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| Mai 2007 - Jahrgang 1 - 5. Ausgabe |
DAS FAHRENDE WUNDER GANZHEITLICHER MEDIZINISCHER VERSORGUNG DIE GESCHICHTE DES SRI SATHYA SAI MOBILE HOSPITAL Die rätselhafte Spannung
Die Luft war voller Spannung. Obwohl der Boden rot, steinig und so trocken, wie er war, ernüchternd wirkte und auf eine offensichtlich von Dürre gezeichnete Vergangenheit schließen ließ, war überall nur Freude. Es schien, als ob alle mit ihrer wahren Natur, der Fröhlichkeit, Hoffnung und Kraft verbunden wären. Die Kinder waren wie verzückt, hüpften, lächelten und schrieen, so laut sie konnten und winkten eifrig mit den Händen. Und nur wenige Meter entfernt standen alle Frauen und Männer des Dorfes diszipliniert aufgereiht. Die ganze Straße war sauber und geschmückt. Unter den schönen aus Reispuder gestreuten Mustern, die die Straße in einem leuchtenden Weiß erscheinen ließen, war eines mit dem Wort „Willkommen“. Jeder hatte sich vorbereitet und war bereit in dem Dorf Locherla. Kleine Mädchen warteten mit Poorna Kumbham, Tumeric, Kumkum, Blumen etc…alles, was man traditionell in Südindien gebraucht, um einen besonderen Gast zu empfangen. Die Männer in diesem etwa 25 Kilometer von Puttaparthi entfernt liegenden kleinen Dorf hatten große Fahnen aufgehängt und das ganze Gelände gereinigt. Sauber gekleidet warteten sie mit heiterer Stimmung und mit freudestrahlenden Gesichtern und hielten Ausschau nach geringsten Anzeichen des kommenden Ereignisses. Für das gesamte Dorf, wie für die Menschen benachbarter Siedlungen war es sicherlich ein bedeutsames und freudiges Ereignis. Kam da etwa ein besonderer Gast, ein Minister oder ein VIP dieses Dorf? Oder war es die Ankündigung eines Festes für die ganze Gemeinschaft? Oder war es sogar Swami selbst, der persönlich dieses Dorf besuchte?
Nun gut, eigentlich ist es nur ein Bus – ein blitzsauber weißes und 15 Fuß langes Fahrzeug, das keine Menschen befördert, sondern mit installiertem medizinischem Gerät an Bord ausgerüstet ist. Und das Ziel dieses Busses sind die ländlichen und weit abgelegenen Dörfer. Doch für die Dorfbewohner war es niemand Geringeres als Gott. „Ohne diesen (Bus) wäre ich heute tot“, sagt Rangappa. „Die Schmerzen in der Brust an jenem Morgen, dem 30. Dezember 2006, waren die schlimmsten, die ich bisher in meinem Leben hatte. Sie waren nicht auszuhalten.“ Rangappa hatte während der letzten drei Tage, anlässlich eines ländlichen muslimischen Festes, das Nadaswaram (ein klassisches Blasinstrument) gespielt, und hatte sich dabei total verausgabt. Die Metamorphose von Rangappa Es war nicht das erste Mal, dass Rangappa, von Beruf Barbier, sich instrumental eingebracht hatte. Denn das Nadaswaram war für ihn seit Jahren eine wertvolle zusätzliche Verdienst-Quelle. Noch nie hatte er beim Spielen des Instruments, das ihn einmal sein Vater gelehrt hatte, so gelitten. Vor acht Jahren befand er sich in einem ähnlichen Dilemma, aber damals war es nicht so schlimm. „Diesmal war der brennende Schmerz unerträglich. Die Schmerzen begannen am 28. Dezember; von einem lokalen Praktikanten bekam ich einige Pillen. Ich schluckte sie und ging am nächsten Tag wieder zu ihm. Und das war’s dann auch. Die Schmerzen wurden so stark, dass mein Bruder mich sofort nach Buggapalli, einem nahe gelegenen Dorf, brachte, wo ein registrierter Arzt praktizierte. ‚Ach, das sind nur Magenbeschwerden’, sagte der Arzt und gab mir zwei Spritzen. Die Schmerzen ließen nach, aber nur vorübergehend. Sie kehrten am folgenden Tag zurück, und ich versuchte es mit Injektionen, die wieder nur eine momentane Erleichterung brachten. Am 3. Januar aber wirkte nichts mehr – keine Pillen, keine Spritzen. Ich war ratlos. Ich bin noch nie zuvor durch solche Schmerzen in meiner Brust gegangen. Jetzt geht es bald zu Ende, das waren meine Gedanken.“ Es war Rangappas dunkelste Stunde. Angespannt und ängstlich fragte er sich, wer sich wohl um seine Frau und seine Kinder kümmern würde. Wie ein Ertrinkender, der verzweifelt nach einem Strohhalm greift, rief sein Herz um Hilfe. Es gab keinen Weg, sich selbst zu helfen. Er war Analphabet und arm. Nie war er in einer Stadt gewesen, wo sollte er hingehen und an wen sollte er sich wenden? Er hatte keine Ahnung, an was er litt und wie er geheilt werden könnte. „Zu dem Zeitpunkt als er in eine verheerende Depression verfiel, erfuhren wir, dass Sai Ärzte in das benachbarte Dorf Kotlapalli eingetroffen seien“, sagt Rangappas Bruder, Nidimamidappa. „Sie waren mit einem Bus gekommen, wie auch schon hierher nach Locherla. Wir sehnten uns nur nach Erleichterung, egal von wem oder auf welche Art. Innerhalb der nächsten zehn Minuten waren wir dort. Die Ärzte waren so freundlich und entgegenkommend. Der weiße Bus hatte alle erforderlichen Einrichtungen. Sofort, ohne jede Verzögerung, machten sie ein EKG und gaben ihm dann eine Tablette, die er gleich einnehmen sollte. Und dann, zur Eile drängend, wiesen sie mich an: ‚Du lieferst deinen Bruder sofort im Super Speciality Hospital in Puttaparthi ein.’“ Mit meinem Bruder auf dem Motorrad jagte ich nach Puttaparthi, und als ich dort im Hospital den Einweisungszettel zeigte, verwiesen sie uns direkt in das ICU. Nach der Aufnahme und der Ausgabe von Medikamenten ließen die Schmerzen meines Bruders allmählich nach. Nach vier Tagen ging es ihm gut. Ich konnte meinen Augen nicht trauen, als mein Bruder an jenem Samstag wirklich auf seinen Beinen aus dem Krankenhaus herauskam. Er war ein veränderter Mann.“ Bis heute wissen weder Rangappa noch sein Bruder, was genau in diesen vier Tagen in der ICU passiert war. Sie hatten keine Ahnung, warum sie an jenem schicksalhaften Samstag zum Krankenhaus nach Puttaparthi eilen mussten. Was sie wissen, ist, dass es die von Swami mit dem weißen Bus gesandten Ärzte waren, die ihm ein neues Leben gegeben haben. „Wenn er an jenem Tag nicht zu uns gekommen wäre, hätte er nicht überlebt“, sagt Dr. Narasimhan, der ihn an jenem Morgen untersuchte. „Rangappa hatte tatsächlich einen akuten Herzinfarkt, wenn auch im Anfangsstadium. Während wir den Verdacht hatten, dass es sich wahrscheinlich um etwas Ernsteres als Magenprobleme oder nur Brustschmerzen handelte, wurde diese sofort nach Vorlage des EKG Berichts bestätigt. Deshalb sandten wir ihnen geradewegs zum Super Specialty Hospital.“
Diese Ärzte, Experten auf ihrem Gebiet, und die mobile Diagnose-Klinik waren es, die genau auf der Türschwelle des Patienten im Dorf, an jenem Vormittag Rangappas Leben retteten. Doch was am meisten zu Herzen geht, ist dies: Als Rangappa, der seit Jahren Nikotin abhängig war, der leicht zwei bis drei Zigarettenpäckchen pro Tag rauchte, am 6. Januar aus dem Krankenzimmer kam, sagte er: „Ich werde nie wieder in meinem Leben rauchen oder trinken. Die Ärzte und die Krankenschwestern hier haben mich mit so viel Zuneigung umsorgt und mir aufgetragen, “clean“ zu bleiben und geregelte Mahlzeiten einzuhalten. Und genau das werde ich tun. Swami hat mich gerettet. Nun, da ich ’Sairam’ gesungen habe, werde ich mir nie wieder etwas Gesundheitsschädigendes angewöhnen. Mit bereuender Miene und gefalteten Händen stand Rangappa da und seine Aufrichtigkeit stand außer Frage. Bis heute hat er sein Versprechen gehalten. Aber die Geschichte endet nicht hier. Er ist jetzt so etwas wie ein ‚Gesundheitsbotschafter’ im Dorf geworden; er hat viele von ungesunden Angewohnheiten abgebracht. „Ich habe seit 1972 getrunken“, sagt er, „ich dachte, Trinken und Rauchen sei normal, da es viele Leute im Dorf tun. Ich wusste nie, dass es so die Gesundheit angreift, bis mein Bruder sich vor wenigen Jahren zu Tode trank. Doch selbst dann konnte ich mit diesem Laster nicht aufhören. Jetzt habe ich an mir selbst erfahren, wie gefährlich diese Süchte sein können. Swami hat mir ein neues Leben geschenkt und deshalb möchte ich jeden im Dorf - Jugendlichen und Erwachsenen - aufklären, sich nicht selbst zu zerstören. Ich möchte ihnen nahe bringen, dass sie ihre Energie und Zeit zum Kultivieren guter Gewohnheiten nutzen sollen, dass sie Swamis Namen singen und ruhig ihre Arbeit verrichten sollen.“ Wie Rangappas Leben zu einem ‚wertvollen Instrument’ wurde, das vielen Dorfbewohnern positive Veränderungen in ihrem Leben beschert hat, das ist wirklich berührend zu sehen. Und wenn wir genauer hinschauen, haben viele Faktoren bei seiner wundervollen Metamorphose (Verwandlung) mitgespielt. Die rechtzeitige Diagnose der Ärzte hat sein Herz gerettet, die umsorgende Pflege der Krankenschwestern hat es weich gemacht und die Liebe der Sai-Ärzte haben es mit Göttlicher Liebe durchflutet. Er wurde physisch, mental und geistig neu belebt .Da sind der heilende, und der vorbeugende Aspekte mit dem spirituellen Wohlergehen vereint. Und das ist genau das, was Swami gesagt hat, als Er vor mehr als einem Jahr, im April 2006, das Sri Sathya Sai Mobile Hospital ins Leben rief.
Swamis Anweisungen an die Sai-Ärzte des weißen Busses waren von Anbeginn an sehr klar. Und heute, nach mehr als hundertfünfzig Besuchen in den Dörfern, kann jeder Sai-Arzt dutzende von ‚Rangappa’-Geschichten erzählen. Was tun diese Sai-Ärzte eigentlich? Und was ist das Besonders an diesem „Mobilen Hospital“? Ausgezeichnetes Diagnose Gerät – die Freude eines jeden Arztes „Wie der Name schon andeutet, ist es wahrlich eine fahrendes Krankenhaus“, sagt Dr. Narasimhan, der leitende Direktor dieses Service-Projektes. „Es besitzt all die hoch-entwickelten Diagnose Geräte, die ein Arzt braucht. Sei es das EKG-Gerät, das Röntgengerät mit einem automatischen Filmprozessor oder ein Ultraschall Aufnahme System; oder ein Auto-Analysegerät, eine Zentrifuge, ein Mikroskop, oder ein Schleudergerät, das für das Blutbild benötigt wird. Die diagnostischen Geräte sind absolut einzigartig.“ Mehr als fünfzehn Jahren sei er in medizinischen Service-Projekten auf dem Lande tätig gewesen, und er stellt fest: „Es ist tatsächlich unvorstellbar, dass ein medizinisches Hilfs-Projekt in so entlegener Umgebung über eine derart exzellente klinische Ausstattung verfügt.“
Als die Chikungunya-Epedemie (eine seltene Form von lähmendem Virusfieber, verbreitet durch eine Mücke) im Juli 2006 in vielen Dörfern um Puttaparthi wütete, glaubte jeder, der Fieber hatte, dieser Krankheit zum Opfer gefallen zu sein. Es traf auch auf eine Anzahl von Fällen zu, aber nicht auf alle. „Als wir die Blutproben vieler dieser Dorfbewohner analysierten, stellten wir fest, dass eine große Anzahl von ihnen an Malaria erkrankt war“, sagten die Ärzte des Mobile Hospital. „Und es handelte sich nicht um die gewöhnliche Art von Malaria, sondern um ‚falciparum malaria’ (allgemein bekannt als zerebrale Malaria), welche die gefährlichste und lebensbedrohliche Variante dieser Krankheit ist. Dank des Mobile Hospitals konnten Blutprobenresultate innerhalb von Minuten vor Ort erstellt werden. So konnten wir unsichere Diagnosen (die eventuell falsche Medikation zur Folge gehabt hätten) ausschließen und viele Leben vor dem sicheren Tode retten.“ „Erstmalig können wir vor der Haustüre des Patienten diagnostizieren“ - Dr.Shyam Prasad „Zum ersten Mal in der Geschichte irgendeiner freiwilligen Organisation sind wir nun fähig, die Krankheit im Dorf direkt vor der Haustür des Patienten zu diagnostizieren. Das ist wirklich fantastisch und es ist in der Tat eine wundervolle Erfahrung!“ sagt Dr. Shyam Prasad, Professor der Chirurgie im Andhra Medical College, eines der ersten Medical Colleges in Andhra Pradesh. „Durch Ultraschall habe ich einen Brustkrebs, einen Magenkrebs und etwas in der Leber entdeckt, und wir können gleich sagen, ob sie heilbar sind oder nicht!“ fügt er hinzu.
Es gibt unzählige Beispiele, in denen durch exzellente Diagnose-Arbeit Leben gerettet wurden. Ramakrishna kam zu den Ärzten und klagte über häufiges Urinieren. Der Ultraschalltest im Bus ergab, dass dieser Mann mittleren Alters an vier verschiedenen Gebrechen litt. „Sein Problem ist nicht nur die Blase“, sagte der Radiologe. „Es sind unterschiedlich gelagerte Komplikationen, wovon die Milz, die Leber und auch die Niere betroffen sind.“ Wir fragten Ramakrishna: „Warum hast du dich nicht schon früher in einer anderen Klinik durchchecken lassen?“ „Habe ich“, sagt er. „Erst vor wenigen Tagen in dem nahe gelegenen Gesundheitszentrum; es fand aber keine Untersuchung statt, dafür gaben sie mir nur einige Pillen, die keine Besserung brachten. Dort gibt es nicht die Geräte, um derartige Test durchzuführen.“ Indiens krankes Gesundheits-System Dies ist heutzutage die Krankheit im Gesundheits-System in den meisten Dörfern Indiens. Qualitative Gesundheitsvorsorge ist das ausschließliche Privileg einer geringen Prozentzahl der Bevölkerung, die Zutritt zu den Krankenhäusern in den Städten und Großstädten hat. Während fast 70% der Inder in Dörfern leben. Und der größte Teil der auf dem Lande Lebenden (das 25% von Indiens Bevölkerung ausmacht, also um die 250 Millionen) ist arm oder liegt sogar unter der Armutsgrenze. Sie kämpfen um Nahrung, von Gesundheits-Versorgung gar nicht zu reden. Die meisten Dorfbewohner kennen nur den Ackerbau als Lebensunterhalt, doch die Wechselfälle der Natur haben sie den Rubikon überschreiten lassen. Jedes Jahr werden sie ärmer und ärmer. Menschen vom Gebiet Anantapur im Staat Andhra Pradesh gehören zu dieser Sorte. Armut ist ein in diesem Gebiet herrschender Zustand. Der Niederschlag hier ist der geringste im ganzen Staat, vielleicht der zweitgeringste im ganzen Land, welches deshalb bekannt ist für seine andauernde Dürre. Tatsächlich fallen 35% der Dörfer in Anantapur in die hohe Kategorie: Extreme Armut (Einkommen unter 120.03 Rupien pro Kopf pro Monat). Gesundheitsversorgung in diesem Gebiet ist vernachlässigt, bzw. gar nicht existent. Wahrscheinlich ist es gerade aus diesem Grund, dass Swami die Ärzte des Mobile Hospital mit diesem Projekt im Bezirk Andhra Pradesh beginnen ließ. Das Hospital muss zu den Menschen kommen, die seiner am meisten bedürfen, denn sie sind sich entweder ihrer Krankheit gar nicht bewusst, oder sie können es sich nicht leisten, ein richtiges Krankenhaus aufzusuchen. Laut Dr. Narasimhan ist das Sri Sathya Sai Mobile Hospital ein innovatives Projekt für den Außendienst mit dem Ziel, vor allem die Menschen, die in den entfernt gelegenen Dörfern leben, mit einer qualitativ guten medizinischen Behandlung zu versorgen. Es ist in der Tat ein Ausdruck von Bhagavans unermüdlicher Anstrengung den Ärmsten der Armen kostenfrei Gesundheits-Versorgung (vaidya) zu ermöglichen.“
Die bewegende Geschichte von Hari
Die Ergebnisse, die dieses Programm erzielt hat, bewegen zutiefst. Hier der Fall von Hari, der im zarten Alter von sechs Jahren an Polio (Kinderlähmung) erkrankte und fortan humpelte. Sein Großvater gab ihm Stöcke, um seine Beine zu begradigen und damit er das Laufen nicht verlernt. Der arme Junge übte und lernte schließlich, sich sogar von den Stöcken unabhängig zu machen, obwohl die Behinderung eher zunahm, da er einfach zu schwach war, um auf seinen Beinen zu gehen. Außerdem hatte er seit seiner Geburt eine Veranlagung, die die Ärzte ‚edentulous’ (zahnlos) nennen; das Fehlen seiner Zähne in seinem pausbäckigen Gesicht war auffällig. Und nun auch noch von Polio heimgesucht … das nahm ihm, was immer noch an Lächeln oder kleinen Träumen verblieben war. Er konnte niemals auch nur mit winzigem Genuss essen. Bananen waren die einzigen Früchte, die er in seinem hohlen Mund zermatschen und runterschlucken konnte. Es gab niemanden, der für ihn ein spezielles Essen zubereitete. Für seinen Vater, Narayanappa, einen Tagelöhner, der darum kämpfte Fleisch und Knochen zusammenzuhalten, reichte, dass er lebte. Der Körper des kleinen Hari verlor Tag für Tag an Ausstrahlung. Bedenklich unterernährt, verlor er mehr und mehr an Farbe. Als die Ärzte ihn das erste Mal im Juni 2006 im Dorf Batalapalli sahen, war sein Bauch aufgebläht wie ein Fußball. Sie wurden durch seinen Hämoglobin-Spiegel von entsetzlichen 4g alarmiert und gaben ihm umgehend lebenswichtige Ergänzungsnahrung, um seinen anämischen Zustand zu verringern. Das war der erste Schritt.
Die zweite Aktion, die die Ärzte mit beschleunigter Dringlichkeit einleiteten, war unbedingt erforderlich, um seinen Gesamt-Zustands zu verbessern, verursacht durch familiäre Hilflosigkeit und gesellschaftliche Herzlosigkeit. Sie bereiteten alles für die Anfertigung eines neuen Gebisses vor, und bald schon war Hari wieder froh. Nachdem die neuen Zähne befestigt waren, hatte er in wenigen Wochen das wieder gewonnen, was er verloren hatte – seine Farbe, seinen Enthusiasmus, seine Energie, sein Lächeln. Wenn der Arzt heute den kleinen Hari sieht, ist er zu Tränen gerührt: ein ständig energievoller und übersprudelnder Junge, der mit gefalteten Händen und einem überschwänglichen “Sairam“ auf den Lippen auf ihn zugehopst kommt. Wenn du Hari heute irgendetwas fragst, ist seine erste Reaktion ein blitzendes, breites Lächeln. Seine Freude erfüllt einen mit einem seltenen Gefühl von Heiterkeit und Fröhlichkeit. Hari geht wieder in die Schule, dank der Großzügigkeit eines Sai Dieners, der ihm Essen und Unterkunft in seiner eigenen Schule gibt. „Was möchtest du einmal werden?“ fragen wir Hari, als er uns warmherzig ansieht. „Ich will in Swamis Schule gehen. Könnt ihr mir helfen, dort aufgenommen zu werden“? drängt er aufgeregt. „Warum willst du studieren?“ fragen wir ihn wieder. „Ich will Arzt werden.“ Sein Gesicht leuchtet auf. „Ich will allen helfen, die leiden.“ Ob er Arzt wird oder nicht, wir sind sicher, dass er Herzen erfreuen und Menschen wieder aufleben lassen wird, was er eigentlich schon auf seine eigene kleine Art und Weise tut. An dem Tag, an dem wir ihn trafen, kam er zum „Medical Camp“, um sich für jede Kleinigkeit nach Kräften nützlich zu machen, als ob es Sonntag wäre. Hari ist heute durch sein sanftes Verhalten und seine Pflichthingabe eine Inspiration für andere. Kann es irgendetwas geben, das erfüllender ist? Das Erreichen der Menschen in der Ferne – Auf Rädern der Liebe Das ist die Veränderung, die die Philosophie von „Hinaus in die Dörfer“ des Mobile Hospital Programms für viele einfache und arme Menschen bewirkt. Jeder ist einbezogen: Männer, Frauen, Kinder und Alte. Alle möglichen Krankheiten werden behandelt – ob allgemeine wie Fieber, Magen-Darmentzündung, etc.; Notfallsituationen; chronische Leiden wie Epilepsie, Diabetes, Hypertonie usw
Lakshminarayana aus dem Dorf Locherla war in den Vierzigern, sein Energiespiegel entsprach jedoch dem eines Mannes in den Sechzigern. Er ist Tagelöhner. Als vor wenigen Monaten sein Energiespiegel jäh herabsank, wurde sein Leben zur Last. Ein starker Mann, der leicht acht Stunden harter Arbeit wegsteckte, war aus irgendwelchen Gründen plötzlich unfähig zwei Stunden pro Tag regulär durchzuarbeiten. Nachmittags konnte er seinem Körper überhaupt keine Arbeit mehr abverlangen. Hinzu kam ein weiteres unangenehmes Problem - häufiges Urinieren. „Ich konnte nicht mehr schlafen. Jede Stunde musste ich mich erheben, um dem Harndrang zu folgen. Durch die Schlaflosigkeit schwach und müde war mein Leben plötzlich nicht mehr lebenswert. Ich konnte nicht einmal mehr 50 Rupien pro Tag verdienen. Wie sollte ich meine Familie ernähren?“ sagt er, sich an jene schrecklichen Wochen erinnernd. Das Geheimnis wurde gelüftet, als die Ärzte bei einer Routine-Behandlung den Bluttest diagnostizierten. Ein Zuckerspiegel von 410 bedeutete, dass Laxminarayana hochgradig Diabetiker war. Er hatte keine Ahnung von dieser Krankheit, und welche Sicherheitsvorkehrungen zu treffen wären. Nun aber, nachdem die Ärzte ihn beraten und mit der Behandlung angefangen hatten, ist er ein glücklicher Mann. „Es geht mir jetzt sehr viel besser“, sagt er. „Kein stündliches Urinieren mehr - ich nehme regelmäßig Medikamente ein und folge sorgfältig den Anweisungen der Ärzte. Mein Leben kehrt langsam zur Normalität zurück. Ich bin den Sai-Ärzten ewig dankbar.“ „Nach-Sorge“ – das starke Element des Programms Damit Laxminarayana seinen ursprünglichen Energiepegel wieder erreicht, muss sein Zustand in regelmäßigen Abständen überprüft werden. Es hängt von der Reaktion des Körpers ab, ob die Dosierung oder die Medikation verändert werden muss. Er wird also beständig zu einer neuen Lebensführung angeleitet. Diese Nachbehandlung gehört zu den wichtigsten Merkmalen des Sri Sathya Sai Mobile Hospital Projekts, abgesehen von der exzellenten Diagnose-Einrichtung. Sie ist Wesens-Bestandteil des Projekts, denn der ‚Modus Operandi’ ist, dasselbe Dorf jeweils monatlich an demselben Tag aufzusuchen. Die Ärzte aus den verschiedenen Teilen Andhra Pradeshs sind in den ersten zwölf Tagen jeden Monats mit dem Bus unterwegs. Wenn das Dorf Locherla am 5. April an der Reihe war, findet der nächste Besuch am 5. Mai statt. Auf diese Weise ist die Behandlung des Patienten nicht auf ein einziges Mal begrenzt. „Dieses Projekt bietet die ausgezeichnete Möglichkeit, dem Patienten eine weiterführende, komplette Behandlung zu sichern“, sagt Dr. Ravikanth, ein junger Hals-Nasen-Ohren- Spezialist. „Die meisten Fälle erfordern mehrmalige Arzt-Besuche. Diese Patienten gehen niemals zum Arzt in die Stadt, selbst mit der Garantie umsonst behandelt zu werden; denn oft können sie sich die Fahrtkosten gar nicht leisten. Die beste Lösung in diesem Szenarium ist also: Die Ärzte besuchen die Dorfbewohner mehrmals. Auf diese Weise können wir den Patienten voll gerecht werden. Und das erfüllt uns und die Patienten mit großer Genugtuung!
Tatsächlich ist dies eines der herausragendsten Unterscheidungs-Merkmale des Mobil Hospital Camp gegenüber anderen Sai Medical Camps. „In anderen Medical Camps“, sagt Dr. Sreenivas, ein junger praktizierender Allgemein-Mediziner (General Medicine) aus Kakinada, der in diesen Camps arbeitet, „verschreiben wir normalerweise allgemeine Medikamente wie Kalzium-Tabletten, Schmerz- und Fiebermittel, etc. und fahren dann wieder zurück. Dadurch erhalten wir nie eine Rückmeldung, wie die Behandlung gewirkt hat, ob sie effektiv oder uneffektiv war. So können wir auch nicht erfahren, ob spezielle Arzneimittel irgendwelche Nebenerscheinungen hervorgerufen haben. Das Mobile Hospital Camp hingegen bietet die ausgezeichnete Möglichkeit, den Verlauf des Befindens nach einer Behandlung zu verfolgen.“ Als Beispiel sagt er: „Am 11. März haben wir das Dorf Janakampalli besucht. Wenn wir nächsten Monat wieder dorthin fahren, kann der Patient den Zettel mit seinen darauf registrierten Blutdruckwerten und der verordneten Medikation vorweisen. So kann der Arzt seine Werte erneut checken und erfahren, ob sie unter Kontrolle sind oder nicht und ein entsprechendes Medikament verschreiben. Mit dieser kleinen Nachbehandlung, können wir vielem vorbeugen. Wenn Bluthochdruck festgestellt wird, kann er durch entsprechende Behandlung gesenkt werden, somit reduziert sich auch die Gefahr eines Schlaganfalls. Wir retten einen Patienten, der andernfalls in drei bis vier Monaten durch einen Schlaganfall paralysiert wäre. „Das ist sozusagen ein wissenschaftliches Wunder. Wir gehen raus zu den Patienten! Das stellt den Arzt zufrieden und ist zum Besten des Patienten. Eine kleine Untersuchung, eine Diagnose - das ist im Prinzip ein kleiner Schritt, aber damit hast du schon ein Leben gerettet. Es ist sozusagen ‚Prävention’“.
Vorbeugung, Vorbeugung, Vorbeugung - Der Hauptfokus des Projekts In Wahrheit heißt das pro-aktiv zu sein: Dem Auftreten von Krankheiten zuvor zu kommen, anstatt sie nach dem Ausbruch zu kurieren. Und es ist dieser gemeinsame, auf die vorbeugende Gesundheitsvorsorge gerichtete Fokus, der dem Mobile Hospital Projekt diesen speziellen Charakter gibt. „In unserem Seva-Projekt haben wir geschickt den heilenden und vorbeugenden Gesundheitsaspekt integriert und verabreichen ihn immer mit einer Pille, ganz im Gegensatz zu der Arbeitsweise der Regierungseinrichtungen“, erklärt Dr. Narasimhan. In dem staatlichen Gesundheitsprogramm wird die heilende Fürsorge von dem ‚Hauptgesundheitszentrum’ gegeben, das auf dem Niveau von mandal -Headquarters (kleine Verwaltungseinrichtungen, die für wenige Dörfer zuständig sind) arbeitet, während die vorbeugende Gesundheits-Erziehung von den Hilfs-Schwestern und –Hebammen (ANMs) und den Gesundheitsbeauftragen, die in die Dörfer gehen, geleistet wird. Gerade aus diesen Gründen und anderen Tatsachen, wie funktionalen Diskrepanzen bis hin zu Mängeln in der Motivation, waren diese staatlichen Bemühungen in einigen Gebieten nur teilweise erfolgreich und in anderen vollkommen wirkungslos.“
Das Mitgefühl der Ärzte des Mobile Hospitals, mit dem sie die Dorfbewohner betreuen und sich um deren vollkommene Heilung kümmern, hat die Dorfbewohner über die Maßen berührt. Dadurch wurde in ihnen ein starkes Vertrauen in die Ärzte, und in das, was sie sagen, geweckt; denn jeder hier erkennt: ‚Da ist jemand ernsthaft an meinem Wohlbefinden interessiert. Dieser Arzt hat keine Hintergedanken, er erwartet nichts von mir. Ich muss mich nur an das halten, was er anordnet; es wird mir gut tun.’ Diese Quelle der inneren Motivation, die durch den selbstlosen Dienst der Ärzte in den Herzen der Dorfbewohner zum Fließen gebracht wird, hat die vorbeugende Gesundheits-Vorsorge in den meisten der Dörfer, die unter der Obhut des Mobile Hospital sind, zu einem Erfolg werden lassen. Es gibt übrigens 35 Dörfer und kleine Siedlungen in den vier Bezirken um Puttaparthi, (genannt Kothacheruvu, Bukkapatnam, C K Palli und schließlich Puttaparthi), um die sich dieses Projekt kümmert. Dieses Universum von 50.000 Menschen aus diesen vier Bezirken, erntet jetzt die Früchte einer effektiven Gesundheits-Vorbeuge-Strategie. „Ich hatte am ganzen Körper Schmerzen. Meine Glieder wurden manchmal gefühllos. Ich konnte nicht einmal für wenige Minuten in ein und derselben Stellung sitzen. Wenn ich mich an die Nähmaschine setzte und dann wieder aufstehen wollte, war es für mich eine gigantische Anstrengung. Die Schmerzen wurden so intensiv, dass selbst fünfzehn Minuten Gehen praktisch unmöglich war.“ In diesem Zustand befand sich Akkamma, als sie das erste Mal in Chandrayunipalli zum Mobile Hospital Camp kam. Sie hatte keinen Unfall, keinen Organfehler von Geburt, noch irgendeine Infektion gehabt. Ihr Unglück war, dass sie im Bezirk Anantapur geboren und wohnhaft war, welcher berüchtigt für seinen hohen Anteil an Fluoriden im Grundwasser ist. (Unter einem Milligramm Fluorid-Gehalt im Wasser gilt als unbedenklich zum Trinken, aber der Durchschnitt im Distrikt liegt bei 1,5 bis 2,5 Milligramm / Liter und geht bis auf 4 Mg in einigen Nahrungsmitteln. Diese über Nahrung und Trinkwasser aufgenommenen Fluorid-Mengen haben ernsthafte Probleme hervorgerufen, wie: Verfärbung der Zähne (dental fluorosis), schmerzende Gelenke, brüchige Knochen, Wachstumsstörungen und Deformierung der Gliedmaßen (skeletal fluorosis). Als der Arzt Akkamma die gesundheitsschädigenden Auswirkungen durch das Trinken von stark Fluorid-belastetem Wasser erklärte und ihr detaillierte Anweisungen gegeben hatte, wie sie Wasser Trinkwasser-gerecht umwandeln könne (Benutzung von Alaun und Lime), beachtete sie sorgfältig die Instruktionen des Arztes und wandte sie auch an. Zusätzlich wies der Arzt sie darauf hin, Sai-Protein (eine gemahlene Mischung von Weizen, Hülsenfrüchten, Zucker und Erdnüssen, die leicht zu Hause zubereitet werden kann) zu essen, um ihre Stabilität zu verbessern. Heute sagt Akkamma: „Vor fünf Monaten wog ich gerade mal 36 Kilos, aber jetzt in einer Zeitspanne von wenigen Wochen habe ich 10 Kilo zugenommen. Ich fühle mich heute so voller Energie. Ich verrichte meine ganze Hausarbeit und gehe auch schon wieder aufs Feld. Mein Ehemann ist so glücklich. Diese Ärzte haben uns wirklich so gut versorgt.“
„Alle Schmerzen sind weg“, sagt Chennakeshava Reddy, ein weiterer Bewohner desselben Dorfes. Ein Blick auf seine Zähne und man erkennt, wie schrecklich konzentriertes Fluorid im Trinkwasser ihres Dorfes ist. Obwohl seine Zähne immer noch verfärbt sind, ist er ein glücklicher Mann. „Ich habe die angewiesene Prozedur Schritt für Schritt befolgt, um mein Trinkwasser von Fluorid zu reinigen. Seit drei Monaten trinke ich nun dieses Wasser und stelle eine auffallende Besserung meines Energiehaushaltes fest. „Diese Ärzte haben uns großartig geholfen, indem sie in unser Dorf gekommen sind“, sagt er. Letztendlich ist es „Nur Liebe“, die das vollbringt Wir können mehr und mehr Beispiele erzählen, wie vorbeugende Gesundheitsversorgung, wenn sie von denselben Ärzten praktiziert wird, ermutigende Resultate gezeigt hat. Aber der eigentliche Erfolg liegt nicht in der verfügbaren Infrastruktur, die auf heilende Wirkung ausgerichtet ist oder der richtigen Anweisung für die präventive Gesundheitsvorsorge. Diese beiden Aspekte haben natürlich ihren besonderen Platz. Der wichtigste und oft ignorierte Aspekt aber, der großzügig in diesen Camps vorherrscht, ist, wie bereits vorher erwähnt: die Liebe der Ärzte. Die Beziehung zwischen Arzt und Patient ist hier jenseits des normal Üblichen, sie ist viel enger. Der Arzt ist ihr Freund, Führer und Philosoph, und jeder Patient weiß das sicher. ‚Diese Ärzte hier sind aufrichtig an meinem Wohlbefinden interessiert. Sie sind von Gott gesandt, wahrlich Swami erscheint durch sie. Es mag aus diesem Grund sein, dass, abgesehen von der effektiven Ausführung des Programms, die Heilungen in diesen Dörfern an Wunder grenzen. Sriramulus mysteriöse innere Transformation
Vor wenigen Monaten verfiel Sriramulu aus unerklärlichen Gründen in eine ernsthafte Depression. Der einst sehr höfliche und mit sanfter Stimme sprechende Handweber erlaubte jetzt nicht mal jemandem, sein Haus zu betreten! Geschweige denn Anweisungen entgegen zu nehmen oder Gewänder zu weben; wenn irgendjemand in die Nähe seiner Tür kam, wurde er wild. Er beruhigte sich nicht, bevor er den anderen Menschen vollkommen weggescheucht hatte. Gelegentlich behandelte er den Betreffenden sogar grob, selbst wenn dieser seit vielen Jahren sein eigener Nachbar ist. „Selbst mich schlug er“, sagt seine Frau, Saraswati. Sie musste ihre einzige Tochter in einem anderen Haus unterbringen, denn er machte auch vor ihr nicht halt. Zur unmöglichen Aufgabe wurde ebenfalls, ihn zum Essen zu überreden. An einigen Tagen kooperierte er, an anderen war er absolut nicht zu handhaben. Am schlimmsten war, dass er während der Nacht nicht mehr schlief. „Hin und wieder stand er einfach auf und verschwand in den frühen Morgenstunden. Ich musste losrennen, ihn zu suchen“, erinnert sich Saraswati an die schrecklichen Tage. „Hast du ihn denn nicht zu einem Arzt gebracht“? fragten wir sie. „Ja, das habe ich. Wir haben ihn in die Neurologische Abteilung in ein Krankenhaus in Anantapur (die nächstgelegene Stadt) gebracht. Abgesehen von einigen Pillen gaben sie ihm auch Elektroschocks (konvulsive Elektrotherapie – zur Verminderung suizidaler Tendenzen bei mental unausgeglichenen Patienten, die aber auch bleibende Gehirnschäden hinterlassen kann). Das Ganze hat uns 700 Rupien gekostet, jedoch überhaupt keine Besserung bewirkt. Außerdem hat er die Medikamente nie regelmäßig eingenommen, sondern nach Lust und Laune. Wenn ich ihm die Medizin zeitgerecht anbot, hat er mich weggedrängt. Dann habe ich sie heimlich seinem Kaffee beigemischt; aber er hat das sehr schnell gemerkt und schleuderte eines Tages in einem Wutanfall den Kaffee auf den Boden. Danach hat er zu Hause kein Getränk mehr zu sich genommen und ging nach draußen zu einem Teestand, wenn er etwas trinken wollte.“ Dies war die bemitleidenswerte Situation von Saraswati. Mit Hilfe ihres Bruders brachten sie ihn auch in die NIMHANS, eine namhafte Klinik für Geisteskranke in Bangalore, aber alle Bemühungen erwiesen sich als sinnlos, denn das Problem lag nie an der Medizin oder den Ärzten, sondern an Sriramulu selbst. Die Medikamente konnten einfach nicht wirken, denn es war unmöglich, ihm welche zu verabreichen. Zu diesem Zeitpunkt totaler Hilflosigkeit hörte sie vom Eintreffen des Mobile Hospital in ihrem Dorf. Mit all ihrer Überredungskunst bemühte sie sich, ihren Mann für einen Besuch in die Nähe des Medical Camps zu gewinnen, doch Sriramulu, der bis vor wenigen Minuten noch nett war, wurde plötzlich wild und rannte wieder zurück zum Haus. Vollkommen niedergeschlagen ging Saraswati zu den Ärzten im Mobile Krankenhaus und erzählte von ihrer Not. Es war der 7. Januar 2007, und das Mobile Hospital befand sich ungefähr sechs Kilometer von Puttaparthi entfernt „Als wir ihre traurige Geschichte gehört hatten, wollten wir ihr unbedingt helfen“, sagt Dr. Narasimhan. „Auch wenn wir nicht wussten, was für eine Behandlung uns beim Eintreten in das Haus erwartete, beschlossen wir hinzugehen, Seinen Namen singend und um Seinen Segen bittend. Gegen 21.00 Uhr betraten wir das Haus, und es begegnete uns eine große Überraschung. „Ich konnte es nicht glauben“, sagt der Doktor, „er war so freundlich, ganz im Gegensatz zu dem, was mir erzählt worden war. Gleich bei unserem Eintreten bot er uns Stühle an und bediente uns mit Wasser! Ich weiß nicht, was die Zauberei bewirkt hatte. War es unsere liebevolle und bescheidene Art, mit der wir ihm begegneten, oder das Göttliche selbst, das in ihm arbeitete? Die Ärzte verbrachten fast eine halbe Stunde mit ihm. Er war die ganze Zeit sehr höflich und reagierte positiv auf die warmherzige Zuneigung, die wir ihm entgegen brachten. Bevor wir ihn verließen, händigten wir ihm Pillen aus, und Sriramulu versprach sie zu nehmen. Und er tat es sorgfältig zum äußersten Erstaunen und der Freude Saraswatis. Woche um Woche nahm er peinlichst genau die Medikamente und innerhalb eines Monats war ein deutlicher Fortschritt seiner mentale Verfassung zu bemerken. Weitere vier Wochen später hatte er sich noch mehr der Normalität genähert. Am Ende von vollen drei Monaten lächelte Sriramulu. Die Freude von Saraswati kannte kein Grenzen. „Es ist, als hätte ich ein neues Leben geschenkt bekommen. Ich hatte schon alle Hoffnungen aufgegeben“, sagt eine fröhliche Saraswati, die in diesen Tagen vorbei kam.
„Es war ’Sairam’, der mich dazu bewegte“ - Sriramulu Wir wunderten uns: Derselbe Sriramulu, der einst seine Medikamente so gut wie überhaupt nicht beachtete… wie hatte er sich plötzlich verändert? ‚Was hat dich dazu bewegt, dass du schließlich streng diese Medizin einnahmst?’ fragten wir ihn. Mit einem herzlichen Lächeln sagte er: „Es war ’Sairam’, der diese Ärzte zu uns sandte. Er war es, der mich dazu bewegte, die Medikamente zu nehmen.“ War es eine geheimnisvolle innere Transformation, oder eine Göttliche Intervention, oder die Macht der reinen Liebe, mit der die Ärzte ihn einhüllten, die Sriramulu, wieder zum Weben führten, - ein für alle Dorfbewohner lebendiges Wunder. Obgleich sich Schulden in Höhe von Tausenden von Rupien angesammelt hatten, für die Hochzeit ihrer Tochter und dann für das Handweberset, ist Saraswati nicht sehr beunruhigt. Sie weiß, mit ihrer besseren Hälfte im Rücken werden sie gemeinsam jede ernsthafte Lage meistern. Wahrlich, was Liebe vollbringt, das gelingt der besten Medizin nicht. „Wir verbreiten gute menschliche Werte, keine Medizin“ - Dr. Sreenivas
„Heute sah ich Tränen in den Augen eines Patienten“, erzählt uns Dr. Sreenivas, als wir ihn nach dem Camp am 11. April 2007 trafen. „Sie klagte über Kopfschmerzen, aber ich habe ihr keine Paracetamol Tablette gegeben; was ich sicherlich in jedem Krankenhaus getan hätte. „Ich fragte nur: ‚Bist du angespannt? Schläfst du genug? Sorgst du dich um etwas?’ Sie nickte. Ich sprach zu ihr: ‚Sorge dich nicht; lass alles für zehn Minuten los und bete zu Gott. Bete zu ihm in der Form deines Gottesbildes, es muss nicht Swami sein. Singe Seinen Namen. Denke einfach, dass du für zehn Minuten keine Sorgen hast, und du wirst große Glückseligkeit und Frieden in deinem ‚mind’ erfahren. Gott wird in deinem Herzen Wunder wirken.“ „Ich weiß nicht, was das mit ihr gemacht hat; ich habe nur diese wenigen Worte gesagt, und sie fing an zu weinen. Wahrscheinlich hat niemand mit ihr bis dahin so gesprochen! Diese Erfahrung kannst du nur in diesen Camps machen; nur in spirituell orientierten Organisationen, wo Liebe das Rückgrat ist. Das ist das Highlight dieses Programms. Wir bemühen uns, gute menschliche Werte vorzuleben und zu verbreiten - nicht nur Medizin!“ Der wahre Kern des Programms – Vermittlung der menschlichen Werte Das ist die einfache Zusammenfassung und darauf ist der zentrale Fokus des Mobile Hospital Projektes gerichtet. Von Beginn an bemühte sich das Mobile Hospital Teams, gesunde Gewohnheiten und hygienische Praktiken zu lehren, abgesehen vom Einpflanzen der menschlichen Werte in die Herzen und Gemüter der Dorfbewohner. Jeder Tag im Camp beginnt mit einer Rede von Dr. Narasimhan, in der er allen Dorfbewohnern in ihrer lokalen Sprache das umfangreiche Ziel mit seiner inneren Bedeutung und Swamis Vision für dieses umfangreiche Projekt erklärt, und das mit großer Liebe und Hingabe. Er sagt:
„Liebe Brüder und Schwestern, ihr habt wirklich das Glück auf eurer Seite. Swami hat dieses Projekt speziell für euch ins Leben gerufen, damit ihr direkt vor eurer Haustür eine qualitativ gute Gesundheitsversorgung nutzen könnt. Viele von euch sind Bauern, die auf den Feldern arbeiten und keine Zeit haben, zum Arzt zu gehen, um sich untersuchen zu lassen. Größtenteils seid ihr euch auch des Ursprungs und des Ausmaßes der Krankheit nicht bewusst. Mehre von euch haben nicht das Geld für die Reise zu einem Krankenhaus in der Stadt oder selbst nach Puttaparthi zu fahren. Auch wenn einige Geld haben, so ist doch niemand da, der sie begleitet und zum richtigen Ort führt. Aus all diesen Gründen hat Swami angesehene Ärzte beauftragt, eure Dörfer zu besuchen und sich um die gesundheitlichen Bedürfnisse von euch allen, Familie, Kinder und der Gemeinschaft zu kümmern.
Shyamala, die Mutter des sechsjährigen Dinesh, war erschöpft. Sporadische, schwere Anfälle hatten ihre Existenz zur Hölle gemacht. Wenn sie unterwegs war, konnte sie nicht wissen, ob sie in der nächsten Minute noch weiterging oder plötzlich auf der Straße zusammenbrach. Jeder Moment war gleichzeitig Segen und Fluch. Trost in dieser Situation war ihr rücksichtsvoller und kooperativer Ehemann. Obwohl er ein auf dem Bau arbeitender Tagelöhner war, half er Shyamala mit allen seinen Kräften. Meist verrichtete er allein die ganze Hausarbeit. Die beiden konsultierten örtliche Ärzte, aber die verordnete Medizin machte es nur noch schlimmer. „Die Medikamente haben nichts bewirkt. Sie machten mich schwächer, und jedes Mal, wenn ich sie einnahm, fühlte ich ein Brennen im Hals“, erinnert sich Shyamala. „Aber nach einer Untersuchung der Ärzte des Mobile Hospital Camps und der Einnahme der verordneten Medikation bin ich sehr glücklich. Meine Anfälle haben aufgehört! Ich fühle mich so gesund und voller Vertrauen.“ Ein herzliches Lächeln umspielte ihre Lippen, und dann sagt sie mit noch mehr Freude: „Wisst ihr, ich bin schwanger, und zwar im zweiten Monat. Mein Ehemann ist überglücklich. Er hat mir geraten, die Ärzte zu befragen und alles zu tun, was die Ärzte anordnen, alles für das sichere Wachstum und die Geburt unseres Kindes. Und wisst ihr, wie ich unser zukünftiges Kind nennen werde? ’Sairam’. Ja, denn es ist alles Seine Gnade. Ich bin Ihm so dankbar. Es ist so wunderbar, dass mein Leben wieder in Ordnung ist.“ Nachdem sie vollständige Heilung für ihr chronisches Leiden erfahren hat, setzt Shyamala jetzt alles daran einzuhalten, was die Ärzte für die gesunde Entwicklung des Kindes in ihrem Mutterleib anordnen. So wird die Umsetzung der vorbeugenden Gesundheits-Vorsorge in den Camps relativ leicht. Darüber hinaus verpassen die Ärzte keine Gelegenheit, in der Konsultation mit jedem Patienten die verschiedenen Punkte der Gesundheitslehre und die Hygienefaktoren zu wiederholen. Und das wirkt Wunder.
Lavanya strahlt durch ’Sai Protein’ Als die kleine Lavanya geboren wurde, war sie sehr niedlich. Mit großen glänzenden Augen und einer glänzenden Schokoladenhaut sah sie entzückend aus. Aber nicht deshalb fiel die Aufmerksamkeit auf sie; es war, weil sie äußerst untergewichtig war. Als ihre Großmutter sie zu den Ärzten des Mobile Hospital brachte, war sie wenige Monate alt, doch kein schönes Mädchen mehr. Ihre Hautfarbe hatte sich verändert. Ein Blick genügte, um zu erkennen, dass sie krank war. Ihr Körper war aufgebläht. Sie litt an starker Blutarmut. Unzureichende Ergänzungsnahrung hatte den Zustand ihres von Geburt an unter Mangel leidenden Körpers verschlimmert. Abgesehen von wenigen Medikamenten, rieten die Ärzte der Großmutter, ihr regelmäßig ’Sai Protein’ (eine nahrhafte Mischung von Weizen, Hülsefrüchten, Erdnüssen etc., wie bereits vorher erwähnt) zu geben. Dies führte sie sehr gewissenhaft aus. Heute ist die kleine Lavanya wieder die Attraktion im Dorf. Diesmal nicht nur wegen ihres bezaubernden Aussehens, sondern auch wegen der wundersamen Veränderung, die mit ihr geschehen ist. Andauernde präventive Gesundheit-Vorsorge – Die Freude der Ärzte Die Ärzte des Mobil Hospital Teams haben nichts unversucht gelassen, den Menschen die präventive Gesundheits-Vorsorge lehrbuchmäßig einzutrichtern. Es mag euch überraschen, zu erfahren, dass viele Ärzte nach einem hektischen Behandlungstag von Hunderten von Menschen noch in der Nacht in die Dörfer fahren, nur um das zu bekräftigen, was sie schon x-mal während des Tages wiederholt haben; aber jetzt mit einem anderen und stärker fokussierten Ansatz. Aufgeteilt in vier oder fünf Teams besuchen sie die Dorfbewohner in den unterschiedlichen Haupt- und Nebenstraßen, versammeln vier oder fünf Familien in einem Haus, um ihnen dann detailliert alle Prinzipien und Praktiken über richtige Gesundheits- und Hygienemaßnahmen anhand von Karten und anderen Schaubildern zu erklären. Der wichtigste Aspekt ist, dass diese Ärzte und Gesundheitsberater den Dorfbewohnern in ihrer eigenen Umgebung diese Prinzipien und Praktiken veranschaulichen können, deren Unterlassen dann gegebenenfalls zu gemeinsamer chronischer Erkrankung führen kann. Zum Beispiel, wenn sie in der Küche nicht zugedeckte Kochtöpfe sehen, klären sie sie auf, wie wichtig es ist, die Töpfe zu bedecken, angesichts des Kuhstalls neben dem Haus, in dem Mücken hausen. Den Kindern erklären sie, wie Würmer und gesundheitsschädigende Infektionen, die ständig im Haus sind, über die Füße in den Körper kommen können, wenn sie sich nicht angewöhnen, Schlappen zu tragen. Die Ärzte vergewissern sich, ob die Dorfbewohner alle Schritte in ihren Häusern unternehmen, Fluorid-freies Trinkwasser zu trinken. Wenn noch mal nachgefragt wird, klären sie sie geduldig auf.
Das Aufrütteln der Dorfjugend Zusätzlich zu all dem bereits Erwähnten haben die Ärzte auch eine andere Strategie entwickelt, um die Maßnahmen der Gesundheits-Vorsorge-Front zu unterstützen, und das ist: ein Team inspirierter Dorfjugend zu bilden. Bezeichnenderweise ist es diese enthusiastische Jugend, die sich dafür einsetzt, dass die Gesundheits-Initiativen nicht verpuffen, nachdem die Ärzte das Dorf wieder verlassen haben. „Während der Mittag- oder Abendessenszeit gehen wir in jedes Haus und erinnern sie daran, das Reiswasser, nachdem der Reis gekocht ist, nicht wegzuschütten. Ebenso sehen wir, ob sie die Wasserdosen, Lime und Alaun gekauft haben – die Voraussetzung um Fluorid-frei Wasser zu erhalten und ob sie sich das in ihrem Haus schon zur Gewohnheit gemacht haben. Es kommt des Öfteren vor, dass ein Dorfbewohner sich keine dieser Ausgaben leisten kann, dann sammeln wir Geld und kaufen davon das Nötige“, sagen Ramakrishna und Diwakar, zwei junge Aktivisten, die zusammen mit anderen ihr Dorf, Rachuvarapalli, in ein ideales Dorf verwandelt haben, was Gesundheits-Vorsorge betrifft. „Wir unterstützen die Leute, gesundheitsschädigende Gewohnheiten abzulegen. Auf unser Insistieren und nachdem sie von Bhagavans Liebe gehört haben, ließen einige Jugendliche das Rauchen sein und wurden aktive Sai Freiwillige“, fügten sie eifrig hinzu. Diese freiwilligen Dorfjugendlichen sind nun in jedem Dorf vertreten. Unter ihnen gibt es einige, wie die oben erwähnten beiden, die tatsächlich zusammen mit den Ärzten des Mobile Hospital in jedes Dorf reisen und mithelfen die Camps zu organisieren, ganz abgesehen davon, dass sie mit aktivem Interesse Ihresgleichen dahin gehend erziehen, vorbeugende Maßnahmen gegen Krankheiten zu praktizieren. Was motiviert diese Jugendlichen, von Dorf zu Dorf zu reisen, den Menschen dort das alles beizubringen, den Ärzten zu helfen und dabei selbst ihren Beruf aufzugeben? „Wenn wir einen Schritt tun, ist Swami bereit, hundert Schritte für uns zu tun“, sagt Diwakar mit augenscheinlicher Aufrichtigkeit in seinem Gesicht. „Was wir persönlich erfahren, während wir dienen, ist Freude. Wenn wir uns für Sein Werk engagieren, kümmert Er sich um unsere Bedürfnisse. Wir glauben daran und sind davon überzeugt.“
Ramanjaneyulu, ein Sai-Diener, der mit diesen Jugendlichen arbeitet, stellt sich regelmäßig jeden Tag während der Camp Zeit zur Verfügung, in welchem Dorf auch immer, sagt: „Obwohl wir so viel Arbeit vor der eigenen Haustür haben, lassen wir alles liegen und kommen in diese Camps, um zu dienen. Aus verschiedenen Dörfern begleiten wir alte Menschen, die allein nirgendwohin gehen könnten. Wir besitzen nicht viel. Wir mögen nicht reich sein, aber wir wissen, dass wir Swami mit uns haben, und das ist genug für uns.“ Sevadals von Hyderabad – Das Rückgrat des Programms Ihre Ergebenheit und Hingabe für den Herrn ist ansteckend; kein Wunder diese Art genialer Jugend nimmt nun in jedem Dorf zu. Aber es gibt noch eine andere Gruppe, die sehr eng mit den Ärzten wie mit den Dorfbewohnern zusammen arbeitet, die ebenso unentbehrlich für den Erfolg des Camps sind wie die Ärzte. Das sind die freiwilligen Sevadals aus Hyderabad, eine Gruppe von einem Dutzend oder mehr Sai Dienern, die wirklich die unbesungenen Helden dieses Seva-Programms sind. Sie kommen normalerweise am 29. jeden Monats (das ist zwei oder drei Tage, bevor das Programm startet) in Puttaparthi an. Ob es sich darum handelt, Medikamente zu besorgen, die Logistik auszuarbeiten, die Dörfer für das Eintreffen der Camps vorzubereiten, sich um den Komfort der Ärzte zu kümmern (ihr Essen und ihre Unterkunft), oder die Dorfjugend anzulernen – sie tun alles mit großer Ergebenheit. Sie besuchen das Dorf, wo das Camp abgehalten wird, in der vorangehenden Nacht und beaufsichtigen die Errichtung der ’Shamianas’ (provisorische Zelte); reinigen die Schule oder andere geeignete Gebäude, wo das Camp stattfinden soll, stellen ‚Klinikeinheiten’ verschiedener Fachgebiete auf, wählen einen Standort für den Bus, sichern Wasser- und Elektrizitätsanschlüsse etc. Kurz und bündig, sie leisten die gesamte Vorarbeit zusammen mit der Dorfjugend unter ihrer Anleitung. Wenn die Ärzte am Morgen eintreffen, ist ein voll funktionierendes Behelfs-Krankenhaus am Standort bereit fertig. Die Ärzte verschwenden keine Zeit und beginnen gleich nach der Ankunft, anschließend an eine kurze Einführung von Dr. Narasimhan, mit den Konsultationen. Diese Freiwilligen tun einen weiteren, bewegenden Dienst, der ein herausragendes Merkmal des Mobile Hospital Services ist: Sie gehen zu den Kranken und Alten, die oft vernachlässigt sind, um die sich wenig gekümmert wird, und holen sie ab, um sie zu dem Camp Standortplatz zu führen. Für die; die sich nicht bewegen können und die Alten sind sie von Gott Gesandte; denn sie könnten sonst nie, selbst wenn das Mobile Hospital nur wenige Meter entfernt stehen würde, diese einzigartige Gelegenheit in Anspruch nehmen.
Und wieder sind es diese Freiwilligen, die die großen Zusammenkünfte, die einmal in zwei bis drei Monaten in jedem Dorf gehalten werden, organisieren. Diese beginnen generell nach 19.00 Uhr an einem zentralen Platz, wo möglichst alle Dorfbewohner untergebracht werden können. Für die Ärzte sind diese Zusammenkünfte eine nutzvolle Gelegenheit, um den Pulsschlag des Dorfes im Kollektiv einzufangen. Dieses Forum bietet außerdem die Gelegenheit, die Dorfbewohner zu vereinen und auf den letzten Stand der Gesundheitserkenntnisse des Dorfes zu bringen; und sie in diesem Zusammenhang auch über die erforderlichen Schritte zu informieren, die gemeinsam zu unternehmen sind (Straßen sauber halten, in jedem Haushalt Toiletten benutzen, Schlappen tragen, etc.), um das Dorf komplett von Krankheitserreger frei zu machen. Von dem Auswählen des Standortes bis zum Aufstellen des LCD Projektors wird eigentlich jede Handlung von diesen Freiwilligen koordiniert.
Und immer ist es diese Gruppe, die Disziplin und Ordnung während des ganzen Ablaufs am Tage hält, indem sie die Dorfbewohner Schritt um Schritt führt. Während Patienten vor ihren jeweiligen Kliniken warten, bis sie an der Reihe sind, üben sich einige Freiwillige auch als Gesundheitslehrer und schärfen den Leuten die Notwendigkeit vorbeugender Gesundheitsmaßnahmen ein. „Können die Dorbewohner eure Erklärungen aufnehmen?“ fragen wir Dr. S V Raju. „Viele von diesen Dorfbewohnern sind Analphabeten. Manchmal liegt die Aufnahmefähigkeit bei 30 Prozent, dann wieder bei 50%. Aber das frustriert mich nicht. Ich wiederhole die herausragenden Aspekte auf verschiedene Art, und viele Male verknüpfe ich damit Geschichten aus unserem Erbe und unserer antiken Kultur. Aus diesem Weg nisten sich die Mitteilungen langsam bei ihnen ein. Ist das nicht das, was Swami auch macht? Er hat uns dieselben Dinge so viele lang Jahre erzählt; wenn Er das so liebevoll tun kann, wer bin ich dann? Ich werde nie entmutigt. Dies ist eine große Gelegenheit für mich, und ich liebe sie.“ „Wenn ich diene, bin ich mit meinem Herzen in der Sai Kulwant Halle“ - Sri S V Raju Ist er traurig, wenn er keine Zeit hat, Swamis Darshan zu bekommen, obwohl er sich im Umkreis Puttaparthis aufhält? Der 73-jährige Mr. Raju, der nur halb so alt aussieht, aber das Doppelte an Inspiration eines Durchschnitt-Devotees ausstrahlt, antwortet: „Nie! Ich fühle mich in der Sai Kulwant Halle, wenn ich in diesen Dörfern diene. Ich sehe Ihn in meinem Herzen. Er ist immer vor meinen Augen. Alles, was ich tatsächlich je wünsche, sind mehr und mehr solcher Gelegenheiten, um bis zu meinem letzten Atemzug zu dienen.
Und Mr. Raju ist keine Ausnahme, sondern nur ein herausgepicktes Beispiel. Mr. Hariharan, noch ein Freiwilliger aus Hyderabad, dessen ganze Familie mitreist, um in den Camps zu dienen, sagt: „Meine Ehefrau und Schwägerin bereiten für die Ärzte jeden Tag das Essen zu; mein Schwager bedient in jedem Camp die Apotheke, und ich koordiniere die Logistik und beteilige mich beim Aufstellen der Fachbereiche.“ Ist es ihm mit 69 Jahren nicht zuviel in den Dörfern zu arbeiten? „O nein, ich bin sehr frisch, wenn ich hier in Puttaparthi für Seva bin“, antwortet er. „Swami kümmert sich um mich. Vor drei Monaten, als die Chikungunya Epedemie in Hyderabad wütete, wurde ich auch von dieser Krankheit befallen. Ich konnte vier Tage nicht aufstehen. Aber glaubt mir, am fünften Tag war ich wieder gesund! Während es bei anderen bis zur völligen Genesung wenigstens zwei bis drei Monate dauerte. Bei mir war alles innerhalb von ein paar Tagen vorbei, obwohl ich ein Jahr vor meinem Siebzigsten stehe. Am 27. in jenem Monat konnte ich, wie geplant, meinen Dienst für das Mobile Hospital Camp aufnehmen, dank Seiner immer beschützenden Gnade.“ Wenn das Mobile Hospital Camp erfolgreich und effizient ist und positive Resultate erzielt, gebührt eine Menge dieses Erfolgs diesen Freiwilligen, die sich verpflichtet haben. Selbstloser Dienst ist der Schlüssel zum Erfolg, Swami hat dies unzählige Male mit Nachdruck betont. Hier noch ein anderes, überzeugendes Beispiel für alle. Sogar alle Ärzte, die im Camp dienen, ob es angesehene Professoren der Medizin oder beratende Senioren von führenden Hospitälern oder namhafte bzw. junge Ärzte sind; seien es Devotees, oder halbe Devotees oder gar keine Devotees; sei es ihre erste Reise oder die x-ste Reise, alle bieten ihren Dienst freiwillig und mit großer Bereitwilligkeit an. Es gibt an die 500 Ärzte aus ganz Andhra Pradesh, die sich jetzt über dieses Projekt zusammengeschlossen haben, und die Geschichte, wie jeder einzelne von ihnen mit diesem Programm in Verbindung kam, ist faszinierend. Er zieht die Fäden auf mysteriöse Weise „Für dieses Mobile Hospital zu arbeiten, war für mich einfach ein wahr gewordener Traum. Es traf mich aus heiterem Himmel und berührte einfach mein Herz“, sagt Dr. Sreenivas, der im April 2007 das erste Mal das Camp besuchte, obwohl er seit einer guten Anzahl von Jahren Sai Devotee ist.
Als er am 11. April 2007 im Radio Sai Studio erzählte, wie es sich zutrug, sagte er: „Ich betete in den letzten zehn Tagen einfach jeden Tag zu Swami: ‚Swami, bitte verringere meine Selbstsüchtigkeit und gib mir eine Möglichkeit, anderen Menschen zu dienen’. An einem dieser Tage schrieb ich auch spontan ein Gedicht in Telugu, in dem ich Ihm erzählte, dass ich Ihn sehen möchte. Ich sagte: Okka sari ninnu choosanniki avakasam kaliginchu Swami, was bedeutet: Segne mich mit der Möglichkeit, Dich wenigstens einmal zu sehen’. Obgleich ich Swami all dies schrieb, war ich eigentlich nicht vorbereitet, nach Puttaparthi zu kommen. Ich dachte an den Juli, wenn sich einige Dinge in meinem Leben sowieso verändern würden. Ich arbeite im Yashoda Krankenhaus in Somajigua, Hyderabad, und ich beantragte in diesem Monat Urlaub, weil ich mich für meinen Dr. in einem Super Speciality Hospital vorbereiten wollte. Zu meiner Überraschung, erhielt ich von Dr. Narasimhan eine Einladung zu diesem Camp. Er hatte meinen Namen über meinen Professor, Dr. M.B.R. Sharma gehört, der Professor für Medizin in Kakinada ist. All dies passierte innerhalb einer Zeitspanne von zwei Wochen. Ich bin wirklich überglücklich! Ich habe einfach nur ein Gedicht geschrieben, in dem ich Ihn bat, mir nur einmal Seinen Darshan zu gewähren. In weniger als zwei Wochen, durfte ich Ihn schon sehen! Und in den letzten beiden Tagen, schaute Er mich auch einige Male an. Auch gab Er mir eine Möglichkeit zu dienen. Beide meiner Wünsche wurden erfüllt.“ „Ich bin bereit, so oft wie möglich zu kommen“! – Dr. Ravikanth Dr. Ravikanth, ein junger, in ENT-spezialisierter Arzt, sagt: „Als ich vor wenigen Monaten zum ersten Mal zu diesem Camp kam, war ich sehr beeindruckt. Abgesehen von den hier vorhandenen, erstklassigen Diagnose Einrichtungen, im Gegensatz zu anderen Camps, hat mich am stärksten der ganzheitliche Ansatz berührt. Die Patienten erhalten hier eine Nachbehandlung, und wir streben die vollständige Heilung ihrer Gebrechen an. Und vor allem: Es ist so viel Heiligkeit in der Umgebung. Das schenkt große Erfüllung. Ich bin bereit, immer zu kommen, wann immer man mich braucht.“ Selbstmotivierte Ärzte, die für nichts anderes arbeiten als innere Zufriedenheit, das macht das Mobile Hospital in der ganzen Welt zum scheinenden Leuchtfeuer selbstlosen Dienens. „Ich sorge mich nie um meine private Praxis, wann immer Dr. Narasimhan mich für dieses Camp braucht, komme ich“, sagt Dr. Sai Prasad, ein namhafter Orthopäde aus Machilipatnam. „Finanzieller Verlust beunruhigt mich nicht. Ich sorge mich nicht einmal um die Zugreservation. Es macht nichts, wenn ich im normalen Abteil reisen muss. Wichtig ist nur, am entscheidenden Tag für das Camp da zu sein.“
„Er hat mich dazu inspiriert, das Sai-Projekt zu starten“ – Dr. Sai Prasad Er erklärt, was ihn dazu motiviert, in diesen Camps zu dienen: „Das Arbeiten in diesen Camps hat mich sehr beeinflusst; ich habe mich in vieler Hinsicht zum Besseren verändert. Meine Geduld hat sich sehr vergrößert. Es macht mir nichts aus, den Patienten alles noch einmal oder zweimal zu erklären, selbst wenn mein Assistent bereits alle Anweisungen - nach dem Aushändigen des Medikaments - erteilt hat. Patienten, die mit Beschwerden kommen, die nichts mit Orthopädie zu tun haben, hätte ich früher an einen anderen Arzt überwiesen. Aber jetzt höre ich ihnen geduldig zu und gebe ihnen alles von meinen medizinischen Kenntnissen weiter, bevor ich sie zu einem anderen Arzt verweise. „Doch wichtiger noch: Dieser Dienst hat mich inspiriert, Initiative zu ergreifen, um den Armen und Kranken auch an meinem Wohnort zu helfen. Mit der Hilfe einiger anderer Freiwilligen habe ich jetzt ein Programm, das Sai-Projekt Slum-Sanierung, gestartet. Wir haben aus den Slums achtzig Familien adoptiert und wollen uns um ihre gesamten gesundheitlichen Bedürfnisse kümmern.
Dr. Shyama Prasad - die Sai Nachtigall ! So wie Dr. Sai Prasad, ist Dr. Syam Prasad, Professor der Chirurgie im Andhra Medical College, ein weiterer begeisterter Arzt, der jeden Abend von 21.00 – 21.30 Uhr in die Peripherie geht, um den Armen zu dienen. Er sagt: „Manchmal bin ich nach einem langen Tag müde; doch selbst dann sage ich zu mir selbst: ‚Sie sind wirklich diejenigen, die in Not sind, sie können nicht zu mir kommen, ich sollte nach ihnen schauen, mich um sie kümmern.’ Ich versäume keinen einzigen Tag, ich bin der einzige private Arzt, der zu diesen benachteiligten Menschen geht und ihnen Hilfe anbietet. Das schenkt mir innere Zufriedenheit. Meine Inspiration bekomme ich von Swami.“ Jeder Arzt, der im Mobile Hospital Camp gedient hat, wurde zu einem Werkzeug positiver Veränderung, einem Botschafter selbstlosen Dienstes. Denkt nur an die 500 Ärzte, die Teil dieses Projekts sind (deren Einteilung durch einen intelligenten Dienstplan geschieht, erstellt von Dr. Narasimhan); ihr könnt euch denken, welche stille jedoch bedeutende Auswirkung das auf die Gesellschaft hat. Diese Tatsache ist vielleicht eine der am meisten ermutigenden Wirkungen dieses Dienst-Projekts. All dies konnte nur erreicht werden, weil der Fokus in diesen Camps mit der gleichen Intensität auf dem spirituellen Aspekt der Heilung wie auf dem physischen Aspekt liegt. „99 Prozent der Krankheiten haben ihren Ursprung im Denken“ - Bhagavan „In letzter Zeit hat auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die tiefe Bedeutung der spirituellen Dimension anerkannt, die notwendig ist für vollständiges Wohlbefinden der Patienten“, sagt Dr. Narasimhan. „Die mentale Gesundheit ist mit diesem spirituellen Aspekt eng verbunden, dieser kann kultiviert werden, wenn wir wirklich - wenigstens zum Teil - das Werte System (Menschliche Werte: Rechtes Handeln, Frieden, Liebe und Gewaltlosigkeit), das Bhagavan uns lehrt, akzeptieren und umsetzen. Hingabe an den Herrn, sich Seinem Willen übergeben und Seinen Namen singen - all dies bewirkt das reiche Fließen positiver Energien in einem selbst. Swami sagt, dass 99% aller Krankheiten ihren Ursprung im Denken haben. Deshalb sagen wir den Dorfbewohnern: „Ihr werdet physisch gesund bleiben, wenn ihr diese ganzen Gesundheits- und Hygienevorschriften, über die wir regelmäßig mit euch sprechen, beachtet und praktiziert. Aber um euer Denken gesund zu halten, solltet ihr wirklich Herzensliebe für Gott entwickeln und Ihn zum Teil eures Lebens machen.“ Um diese Gedanken zu entfalten und zu verstärken, organisieren wir häufig kulturelle Programme, die kleine Parodien, Dramen, und Video Präsentationen, etc. beinhalten und die alle auf dem reichen Erbe der indischen Kultur gründen. Die so genannten ‚Unterhaltungsabende’ ziehen eine große Menge Dorfbewohner an, und wir nutzen die Gelegenheit, um nochmals auf Reinheits-Gebote und hygienische Umgebung hinzuweisen. Auf diesem Weg erhalten die Dorfbewohner einen integrierten Input mentaler, spiritueller und physischer Gesundheits-Erziehung.“
Der Herr segnet sie auf Seine eigene Art! Ohne diese erhabene Dimension wäre das Mobile Hospital nicht das geworden, was es heute ist. Seien es die Freiwilligen, die Dorfjugend-Arbeiter, die Sanitäter oder die Ärzte: Das gemeinsame Band, das alle verpflichtet, mit Aufrichtigkeit und tiefer Hingabe zu arbeiten, ist ihre Liebe für den selbstlosen Dienst und für Swami. Sie trachten nicht nach einer besonderen Auszeichnung von irgendwem. Da sind keine Erwartungen. Und der Herr segnet sie auf Seine eigene Art. „Wisst ihr, eine Sache haben die Ärzte oft erwähnt: Wenn sie an ihre eigentliche Arbeitsstelle zurückkehren, warten dort oftmals gute Nachrichten auf sie – es können Beförderungen, neue Termine oder bessere Möglichkeiten sein. Im Nachhinein sind sie darüber, dass sie am Camp teilgenommen haben, so glücklich“, sagt Dr. Narasimhan. Sai – Göttlicher Arzt
Abgesehen davon, gab es viele Gelegenheiten, bei denen Sai zu ihrer Rettung kam. Dr. Narasimhan erzählt spezielle Beispiele: „Ein Kind wurde am Ohr operiert. Bald stellte sich eine postoperative Komplikation ein - es bildete sich ein Loch am inneren Knochen. Dort konnte man nicht operieren, denn es erforderte eine hoch komplizierte Chirurgie, und wenn diese fehlschlug, würde sie einen Schaden im Gehirn hinterlassen. Wir waren nicht zu diesem Risiko bereit, und so gaben wir dem Jungen ein einfaches Antibiotikum und sagten zu ihm, dass diese Medizin nur nach dem Singen von ’Sai Ram’ angewendet werden sollte. Zu unserer Überraschung stellten wir im folgenden Monat fest, dass sich diese Komplikation wie ein Wunder aufgelöst hatte. Da ist auch noch der Fall von Tulsidas. Er hatte Steine in der Bauspeicheldrüse. Im Allgemeinen würden selbst erfahrende Chirurgen zögern derartige Fälle zu behandeln, denn jedes postoperative Durchsickern kann das innere Gewebe ernsthaft schädigen. Dennoch beschlossen wir, die Operation in Angriff zu nehmen. Dr. Venugopal, ein namhafter Professor der Chirurgie aus Hyderabad, operierte den Patienten. Aber kurz darauf war er über die postoperativen Komplikationen schockiert. Die Funktion mehrerer Organe fiel aus. Das Ärzte Team wusste, dass unter solchen Umständen der Tod unvermeidbar war. Aber ich war nicht beunruhigt. Ich sorgte mich nicht um meinen Ruf, oder irgendwelche unangenehmen Bemerkungen von anderen Seiten. ‚Das ist ein Projekt, das von Gott gestartet wurde, und ich wollte nicht, dass es fehlschlug’, sagte ich zu mir selbst. Ich hielt Swamis Foto in den Händen und weinte. Am Abend begann ich das Sai Gayatri zu singen. Eines Nachts erschien Swami in Tusidas Traum, in dem Er eine Ansprache hielt. Während dieser Ansprache schaute Swami Tulsidas mitfühlend an. Ihr mögt es nicht glauben, auch kein rationaler Arzt würde das abnehmen, aber Tulsidas war geheilt! Selbst Dr. Venugopal stand fassungslos vor dieser wundersamen Wende des Schicksals.“ Diese Ärzte fühlen ständig die ‚unsichtbare Hand’, die sie führt und über sie wacht. Als Dr. Narasimhan 1996 für neun Monate wegen eines lebensbedrohlichen Rückenproblems bettlägerig war, erschien ihm Swami im Traum, materialisierte Vibhuti und strich es liebevoll auf seine Stirn. Vom folgenden Morgen an begann er sich besser zu fühlen. Und später, als er nach Prashanti Nilayam kam, ließ Swami ihn nahe zu Sich kommen und segnete ihn über die Maßen. Als Dr. Ravikanth versehentlich den Audiometrie Kasten (ein diagnostisches Gerät) im Zug vergaß, als er in Puttaparthi ausstieg, erhielt er den Koffer rechtzeitig zum Beginn des Camps am nächsten Tag wieder, dank einer Serie von seltsamen Zufällen und Unterstützungen von unerwarteten Seiten. Dr. Narasimhan – von Bhagavan sorgfältig auserwählt Nicht nur die Ärzte, jedes Mitglied dieses Teams empfinden ständig Seine Gegenwart, und das ist das, was sie motiviert, sich mehr und mehr zu bemühen, die Armen aufs Beste zu versorgen. Zusätzlich gibt es auch die dynamische Persönlichkeit von Dr. Narasimhan, der für alle durch sein hartes Arbeiten wie eine Säule der Inspiration dasteht, mit seinen liebevollen Worten und der ansteckenden Hingabe für Swamis Mission. Wirklich, in den ländlichen Gegenden zu dienen, war schon immer die Leidenschaft von diesem liebenswerten Arzt, der in den letzten fünfzehn Jahren mehr als 60.000 Kilometer gefahren ist, um Sai Medical Camps zu errichten und wenigstens dreihundert Dörfer im Staate Andhra Pradesh bedient hat. Aber der Wendepunkt in seinem Leben war 1997, sagt er.
Ich kam in jenem Jahr nach Puttaparthi, nachdem ich zusammen mit einem Freund, der Zahnarzt ist, ein Grama Seva (Seva auf dem Land) Projekt abgeschlossen hatte. Zum Darshan von Bhagavan, hatten wir eine Gruppe behinderter Kinder mitgebracht. Als Swami sich uns näherte, stand mein Freund auf und sagte: ‚Swami, wir würden gern ein Theaterstück mit diesen behinderten Kindern aufführen’. Swami hörte ihm zu, ging etwas weiter, lenkte Seine Schritte zurück und sagte in Telugu: ‚Drama kadu, Gram Seva cheyand’, was bedeutet: ‚Es ist nicht nötig, dass ihr ein Drama aufführt, macht Gram Seva (Dienst in den Dörfern)’. Das hat mich wahrhaftig in Schwung gebracht und von diesem Tag an, beschloss ich, meine Energie allein auf den Dienst in den Dörfern zu fokussieren. Medikamentöse und ärztliche Hilfe in den Dörfern zu leisten, ist ein echtes kraftvolles Instrument, denn damit kann man die Probleme der Dorfbewohner lösen und ihnen gleichzeitig höhere Werte wie Wahrheit, Liebe und Einheit vermitteln.“ Im März 2006, als Swami ihn bat, Direktor des Mobile Hospitals zu werden, hatte er dies am wenigsten erwartet, obwohl es die Einlösung eines Versprechens war, das Swami ihm vor vielen Monaten gegeben hatte. Es drängte ihn danach, den Dienst in den Dörfern anzutreten und so hatte Dr. Narasimhan sich freiwillig trotz seiner Prestige-Stelle im Öffentlichen Dienst pensionieren lassen, obgleich er noch weitere siebzehn Jahren Dienst nach hatte. Nachdem er die Bewilligung zu seinem Ausscheidens bekommen hatte, ging er nach Puttaparthi und bat Swami, ihn mit der Möglichkeit zu segnen, im Ashram selbst zu Seinen Lotusfüßen dienen zu dürfen. Swami sagte damals: „Du dienst so gut. Du verrichtest deinen Dienst dort (in Hyderabad, wo er stationiert war) und du bist auch hier willkommen.“ Das bedeutete also, dass er an beiden Plätzen dienen sollte; aber über ein Jahr verwirklichte sich nichts in dieser Hinsicht. Doch dann kam am Ugadi Fest 2006 das Mobile Hospital an, und Swami erwählte ihn umgehend zum Programm Direktor. „So verrichte ich nun meinen Dienst 15 Tage im Monat im Mobile Hospital und den Rest des Monats in Hyderabad - genauso wie Er gesagt hatte“, sagt Dr. Narasimhan mit einem heiteren Lächeln auf seinen Lippen. Indien lebt wahrhaftig in seinen Dörfern Das war eine perfekte Besetzung. Der Herr weiß, wer der rechte Mann für den rechten Dienst ist. Die Dörfer haben Dr. Narasimhan immer fasziniert. Er sagt: „Ich habe selbst erfahren, was Swami meint, wenn Er sagt: ‚Die reiche Kultur Indiens existiert auch heute nur in den Dörfern’.“ Indem er zwei bestimmte Beispiele wiedergibt, sagt er: „Es war eines Abends, während wir das Gesundheits- und Hygiene-Meeting beendet hatten, gegen circa 22.00 Uhr. Die Menge löste sich gerade auf, und ich sah eine alte Frau, gestützt auf ihren Gehstock, langsam auf mich zukommen. Als sie nahe bei mir war, hob sie ihre Hand und hielt mir eine kleine mit gequollenem Reis gefüllte Papiertüte entgegen, zusammen mit einer Art Snack-Mischung und sagte: „Du Lieber, bis du zurückgekehrt bist, wird es sehr spät sein. Ich kann dir nur dies geben. Bitte nimm es. Es mag ein wenig deinen Magen füllen.’ Ich war ohne Worte, fast zu Tränen gerührt.
„Bei einer anderen Gelegenheit wurde ich gebeten, in das Haus eines Krebspatienten zu kommen, dessen Krankheit wir bereits diagnostiziert und ihn auch zur weiteren Behandlung an ein spezialisiertes Onkologie Zentrum überwiesen hatten. Dieser Mann war trotz bester Behandlung unheilbar krank. Der Krebs war bereits in fortgeschrittenem Stadium, und es gab nichts, was ich hätte tun können, außer ihm seelische und moralische Unterstützung zu geben. Gegen 22.00 Uhr ging ich zu seinem Haus. Normalerweise, wenn wir Ärzte zu einem kranken Patienten nach Hause gehen, sind die Mitbewohner des Haushaltes wirklich nicht in der Stimmung, uns zu fragen: ‚Wollt ihr eine Tasse Tee oder ein Glas Wasser?’ Wir haben Verständnis für ihr Elend. Aber diesmal hatten die Mitbewohner des Haushaltes ein Abendessen für uns zubereitet. Das war wirklich etwas Überraschendes. Der Vater des Patienten fragte mich flehentlich: ‚Können Sie ihm nicht etwas geben, damit er wenigstens etwas Wasser schlucken kann?’ Aber wir konnten nichts tun. In wenigen Tagen verstarb er. Als wir 15 Tage später mit unserem nächstes Monatsprogramm begannen, kam zu unserer Überraschung der Vater zusammen mit seiner verwitweten Schwiegertochter und den Enkeln zum Camp, um an dem Bhajan-Singen und dem Meeting teilzunehmen. Normalerweise, wenn wir jemanden von der Familie verlieren, fangen wir an, Gott oder unseren Glauben zu beschuldigen und verlieren das Interesse am Leben. Aber dieser Mann war, wie in unseren Schriften steht, gleichmütig. Er tat sein Bestes, so lange der Sohn lebte, doch als er letztendlich gestorben war, akzeptierte er auch dies mit Haltung. Swami sagt, dass Kultur Verfeinerung ist. Und ihr werdet dies auch heute in unseren Dörfern finden - ihr Sinn für Dankbarkeit und Duldsamkeit wird jeden demütig werden lassen. Und es sind diese kostbaren Tugenden, die auf jede Person abfärbt, die mit diesem einfachen und bescheidenen Dorfvolk zusammenarbeitet. Die Ärzte des Mobile Hospital Projekts sind exzellente Beispiele für dieses Phänomen. Fragt irgendeinen Arzt, wie ihm das Camp persönlich geholfen hat, und er wird sagen: „Es hat mich sicher zu einem geduldigeren Individuum gemacht. Ich habe größere Geduld und nehme jetzt viel mehr Rücksicht auf die Gefühle der Armen.“ Einheit vorleben – Herzensliebe ausströmen Diese Transformation hat sich nicht nur in den Ärzten ereignet, sondern in jedem Teilnehmer des Camps einschließlich der Menschen, wie dem Busfahrer, dem Labor-Techniker, dem Radiologie-Techniker, etc. „Ich fühle mich so gesegnet, ein Teil dieses Teams sein zu dürfen“, sagt Ravindra Kumar Pandit, der Labor-Techniker des Busses. „Früher arbeitete ich in Bombay, doch dort gab es keinen Frieden in dem Gewühl der riesigen Stadt. Wir strampeln uns ab, um etwas zu verdienen; doch wir nehmen nichts mit, wenn wir diese Wellt verlassen. Hier gibt es überhaupt kein kommerzielles Motiv, es ist einfach reiner Dienst. Ich bin über diese für mich goldene Möglichkeit sehr glücklich!“
Blessan Alexander, der die Radiologie-Tests im Bus leitet, sagt: „Das muss das Resultat verdienter Taten in vielen Vorleben sein. Ich bekomme nicht nur eine Chance, erfüllenden Dienst zu leisten, ich habe auch die Gelegenheit, Baba jeden Tag von ganz nah zu sehen. Ich fühle mich so gesegnet.“ Das ist doch interessant, ein Hindu leitet die Labor Tests, ein Christ bedient das Radiografiegerät, und der Fahrer des Mobile Hospital Bus heißt Moinuddin und ist ein Muslim. „Als ich Swami das erste Mal im November 2005 sah, empfand ich innerlich so viel Glück. Ich hatte den Bus von Belgaum (einer Stadt in Karnataka) nur zur Übergabe nach Puttaparthi gefahren, um dann zurückzukehren. Doch man bat mich, einige Zeit zu bleiben, und ich begann den Ort zu mögen. Swami hat mich so sehr gesegnet. Er schickte mir sogar Bekleidung. Nun will ich diesen Platz nicht mehr verlassen. Es ist so friedvoll hier, und die Arbeit ist so befriedigend. Das Mobil Hospital ist heute zu einem fahrenden Boten der Liebe, der Hoffnung und des Glücks geworden. Natürlich kann ein einziges Projekt wie dieses nicht die Probleme im gesamten ländlichen Indien lösen. Aber sicher kann es als ein Modell dienen - als ein Vorbild, was möglich ist und was getan werden kann, wenn der Wille, die Entschlossenheit und edle Absichten da sind. Es muss ja nicht haargenau in der gleichen Ausführung kopiert werden. „Dieses Projekt kann im Geist nachgeahmt werden, wenn nicht im Maßstab.“ - Dr: Narasimhan
„Wenn nur einige Ärzte und einige inspirierte Individuen zusammen kommen, kann ein medizinisches Programm konzipiert werden, das weit hinaus in die Dörfer wirkt. Es mag nicht die Ausmaße des Mobile Hospitals haben, kann aber genauso den Gesundheitsbedürfnissen einiger Dorfbewohner gerecht werden.“ Mit einem Beispiel fährt Dr. Narasimhan fort: „Bevor ich die jetzige Aufgabe übernommen hatte, war ich während der letzten sieben Jahre in Hyderabad in einem Service Programm involviert, das sich ‚Die medizinische Nachbehandlung’ nannte. Der Prozess dieses Service Programms beinhaltet zuerst die Führung eines Medical Camps und das Identifizieren von Patienten mit ernsten und gravierenden Problemen, die weiterhin der Nachbehandlung bedürfen (was eine Diagnose Prozedur oder eine chirurgische Intervention sein könnte). Zweitens, sie mit unseren Mitteln zu befördern; drittens, sie in unseren eigenen Häusern oder eigens dafür eingerichteten Hallen unterzubringen; viertens, alle diagnostischen Tests durchzuführen, einschließlich eines chirurgische Profils, und fünftens, sie in einem der neun Krankenhäuser, die wir in Hyderabad haben, operieren zu lassen. Devotees kümmern sich um die physischen, emotionalen und sogar spirituellen Bedürfnisse dieser Patienten auf die bestmögliche Art. Und nachdem die Operation vollzogen ist, überreichen wir ihnen kleine Geschenke, wie Dhotis, Saris (Bekleidung) und bringen sie dann wieder sicher in ihre jeweiligen Dörfer zurück. Du wirst überrascht sein zu erfahren, dass wir über 1400 verschiedenartige Operationen in den letzten sieben Jahren durchgeführt haben. Und wenn diese Menschen wieder in ihre Dörfer zurückkehren, werden sie zu stillen Botschaftern von Swamis Lehre. Sie folgen nicht nur mit großer Aufrichtigkeit allen Vorbeuge-Maßnahmen, sondern spornen auch andere im Dorf zu einem besseren und reineren Lebensstil an. Auf diese Weise kann eine Menge getan werden, wenn Reinheit in der Absicht und ein intensiver Wunsch zu dienen sich verbreitet.“
Das Mobile Hospital – ein „fahrendes“ Modell So wie seine Farbe ist, schneeweiß, so legt das Mobile Hospital Zeugnis ab in der Welt dafür, was mit Reinheit, Geduld und Ausdauer zu erreichen ist. Swami sagt, mit diesen drei Eigenschaften kann man Gott werden. Und es ist wirklich so, dass dieses spezielle, dem Dienst gewidmete, Vehikel ‚Gott’ für fast 50.000 Menschen im Anantapur Distrikt geworden ist. Wenn es eintrifft, ist es Swami, der in ihre Dörfer und Häuser kommt. Sie verehren es; begleiten es in einer Prozession und opfern ihm Räucherwerk und Blumen - es ist ihre Quelle der Hoffnung, ihre Gesundheit und Freude. Wie ein Dorfbewohner sagte: „Es ist nicht ein fahrendes Krankenhaus, sondern Sai selbst, der in unsere Dörfer kommt.“ H2H Team
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