Mai 2007 - Jahrgang 1 - 5. Ausgabe


 

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Von Lord Buddha zum liebenden Sai

Mr. Ananda Perera


Mr. Ananda Perera ist ehemaliger Direktor der Rundfunkanstalten von Singapure, verantwortlich für Nachrichten und öffentliche Angelegenheiten, und Gründungspräsident des Bundes Buddhistischer Jugend, Singapore. Während seiner Amtszeit beim SBC (Singapore Broadcasting Corporation) gewann das Unternehmen eine Reihe von internationalen Rundfunk-Preisen und erhielt Auszeichnungen vom Ministerpräsidenten des Landes. Zur Zeit arbeitet Mr. Perera als freiberuflicher Medienberater für etliche angesehene Firmen. Er besucht Bhagavan Baba seit vierzig Jahren.

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From Buddha to Sai

Bhagavan Sri Sathya Sai Baba hat aus mir einen besseren Buddhisten gemacht. Ich stamme aus einer buddhistischen Familie, in der man seit Generationen über die Jahrhunderte den Lehren des großen Meisters Buddha folgte.

Ich wollte eigentlich Mönch werden; aber karmische Einflüsse machten aus mir einen glücklichen Familienvater und ließen mich schließlich den Gipfel meiner beruflichen Laufbahn erreichen. Ich heiße Ananda (das bedeutet Freude), und ich bemühe mich, meinem von Gott gegebenen Namen in dieser Inkarnation treu zu bleiben. Ich verlor meinen Vater, als ich gerade zwölf Jahre alt geworden war, und er war erst siebenundvierzig.

Dieser Schicksalsschlag und viele andere Schwierigkeiten machten mich über Nacht zum Erwachsenen mit der Aufgabe, meiner verwitweten Mutter beizustehen. Schlagartig verarmten wir. Alle meine nachgeborenen Geschwister starben jung, und ich war so krank, dass die Leute, wenn sie zu den Beerdigungen kamen, erwarteten, dass auch ich bald im Sarg liegen würde.

Meine verstorbenen Eltern haben mir erzählt, dass ich ein allzeit zufriedenes Kind war und mir sogar kaum etwas aus Nahrung machte. Wenn sie darauf bestanden, mich zu füttern, sagte ich ihnen immer, ein Engel von blauer Farbe gäbe mir etwas zu essen, während ich schlief, und deshalb sei ich nicht hungrig.

Heute weiß ich, wer mich in meiner Kindheit beschützte. Kurz bevor ich geboren wurde, erhielt meine Mutter ein Lotterie-Los von einem Verkäufer, der es auf ihrem Bauch legte und sagte, das Baby werde ihr Glück bringen. Wie das Schicksal es wollte, gewann meine Mutter am nächsten Tag, dem Tag meiner Geburt, den ersten Preis.

Als erstes kaufte sie mit dem Geld ein nahegelegenes Tempelgebäude, das von den Mönchen auf Pachtbasis genutzt wurde, und schenkte es dem Orden. Dann kaufte sie das Hotel, das wir gemietet hatten, womit wir dann in der Lage waren, unseren Unterhalt zu bestreiten.

Am Leben erhalten durch Gnade

Wie sehr ich auch angesehen wurde als einer, der Glück gebracht hatte, bekümmerte ich doch meine Eltern, weil ich mit einem Loch im Herzen geboren war. Gott sei Dank, war es kein Loch im Kopf!

Während der Kriegsjahre, fast ohne Medikamente und Ärzte, war es Baba, der mich am Leben erhielt, ein Kunststück, das von allen für unmöglich gehalten worden war. Unendlich dankbar bin ich auch meinen geliebten Eltern, dass sie mich niemals aufgegeben haben. Ständig gab es gesundheitliche Komplikationen: Operationen am Herzen, am Magen, an den Augen und Probleme mit der Wirbelsäule. Aber all dies beeinträchtigte niemals meine freudvolle Stimmung.

Warum? Vor und nach jeder Operation stand Bhagavan Baba an meinem Bett. Und ER war immer in meinen Gedanken gegenwärtig, obwohl ich in tiefer Betäubung lag.

„Geheilt.“ Ich begreife nun, warum ich diese Unmenge an medizinischen Problemen hatte: Immer habe ich darum gebetet, dass dies meine letzte Inkarnation sein möge. Deshalb die rasante karmische Reinigung durch Bhagavan Baba.

Spirituelle Wachheit entzündete sich in mir in besonderer Weise, als ich 1967 zu Lord Sai kam. Viel stärker, als ich es je für möglich gehalten hatte, personifizierte Swami für mich die große Liebe des Buddha. In seinen glänzenden göttlichen Ansprachen brachte Bhagavan Baba in charakteristischer Schlichtheit Beispiele für die Größe Buddhas. Zum Beispiel berichtete er einmal davon, wie Buddha immer aus einem Gefühl von Rechtschaffenheit und Gerechtigkeit sprach.

Swami zeigte das in folgender Geschichte auf, während Er 1999 seine Ansprache zum Buddha-Poornima Fest hielt.

Buddhas Art

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Einmal kam Buddha mit seinen Schülern in ein Dorf. Eine Frau ging ihm entgegen und bat ihn zum Essen in ihr Haus. Buddha segnete sie und nahm die Einladung an. Einige Dorfbewohner, die das beobachteten, unter ihnen der Gemeindevorsteher, warnten Buddha.

„O Buddha“, sagten sie, „du bist ein Mann der Weisheit und hast allem Irdischen abgeschworen. Diese Dame, die Kurtisanen-Tänzerin Ambashali, hat keinen guten Charakter. Es gehört sich nicht für dich, bei ihr zu essen.“

Buddha lächelte und bat den Vorsteher zu sich. Während er die rechte Hand des Mannes festhielt, forderte er ihn auf, zu klatschen.

Das könne er nicht, sagte der, solange eine seiner Hände im Griff Buddhas sei. „Genau“, erwiderte Buddha, „es ist nur möglich zu klatschen, wenn zwei Hände zusammenkommen. Sieh es einmal so. Diese Frau könnte nicht unmoralisch sein, wären da nicht auch Männer von gleichen Neigungen im Dorf. Die Männer dieses Dorfes sind die Ursache für ihren schlechten Charakter.“ Die Dorfbewohner erkannten ihre Dummheit, fielen Buddha zu Füßen und baten ihn um Vergebung. Durch seine Art zu lehren, legte Buddha die Samen des Heiligen und der Weisheit in die Seelen der Menschen. Buddhas Lehren sind kostbar, von tiefgründiger innerer Bedeutung.

Buddhas Sicht auf das Leben ist die eines Arztes. Er bot individuelle Lösungen an, den Umständen der Menschen entsprechend, die zu ihm kamen, weil sie Hilfe brauchten. Als, zum Beispiel, eine verzweifelte Frau mit dem Leichnam ihres Sohnes zu Ihm kam und darum bat, den Jungen zum Leben zu erwecken, sagte Buddha, das könne er nur tun, wenn sie Ihm das dafür notwendige Heilmittel brächte.

Als die Frau ausrief, sie würde überall nach diesem Lebenselixier suchen, trug Buddha ihr auf, ein Senfkorn zu besorgen, von irgendeinem Haus, in dem noch niemand gestorben sei. Sie rannte sofort von Haus zu Haus, aber zu ihrer Bestürzung hörte sie überall, dass es zumindest einen Todesfall in der Familie gegeben habe. Schließlich dämmerte es ihr, dass der Tod unausweichlich ist.

Dies ist die Art, wie Buddha Selbst-Verwirklichung lehrte.

Buddhas Einschätzung und Heilmittel

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From Buddha to Sai

 Als Hilfe für Seine Jünger, Weisheit und Befreiung zu erlangen, bot Er ihnen eine Diagnose an, bestehend aus den Vier Edlen Wahrheiten. Diese sind (in Pali):

  • Dukkha (Leiden)
  • Samudaya (der Beginn des Leidens)
  • Nirodha (das Nachlassen des Leidens)
  • Magga (der Weg, der zum Ende des Leidens führt)

Das Wort Dukkha ist eines jener Begriffe in Pali, die nicht angemessen in einem einzigen Wort in eine andere Sprache übersetzt werden können.

„Leiden“, „Krankheit“, „Angst“, „Unbefriedigtsein“ sind einige der bevorzugten Wiedergaben.

Worte wie Schmerz, Elend, Sorge und dergleichen werden ebenfalls gebraucht. Das Wort Dukkha schließt alles dies und mehr noch ein. Im Buddhismus beinhaltet das Erwachen aus der Unwissenheit zur vollen Erkenntnis immer das Verstehen der Vier Edlen Wahrheiten.

Ein Erleuchteter wird der Buddha (der Erwachte) genannt, weil er die Wahrheiten ganz und gar verstanden hat. Der gesamte erste Diskurs (Sutta), den Buddha an die fünf Asketen in Saranath richtete, ist der Erklärung dieser Wahrheiten gewidmet; denn sie enthalten die Essenz der Lehren Buddhas.

Ohne eine klare Vorstellung von den Vier Edlen Wahrheiten, lässt sich nicht verstehen, was der Buddha in fünfundvierzig Jahren lehrte. Laut Buddha, bedeutet die gesamte Lehre im Wesentlichen das Verstehen von Dukkha, der unbefriedigenden Natur aller Erscheinungsformen des Lebens, und das Verstehen des Weges, der aus dem Zustand des Leidens herausführt.

Unser geliebter Bhagavan sagte in einer Göttlichen Ansprache am 30. Mai 1989:

„Buddha wurde in diesem heiligen Land Bharat (das alte Indien) geboren. Er erklärte der Welt Ahimsa paramo dharma ( Gewaltlosigkeit ist die höchste Tugend). Er unterzog sich etliche Jahre der Buße, traf viele edle Seelen, lauschte spirituellen Reden und studierte verschiedene Schriften. Das alles befriedigte Ihn nicht. Der Mensch strebt nach Glück. Wie aber kann er es erlangen?

Wo Vertrauen ist, ist Liebe. Wo Liebe ist, ist Frieden. Wo Frieden ist, ist Wahrheit. Wo Wahrheit ist, ist Gott. Wo Gott ist, ist Glückseligkeit.

Der spirituelle Weg beginnt mit Glaube und Vertrauen und endet mit göttlicher Freude. Glück lässt sich nicht erlangen durch materielle Vergnügungen oder durch Menschen, die dem Weltlichen ergeben sind. Es lässt sich nur erfahren, wenn die fünf Sinne richtig gebraucht werden.“

Die Natur des Menschen

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From Buddha to Sai

Alles, was der Buddha unterrichtete in mehr als vier Jahrzehnten Seiner Lehrtätigkeit, behandelte diese Wahrheiten, nämlich: Dukkha, das Kommen und Gehen des Leidens, und den Weg aus diesem unbefriedigenden Zustand. Wer gründlich nachdenkt, wird diese Wahrheiten deuten als das Ziel menschlichen Lebens, endgültige Befreiung; sie ist das Ergebnis der Vier Wahrheiten.

Was wir als Mensch bezeichnen im ultimativen Sinn, ist eine Verbindung von Geist und Körper, man könnte auch sagen die fünf Zustände der Anhaftung (durch die Sinne und das Denken). Auf der menschlichen Ebene existiert Dukkha nicht ohne den Menschen und kann nicht existieren ohne den Menschen, ohne seinen Geist und Körper.

Daraus wird deutlich, dass Dukkha nichts anderes ist als der Mensch selbst. Deshalb ist die erste Wahrheit das Leiden, wie der Buddha sagte: ´Die fünf Zustände der Anhaftung sind Dukkha.´

Weiterhin wissen wir, dass die zweite Wahrheit Tanha ist, Begierde oder Durst, woraus Dukkha entsteht. Wo beginnt nun diese Begierde? Sie stellt sich da ein, wo die fünf Zustände der Anhaftung sind.

Als drittes kommt die Befriedung, das Aufhören der Begierde, Nirvana - die endgültige Befreiung. Auch sie ist dem Menschen nicht fremd.

Die letzte und vierte Wahrheit ist Magga oder der Weg aus dem unbefriedigenden Zustand sich wiederholender Existenzformen, der ständigen Wiederkehr von Geburt und Tod, genannt Samsara.  

Der Mensch, der in diesem Leben die Freuden der Sinne genießt, ist nicht befreit von samsara. Solange Begierde und Anhaftung nicht ausgelöscht sind, hält er an äußeren und inneren Zuständen fest und an den Dingen, die sich auf sie beziehen. Der Befreite dagegen erlebt die Freude von Nirvana hier und jetzt. Er ist nicht abhängig von Sinnesobjekten. Begierde und Anhaftung haben aufgehört. Deshalb gibt es keine Kontinuität mehr im Entstehen und Vergehen seelischer Zustände, keine weitere Existenz, kein samsara.  

Die Praxis des Edlen Achtfachen Pfades  

Diese letzte und vierte der Wahrheiten wird der Edle Achtfache Pfad genannt (Arya Ashtanga Marga).

Wie ihr sicher erkannt habt, ist der Achtfache Pfad von den Vier Edlen Wahrheiten die einzige, in der es um die Praxis geht. Alles, was im Buddhismus geübt werden soll, gehört zum Achtfachen Pfad. Der Pfad ist die Bereitstellung der Mittel, die es dem Menschen ermöglichen, dem Wirrwarr von samsara zu entkommen und Nirvana zu erreichen. Nirvana ist im Buddhismus die einzige bedingungslose absolute Wahrheit, genannt Dhamma. Deshalb darf niemals vergessen werden, dass der Pfad nicht Ursache und Voraussetzung für Nivana ist. Er ist nur Mittel zum Zweck.

Buddha empfahl einen Lebensstil, der diesen acht Prinzipien in allem folgte.

 

1. Richtiges Verstehen und Vorstellen

2. Richtiges Denken und Fühlen

3. Angemessenes Sprechen

4. Angemessenes Handeln

5. Die richtige Art, seinen Lebensunterhalt zu verdienen

6. Rechtes Bemühen

7. Rechte Aufmerksamkeit

8. Rechte Konzentration

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From Buddha to Sai

Bhagavan Baba erklärt, dass die Richtige Vorstellung der erste und wichtigste Schritt ist, ohne den nichts erreicht werden kann. Richtiges Sehen oder das rechte Verstehen bedeuten, jede Situation aus dem Blickwinkel des Dharma zu betrachten. In einer Göttlichen Ansprache vom 5. Februar 1998 sagte Swami:

„…Daher erklärte Buddha, dass die erste Voraussetzung Samyak Darsanam ( die richtige Vorstellung ) ist. Daraus folgt, dass der Mensch, begabt mit dem großen Geschenk der Sehkraft, seine Augen nutzen sollte, heilige Dinge und Wesen zu betrachten.

Richtet er dagegen den Blick auf unheilige Dinge und auf Personen mit üblen Neigungen, füllt der Mensch sich an mit unguten Gedanken und wird zur Beute schädlicher Tendenzen.

Was wir ansehen, hat Auswirkungen auf die Gefühle im Herzen. Der Zustand des Herzens bestimmt die Natur unserer Gedanken. Unsere Gedanken beeinflussen unser Leben. Deshalb ist die erste Voraussetzung für ein gutes Leben eine reine Sicht.

Der Mensch muss eine heilige Sichtweise kultivieren. Das Anschauen grausamer, hässlicher und verwerflicher Szenen hat eine animalische Lebensweise zur Folge.
Die erste Untersuchung sollte der Vergewisserung dienen, dass rein, aufbauend und göttlich ist, was wir uns ansehen wollen.

Was immer der Mensch betrachtet, hinterlässt seine Spuren in ihm. Nur wenige begreifen die Folgen.“

Die Übung auf dem veredelnden Pfad

 Da der Edle Achtfache Pfad der einzige Aspekt in Buddhas Lehren ist, der die Übung betrifft, müssen wir unsere ganze Aufmerksamkeit auf die praktischen Unterweisungen richten; denn Theorien und Vermutungen sind ohne Nutzen für jemanden, der aufrichtig willens ist, das Dharma zu üben.

Es gibt keine Abkürzungen zu wirklichem Frieden und Glück. Wie der Buddha in vielen Seiner Göttlichen Reden immer wieder aufzeigte, ist dies der einzige Pfad, der zum Höhepunkt eines guten Lebens führt. Er reicht von den niederen mentalen Ebenen zu höheren. Es ist ein abgestuftes Training, eine Übung im rechten Denken, Sprechen und Tun, das echte Weisheit hervorbringt und in völliger Erleuchtung gipfelt und im Erreichen von Nirvana.

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Es ist ein Weg für alle, unabhängig von Rasse, Klasse oder Glaubensbekenntnis, eine Übungsform, die wir in jedem Moment unseres Wachbewusstseins vervollkommnen können. In diesem Sinne ermahnt uns unser geliebter Swami: „Alle sind eins, behandelt alle gleich.“

Swami sagte in einer Göttlichen Ansprache am 5. Februar 1998: „Buddha betonte das Gute im Tun (samyak-karma). Das Kennzeichen einer guten Tat ist die Übereinstimmung von Denken, Sprechen und Handeln. Wenn diese Harmonie fehlt, entlarvt die Aktion das Reden und Denken als Lüge. Buddha hörte nie auf zu betonen, dass gutes Handeln den spirituellen Fortschritt fördert (samyak-sadhana).

Gute Taten bewirken echte Spiritualität. Rein formelle Anbetung oder rituelle Handlungen fördern das spirituelle Bestreben nicht. Solche religiösen Praktiken sind in gewisser Weise gut, aber sie sind kein grundlegendes Mittel zur Vervollkommnung.

Wahre Spiritualität besteht in der Einheit von Denken, Sprechen und Handeln in ihrer ganzen Reinheit und Heiligkeit. Buddha sagte, dass dort, wo spirituelles Streben dieser Art zur Vollendung gelangt, der Mensch ein reines Leben führt.

Buddha, der mitfühlende Lehrer, ist nicht mehr unter uns; aber Er hat uns ein Vermächtnis hinterlassen, das erhabene Dharma. Es handelt sich dabei nicht um etwas Erfundenes, sondern um die Entdeckung eines ewigen Gesetzes, das in jedem von uns wirksam ist; in Mann und Frau, in Buddhisten und Nicht-Buddhisten, in den Menschen des Ostens und den Menschen des Westens.

Das Dharma, sagt Swami, hat keinen Aufkleber. Es kennt nicht die Grenzen von Zeit, Raum oder Rasse. Es ist allzeit gültig. Wer immer das Dharma lebt, bringt es zum Leuchten, erkennt es und erfährt es in sich selbst. Es lässt sich nicht anderen übermitteln, denn es muss durch Anstrengung erworben werden. Der Buddha Gotama entdeckte das Dharma ebenso wie seine Vorgänger, die Buddhas der Vergangenheit. Bloße Freude und Inspiration kann niemanden an das ersehnte Ziel bringen. Wohl aber die notwendige Übung auf dem Pfad.  

Liebevoll und mitfühlend,
stets wachsam auf dem Weg der Tugend,
strebe du tapfer weiter.
Immer dem Ziele zugewandt,
umgehe die Gefahr der Trödelei;
Ernsthaftigkeit muss allzeit sicher sein.

 Wenn du dies einsiehst, übe dich
auf dem Achtfachen Pfad.
So wirst du
zur Unsterblichkeit gelangen.

 (Aus den Psalmen der frühen Buddhisten, Die Brüder)  

In einer Göttlichen Ansprache vom 5. Februar 1998, stellte Swami fest: „Buddha hob die Notwendigkeit des heilsamen Sprechens hervor (Samyak Vak). Der Mensch sollte nur Worte benutzen, die keine Verstimmung erzeugen bei anderen und die wahrhaftig, liebenswürdig und förderlich sind. (anudvegakaram vakyam sathyam priya hitham cha yat)

Was immer wir sagen, sollte bei anderen keine Unruhe stiften. Es sollte wahr und angenehm sein. Man kann nicht immer gefällig sein, wohl aber höflich sprechen. Verderbt eure Rede niemals durch Härte. Werdet nicht aufgeregt. Wenn ihr versteht, dass alle eins sind, gibt es keinen Grund für Ärger. Alle anderen sind wie Spiegel, die euer eigenes Bild zurückwerfen. Wie könnt ihr wütend sein auf euer eigenes Spiegelbild? Ihr solltet liebevoll sprechen. Es gibt nichts Göttliches, das größer wäre als Liebe. Wenn ihr euer Herz mit Liebe füllt, werden eure Gedanken, Vorstellungen, Worte und Handlungen von Liebe durchtränkt sein.

Lasst die Lehren hinter euch zurück!

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Um den Grundgedanken all dieser heiligen Prinzipien zu erklären, die zum letzten Ziel führen sollen, benutzte Buddha das Floß als Gleichnis.

Lauschen wir seinen Worten:

„Am Beispiel eines Floßes, ihr Mönche, lehre ich das Dharma. Es ist als Hilfe auf dem Weg gedacht, nicht aber dazu, sich daran zu klammern, wenn es seinen Zweck erfüllt hat.

Hört zu und erwägt sorgfältig, was ich sage.

Ein Mensch, ihr Mönche, begibt sich auf eine Reise und kommt an ein ausgedehntes Gewässer. Der näher gelegene Streifen Land ist gefährlich, der entfernte ist sicher. Es geht aber kein Boot zum fernen Ufer, und es gibt auch keine Brücke. Der Mensch denkt: Dieses Wasser ist tatsächlich gewaltig groß und wirklich außer Gefahr bin ich nur am anderen Ufer.

Ich sollte besser Gras, Blätter, Zweige und Holz sammeln und ein Floß bauen, auf dem ich mich, mit Händen und Füßen rudernd, an den fernen Strand befördern kann.

Nachdem er drüben ist, denkt der Mensch: Dies Floß ist mir sehr nützlich gewesen. Auf ihm habe ich das andere Ufer sicher erreicht. Ich sollte es mir nun wohl auf den Kopf legen und mit mir forttragen, wohin auch immer ich mich wende.

Was meint ihr, Mönche, ist dies die richtige Art, mit dem Floß umzugehen?

Stellt euch nun vor, der Mensch denkt nach der Überquerung des Wassers folgendes: Dieses Floß war sehr nützlich. Mit seiner Hilfe habe ich sicher das ferne Ufer erreicht. Ich sollte es nun besser hier auf Grund setzen oder es auf dem Wasser treiben lassen und meinen Weg fortsetzen.

Dies, Mönche, wäre die richtige Entscheidung im Umgang mit dem Floß. Genauso, ihr Mönche, wie in diesem Gleichnis vom Floß habe ich das Dharma gelehrt, als Mittel zum Ziel – nicht, um daran festzuhalten. Ihr, Mönche, die ihr am Beispiel des Floßes das Dharma verstanden habt, müsst den Gedanken an das Gute (Dharma) am Ende ebenso aufgeben, wie zu Beginn eures Weges die schlechten Gewohnheiten (Adharma).“

Es ist darum wichtig zu begreifen, dass der Edle Achtfache Pfad, den der Buddha so leidenschaftlich gelehrt hat, niemals das Ziel ist. Er ist nur Mittel zum Ziel.

In den Schriften des Buddhismus finden sich viele Verse, in denen der Weg zum Ziel in Buddhas eigenen Worten dargestellt ist.

„ Ströme lenken das Wasser,
Pfeilmacher formen den Schaft,
Tischler biegen das Holz,
die Weisen kontrollieren sich selbst.“  

-Dhammapada-

„Der gerade Weg ist bekannt
Geh ihn ohne zu zögern;
Lass jeden sein eigener Mahner sein
Auf den Stufen zum Nirvana.“  

- Theragatha-

„ Dies allein ist der Pfad,
Kein anderer führt zur Klarheit der Erkenntnis:

Wenn ihr ihm folgt
und König Mara (den Tod)
In Verwirrung bringt,
hört alles Leiden auf.
Weil ich gelernt habe, die Dornen zu entfernen,

habe ich den Pfad kenntlich gemacht.
Ihr solltet allezeit Übende sein.
Buddhas lehren nur.
Die auf dem Pfad in ständiger Betrachtung wandern,
erlösen sich selbst von Maras Fesseln der Leidenschaften.“  

-Dhammapada-  

„ Hunger ist das größte Übel,
wechselnde Seelenzustände sind die schwerste Krankheit.
Im Wissen darum kennen die Weisen
Nirvana, das höchste Glück.“  

-Dhammapada-

In einer sehr erhellenden Rede, die Bhagavan im Februar 1998 hielt, ging Er näher auf dieses „höchste Glück“ ein, die der Buddha personifizierte, und berichtete von Seinen letzten Augenblicken, bevor er die physische Ebene verließ.

Swami sagte: „Zuletzt rief Buddha seinen Stiefbruder Ananda zu sich, um ihm Seine abschließende Botschaft zu übermitteln…
Indem er Seinem jüngeren Bruder die Hand aufs Haupt legte, sagte Buddha: „Mein geliebtes Kind! Ich bin in die Welt gekommen, um die Wahrheit zu verkünden. Wenn jemand fragt: ‚Wo ist Gott?’ lautet die Antwort: ‚Er ist überall.’ Wahrheit ist Gott. Sag die Wahrheit. Verletze niemanden. Verstehe, dass Gewaltlosigkeit die höchste Tugend ist.“
Ich fühle mich wahrhaft gesegnet, dass ich hier teilhaben darf an der Gnade unseres geliebten Swami; denn Er hat mich gelehrt, die reine hohe Liebe des Buddha zu begreifen. Swami hat mich dazu gebracht, den Buddha noch mehr zu lieben. Buddha Poornima oder Vesak ist für Buddhisten ein dreifältig gesegnetes Fest. Es wird gefeiert beim ersten Vollmond im Mai. Bezeichnenderweise wurde Buddha geboren, kam zur Erleuchtung und verschied jeweils an diesem Vollmond-Tag im Mai.

Dankbarkeit vor Gott

Als erstes brachte Buddha der Welt den Wert der Dankbarkeit nahe. Nachdem Er Erleuchtung erlangt hatte, betrachtete Buddha sieben Tage lang liebevoll den Bodhi-Baum.

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Der Bodhi Baum, der dem Buddha diente
 

Er erwies dem Baum seine Dankbarkeit, der ihm Schatten, Obdach und Schutz vor unfreundlichem Wetter gewährt und ihm so geholfen hatte zur Erleuchtung zu kommen.
Um wie viel mehr sollten wir, verglichen damit, allezeit unserem liebevollen, barmherzigen Swami danken für alles, was er seinen Verehrern beständig zukommen lässt an Liebe, Heilkraft und Schutz. Baba sagt, dass er jeden Moment Tag und Nacht damit zubringt, Seinen Anhängern zu helfen!
Ich bin heute noch am Leben, weil Swami immer bei mir ist, über mir, vor und hinter mir, in meiner nächsten Nähe, mich fortwährend leitet mit Seinen Göttlichen Lehren und mich heilt von den mannigfaltigen gesundheitlichen Problemen.

Ich wurde mit einem Loch im Herzen geboren. Trotz der Operationen halten die Herzgeräusche hartnäckig an bis heute, im Alter von 68 Jahren – aber ich funktioniere sie freudig um im anhaltenden rhythmischen Singen der Gottesnamen (Namasmarana). Sogar meine Ärzte sind erstaunt darüber, dass ich mich so schnell von den verschiedenen Operationen erholte. Ob sie wohl wissen, dass es mein Lord Sai ist, der mich am Leben hält? Swami bestätigte mir das in einem Interview, das er mir am Donnerstag, dem 19. August 2004, gewährte.

Er ist OM

Er ist physisch allgegenwärtig, wie er immer wieder betont – „Ich bin in dir, um dich, über und unter dir, hinter dir, überall“. Für mich ist Baba Buddha-Sai, der zurückgekehrt ist, um die Menschheit zu retten. Ich fühle seine Anwesenheit beständig.

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Sogar in meinem Büro als Direktor für Nachrichten und Öffentliche Angelegenheiten der Rundfunkanstalten von Singapore hatte ich einen Altar mit zwei großen Bildern von Shirdi Sai, Parthi Sai und einer Buddha-Statue.

Jedes Mal, wenn ich an einem Projekt arbeitete, warf ich mich vor Babas Altar nieder und bat um Führung. Kein Wunder, dass die Programme, die ich unter Babas Leitung zusammengestellt hatte, für Singapur die meisten der internationalen Preise einbrachten in den großen Wettbewerben, die von den Interessengruppen der führenden Weltnationen ausgeschrieben wurden.

Fast hundert Nationen bewarben sich um diese begehrten Auszeichnungen.

Er ist mein Swas – der Atem meines Lebens. Mir war die göttliche Gelegenheit geschenkt, Ihm danken zu dürfen für alle Führung und den Schutz in Seiner Heiligen physischen Gegenwart. Er lächelte und segnete mich mit Abhaya Hastha, dem Heben Seiner beiden göttlichen Hände zum Segen.

Im vergangenen Jahr durften meine Frau und ich am Gurupurnima-Tag das Arathi (Anbetung Gottes mit einer Kampferflamme) darbringen.

In diesem Jahr hatte ich auch die Gelegenheit in der Sai Kulwant Halle zu singen und konnte vom heiligen Vibhuti kosten, unmittelbar nachdem es in Seinen Heiligen Händen entstanden war.

Bei beiden Ereignissen war es bezeichnend, dass wir sie zusammen mit einer Gruppe Buddhistischer Mönche aus Tibet erlebten, die auf Einladung Swamis gekommen waren.

Capt Ong und Schwester Meng Meng trafen alle Vorbereitungen für den Besuch verschiedener Tibetischer Tempel und sorgten dafür, dass die Mönche zu den vereinbarten Terminen kamen, die Bhagavan festgelegt hatte.

 

Buddhistische Mönche mit Swami wärend Gurupurnima 2006.

 
Sri Ananda Perera (rechts) ebim Arathi

Ganz selbstverständlich offenbarte Er bei dieser Gelegenheit, dass Er das AUM ist - Allgegenwärtig, Allmächtig und Allwissend, indem Er bestimmte Aspekte meines Lebens enthüllte, die nur meine leibliche Mutter wissen konnte – meine Göttliche Mutter Sai kannte sie alle und darüber hinaus noch mehr. Baba ermutigte mich, Bhajans zu singen.

Das tue ich nun regelmäßig dreimal in der Woche. Dabei begleite ich manchmal mich selbst und andere auf der Tabla (Rhythmusinstrument). Ich hatte die Tabla über vierzig Jahre nicht mehr gespielt. Meine Finger, von Arthritis befallen, waren alle operiert worden, und ich sollte sie nach ärztlichem Rat nicht mehr strapazieren.

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Aber als ich gebeten wurde, Tabla zu spielen, weil unser Bhajan-Zentrum das dringend brauchte, reparierte ich die Tabla, stellte sie vor Swamis Altar, betete und spielte. Sofort streckten sich meine Finger in heiliger Freude, um den Rhythmus für die Bhajans zu geben. Ich spürte Seine göttliche Gegenwart mit dem Anschlagen des ersten Tons.

Baba hat mich im Kindesalter schon einmal zum Künstler gemacht im Fernsehen und im Radio. Damals konnte ich in mehreren Sprachen singen: in meiner Muttersprache Sinhala, in Tamil, Hindi, Malay, Englisch und Chinesisch.

Ist Baba nicht immer gegenwärtig in unseren Leben? In meinem Büro pflegte ich einen Stuhl vor den Altar zu stellen, auf dem ich alle wichtigen Arbeitsvorhaben ablegte und sie so Babas Führung anvertraute.

Unvermeidlich überfluteten mich am nächsten Morgen die Antworten. Ich atme, lebe, esse, schlafe in unablässiger innerer Ausrichtung auf Bhagavan. Wegen meiner vielen gesundheitlichen Probleme hatte ich im Krankenhaus von Singapur, dem SGH (Singapore General Hospital) beinahe den Status eines ständigen Bewohners. Ich hatte keine Ahnung, was mir das SGH in den vergangenen sechs Jahren bedeutete, aber seitdem ich weiß, dass SGH - Sai Global Harmony heißt, unser Radiosender, ist das meine ständige Verbindung mit Gott.

Der mitfühlende Buddha ist schon hier!  

Unendlich dankbar bin ich unserem geliebten Meister, nicht nur für seine unablässige Heilertätigkeit, sondern auch dafür, dass er uns lehrt, wie wir in beständiger Freude integrierter Bewusstheit leben können!
Wir Buddhisten sind wirklich sehr glücklich, das Fest Buddha Poornima in der göttlichen Gegenwart von Bhagavan Sri Sathya Sai Baba feiern zu dürfen.
Viele Buddhisten erwarten die Ankunft von Maithree Buddha, dem Mitfühlenden. Ich glaube, wie ich bereits in einem Interview von Radio Sai Global Harmony sagte, Maithree Buddha ist bereits bei uns.
„My three Buddha“ (Sprachspiel: meine drei Buddhas) ist die Kombination von Shirdi Sai, Sathya Sai und Prema Sai! Lasst uns unser Bestes tun unter Seiner Göttlichen Führung und unter seinem Schutz. Sabbe sattha Bhavantu Sukitattha, wie es in Pali heißt: Mögen alle fühlenden Wesen wohl und glücklich sein!

Sai Ram  


Engl.Original Titel vom Mai 2007


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