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| April 2007 - Jahrgang 1 - 4. Ausgabe |
Bisher hatten wir in H2H inspirierende Geschichten über Sai Seva aus Australien und den Fiji-Inseln, über die Vereinigten Emirate und Kuwait, über Argentinien und die USA. Aber dies ist das erste Mal, dass wir eine Geschichte vom russischen Staatenbund bringen. Unbeachtet von der Welt, ist dort beinahe über ein Jahrzehnt in diesem riesigen Land, das eine Ausdehnung von Asien und Europa hat, in aller Stille ganz viel geschehen. Tatsächlich sah die Sai Kulwant Halle dieses Jahr (2007) eine Masse an Devotees aus dieser Nation, welche an achter Stelle in der Bevölkerungsstatistik der Welt steht. Nicht nur, dass Swami während Seiner segensreichen Shivaratri-Ansprache ihre Aufopferung und ihre Hingabe pries und sagte: „Ihr seid nicht länger Russen. Ihr seid alle mein. Ich liebe euch alle .“ Der Herr weiß sicher, aus welcher Richtung reine Liebe fließt. Deshalb ist es kein Wunder, dass es so viel von Sai-Liebe durchdrungenen, selbstlosen Dienst in diesem Staatenbund gibt, der eine Energiesupermacht und das größte Land der Welt ist.
In dieser Geschichte möchten wir uns auf zwei wichtige Medical Camps beschränken. Beide hatten eine unauslöschliche Auswirkung auf die Notleidenden und zogen die Aufmerksamkeit der Regierung und der Medien auf sich.
Das Medical Camp im August 2006 – In Sais Liebe dienen Nyazepetrovsk ist eine Stadt im Westen Russlands, am westlichen Hang des Uralgebirges gelegen. Das ist die Gebirgskette, die sich vom Norden zum Süden von West-Russland erstreckt und manchmal als die natürliche Grenze zwischen Europa und Asien angesehen wird. In dieser Stadt, die durch Maschinenbau und Metallarbeiten bekannt ist, wurde das Medical Camp 2006 abgehalten. Es wird interessant sein zu wissen, dass die Maschinenarbeiten hier in der Stadt von solcher Bedeutung sind, dass sie nach einem Metallkaufmann, Peter Osokin, und dem Fluss Nyazya, an dem das erste Eisen-produzierende Werk errichtet wurde, benannt ist. Viel Industrie bedeutet viele reiche Menschen, aber zur gleichen Zeit eine große Anzahl von Menschen, die auch ganz arm sind. Das Sai Medical Camp wurde organisiert, um die Nöte genau dieser benachteiligten Klasse der Stadt anzusprechen, sowie der Benachteiligten, die in den Vororten der Stadt leben. Vom 5. bis 12. August 2006, traf ein Medizin-Team, das aus 96 Personen bestand, in dieser Stadt ein. Darunter befanden sich 34 Ärzte. Zusätzlich gab es 200 Helfer, die aus Russland, Ukraine, Kazakhstan, Weißrussland, Großbritannien und den USA kamen. Dr. Surendra Kumar Uphadhya aus Großbritannien, der die ganze Veranstaltung leitete, hatte aus London ein Team von 16 Ärzten und drei medizinischen Assistenten mitgebracht. Andere Mitglieder des Teams waren 12 Sanitäter, 20 Übersetzer und 15 Personen, die in der Patientenaufnahme arbeiteten.
Während der 8 Tage des Medical Camp, das in enger Zusammenarbeit mit der regionalen Administration und der Krankenhausverwaltung arbeitete, behandelten die Ärzte eine schwindel-erregende Anzahl von über 7.000 Patienten. Sie verteilten auch großzügige Spenden von kostenlosen Medikamenten und über 1.000 Brillen an die Menschen aus der Stadt. 7.500 Wegwerfspritzen wurden ebenfalls dem regionalen Krankenhaus zum Gebrauch übergeben.
Inspiriert durch Bhagavans Lehre nach denen Ausschau zu halten, die am dringendsten Hilfe nötig haben, unternahmen viele Ärzte Tagesreisen in 12 nahe gelegene Dörfer, eine Kranfabrik, ein Waisenhaus und eine Grundschule.
Bereitstellung wahrer ganzheitlicher Betreuung Das Angebot war nicht auf die Beratung und Behandlung alleine begrenzt. Es war verwoben mit anderen Hilfsangeboten, wie Gesundheit, Hygiene und Vorsorge. Zum Beispiel gab es drei Friseure in dem Team, die gemeinsam mit den Medizinern dienten. Während des acht Tage dauernden Medical Camps schnitten sie 480 Menschen natürlich kostenlos die Haare. Hautärzte, Ärzte für innere Medizin, Herzspezialisten und Zahnärzte hielten Unterrichtsstunden ab, die der örtlichen Bevölkerung übersetzt wurden. Außerdem wurde mit den örtlichen Ärzten eine Konferenz über die Ergebnisse des Camps abgehalten. Dabei diskutierten und berieten die Ärzte auf Besuch mit ihren örtlichen Kollegen über die Wirkung und das Ergebnis des Camps, wobei sich die z.T. symbiotische Zusammenarbeit zeigte, die die Gastgeber und die Besucher in diesen wenigen Tagen miteinander verband.
Die Wirkungsbereich des Medical Camps erstreckte sich nicht nur auf heilende und vorbeugende Maßnahmen. Durch Bhagavan’s Liebe motiviert, eine umfassende Versorgung zu geben, gingen sie einen Schritt weiter und hatten auch ein Team für Reparatur-Arbeiten zusammengestellt. Das bestand aus zwanzig Mitgliedern, deren Aufgabe es war Räume, einen Korridor und eine Küche im Operationsbereich des örtlichen Krankenhauses zu reparieren. Das fand gleichzeitig statt, während die Ärzte die Patienten behandelten. Dieses Team nahm eine Inspektion der gesamten sanitären Anlage des Hospitals vor und führte extensive Reparaturen durch. Außer dem Reparatur-Team gab es noch viele andere Teams, wie das Transport-Team, das neunzehn Fahrzeuge aus verschiedenen Bereichen Russlands fuhr; das Küchen-Team, das für die Essenszubereitung für alle Teilnehmer, Ärzte, Arzt-Helfer und andere Teilnehmer des Camps zuständig war. Sie versorgten sie dreimal täglich mit geschmackvoller und nahrhafter vegetarischer Nahrung. Zusätzlich gab es 8 Personen, die hauptsächlich für die Reinheit der Schule und in den Räumlichkeiten während der Operationen zuständig waren. Auf eine andere besondere Gruppe, die russische Volkslieder sang und tanzte, muss aufmerksam gemacht werden. Sie unterhielten die Patienten, während diese auf ihre Behandlung warteten.
Es war in der Tat eine medizinische tour de force in diesem Teil der Welt. Natürlich war die örtliche Bevölkerung sprachlos von der Liebe und Hingabe der Ärzte und der anderen Teammitglieder. Die Zeitung Panorama von Nyazepetrovsk sah sich aufgefordert, Folgendes über die Veranstaltung zu berichten
Das Medical Camp 2003 – Erinnerungswürdig für alle Dieser Artikel berichtet darüber, was vor ungefähr einem Jahr geschah. Es ist aber nicht ein Einzel-Ereignis medizinischer Fürsorge gewesen. Tatsächlich wurde sogar ein ähnliches, jedoch noch großartigeres Camp abgehalten. Wir konnten die Geschichte damals nicht in H2H herausbringen. Aber nach dem Motto ‚besser später, als niemals’, ist hier die wundervolle Geschichte des Russischen Sai Medical Camp von 2003 zu lesen. Wieder geleitet von Dr. Upadhya aus Großbritannien. Es fand zu jener Zeit im Südwesten Russlands statt, nahe der Stadt Stavropol. Stavropol bedeutet übrigens „ Stadt des Kreuzes”. Wegen des riesigen steinernen Kreuzes, das von Soldaten während der Erbauung einer Festung in früheren Zeiten dort gefunden wurde. Im Juni 2002, überschwemmte eine der verheerendsten Naturkatastrophen diese Region von Südrussland. Sintflutartige Regenfälle verursachten die schlimmste Flut und Erdrutsche in den letzten zehn Jahren. Dabei kamen 93 Menschen zu Tode und 87.000 wurden obdachlos. Das menschliche Leid war gewaltig. Die Infrastruktur wie Straßen, Eisenbahnstrecken und Gasleitungen erfuhren große Schäden, die mehr als 385 Millionen Dollar ausmachten. Mehr als einhundert Dörfer waren ohne Elektrizität. Die russische Regierung schickte den Notleidenden sofortige Hilfe.
Nachdem der Schaden in Augenschein genommen war, der durch die Flut verursacht worden war, ging Dr. Upadhya auf die Pläne für das Camp ein: „Dieses Gebiet wurde erst vor kurzer Zeit durch eine Flut in Mitleidenschaft gezogen. Und die Fluten waren beinahe drei Fuß hoch. Deshalb ist unsere Gruppe nun in zwei geteilt; die eine wird medizinischen Dienst anbieten und die andere Brigade wird den Dienst durch Reparaturen leisten und alle diese zerschlagenen Einrichtungen anstreichen. Das ist das Wundervolle des Sai Bewusstseins, welches Menschen aus allen Bereichen des Lebens zusammenbringt, um den Armen und Notleidenden zu dienen.“ Dr. Upadhya endete mit einem strahlenden Lächeln seines immer überschwänglichen Gesichts.
Über den Zeitraum von neun Tagen versorgten die Camp Ärzte über 9.000 Menschen in sechs verschiedenen Einsatzorten mit medizinischen Behandlungen. Die armen Patienten waren extrem dankbar für die Möglichkeit einen Arzt zu besuchen und Swami’s Liebe zu spüren
Und dieses Gefühl von Dankbarkeit wurde nicht nur durch die Patienten ausgedrückt, sondern auch durch die Helfer, die den Patienten dienten
Sie ließen einfach ihre Gefühle herauskommen. So saß ich nur da und hielt ihre Hand, gab ihnen die Möglichkeit zu sprechen und all die Heilung, die geschah, konnte durch Swami getan werden.” Rita, eine Krankenschwester aus der Stadt Voronezh, die mit den Ärzten arbeitete, sagte: „Ich denke, die Behandlung, die hier gegeben wird, ist nicht nur für den Körper, sondern auch für die Seele. Hier gibt es so viel Liebe und Glück für alle. Wir sind dankbar für die, die zur Behandlung kommen.”
Nun, das war der Geist, mit dem die Ärzte und Helfer ihren Dienst taten. Sie gaben tatsächlich nur Liebe und erlaubten Swami durch sie zu arbeiten. „Swami ist immer hier, wir fühlen es jederzeit, jede Minute, jede Sekunde”, sagte Olga aus Russland, eine Helferin, die als Übersetzerin diente. Kein Wunder, dass die gesamte Arbeit höchst erfolgreich war. Während das Medical Seva mit den Ärzten und ihren Helfern andauerte, reparierten, reinigten und strichen andere ein örtliches Waisenhaus, ein Krankenhaus und viele Häuser. Nebenbei wurden außerdem Nahrung, Kleidung und andere Grundnotwendigkeiten verteilt. Die Älteren des Dorfes waren von dem selbstlosen Dienst der Sai Helfer sehr berührt.
Um vielen zu helfen, die an ernsten körperlichen und emotionalen Schmerzen als Folge der Zerstörung litten, ließen sich die Helfer ebenso neue Methoden von Seva durch Lieder und Tänze einfallen. Traditionelle russische Volkslieder und Tänze erfüllten die Luft, Lächeln machte sich auf ihren Gesichtern breit, und sie vergaßen ihre Schmerzen. Sie tanzten zusammen und sangen voller Freude von Seiner Herrlichkeit. Sais’s Liebe durchdrang jede Seele und verlieh ihnen Glück und Trost.
Eine bewegende Botschaft von einem jungen Devote
Diese Botschaft von Vladimair beinhaltet vielleicht den Geist, mit dem das gesamte Team von Ärzten und Helfern unablässig arbeitete, weite Strecken reiste und manche Schwierigkeiten überwand, um Lächeln auf die Gesichter von Notleidenden und Benachteiligten zu zaubern. Es ist erstaunlich, wie Sai motiviert, vereinigt, leitet und schließlich Seine allumfassende Liebe so vielen auf der ganzen Welt verleiht. So unglaublich und durch so viele Werkzeuge. - Heart2Heart Team
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