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| Mai 2007 - Jahrgang 1 - 5. Ausgabe |
Eine Mutter wie keine Andere Mallika Desu
Ohne Swami fühlte sich Parthi wie ein lebloser Ort an. Ich hielt mich mit einigen anderen Mädchen im Wohnheim für die Anantapur- Studentinnen in Prashanti Nilayam auf, während wir auf Swamis Rückkehr von Whitefield warteten. Zu der Zeit lebte meine Familie in Assam in Nordost -Indien. Ich hatte mich dafür entschieden, die kurzen Winterferien in Parthi zu bleiben, statt den langen Weg nach Assam zu reisen, wo das politische Klima zu der Zeit sehr angespannt war. Die niederschmetternde Nachricht Eines Tages kam ein an mich gerichtetes Telegramm im Mädchen-Wohnheim an. Es enthielt eine Nachricht, die es mir kalt den Rücken hinunterlaufen ließ und mir den Magen umdrehte. Ich hatte fürchterliche Angst und war ziemlich durcheinander. Ich erfuhr, dass meine Mutter in einen Feuerunfall verwickelt gewesen war. Sie hatte schwere Verbrennungen davongetragen. Das Telegram sagte aus, dass der Zustand meiner Mutter „prekär“ sei. Da ich noch eine junge Studentin war, konnte ich kaum mit meiner Verunsicherung umgehen und musste meine Freundinnen fragen, was dieses Wort genau bedeuten konnte. Als ich den Ernst der Lage erkannte, betete ich zu Swami, ihr und meiner Familie in dieser Krise zu Hilfe zu kommen. Kurz darauf erhielt ich eine weitere Nachricht, dass meine Mutter nach Neu Delhi geflogen worden sei, um bessere medizinische Behandlung zu erhalten. Ich war starr vor Angst und fühlte mich völlig verloren. Zu dem Zeitpunkt brauchte ich Swami mehr denn je. Mitten in der Unsicherheit und dem Durcheinander, das auf die Nachricht über ihren Zustand folgte, kam Swami in Parthi an. Er gab einen flüchtigen Darshan und zog sich dann in den Mandir zurück. Ich sehnte mich danach, Ihm vom Zustand meiner Mutter zu berichten und darum zu bitten, dass Er ihr Leben retten möge. Bevor ich allerdings überhaupt auf den Darshanplatz kam, erreichte mich die Nachricht des Todes meiner Mutter. Unnötig zu erwähnen, dass ich völlig am Boden zerstört war. Ich fühlte mich so hilflos und elend. Ich war 18 Jahre alt und ganz allein in Parthi. Mein Papa hielt sich in Delhi auf, wo meine Mutter gestorben war, und meine Schwestern befanden sich in Assam und waren während dieses Momentes der intensiven Trauer und des Verlustes ganz auf sich allein gestellt. Wir waren als Familie überall verstreut und zutiefst erschüttert von dem schockierenden Tod meiner Mutter. Nur eine göttliche Mutter versteht! Endlich war eine lange, schmerzerfüllte Nacht zu Ende gegangen, und ich saß im Darshan in der ersten Reihe, in der Nähe des Mandir, direkt unterhalb der Veranda auf der Frauenseite. Es war der Morgendarshan des 11. November im Jahr 1982, ein Darshan, den ich nie vergessen werde. Mit einem liebenswürdigen und mitfühlenden Gesichtsausdruck begann Swami seine Morgenrunde und kam direkt auf mich zu. Unsere Englischprofessorin Dr. Zeba Bashiruddin hatte Swami am Tag zuvor von meinem Verlust erzählt. Ich selbst war zu verstört und von Trauer erfüllt, als dass ich etwas hätte sagen können. Mein Geist war dumpf vor Kummer. Swami sah mich mit seinen Augen, die voller Mitgefühl waren, an und sprach sehr liebevoll zu mir. Er sagte: „Yes, yes, lifedenedene se bhi prayojan nahi. Eye sight bhi nahi hai.“ („Ihr das Leben zu schenken war auch keine Möglichkeit… sie verlor sogar ihr Augenlicht.“) Diejenigen, die um mich herum saßen, erzählten mir später, dass Swami mehrere Male unterbrach, während ich untröstlich weinte, und mir auf diese Weise viel Gelegenheit gab, meine Fassung wiederzugewinnen und ich hören konnte , was Er als nächstes zu sagen hatte. Mit der Geduld und Ruhe, die nur eine Göttliche Mutter aufbringen kann, erklärte Er mir dann, dass meine Mutter solche Qualen erlebt hatte, dass ich selbst - hätte ich sie gesehen - ihr gewünscht hätte, dass es besser gewesen wäre zu sterben, als solch ein elendes Leben weiterzuführen. Wieder wartete Er eine weitere Runde meines Weinens ab. Dies war das einzige Mal, dass irgendjemand mit mir über die Situation und Einzelheiten gesprochen hatte. Mein gesamtes Wissen basierte auf einigen Telegrammen mit einzeiligen Botschaften. Er verstand mein Bedürfnis, solche Furcht-erregenden Details zu verarbeiten. Diese wurden später von meiner Familie bestätigt. „ Du hast Mutter Sai, weine nicht“
Schließlich gab mir Swami eine Zusicherung, die das Maha Mantra meines Lebens, mein Strahl der Hoffnung, mein Pfeiler der Kraft, meine einzige Zuflucht und mein Leuchtfeuer geworden ist. Er sagte zu mir: „ Kya ho gaya, ek ma gaya, to thousand mother hai. Sai Mata Hai. Don`t cry.“ („Was macht es schon, eine Mutter ist gegangen. Du hast tausend Mütter. Du hast Mutter Sai, weine nicht.“) Dann materialisierte Er Vibhuti und gab es mir, gefolgt von einem Padnamaskar, wo ich Seine Füße mit den Tränen meines Schmerzes wusch. Danach ging Er einfach weiter, um Seinen gewohnten Darshan weiterzuführen. Obwohl Er mir mehrere Minuten Seiner ungeteilten Aufmerksamkeit geschenkt hatte, war ich fassungslos, als Er den Darshan wieder aufnahm. Für mich hatte sich die ganze Welt verändert und gar nichts schien mehr normal zu sein. Wie konnte Er einfach weggehen und Seine normale Routine wiederaufnehmen? Ich wollte, dass alles und jeder zu einem Stillstand kam. Das Leben um mich herum hatte stehen zu bleiben, genau wie meines. Die wichtigste Lektion - von der Hingabe zur Pflichterfüllung Swami sagt immer: „Mein Leben ist meine Botschaft.“ Als Swami sich von mir entfernte, nachdem Er mich getröstet hatte und dann seinen gewohnten Darshan fortsetzte, vermittelte er mir die unbezahlbare Lektion in Gleichmut und Hingabe an die Pflicht. Diese beiden Faktoren machen den Wert des Dharma bzw. des Rechten Handelns aus. Bhagavan sagt immer, dass Freude ein Intervall zwischen zwei schmerzlichen Phasen ist.
Obwohl ich mich bei vielen Gelegenheiten erst im Nachhinein an diese Lektionen erinnere oder auch in kritischen Momenten meines Lebens versuche, sie mir zu vergegenwärtigen, hält Swami Seine Versprechen immer ein. Bald kamen meine beiden jüngeren Schwestern aus Assam, und wir trauerten zusammen. Als die Älteste fühlte ich mich sehr für meine Schwestern verantwortlich. Ein paar Tage später flehte ich Bhagavan an: „Swami, wirst Du uns beschützen?“ Der göttliche Herr versicherte: „Ja, ich werde euch immer beschützen.“ In den folgenden Wochen erlaubte mir Swami in Parthi zu bleiben, obwohl das College in Anantapur wieder aufgemacht hatte. Er schenkte mir viel Aufmerksamkeit in Form von materialisiertem Vibhuti, Prasad und Padnamaskars, bis ich mich in der Lage fühlte zum College und zum Wohnheim zurückzukehren. Die gesamte Erfahrung, solch einen tiefen Verlust zu Seinen Lotosfüßen zu betrauern, stellte sich als zutiefst Lebens-verändernde Erfahrung heraus; eine Lektion, die seitdem viele Male meine Rettung gewesen ist. Sein Versprechen, meine „Sai Mata“ oder göttliche Mutter zu sein, tausend Müttern entsprechend, sowie Seine Versicherung mich zu beschützen, sind beide für mich wahr geworden.
Sie kann jede Gefahr abwenden! Nachdem ich meine Ausbildung an Seiner Universität in Anantapur beendet hatte, heiratete ich und zog in die Vereinigten Staaten von Amerika. Im Sommer 1986 waren mein Ehemann und ich mit etwa 120 Stundenkilometern auf einer Autobahn unterwegs. Ein Nagel verursachte einen Platten, was zur Folge hatte, dass das Auto bei sehr hoher Geschwindigkeit außer Kontrolle geriet. Voller Panik schrie ich „Sai Ram, Sai Ram!“ Das Auto drehte sich um 360 Grad und kam schließlich auf dem Seitenstreifen außerhalb der Gefahrenzone zum Stillstand. Erstaunlicherweise war uns kein Auto in den Weg gekommen oder mit uns zusammen gestoßen, als unser Auto in so einem hohen Tempo unkontrolliert ins Schleudern geriet. Alle hatten es irgendwie geschafft, uns auszuweichen oder rechtzeitig anzuhalten. Sehr schnell half uns jemand, indem er einen Ersatzreifen aufzog. Solch eine enge Berührung mit der Gefahr ließ uns erschüttert aber in Sicherheit zurück. Diese Erfahrung diente außerdem dazu, mich an Swamis Versicherung, mich immer zu beschützen, zu erinnern. Einige Zeit später entwickelte ich akute Schmerzen im Unterleib und wurde im Eiltempo zur Notaufnahme gebracht. Untersuchungen enthüllten eine Eierstockzyste, die aufgrund ihrer Größe operativ entfernt werden musste. Die ganze Prozedur erforderte einen Krankenhausaufenthalt von einer Woche. Ich hatte Angst davor und war nervös, weil keiner unserer Familie oder Freunde zur Unterstützung zugegen war. Wie immer betete ich zu Mutter Sai, meine tausend Mütter, um mir zur Hilfe zu kommen. Gerade als die Ärzte mich in den OP gebracht hatten, platzte meine Zyste, und es war nur ein kleiner Eingriff nötig, um die Situation in den Griff zu bekommen. Ich durfte schon am nächsten Tag nach Hause zurückkehren. Die Ärzte standen angesichts der plötzlichen Wende der Dinge vor einem Rätsel. Sai Ma hält wieder ihr Versprechen! Am 24.7.1990 erwartete ich unser zweites Kind, meine Tochter Suma, in Blacksburg. Außer meinem Mann war niemand bei mir, keine mütterliche Person, die mich während der Wehen hätte beruhigen können. Es waren 22 Stunden seit dem Beginn der ersten Wehen vergangen und die Geburt war immer noch nicht in Sicht. Überdies fühlte ich mich sehr schwach nach dieser langen Zeit der Wehen.
Ich machte Ihn auch dafür verantwortlich, dass er mir meine Mutter weggenommen hatte. Genau in dem Moment, im Kreissaal des Montgomery County Krankenhauses hatte ich eine klare Vision, in der Swami und meine Mutter direkt neben mir standen, an beiden Seiten meines Bettes. Unmittelbar danach wurde unsere Tochter beinahe ohne Anstrengung geboren. Die Geburt ging so schnell, dass mein Mann sich beeilen musste, die Schwester zu holen. Alle waren überrascht, da die Gynäkologen gerade vor einigen Momenten festgestellt hatten, dass die Entbindung noch eine Weile dauern würde. Aufgrund der zögerlichen Wehen sollte ich die Epiduralanästhesie bekommen. Dann war meine göttliche Mutter gekommen, zusammen mit meiner eigenen Mutter, beide in ihrem Astralkörper, um mir Sicherheit zu geben und mir wunderbarerweise durch die Krise hindurch zu helfen. Durch die Jahre hindurch, die ich mich bemühe, mit all den Herausforderungen einer Ehefrau und Mutter von zwei Teenagern klarzukommen, finde ich Trost in dem Wissen, dass, egal was passiert, ich immer eine Mutter habe, eine ewige Mutter, die immer bereit ist, mir zu helfen und mir beizustehen und die direkt hier bei mir ist. Sie überschreitet alle Begrenzungen von Zeit, Raum und Sterblichkeit. Sie ist vollkommen mitfühlend, vergebend und annehmend. Sie ist die „coolste Mama“ im Universum. Sie ist meine Sai Mata, und ich bin ihre geliebte Tochter! Was für ein Privileg und was für eine Zusicherung! Ich kann gar nicht dankbar genug sein für diesen Segen der Annahme und der vorbehaltlosen göttlichen Liebe. Mein Leben bekommt sehr viel mehr Sinn, wenn ich es als einen Ausdruck von Sai Matas göttlichem Willen sehen kann. Wenn ich die Herausforderungen im Leben annehmen kann mit dem Wissen, dass Sie an meiner Seite ist, kann ich nahezu alles bewältigen.’
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