April 2007 - Jahrgang 1 - 4. Ausgabe

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Platos Lehre über Erziehung (1. Teil)

Bearbeitet von Georgios Bebedelis, Athen, Griechenland,
für das ESSE Lehrerausbildungsseminar Kassel, April 2000


Auf dem Sathya Sai Teachers Training im April 2000 in Bad Wildungen hielt Georgios Bebedelis aus Athen einen Vortrag über die Erziehungs-Lehre Platos im Hinblick auf Sathya Sai Babas Erziehung zu Menschlichen Werten. Wir sehen, wie die Fundamente der Erziehung, d.h. die menschlichen Werte und die Methoden ihrer Vermittlung, dieselben sind.

Wir veröffentlichen den Vortrag in 3 Teilen. Dies ist der 1. Teil.

 

Inhaltsverzeichnis

 

Einleitung

1. Das Erziehungssystem
2. Innere und äußere Gerechtigkeit
3. Der wahre Philosoph, ein Freund (Liebhaber) des Guten
4. Das Gute
5. Erziehung ist die Hinführung der Seele zum Licht des Guten
6. Epilog
7. Anhang

Bibliographie

 

Einleitung

Erziehung ist das Fundament der Gesellschaft. Erziehung ist die Basis einer gesunden und glücklichen Gesellschaft, denn die Schüler von heute werden die Führer von morgen sein.

Sathya Sai Baba hat immer wieder auf die große Bedeutung des richtigen Erziehungssystems hingewiesen.

In allen Zeiten und überall auf der Welt haben große Weise über dieses entscheidend wichtige Thema Erziehung gesprochen und ihre wertvollen Lehren allen kommenden Generationen weitergegeben. Solch ein großer Weiser, der am Firmament der alten griechischen Philosophie leuchtet, ist Plato, der untrennbar mit seinem geliebten Lehrer Sokrates verbunden bleibt. Sokrates selbst hat nichts geschrieben, man findet seine Lehren in den von seinem Schüler Plato verfassten Dialogen. In allen Dialogen ist Sokrates der Sprecher; Plato erwähnt seinen eigenen Namen nirgendwo und zeigt damit seine eigene tiefe Demut und Hingabe an seinen geliebten Lehrer. Vielleicht will er uns schon allein dadurch die erste große Lektion vermitteln und die Grundlage von Erziehung aufzeigen, die in der Liebe des Schülers zu seinem Lehrer besteht. Der verdienstvolle Lehrer verdient diese Liebe nicht nur wegen seiner weisen Lehren, sondern vor allen Dingen und hauptsächlich wegen seines persönlichen Beispiels.

Swami hat uns diesen großartigen Weisheitssatz geschenkt:

„Zuerst sei, dann tu, danach sprich.“

Sokrates war so ein göttlicher Lehrer, der schließlich sein Leben hingab, um seinem Wort und seiner Liebe zur Wahrheit, zum Guten und zur Schönheit treu zu bleiben (Satyam, Shivam, Sundaram).

In dieser kurzen Abhandlung wollen wir uns bemühen, die Ansichten von Sokrates / Plato über die wichtigsten Aspekte der Erziehung wiederzugeben. Als Ausgangsquelle für diese Studie wollen wir den berühmten Dialog Platos ‚Politeia’* benutzen, der ungefähr um 375 vor Christus geschrieben wurde.

Das Hauptziel Platos ist es nicht, eine ideale Stadt zu beschreiben, was den größten Teil des Inhalts des Buches bildet, sondern nach dem Wesen von Rechtschaffenheit zu forschen. Deswegen hat der Dialog auch noch einen anderen Titel, nämlich: ‚Über Rechtschaffenheit’.

Plato will seine Grundthese beweisen, die lautet:

Der rechtschaffene Mensch, der Mensch, der sein Dharma (Rechtschaffenheit) lebt, ist ein glücklicher Mensch.

Die Ansicht der meisten Menschen, dass nämlich der gerechte Mensch unglücklich sein müsse, weil die meisten ihn schlecht behandeln, ist völlig falsch. Er sagt:

 „Ein moralischer Mensch ist glücklich, wohingegen eine unmoralische Person unglücklich ist. Niemals verleiht die Unmoral mehr Glück als die Moral.“ (Politeia 354 a).

Um das zu beweisen, benutzt er folgenden Gedankengang. Er betrachtet die Stadt als die Erweiterung des Menschen und beginnt seine Untersuchung von der Stadt ausgehend, in der man die einzelnen Situationen leichter untersuchen kann, und geht dann zurück zur inneren psychologischen und geistigen Wirklichkeit des Einzelnen. Er sagt:

„Lasst uns erst versuchen herauszufinden, was Rechtschaffenheit in den Städten ist, und dann können wir sie auch in den Einzelmenschen untersuchen, indem wir die Widerspiegelung des größeren Ganzen in den Wesenszügen der kleineren Einheit sehen.“ (Politeia 369 a).

In dieser Abhandlung wollen wir uns vorwiegend mit dem Teil des Dialogs befassen, der die Erziehung der Menschen beschreibt, die die Bürger dieser Ideal-Stadt sein werden. Wir werden die Ideen Platos über die idealen Herrscher darlegen und dabei nicht vergessen, dass er uns eine Idealvorstellung nicht nur der Führer, sondern aller Bürger gibt. Dieses Ideal ist das Ziel, zu dem die Erziehung der Kinder führen muss. Selbstverständlich werden wir auch darüber sprechen, was Philosophie ist und wer der wahre Philosoph ist, denn das ist schließlich das Ziel des großen Weisen, unseren Blickwinkel auf die Wahrheit und das Licht zu lenken und uns durch das wahre Unterscheidungsvermögen zur Wahrheit, zum Guten, zur Schönheit (Satyam, Shivam, Sundaram), d.h. zum Göttlichen zu führen.

* Anmerkung : Der Titel des Buches heißt in Wirklichkeit nicht „Die Republik“ (was so viel wie „Demokratie“ heißt), sondern: „Die Stadt“; denn es beschreibt eine ideale Stadt, in der laut Plato eben nicht Demokratie herrschen soll, sondern die Herrschaft der Tugendhaften. Sehr seltsam, dass es mit diesem Wort ins Englische übersetzt wurde.

 

KAPITEL 1

Das Erziehungssystem

Zu Beginn seines Gesprächs über Erziehung nennt Plato ihre beiden Grundelemente: Gymnastik für den Leib und Musik für die Seele (Politeia 376 e). Im alten Griechenland bedeutete der Begriff „Musik“ die geistige, moralische und künstlerische Erziehung allgemein und nicht nur den Teil, der Melodie und Rhythmus zum Inhalt hat, nämlich das, was man heute unter „Musik“ versteht.

Zuallererst hebt Plato die hohe erzieherische Bedeutung des Geschichten-Erzählens hervor:

„Weißt du nicht, dass wir den Kindern zuerst Märchen erzählen, die - obgleich im großen und ganzen „unwahr“- ja doch Elemente von Wahrheit enthalten.“

Und der Dialog fährt fort:„Nun weißt du doch wohl, dass der Anfang eines jeden Unterfangens das Wichtigste ist, zumal bei irgendeinem jungen und zarten Wesen. Denn da wird vornehmlich der Charakter gebildet und angelegt, und er nimmt jede Prägung auf, die ihm jemand aufdrücken will.

-Vollkommen richtig!

- Sollen wir dann unseren Kinder erlauben sich ganz beliebige Geschichten anzuhören und so in ihre Seelen Werte aufzunehmen, die denen entgegengesetzt sind, die wir Erwachsene ihnen zu hören geben wollen?

-Nein, das wollen wir keineswegs erlauben!

-Demzufolge ist unsere erste Aufgabe, das Werk der Geschichtenerzähler gründlich zu sichten, die guten Geschichten auszuwählen und die schlechten auszusortieren. Wir veranlassen die Mütter und Kinderbetreuerinnen die geeigneten, ausgewählten Geschichten ihren Kindern zu erzählen und sich mit Hingabe zu üben, diese Geschichten zu nutzen, die Seelen der Kinder zu formen, was weit wichtiger ist, als mit ihren Händen den Leib zu formen.“ (Politeia 377 a,b,c).

So betont er die Notwendigkeit der richtigen Auswahl der Märchen.

Eine sorgfältige Überprüfung zeigt, dass viele mythologische Traditionen, die in den Werken vieler Schriftsteller und Dichter vorkommen, für Kinder ungeeignet sind; denn in diesen Geschichten sind die Götter voller menschlicher Leidenschaften, wie Eifersucht, sinnliche Begierden, Lügen, Hass, Geiz, Feigheit usw. Wenn aber die Götter, die den Menschen als Ideale dienen sollten, solcherart beschrieben werden, welches Beispiel können sie Kindern geben und was für Werte werden sie aus solchen Geschichten aufnehmen? So schlägt Plato in Übereinstimmung mit entsprechenden Ansichten älterer Philosophen, wie Xenophanes und Heraklit, vor, ohne Zögern solche ungeeigneten Erzählungen aus der idealen Stadt auszuschließen.

Er schließt dann mit zwei Grundprinzipien, die den Inhalt der Geschichten in Bezug auf Gott betreffen. Das erste Prinzip ist, dass Gott nicht für alles verantwortlich ist, sondern nur für das Gute (Politeia 380 c). Das heißt, dass wir Vertrauen haben müssen in Gottes Güte und ihm nicht für die schlechten Dinge, die in unserem täglichen Leben vorkommen, die Schuld geben sollen, wie es ja viele tun. Mit Sai Babas Worten ausgedrückt ist das erste Prinzip, dass Gott premasvarupa, die Verkörperung der Liebe, ist.

Das zweite Prinzip, in dem spirituelle Diskussionen und die Literatur übereinstimmen müssen, ist, dass Gott voll und ganz klar und wahr ist, in Wort und Tat, und den Menschen in keiner Weise hintergeht (Politeia 382 e), dass Gott also satyasvarupa, die Verkörperung der Wahrheit, ist.

Dann fährt Plato fort und spricht über die Tugenden, die die Geschichten in den Herzen der Kinder kultivieren sollen. Als erstes ist es die Furchtlosigkeit vor dem Tod. Der Tod darf nicht als Unglück dargestellt werden und Klagen passen nicht zu einem tapferen Menschen. Zu diesem Thema möchten wir einen Text aus fernöstlicher Tradition anführen, der uns die Wichtigkeit dieser Tugend zeigt.

Tajima-no-kami war ein großer Mann des Schwertes und ein Lehrer dieser Kunst des Shogun jener Zeit. Einer der Leibwächter des Shogun kam eines Tages zu Tajima-no-kami mit dem Wunsch, in der Fechtkunst unterwiesen zu werden. Der Meister sagte: „Wie ich sehe, scheinst du selbst ein Meister der Fechtkunst zu sein. Sage mir bitte, zu welcher Schule du gehörst, bevor wir in das Lehrer-Schüler-Verhältnis eintreten.“ Der Leibwächter sagte: „Ich schäme mich zu gestehen, dass ich diese Kunst nie erlernt habe.“ „Machst du dich über mich lustig? Ich bin der Lehrer des ehrenwerten Shoguns, und ich weiß, dass mein kritisches Auge mich nie täuscht.“ „Es tut mir leid, Ihnen zu widersprechen, aber ich kann wirklich nichts.“ Diese so entschieden vorgebrachte Behauptung seiner Unkenntnis auf diesem Gebiet brachte den Fechtmeister dazu eine Weile nachzudenken, bis er schließlich sagte: „Wenn du das so sagst, dann muss es wohl so sein, aber dennoch bin ich ganz sicher, dass du auf irgendeinem Gebiet ein Meister bist, wenn ich auch nicht weiß, auf welchem.“ „Wenn Sie unbedingt wollen, kann ich es Ihnen sagen. Es gibt ein Gebiet, auf dem ich behaupten kann, ein vollkommener Meister zu sein: Schon als kleiner Junge kam mir der Gedanke, dass ich als Samurai unter keinen Umständen Angst vor dem Tod haben dürfte, und so habe ich mit dem Problem des Todes jahrelang gerungen, bis es aufgehört hat, mich zu belasten. Könnte es dieses sein, worauf Sie anspielen?“

„Genau!“ rief Tajima-no-kami aus „das ist es, was ich gemeint habe. Ich bin froh, dass ich mich nicht getäuscht habe. Denn das letzte Geheimnis eines Schwertkämpfers liegt darin, frei zu sein von dem Gedanken an den Tod. Ich habe so viele Hunderte meiner Schüler in dieser Richtung trainiert, aber bis heute verdient keiner von ihnen wirklich das Zeugnis eines wahren Schwertkämpfers. Du brauchst keine praktische Ausbildung mehr, du bist schon ein Meister.“

Sai Baba sagt, dass wir immer an drei Dinge denken sollen:

„Glaube nie an die Welt, vergiss niemals Gott, fürchte dich nie vor dem Tod.“

 Aber so wie die jungen Männer keine übertriebene Angst vor dem Tod haben dürfen, sollen sie sich auch nicht zum Lachen hinreißen lassen, denn je größer das Gelächter, um so größer die darauf folgende gefühlsmäßige Aufregung (Politeia 388 e).

Sai Baba lehrt immer wieder, dass wir sowohl Freude als auch Leid mit Gleichmut hinnehmen sollen, und er weist darauf hin, dass Gleichmut (samatva) sehr wichtig ist für einen spirituell Strebenden. Lügen ist völlig falsch, niemand sollte etwas mit der Unwahrheit zu tun haben (Politeia 389 b - 389 d).

Die nächste Tugend ist Selbstdisziplin, deren wichtigste Aspekte der Gehorsam denen gegenüber sind, die regieren, und das Erreichen der eigenen Herrschaft über die Lust des Trinkens, der Sexualität und des Essens (Politeia 389 d).

Denn dann können wir allen Versuchungen widerstehen und sie geduldig ertragen (Politeia 390 d), Geiz und Bestechung meiden (Politeia 390 e), die Götter ehren (391 a - 392 a) und die Rechtschaffenheit lieben (392 b - 392 c).

Hier endet die Diskussion über den Inhalt der Geschichten, und Plato wendet sich dem Stil und der Form zu, die sie haben sollten, d.h. der Darbietungsweise.

Plato sagt, dass es zwei Grundstile gäbe, den rein erzählenden und den darstellenden (im Rollenspiel). Beide sollen eingesetzt werden, aber was den darstellenden betrifft, so sagt Plato: „Jede Rolle, die ein junger Mann übernimmt, muss eine angemessene sein. Sie sollte Menschen zeigen, die mutig sind, voller Selbstdisziplin, fromm, gerecht und großmütig; er sollte nie die Rolle eines Menschen spielen, der böse oder unehrlich ist, damit dies nicht Wirklichkeit wird. Habt ihr nicht bemerkt, wie wiederholtes Spielen einer Rolle zur Gewohnheit und zweiten Natur wird und sich auf den Körper, die Stimme und den Charakter des Menschen auswirkt?“ (Politeia 395 c).

Nun haben wir den Aspekt ‚Musik’ ( geistig-moralisch-künstlerische Erziehung) abgeschlossen, soweit er sich auf Geschichten bezieht; sowohl der Inhalt als auch die Art und Weise, in der sie gelehrt werden sollen, sind zur Sprache gekommen.

Als nächstes müssen wir über die Melodie und den Rhythmus sprechen, nämlich über das, was wir heute „Musik“ nennen.

Zunächst wählt man die Melodien aus. Die elegischen Tonarten, die für Klagelieder geeignet sind, und die sanften und lockeren Tonarten, die sich für Trinkgelage eignen, sind natürlich ausgeschlossen. Es bleiben nur die Melodien, die auf perfekte Weise die großen Taten mutiger Männer voller Selbstdisziplin, sowohl bei Erfolg als auch Misserfolg, sowohl im Kampf als auch in Friedenszeiten besingen (Politeia 398 e - 399 c).

Dann wählt Plato die Musikinstrumente aus und behält Apollos Instrumente bei, nämlich die Leier und die Gitarre oder selbst auch die Flöte der Hirten auf dem Lande. Er schließt die komplizierten Instrumente aus, die eine Vielfalt von Möglichkeiten bieten, da er zu seiner Grundthese der Einfachheit und Sparsamkeit und Einschränkung von Luxus und Vergnügen steht (Politeia 399 c - 399 e). In gleicher Weise wird die Auswahl der Rhythmen getroffen. Er vermeidet Komplexität von Rhythmen und Vielfalt der Tempi. Aber wir sollten versuchen, die Rhythmen eines wohlgeordneten und tapferen Lebens zu erkennen, und wir werden das Metrum und den Klang an die Worte anpassen, die so ein Leben beschreiben (Politeia 399 e - 400 c).

Rhythmus und Harmonie sind von ganz besonderer Wichtigkeit, denn sie sinken tief in die Seele ein und schenken ihr Schönheit und Anmut. Derjenige, der durch die Musik eine gute Erziehung erhält, wird fähig sein, Schönheit von Hässlichkeit zu unterscheiden, und er wird sich nur mehr an schönen Dingen erfreuen und diese als Nahrung in seine Seele aufnehmen und somit wird er vollkommen in den Werten und ein vollkommener, guter Mensch. (Politeia 401 d - 402 a)

Wirklich gelehrt ist nur der Mann, der zutiefst vertraut ist mit den Werten der Selbstdisziplin, Tapferkeit, Großzügigkeit, geistigen Weite und allen entsprechenden Tugenden und der diese auf Anhieb von ihrem Gegenteil, den Lastern, unterscheiden kann, wo immer diese auch auftreten mögen (Politeia 402 c).

Da nun aber Selbstdisziplin und ausschweifendes Vergnügen nicht miteinander vereinbar sind, stellt Sokrates die Forderung auf, dass echte Liebe frei von körperlicher Beteiligung sein muss, da sexuelles Vergnügen das größte und ausschweifendste Vergnügen ist. So sollen die Liebhaber sich wie Verwandte lieben und nie den Eindruck entstehen lassen, dass da mehr dahinter ist. Sonst wird man ihnen einen Mangel an spirituellem und moralischem Feingefühl vorwerfen (Politeia 402 e - 403 c). Und damit ist das Gespräch über „Musik“, d.h. die spirituelle Erziehung, abgeschlossen.

Die nun folgende kurze Abhandlung über die Körperertüchtigung legt großen Nachdruck auf maßvolle Ernährung. Das Abweichen von einer einfachen und bescheidenen Ernährung ist die Ursache schlechter Gesundheit, so wie das Abweichen von der Disziplin die Ursache von Verderbtheit ist (Politeia 403 d - 404 e). Verderbtheit und schlechte Gesundheit wiederum führen dazu, dass der Berufsstand der Rechtsanwälte und der Ärzte zunimmt. Aber wenn eine Gemeinschaft Ärzte und Rechtsanwälte braucht, dann ist das ein klares Zeichen dafür, dass das Erziehungssystem schlecht ist, denn es fördert Krankheit und moralische Verderbtheit (Politeia 405 a).

Abschließend stellt Plato fest, dass korrekte, richtige Erziehung eine ausgewogene Verbindung zwischen geistig-spirituellem Lernen und körperlicher Ertüchtigung (Musik und Gymnastik) bedeutet, sodass die beiden Grundelemente der Seele harmonisch geformt werden. Diese beiden Elemente sind die Willenskraft und das geistig-spirituelle Wissen. Durch diese beiden wird die Seele sowohl tugendhaft als auch tapfer (Politeia 411 e).

Sai Baba gibt uns die vier "F"'s

F
olge dem Meister(dem Gewissen)
Fliehe den Teufel (Laster)
Führe den Kampf bis zum Ende
Beende das Spiel (Finish the game)

: Bei Sokrates:

Geistiges Wissen, das durch die Musik
(musische Erziehung) kultiviert wird.
Willenskraft, Tapferkeit, durch
Körperertüchtigung geformt.

 

-Wird fortgesetzt-

 


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