszulöschen. Sogar wenn es einem gelungen ist durch rigorose spirituelle Übungen, den Verstand von allen Gedanken und Wünschen zu leeren, gibt es dennoch einen winzigen Wurzel-Samen-Impuls, der Sitz des Egobewusstseins, das Ich-Sein, von dem alle Gedanken ausgehen und der weiter bestehen wird.

Der Heilige Augustin von Hippo (354-430) hatte mit diesem Problem zu kämpfen. Wie kann der Verstand Gott erkennen? Eines Tages lief er am Strand des Ozeans entlang, verloren in stiller Kontemplation. Als er so dahin lief, traf er auf einen kleinen Jungen, der ein sehr kleines Loch neben dem Sandstrand machte und das Wasser des Ozeans in das kleine Loch führte. Augustine stutzte, als er dieses Kind sah. Er hielt inne und fragte das kleine Kind, was es denn tun wolle. Der Junge sagte, dass er den Ozean in das Loch, das er gemacht hatte, leiten wolle. Der Heilige amüsierte sich über die Kühnheit des Kindes. Er sagte dem Kind, dass dies eine reine Zeitverschwendung sei. Erstens sei das Loch nicht groß genug, um das Wasser des Ozeans zu fassen und zweitens, selbst wenn es so groß wäre, würde das Kind unzählige Lebzeiten brauchen, um das Wasser mit der kleinen Schale in seiner Hand umzuschöpfen. Das Kind erhob darauf den Kopf und sagte zu dem Heiligen: „Genauso ist es auch für den Verstand Gott zu verstehen!“ Sofort verschwand das Kind und Augustin erkannte, dass Jesus als kleines Kind gekommen war, um ihm eine Lektion zu erteilen.

Wie kannst du Das verstehen,

Das nicht steht?!

Wie kannst du Das erfassen,

Was unfassbar ist?!

Das, was keinen Grund hat,

Wie kannst du Es ergründen?

Und Das, was keine Dimension hat,

Wie kannst du Es messen?

Wer kann die Tiefen des Herzens erforschen,

Oder mit den Kategorien des Verstandes

Das sagen, was Worte

Nicht auszudrücken vermögen?

Wer kann den unendlichen Geist beschränken,

Oder innerhalb der Grenzen von Zeit

Das verdeutlichen,

Das jenseits des Tons ist?!

Tiefe ruft nach Tiefe

In den Tiefen der Tiefenlosigkeit.

Oh wie kann die Seele davon erzählen?

Die unerzählte Wahrheit,

Dass sie nur Dich erreichen kann-

Nur durch Dich?!

Wage es Gott tun zu lassen

Es gibt einen einfachen Ausweg. Und da dieser Weg so einfach ist, erlaubt er dir erlaubt auch entspannt und friedvoll während des Prozesses zu sein. Erlaube Gott, das Ego zu töten. Versuche nicht den Verstand zu töten. Es wird dir in Milliarden Leben nicht gelingen. Stattdessen erlaube Gott es zu tun. Natürlich kann nur Gott es tun, da nur Er die Macht hat den Verstand aufzulösen. Gott ist der „Master-mind“. Nur der Meister kann den Sklaven befreien. Zweitens braucht er dafür keine Zeit. Swami hat gesagt, dass Er Selbstbefreiung innerhalb eines Augenschlags gewähren kann. Wage es, Gott es tun zu lassen. Das heißt, dass du deinen Verstand Gott geben musst. Wenn Gott Selbst den Krieg führt, wird dir nicht nur der Sieg sicher sein, sondern du wirst den Krieg auch genießen. Der Krieg wird Spaß machen. Das ist so, weil du von allem unbetroffen sein wirst, weil der Herr dein Schild sein wird. Du wirst sowohl bei Kälte und Hitze, Tag und Nacht, Kummer und Freude, als auch Verlust und Gewinn Gleichmut walten lassen, weil du weißt, dass du in der Göttlichen Zone bist, wo du vollkommen unabhängig von den Dualitäten des Verstandes bist. Dies ist auch die Botschaft der Bhagavad Gita.

König Janaka gab seinen Verstand an den Weisen Astavakra

Unser geliebter Swami erzählt uns eine Geschichte, um diesen Weg zu beleuchten:

Es war einmal, dass König Janaka eine Botschaft sandte, Gelehrte, Pundits, Weise, Heilige, Yogis und große Seelen einzuladen, um ihn das Wissen über den Atman zu lehren. Der König suchte nach dem besten, leichtesten, aussichtsreichsten und schnellsten Weg zu „Die-mind“ zu kommen. Er verkündete: „In der Zeit, die ich benötige mein Pferd zu besteigen, sollte man in der Lage sein, mir völliges Wissen über das Absolute zu geben.“
             
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König Janaka's Frage konnte von den Weisen nicht beantwortet werden.

     

Astavakra bietet seine Hilfe an.

 

Weise und Gelehrte waren besorgt, da sie fühlten: „Dies wird ein sehr strenger Test unsere Gelehrtendasein und unserer Bemühungen sein.“ Niemand wagte es, nach vorne zu schreiten um dem Wunsch des Königs Genüge zu tun.

Währenddessen betrat ein sehr junger Weiser mit dem Namen Astavakra das Königreich. Als er sich der Hauptstadt näherte, erblickte er die Gelehrten und Rishis, die dort versammelt waren. Sie sahen besorgt und betroffen aus. Er fragte sie: „Was ist die Ursache all eurer Sorgen?“ Sie erklärten ihre Situation, und er sagte: „Warum solltet ihr von solch einer kleinen Sache beängstigt sein? Ich kann dieses Problem lösen.“ Er sagte zum König: „König, ich bin bereit, Euch das Wissen vom Atman zu lehren, aber es kann nicht in diesem Palast gelehrt werden, der voller Rajas (Leidenschaft) und Thamas (Faulheit) ist. Zuerst muss ich dich zu einer Sathwa (Rein-heit) Gegend geleiten.“

Sie nahmen einige Pferde und Soldaten und verließen den Palast. Als sie an einer einsamen Stelle angelangten, sagte Astavakra zum König: „Ich werde Dir nun das Wissen vom Atman näher bringen. Ich bin der Lehrer und du der Schüler. Bist du bereit, diese Beziehung zu akzeptieren? Wenn du damit einverstanden bist, dann musst du das Opfer erbringen, das ein Schüler seinem Guru erbringt. Erst wenn du dein Opfer gegeben hast, werde ich anfangen dich zu lehren.“ König Janaka sagte zu Astavakra: „Das Erreichen Gottes ist für mich von äußerster Wichtigkeit. Deshalb bin ich bereit absolut alles zu akzeptieren, was du von mir verlangst.“ Dann sagte der Guru zum König: „Ich will nichts außer deinem Verstand.“ König Janaka antwortete: „Ich opfere ihn dir; bis jetzt dachte ich, es wäre mein Verstand, aber von nun an ist er deiner.“

Dann brachte der Guru ein Pferd, brachte es zum Stehen und bat den König, sich inmitten der Straße seines Königreichs auf den Boden zu setzen. Er ließ den König dort und zog sich in den Wald zurück, um still unter einem Baum zu sitzen.

Janaka erreicht Selbst-Erkenntnis

Die Soldaten warteten eine lange Zeit auf die Rückkehr ihres Königs, aber weder der König noch Astavakra kamen. Sie wollten erfahren, was mit ihnen geschehen war, und einer nach dem anderen gingen sie los, um es herauszufinden. Sie fanden den König mitten auf der Straße sitzen mit einem Pferd, das neben ihm stand. Der König hatte seine Augen geschlossen und war absolut still. Astavakra war nirgends zu finden. Sie waren eher besorgt, dass Astavakra einen magischen Spruch auf den König gelegt hätte, der ihm sein Bewusstsein genommen hätte. Sie gingen zum Premier Minister und brachten ihn zum König.

             
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König Janaka reagiert auf niemanden.

     

Nicht einmal auf seine Frau.

 

Der Premier Minister rief zum König: „Oh König! Oh König! Oh König!“ Aber der König öffnete weder seine Augen, noch antwortete er in irgendeiner Form. Der Premier Minister und alle anderen Hofangestellten waren alarmiert, als sie merkten, dass sie den König nicht zum Aufstehen bewegen konnten oder etwas zu Essen oder zu Trinken geben konnten. Sie fragten sich, was zu tun sei. Ohne weitere Alternative, entsandte der Premier Minister den Streitwagen, um die Königin herbeizuholen, da er dachte, dass, wenn sie den König rufen würde, er ihrem Flehen nachgeben würde. Die Königin kam herbei und flehte ihn an. Aber der König blieb unberührt.

Währenddessen suchten die Soldaten nach Astavakra im Wald. Sie fanden ihn unter einem Baum in völligem Frieden sitzend. Sie ergriffen ihn und brachten ihn zum Platz, wo der König saß. Astavakra sagte: „Der König ist geschützt, ihm geht es gut. Ihr könnt euch selbst davon überzeugen.“ Die Minister, die Königin und andere sagten zu Astavakra: „Er hat weder Mund noch Augen geöffnet.“ Astavakra schritt nah an den König heran und sprach zum König. Sofort öffnete der König seine Augen und antwortete: „Meister!“

Astavakra befragte den König: „Die Minister, die Königin, die Soldaten und viele andere sind gekommen und haben versucht mit dir zu sprechen, warum hast du nicht geantwortet?“ Der König antwortete: „Gedanken, Worte und Taten sind mit dem Verstand assoziiert. Da ich meinen Verstand vollkommen dir hingegeben habe, brauche ich erst deine Erlaubnis ein Wort auszusprechen. Welche Befugnis habe ich mit irgendjemanden zu sprechen oder meinen Verstand auf irgendeine erdenkliche Weise zu nutzen?“ Ich habe ihn dir geopfert, er ist dein. Ich werde nichts ohne deine Erlaubnis, deinen Befehl tun.“ Dann sagte Astavakra zu ihm: „Du hast die Ebene der Gottes-Erkenntnis erlangt.“
             
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Er hört nur auf den Guru

     

und erreicht Gottes-Verwirklichung.

 

Gleich vor Ort bat Astavakra ihn sein Pferd zu besteigen. Als er das Pferd bestiegen hatte und sein anderes Bein über den Pferderücken zog, erfuhr er die Seligkeit des Göttlichen Selbst.

Genauso wie bei Astavakra und Janaka, so werden einige spirituellen Sucher auch bei Krishna und Arjuna die Frage stellen: „Wie gebe ich meinen Verstand Gott hin? Bedeutet es, dass ich jeglichen Gedankengang unterlasse oder wie König Janaka den ganzen Tag still dasitze?“ Lass es uns von einem anderen Blickwinkel aus betrachten.

Wenn du den Faden entfernst, kann der Stoff nicht fortbestehen!

Was macht eine Handlung gut oder schlecht? In anderen Worten, was macht eine Handlung bindend? Wenn wir uns mit der Materie befassen, werden wir entdecken, dass es nicht die Handlung an sich ist, die gut oder schlecht ist, sondern die Bedingungen um sie herum. Diese Bedingungen sind sieben: Wer, Wessen, Warum, Wann, Wo, Was und Wie? Diese Bedingungen sind die Attribute des Verstands oder Früchte der Handlung, und nur sie können eine Handlung gut oder schlecht machen. Zum Beispiel die Handlung zu urinieren ist weder gut noch schlecht. Aber wenn man in die Kirche oder in den Mandir uriniert, werden dies alle als Blasphemie bezeichnen. Hier ist es nicht die Handlung zu urinieren, die das Problem ist, sondern „Wo“ es getan wird. Wenn es ein ein Monat altes Baby wäre, das diese Tat begangen hätte, dann würde das die Leute nicht kratzen, weil sich das „Wer&