Mai 2007 - Jahrgang 1 - 5. Ausgabe


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Meine wundervolle Mutter

Geeta Mohan Ram


Frau Geeta Ram kommt aus einer Familie, die seit vier Generationen mit Swami verbunden ist. Ihr Urgroßvater, Herr Seshagiri Rao, kam 1943 zu Swami und war viele Jahre lang der Tempelpriester von Prashanti Nilayam. Ihr Vater, Dr. Padmanabh, ist eine bekannte Person in Swamis Aschram in Bangalore. Da sie in einem zarten Alter zu Swami kam, ist ihr Leben voll von aufregenden und erleuchtenden Erfahrungen. Nachstehend die Abschrift eines Vortrags, den sie während eines Sai Retreats am 13. Mai 2006 in Atlanta, USA, hielt.

Meine Verehrung den Lotosfüßen unseres allgegenwärtigen Swamis und Sai Ram euch allen an diesem wundervollen Tag – dem heiligen Tag von Buddha Poornima, dem morgen der Muttertag folgt.

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Mrs Geetha Ram erzählt von Swami
 

Danke, dass ihr mir die Gelegenheit gebt, mein Namasmarana auszuführen und meinen Respekt meiner Mutter Sai darzubringen, die ein Teil meines Lebens ist, seit dem Tag, an dem ich auf die Welt kam. Daher danke ich euch allen, dass ihr mich hierher gebracht und mir die Gelegenheit gegeben habt, an Ihn zu denken, meine Erfahrungen mit Ihm wiederzuerleben und Seine Liebe mit euch allen zu teilen.
Es ist eine große Verantwortung über Swami zu sprechen. Wenn ihr über manche Themen sprecht, könnt ihr euch vorbereiten, Bücher lesen, ihr könnt nachschlagen; aber wenn wir von Swami sprechen, werden wir sehr unterschiedlich von den Leuten betrachtet, die uns anschauen. Sie möchten gerne wissen: „Sie haben eine Verbindung zu diesem göttlichen Wesen gehabt – wie wurde ihr Leben dadurch verändert?“

Wenn ihr über Swami sprecht, verändert sich euer Leben. Wenn ihr ein Sai-Zentrum betretet und euch hinsetzt, um Bhajans zu singen und an Studienkreisen teilzunehmen, verändert sich euer Leben – es sollte sich ändern, andernfalls wären wir sehr arme Repräsentanten unserer wundervollen Mutter!

Mein viel-gesichtiger Geliebter Swami

Für mich hat Swami eine vielfältige Bedeutung. Ich habe viele Facetten von Swami gesehen, und ich entdecke mit den Jahren immer noch weitere. Er war meine Mutter – eine sehr liebende Mutter – korrigierte mich, wie das alle Mütter mit ihren Töchtern tun. Er war ein strenger Vater, der mich auf meine wunden Punkte bei verschiedenen Prüfungen hinwies. Er war ein strenger Lehrer und vergab mir nicht, wenn ich den gleichen Fehler zweimal machte – selbst nachdem ich korrigiert worden war.

Aber Er war ebenso ein sehr guter Freund! Dies alles muss auch eine Mutter bei ihren Kindern sein – ihr müsst eine liebende Mutter sein, wenn euer Kind sehr klein ist; ihr müsst strenge Eltern sein, um Disziplin und Ergebenheit zu erreichen; ihr müsst durch Beispiel ein Lehrer sein; ich bin sicher, dass viele Eltern mit mir übereinstimmen. Und ihr müsst auch ein Freund eures Kindes sein. Und Swami war das alles für mich.

Wenn der Herr dein Gast ist...

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Ich habe meine eine frühesten, sehr süßen Erinnerungen an Swami als Kind, wenn Er öfter kam und mit uns in Bangalore in dem Haus meiner Eltern weilte; in jenen Tagen stand das Brindavan-Gebäude noch nicht. Wenn Er dann kam, hielt Er sich mit Devotees auf, unter denen meine Eltern waren.

Und ich erinnere mich als Kind, dass Er einige Tage bei uns blieb. Und wenn Swami bei euch ist, wisst ihr, dass jeder sehr konzentriert ist. Selbst wenn man einen Gast im Haus hat, weiß die Hausfrau, dass sie sich kümmern muss um das Wohn-, das Schlafzimmer und das Essen –alles Dinge, um dem Gast einen angenehmen Aufenthalt zu bieten.

Aber stellt euch vor, Swami würde bei euch wohnen! Ihr werdet ein unsicheres Gefühl haben, wenn Er in die Küche geht; und ich erinnere mich an meine Mutter, die ständig die Küche reinigte, da sie nicht wusste, wann Swami in die Küche gehen würde!

Ich erinnere mich an meinen Vater, der normalerweise nie die Zeitung aufräumte, jetzt aber ständig die Zeitung weglegte, so dass sie Swami nicht auf dem Sofa in unserem Wohnzimmer finden würde! Ich erinnere mich an meinen Bruder, der sein Zimmer außergewöhnlich sauber machte – was sonst nie der Fall war – als Swami da war, denn du wusstest nie, wann Er hinein kam. Und ich erinnere mich daran, meine Bücher mit Geschichten hinter den Büchern der Reihe „Sathya Sai Spricht“ versteckt zu haben, als ob Swami nicht wüsste, was ich lese!

Dies ist meine Erfahrung, dass, wann immer Swami kam, sich plötzlich die Ansicht aller Bücherregale veränderte. Die Bücher aber, welche gerade Mode in der Schule waren - ich denke, als Kind las ich Enid Blyton, als Teenager las ich wohl Barbara Cartland und Mills und Boon – stellte ich alle nach hinten und vor sie positionierte ich eine zweite Reihe von Sri Sathya Sai Speaks in der Hoffnung, dass Swami denken würde, dass ich diese lese!

Ihr könnt den Herrn nicht austrixen!

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Was immer ich in meinem Leben tat, Swami wusste alles. – Er war allgegenwärtig und du konntest Ihn niemals wirklich überlisten – selbst dann nicht, wenn Er für eine Weile etwas anderes vortäuschte und das Spiel mit uns spielte.

Ich erinnere mich, wie Er einmal in unsere Wohnung kam. Gewöhnlich aß Er in meinem Zimmer, weil wir das Essen immer gesondert für Swami servierten. Und dann bekamen die anderen Devotees, die mit Ihm kamen, zu essen. Und Er ging in das Zimmer, da noch etwas Zeit war, während meine Eltern und Tanten den Tisch deckten. Und dann stand Er vor dem Bücherregal und schaute sich all die Bücher an.

Ihr wisst, wie dabei das Herz klopft, und ihr hofft, dass Er nur auf die vorderen Bücher schaut. Dann blickt Er auf die Bücher und sagt: „Oh! Prema Vahini!“ Dann guckt Er und sagt: „Oh, ist dies das neue (Buch), das vom Sathya Sai Buchladen herausgekommen ist?“ Und sehr vorsichtig entfernt Er zwei Bücher und sagt: „Oh! Barbara Cartland! Liest du dies?“ und stellt das Sathya Sai Speaks genau da zurück, wo es war!

Die Erfahrung von Ekstase und Qual durch die göttliche Allgegenwart

So begleitete die Erfahrung der Allgegenwart mich durch mein Leben. Manchmal wünschte ich mir als Kind, dass diese Allgegenwart sich nicht die ganze Zeit meiner erinnerte, weil ich wie jedes andere Kind sein und lesen wollte, was ich wollte, und tun wollte, was ich wollte! Aber als ich älter wurde, erinnere ich mich, dass sie mir ein wundervolles Gefühl der Sicherheit gab – denn wo immer ich hinging, wusste ich, dass Swami bei mir war!

Es war sehr leicht für mich „Nein“ zu sagen, wenn meine anderen Freunde „Ja“ zu etwas sagten – denn ich wusste, dass wenn ich am Wochenende zurückkäme, Swami mich fragen würde, wo ich am letzten Mittwoch oder Donnerstag gewesen bin! Ich erinnere mich daran, als ich einmal im College war und einen guten Freund traf - einen alten Freund aus meiner Schule, der mir auf dem Bürgersteig begegnete, als ich zur Bus-Haltestelle ging. Wir hatten uns schon lange nicht gesehen und waren glücklich, uns zu begegnen, es war ein völlig unerwartetes Treffen. Wir beide standen vor einem Zuckerrohr-Stand. Wir unterhielten uns und beschlossen, ein Glas Zuckerrohr-Saft zu kaufen. Wir nahmen den Zuckerrohr-Saft mit auf den Gehweg, und während wir tranken, plauderten wir eine Weile und gingen dann nach Hause.

Am folgenden Wochenende waren wir in Brindavan. Und da es in den früheren Tagen keine Sevadals gab, waren wir die Sevadals, die Bhajan-Sänger, so wie auch die Putzfrauen – wir waren dort alles. So hatten alle von uns Arbeiten zu erledigen. In Brindavan war meine Arbeit, den Altar zu reinigen, vor dem Swami am Abend Bhajans sang.
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Es waren dort verschiedene Abbildungen von Swami und Shirdi Baba, die ich säuberte. Währenddessen spazierte Swami um das Gebäude, kam zu mir und schaute zu, was ich tat. Dann sagte er: „Wann gingst du letzte Woche vom College nach Hause?“

Ich konnte mich gar nicht daran erinnern. Ich sagte: „Swami, nach dem College ging ich am Abend nach Hause.“ Aber Er nannte den Tag – Mittwoch. Er sagte: „Zu welcher Zeit gingst du letzte Woche am Mittwoch nach Hause?“ Ich konnte mich immer noch nicht erinnern! Er sagte: „Du gingst spät nach Hause, weil du den Bus versäumtest!“

Dann erinnerte ich mich und sagte: „Ja, Swami, ich versäumte den Bus.“ Er sagte: „Warum hast du den Bus versäumt?“ Ich sagte: „Ich traf einen Freund, und wir sprachen miteinander.“

Er sagte: „Drei Fehler. Versäumen des Busses, weil du zu einem Freund auf der Strasse sprachst; zweiter Fehler: nicht deiner Mutter mitgeteilt zu haben, dass du später da sein würdest oder warum du spät kamst; dritter Fehler: das Trinken auf der Strasse aus einem schmutzigen Glas, das dir der Kamerad gab! Drei Fehler an einem Tag!“  Da Swami immer allgegenwärtig ist, wünschst du dir manchmal: „Swami, bitte! Warum bist Du nicht bei jemand anderem, anstatt all die Zeit bei mir zu sein!“ Jedoch, Er war die liebende Mutter. Er erinnerte mich daran, dass man sich auf verschiedene Weise verhalten kann; und wenn man nicht den zur Zeit bestehenden Normen der Gesellschaft folgt, wird man Probleme bekommen.

„Das Leben ist ein Spiel – spiel es!“

So komme ich zurück zu den Zeiten der Kindheit; obgleich sie wunderschön waren, gab es auch Zeiten, wenn Er im Haus war, wir Kinder in ein Zimmer verbannt wurden, weil Er nicht wollte, dass wir Lärm machten! Sie (die Eltern) sagten: „Swami spricht im Wohnzimmer; deshalb bleibt im Zimmer, lest ein Buch, tut irgend etwas. Aber erscheint hier nicht und macht Krach!“

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So erinnere ich mich an meinen Vetter und mich – wir waren fast im gleichen Alter; wir wurden ständig in das Zimmer verbannt, um etwas zusammen zu machen. Und es gab damals weder Fernsehen noch X- boxes noch Spielautomaten – und wenn es sie gegeben hätte, hätten wir mit Sicherheit kein einziges von ihnen in unserem Heim gehabt. Und wir spielten ständig das Spiel mit den Schlangen und Leitern (Lila); und ich erinnere mich an eine Situation, als Swami an der Tür klopfte, weil wir sie abgeschlossen hatten und hereinkam.

Und ich erinnere mich, dass mein Vetter und ich Schlangen und Leitern spielten. So kam Er herein und sagte: „Oh! Ihr beiden spielt hier, während ich mit den Devotees sprechen muss – das ist nicht gerecht! Ihr Kinder habt hier euren Spass! Darf ich bitte mit euch mitspielen?“ Wir sagten: „ Nein!“, weil wir schon Spiel-Erfahrung mit Swami hatten, und wir wollten nicht, dass Er mit uns spielte! So sagten wir: „ Nein!“ Er sagte: „Warum nicht?“ Wir sagten: „Weil du immer, wenn du würfelst, die Nummer bekommst, die du willst! Deshalb wollen wir nicht, dass du mit uns spielst!“ So sagte Er: „Nein! Nein! Ich werde spielen wir ihr beiden!“

So setzte Er sich zu uns, und tatsächlich würfelten Er und wir so, dass das Spiel einen ganz erfreulichen Verlauf nahm – manchmal stieg Er die Leiter aufwärts und kam auch durch die Schlange wieder abwärts! Dies gefiel uns sehr gut. Irgendwann hatte einer von uns den ganzen Weg aufwärts bis 98 oder 99 geschafft, und dann holte ihn die Schlange wieder herunter.

Swami würfelte und erreichte mit drei Würfen 100 und sagt: „Es ist sinnlos, Leute, ihr wisst nicht, wie man spielt!“ Wisst ihr, es war nicht fair von Ihm! Gewöhnlich sagte Er: „Was soll das? Ist es nicht ein Spiel? Ihr solltet nicht weinen, wenn ihr das Spiel verliert!“

Ihr wisst, dass Swami nichts ohne Grund tut! Und ich vergaß niemals die Lektion, die Er uns lehrte mit dem Schlangen- und Leiterspiel. Er sagte: „Das Leben ist ein Spiel! So lange du Swami als den Würfel Gottes in deinen Händen hast, wird er dich fortbewegen; manchmal gehst du die Leiter hinauf, manchmal kommst du durch die Schlange hinunter – das ist in Ordnung! Aber so lange du den Würfel bei dir hast, kannst du spielen und kannst dich vorwärts bewegen. Wichtig ist es, sich daran zu erinnern, welchen Sinn es hat, dieses Spiel zu spielen, 100 zu erreichen und von Nummer 1 wieder zu beginnen – Tag für Tag!“ Er war ein Freund, der mit uns spielte, scherzte und sich die Bücher anschaute, die wir lasen. Er war eine wundervolle Mutter auf verschiedenste Weise!

Swami, der `Micro-Manager`

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Ich erinnere mich, als Er mich mit meinem Mann verheiraten wollte – die Hochzeit sollte in einem Monat stattfinden In Puttaparthi fand das globale Akhandabhajan-Singen statt. Und zu diesem Zeitpunkt mussten meine Eltern und Tanten und ich nach Puttaparthi gehen, weil die Hochzeit in Puttaparthi sein würde; Swami würde die Hochzeit durchführen.

Er trug uns auf, alle Einzelheiten für die Hochzeit zu bringen; Er wollte die Saris, die Einladungen, die Gäste-Liste, die Menü-Karte sehen. Er wollte über alles informiert sein!

Da Swami alles ist, ist Er ein Micro-Manager! Es gibt kein anderes Wort dafür. Er prüft alles 25 mal. Er wollte alles überprüfen. Er wollte selbst den papierenen Entwurf von rangoli, des Hochzeitszuges sehen, der sich später von Swamis Gebäude zur Hochzeitshalle begeben würde.

So erreichten wir, beladen mit all diesen Dingen, Puttaparthi, während das Bhajansingen weiterging – es war überfüllt. Zu jener Zeit war es erlaubt, alle diese Sachen mitzunehmen; und natürlich wussten die Sevadals, dass die Hochzeit bevor stand. So saßen wir da wie Ladenverkäufer – mit Saris und Schmuck und allem, das wir Swami zeigen sollten.

Bevor ich zum Darshan ging, hatte ich mir einen sehr einfachen synthetischen Sari angezogen, weil jeder in Puttaparthi wegen der vielen Sachen erkennen würde, dass eine Hochzeit bevorstünde und sie fragen würden: „Wo ist der Mann?“ etc. Ich wusste nichts über den Mann, – Swami hatte die Hochzeit festgesetzt. Ich hätte keine Antwort auf ihre Fragen gehabt.

Ich wollte nicht der Mittelpunkt der Aufmerksamkeit sein. Daher hatte ich einen sehr einfachen Sari an und saß bereit zum Darshan. Als wir unser Zimmer verließen, sagte meine Tante (eine ältere Person): „Du weißt, du bist die Braut; du wirst in einigen Wochen verheiratet. Du solltest nicht solch einen einfachen Sari tragen. Du solltest einen Seiden-Sari tragen, etwas Festliches!“

Ich sagte: „Nun, die Hochzeit ist erst in einem Monat. Ich möchte die nächsten 35 Tage nicht wie eine Braut aussehen. Ich werde ihn bestimmt nicht tragen, weil alle Damen beim Darshan auf mich aufmerksam würden!“ So hatten wir eine kleine Auseinandersetzung, und ich zog mich nicht um, und wir gingen.

Nachdem Swami in die Bhajan-Halle gegangen war und dem globalen Bhajan-Singen beigewohnt hatte, kam Er heraus und rief uns hinein. Er hatte uns gesagt, dass Er uns an diesem Tag erwarte, und so wussten wir, dass Er mit uns sprechen wollte.

So traten wir, beladen mit all diesen Sachen, ein. Als erstes sah Er sich den Entwurf der Einladung an und war damit einverstanden, als nächstes die Gäste-Liste, fügte ein paar Namen hinzu, strich einige aus - wir wussten nicht, warum! Er überprüfte die Menü-Karte und sagte: „Oh! Das ist nicht gut, das ist nicht gut!“ Und wählte andere Dinge.

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Und nach all der Diskussion sagte Er: „Warum habt ihr nicht die Braut mitgebracht? Warum ist die junge Frau nicht hier?“ Und ich saß direkt vor Ihm!

Wir sahen uns gegenseitig an und dachten: „Okay. Er ist inzwischen über fünfzig Jahre; Er nimmt die Braut, die direkt vor Ihm sitzt, nicht wahr! Er hat mich seit meiner Geburt gekannt, also sollte Er mich doch kennen!“

Wir alle erwarten, dass Er uns kennen sollte – wirklich anspruchsvoll! Warum sollte Er uns kennen? Diese Frage sollten wir uns stellen. Er kennt uns, aber warum sollte Er? Tun wir überhaupt irgendetwas, das Seine Aufmerksamkeit verdient? Ich gebe euch die Frage, um darüber nachzudenken!

Er sagte: „Wo ist sie?“ Meine Tante antwortete: „Sie sitzt direkt hier!“ Er schaute auf mich und sagte: „ Diese hier?“ Ihr wisst, Er kann euer Ego wirklich klein machen! Sie sagte: „Ja Swami! Warum fragst du das?“

„Sei dir bewusst bei allem, was du tust!“

Dann guckte Er mich an und sagte: „Sagte dir deine Tante nicht, dass du einen anderen Sari an diesem Morgen tragen solltest? Zwei Fehler!“ Er weist immer auf Fehler hin! Und Er zählt sie gerne auf. So werden sie dir sehr verständlich.

„Zwei Fehler! Einer – du hörtest nicht auf eine ältere (Person), als sie dir etwas mitteilte. Grosser Fehler! Zweiter – größerer Fehler! Alle Leute wissen hier, dass du heiraten wirst, dass Swami dich verheiratet, dass Swami deine Hochzeit arrangiert, dass Swami den Mann und die Familie ausgesucht hat! Und du sitzt da und siehst aus, als ob du nicht interessiert bist, verheiratet zu werden! So denkt jeder, das muss eine Frau sein, die nicht heiraten will und Swami sie dazu zwingt.

Vielleicht möchte sie nicht heiraten; und ihre Eltern zwingen sie, weil er (Mann) ein Sai Devotee ist. Drittens könnte es sein, dass die Frau jemand anderen heiraten möchte! Durch diese eine Geste und Verhaltensweise kannst du viele Vermutungen auslösen. Deshalb sei dir immer bewusst, was du tust. Wenn du beabsichtigst zu heiraten, verhalte dich gemäß der Zeit und des Ortes. Wenn du glücklich bist, sei glücklich! Wenn du nicht willst, sage mir es jetzt, und die Angelegenheit ist beendet! Aber wenn du glücklich bist und heiraten möchtest, dann verhalte dich entsprechend – entsprechend der Zeit und des Ortes – nicht dem Ort unangemessen! Ziehe nicht Aufmerksamkeit auf dich, indem du dich nicht dem Ort entsprechend verhältst. Bringe dich mit ihm in Übereinstimmung!“

Was für eine Lektion lehrte Er mich! Was immer wir tun, es wirft nicht nur ein Licht auf uns, sondern auf unsere Eltern, auf unsere Familie, auf Swami. Daher sagte Er: „Sei bewusst in deinem Leben bei allem, was immer du tust! Wie du stehst, wie du sitzt, was du sagst, weil es zuerst ein Licht auf Ihn wirft!“

Deshalb sagte ich, dass in dem Moment, in dem wir uns als Sai Devotees kundtun, jede unserer Handlung und unserer Aussagen von jedermann bewertet wird.

Wenn ihr eine normale Person seid, wird sich niemand daran stören, was ihr tut. Aber wenn ihr einem Sai-Zentrum beitretet, sagen sie: „Stellt euch vor! Jeden Sonntag treffen sie sich und sitzen zwei Stunden zusammen und singen einige Sai-Bhajans, aber sie sind schlimmer wie wir!“ Das werden sie sagen, wenn euer Verhalten nicht entsprechend ist.

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So lehrte mich Mutter Sai, wie man sich an einem bestimmten Platz und in einer bestimmten Situation zu kleiden hat.

Gerne teile ich dieses Ereignis mit euch. Sicherlich haben viele von euch davon gehört, dass ich vorher nicht weiß, was ich sagen werde. Ich sagte heute morgen meinem Freund, dass es jedesmal, wenn ich über Swami spreche, eine aufregende Erfahrung ist, denn es ist für mich so, wie wenn ich einen Ort ohne Landkarte aufsuche – ich weiß nicht, wohin ich gehe; ich weiß nicht, welchen Weg ich nehme; ich kenne die Ausfahrt nicht!

Ich fahre drauf los in der Hoffnung, dass ich irgendwie den Ort finde. So geht es mir, wenn ich über Swami spreche. Ich weiß nicht, was ich sagen werde, noch weiß ich, was Er mich veranlassen wird, zu sagen. Manchmal wiederhole ich dieselben Ereignisse in vier verschiedenen Ansprachen!

Einmal sagte ich: „Swami, ich habe das gleiche anderthalb Jahre lang bei jedem Retreat erzählt! Warum lässt Du mich nicht etwas anderes erzählen?“ Er sagte: „Nein! Sie müssen es immer wieder hören. Du musst darüber sprechen. Wenn sie bereit sind, sich zu verändern, werde ich dir eine andere Geschichte geben.“

Und dann sagte Er sehr traurig: „Schau Mich an! Fünfzig Jahre lang sage ich dasselbe! Hört jemand darauf? Wenn sie hören, nehmen sie es wahr? Und wenn sie es wahrnehmen, praktizieren sie es? Du beklagst dich schon, wenn du nur ein Jahr dasselbe sprichst!“

Was für eine Aussage! Wir müssten unseren Kopf vor Scham beugen. So wiederhole ich eine andere (Geschichte), über die ich gerne spreche, weil ich es liebe, über die Fehler zu sprechen, bei denen Er mich erwischt hat. Wie ich schon sagte, ist Seine Allgegenwart der „rote Faden“, der mir ständig Seine wundervolle Göttlichkeit zeigt.

„Ich bin immer bei dir, hinter dir, neben dir...“

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Ich sollte nachmittags auf einem Retreat in Texas sprechen. Am Morgen sprach Bruder Jagadeeshan; ich höre gerne seine Ansprachen; er ist solch ein wunderbarer Redner. Obwohl man mir sehr freundlich einen Stuhl anbot, traute ich mich nicht, ihn anzunehmen – denn ich dachte an Swami, der viel älter war als ich - deshalb setzte ich mich auf den Boden.

Am Nachmittag ging ich auf mein Zimmer; aber ich wechselte (die Kleidung) nicht, als ich zu meinem Nachmittags-Vortrag ging. Swamis Bild stand da wie bei Euch, jedoch war mein Podium weit entfernt davon, denn die Bühne war sehr groß.

Ich kam, stellte mich hin und begann zu sprechen. Es war im September. Im Juni kehrte ich nach Indien zurück. Im Juli rief mich Swami zu einem Interview. Er fragte mich: „ Wo hast du gesprochen?“ Ich sagte: „Swami, ich habe in Texas gesprochen.“ Er sagte: „Ja, ich weiß, dass du in Texas gesprochen hast, und Bruder Jagadeeshan sprach ebenfalls, ist es nicht so?“

Dann fragte Er mich aus heiterem Himmel heraus: „Hast du deine Kleidung nicht ordentlich gepackt, als du auf die Reise gingst?“ Das war völlig unerwartet – das hatte nichts mit meinen Vorträgen zu tun! So sagte ich: „ Nein, Swami! Ich hatte meine Kleidung gut eingepackt.“ Dann zog ich meine Augenbrauen hoch – hatte ich etwas angehabt, was nicht angemessen war? Hatte ich einen Salwaarkameez bei meinem Vortrag getragen? - was ich nicht getan habe. Ich trage immer einen Sari. Ich überlegte angestrengt. Warum fragte Er mich?

Ich versuchte, herauszubekommen, warum Er das fragte, denn ihr wisst, dass Swami keine Fragen ohne einen Grund stellt. Eindringlich fragte Er: „Packst du deine Kleider ordentlich?“ Welch unerwartete Frage! Wiederum fragte Er mich. Ich sagte: „Was habe ich getan, Swami? Ich weiß es nicht.“ Das ist der beste Lösung – stelle Ihm eine Frage zurück.

Er sagte: „Weißt du, dass du in Texas einen blauen Sari- einen Baumwoll-Sari trugst?“ Er benannte den Sari – blauer Baumwoll-Sari! Er sagte: „Den ganzen Tag lang saßt du auf dem Boden, und als du dann an die Reihe kamst, gingst du und standest da, dein ganz verknüllter Baumwoll-Sari zog sich etwas hoch. Ich bin derjenige, der sich deine Knöchel ansehen musste – weil ich hinter dir bin! Wenn du irgendwohin gehst und eine Rede hältst und speziell dann, wenn du eine lange Zeit sitzen musst, solltest du einen reinen Seiden-Sari tragen, sie knüllen nicht so.“ Könnt ihr euch das vorstellen? Welch liebevoller mütterlicher Ratschlag!

Aber erinnert euch daran, dass Er in jeder Ansprache sagt: „Sorgt euch nicht! Alle von euch kommen sicher nach Hause!“ Er sagt: „Ich bin bei dir, hinter dir, neben dir - alle Zeit, auf allen Wegen, wohin du auch gehst!“ Wir vergessen, dass Er hinter uns ist, dass Er unseren Knöchel sehen kann; wir vergessen, dass Er neben uns ist und uns hören kann; wir vergessen, dass Er vor uns ist und sieht, welchen Weg wir gehen – wir vergessen all dies. Ein kleines Beispiel mit einem Sari zeigt euch, dass Er die ganze Zeit bei euch ist.

„Meine Mutter Sai, die alles bemerkt!“

Einmal war ich auf einem Sommerkurs, und plötzlich, aus heiterem Himmel heraus, forderten sie mich auf, die Aktivitäten des heutigen Tages zusammenzufassen. Ihr wisst, dass in früherer Zeit jeder am Sommerkurs teilnehmen konnte. Von ganz Indien hatten sie Studenten ausgewählt, und ich nahm teil an einem der ersten Sommerkurse.

Ich und ein anderer Junge wurden ausgewählt, eine Zusammenfassung der Lektion des Tages vorzutragen. Es war eine wundervolle Gelegenheit, durch die Auswahl vor Swami treten zu dürfen. Sie (die Zusammenfassung) wurde von 25 Erwachsenen aufgesetzt, überarbeitet und noch einmal überarbeitet, um sicher zu gehen, dass alles korrekt war. Swami saß auf einem Stuhl, und wir befanden uns hinter der Wand. Als erstes las der Junge seinen Part. Als ich zu Swami kam, um Padanamaskar zu nehmen, sagte Er etwas, und ich verstand es nicht ganz.

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Swami ließ sehr sanft Sein Taschentuch vorsätzlich auf den Boden fallen! So bückte ich mich, um es aufzuheben, und als ich näher zu Ihm kam, um Ihm das Taschentuch zu geben, sagte Er: „Du musst deine Versen auf die Hinterseite deines Saris stellen, damit du ihn, wenn du aufstehst, nach unten ziehst.“

Könnt ihr euch das vorstellen? Die Frauen verstehen es sicherlich, und falls es die Männer nicht verstehen: „Setze deine Verse herunter auf die Rückseite deines Saris, wenn du aufstehst, um ihn herunterzuziehen.“ So war mein Sari offensichtlich hinten etwas zerknittert, und bevor ich mich zum Publikum herumdrehte und zur Bühne kam, hatte Er mir etwas klargemacht! Und Er sagte mit einem Lächeln:

„Kaalu kinda pettukoni cheera eedchuko (in Telegu) - Stell deinen Fuß auf den Sari und ziehe ihn nach unten.“

Jeder dachte, Er gäbe mir eine wundervolle Segnung – mit einem süßen Lächeln. Aber Er half mir aus meinen Schwierigkeiten mit der Handhabung des Sari!

Meine Mutter Sai, die alles bemerkt! Meine Mutter Sai, die mich alles gelehrt hat! Meine Mutter Sai, die mir die größte Liebe gezeigt hat!

Ich weiß nicht, was ich heute sagen werde – dies sind meine persönlichen Erfahrungen. Ob sie euch eine Lektion geben, weiß ich nicht! Alles, was ich euch mitteilen kann, ist, dass wir alle in dieser wundervollen Zeit geboren sind, in der wir diese wundervolle Mutter haben, die Ihre Liebe über uns alle ausschüttet, und es liegt an uns, sie aufzunehmen und zu erkennen. Und wenn wir es nicht tun, dann verpassen wir eine Chance. Ich bin sicher, dass jeder von euch Seine Liebe auf seine eigene Weise fühlt, sonst würdet ihr hier nicht sitzen und einer unbekannten Frau aus Maryland zuhören.

So wurde Er Teil meines Lebens mit schönen, wundervollen Ereignissen, die Er mir auch schenkte. Für mich sind die Wunder etwas Schönes, aber die kleinen Dinge sind viel schöner – denn ich sehe Seine Liebe in den kleinen Dingen viel mehr als in den großen.

Jetzt seht ihr Seine Liebe im großen Stil zur Menschheit. Seine mütterliche Liebe wird offenbar durch das Super Speciality Hospital, in dem Tausende von armen Leuten kostenlos behandelt werden, durch eine Universität, durch eine Musik-Hochschule, durch das Wasser-Projekt. Sie zeigt sich in solch einer Größe.

Die kleinen Dinge, die mich betrafen, beinhalten die gleiche Essenz dieser Liebe! Viele Male erinnert Er uns immer wieder - viel später sagte Er: „Lügen ist nicht nur die Unwahrheit zu sagen! Etwas deiner Mutter verschweigen ist auch eine Lüge. Sie mag es nicht wissen, aber Ich weiß es!“

Probleme sind Segen

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So war Er die Mutter, die uns ständig lehrte, dass, wenn ihr beschließt, den spirituellen Weg zu gehen, es keine Halbheiten gibt! Es gibt entweder schwarz oder weiß. Und wenn ihr Ihn wollt, muss er weiß sein.

Versucht nicht, in eurem Verhalten Hintertüren offenzuhalten. Ihr könnt nicht sagen: „Nun, heute mag es stimmen!“ Es gibt keine Hintertüren – Er wird euch stellen! Wenn Er es nicht physisch tut, macht Er es auf andere Weise. Er wird euch ein schwieriges Problem schicken, um euch daran zu erinnern – das sagte Er: „Probleme sind da, um euch daran zu erinnern, dass ihr Mich vergessen habt!“

Swami zitiert gerne immer das berühmte Gebet von Mutter Kunti: Nach dem Ende des Mahabharata-Kriegs sagt Lord Krishna: „Nun, da alles vorbei ist und deine Söhne Könige sind, was wünschst du dir? Frage mich und ich will es dir geben.“ Sie sagt: „Gib mir immer Schwierigkeiten, denn, wenn ich Schwierigkeiten habe, kommst Du zu mir!“

Swami sagt: „Wenn du Schwierigkeiten hast, kommst du zu Mir; Schwierigkeiten erinnern dich an Mich.“ So erinnert Er uns, dass Er da ist; und ebenso erinnert Er uns, dass Er ein guter Freund ist. Ich möchte Ihn nicht so ernst darstellen, dass ihr euch sorgt: „Oh mein Gott! Ich kann keinen Schritt aus diesem Gebäude machen, ohne mich zu ängstigen.“ Er kann auch lustig sein!

Sein feiner Sinn für Humor

Ich erinnere mich, einmal kam Laalgudi Jayaraman, ein berühmter indischerViolinspieler, nach Puttaparthi, um Violine vor Swami in Prashanti Nilayam zu spielen. Mein Vater fuhr gewöhnlich an den Wochenenden von Bangalore nach Puttaparthi. Da mein Vater Arzt war, fuhr er immer Sonntag-Nachts zurück, so dass er Montag-Morgen seine Patienten behandeln konnte.

Damals sagte Swami: „Bleibe einen Tag länger!“ Und mein Vater sagte: „Nein, Swami! Ich habe Termine, und meine Patienten warten auf mich, deshalb muss ich gehen.“

„Bleibe einen Tag länger, Padmanabh!“ „Nein, Swami, ich muss gehen!“ Dieses wiederholte sich ständig in unserer Kindheit.

An einem besonderen Tag, an dem wir wieder fortfahren mussten, sagte Swami: „Heute Abend wird Laalgudi Jayaraman kommen, warum bleibt ihr nicht alle zum Konzert da und fahrt morgen früh?“ Das sagte Er zu meiner Mutter in der Darshan-Reihe.

Meine Mutter sagte: „Swami, du kennst meinen Mann, er wird uns nicht erlauben, hier zu bleiben! Er wird sagen, dass er zu seinen Patienten gehen muss.“ Er sagte: „Nein, Er wird bleiben!“ Sie sagte: „Nein Swami, er wird nicht bleiben.“

Nach dem Morgen-Darshan sagte mein Vater wie immer: „Wir packen, lasst uns fahren!“ In jenen Tagen fuhren wir immer bei Tageslicht fort, weil die Strassen tatsächlich in einem so schlechten Zustand waren, so dass Swami zu sagen pflegte: „Bevor es dunkel wird, müsst ihr die ersten 22 Meilen von Puttaparthi gefahren sein.“ So sagte Vater: „Packt ein!“ Wir sagten: „Bitte, können wir bleiben?“ Er sagte: „Nein! Packt ein!“

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So begann mein Vater, Dinge in das Auto zu tragen. Diejenigen von euch, die schon in Puttaparthi waren, kennen die Ganesha-Statue, die dort steht. Dort parkten wir damals gewöhnlich unsere Autos. Und dort gab es nur ungefähr 10 oder 15 Räume, und wir übernachteten in jenen Räumen. So brachten meine Mutter und ich das ganze Bettzeug heraus, und wir rollten es dort unter den Eukalyptus-Bäumen im Sand aus.

Swami war in Seinem Zimmer und plötzlich, während wir das Zeug zusammenrollten, sprachen meine Mutter und ich miteinander: „Ich wünschte, dass Papa einmal zustimmen und bleiben würde!“ Denn wir waren sehr angetan von dem Violinspieler – er war ein berühmter Violinspieler der karnatischen Musik, und ich hätte ihn gerne gehört!

Plötzlich, als wir sprachen, hörten wir jemanden, der uns rief und dabei einen Ton machte: „Shh! Shh!“ Wir schauten uns um, um zu sehen, wer diesen Ton machte. Es war gegen 12- 12.30, als Swami sich bereits in Seinen Raum zurückgezogen hatte!

Geschwind schauen wir nach oben, und auf Seinem Balkon mit geöffneter Schlafzimmertür steht Swami und signalisiert uns, kein Geräusch zu machen!

Denn all die Devotees würden angerannt kommen, wenn sie wüssten, dass Swami auf dem Balkon steht!

Er gab uns Zeichen: „Packt nicht!“ Wir sagten: „Aber Swami, wir müssen jetzt gehen!“ Er sagte: „Nein! Packt nicht!“ Und Er deutete uns mit Gesten an, dass der Autoreifen platt war. Plattes Rad! Wir können nicht fahren! Denn die 22-Meilen-Strecke von Puttaparthi nach Pennukonda war eine sehr schlechte Strasse. Wenn jemand einen platten Reifen hatte, gab es eine Anordnung von Swami: bevor man losfahren durfte, musste man zuerst den platten Reifen reparieren, und dann erst durfte man fahren.

Denn wenn man das Ersatzrad anmontiert und den platten Reifen im Auto mitnimmt, und wenn man unterwegs einen weiteren Platten bekommt, steckt man völlig fest. Es gab zwischen Puttaparthi und Penukonda keine Möglichkeit, etwas reparieren zu lassen, und man steckte fest bei den Bewohnern, die es überhaupt nicht wollten, wenn Devotees nach Puttaparthi fuhren.

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Wir begriffen. Glücklich packten wir unser Bettzeug ein und gingen. Mein Vater kam und fragte: „Warum sitzt ihr herum?“ Wir sagten: „Nun, wir sind fertig.“ Er nahm ein weiteres Bündel und trug es zum Auto; und er kam zurück und sagte: „Stellt euch vor, wir haben ein plattes Rad! Wir können nicht losfahren.“ Wir sagten: „Aha!“ Wir wussten über die Sache Bescheid, aber wir wollten keine Bemerkung dazu machen!

Er sagte: „Wir können jetzt nicht fahren, deshalb werde ich mir einen Lastwagen nehmen und nach Penukonda fahren, um das Rad reparieren zu lassen; ihr haltet euch bereit. Wenn ich es repariert bekomme, fahren wir heute - ansonsten fahren wir morgen.“

So fuhr mein Vater los. Mit Sicherheit kann man nicht nach Penukonda fahren, den Reifen reparieren lassen und in wenigen Stunden wieder da sein; es ist schon eine Angelegenheit von mehreren Stunden. Während sich also mein armer Vater bemühte, den Reifen reparieren zu lassen, lauschten wir glücklich der Musik von Lalagudi Jayaraman!

Nachdem die Musik beendet war, stand Swami von Seinem Stuhl auf und fragte: „Wo ist Padmanabhan? Ist er nach Penukonda gefahren?“ Wir antworteten: „Ja, Swami! Er ist nach Penukonda gefahren.“ Er sagte: „Er wird um 10 Uhr zurückkommen, geht schlafen! War die Musik nicht schön?“ Dann tätschelte Er meine Wange und sagte: „Schau! Du wolltest gerne die Musik hören, deshalb habe ich deinen Vater nach Penukonda geschickt!“  

Wisst ihr, so spielte Er auch mit uns! Man kann nicht anders, als Ihn sehr lieben – selbst wenn Er einen ausschimpft; man freut sich über die Rüge, weil man weiß, dass man den selben Fehler nicht zweimal machen sollte, wie ich es schon erwähnt habe.

So ist Swami – Er ist für uns alle da.

Sai Ram.


Engl.Original Titel vom Mai 2007

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