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| Juli 2007 - Jahrgang 1 - 7. Ausgabe |
Ein Leben der Liebe Mrs. Padmini Hundy
Mee Kanta, Inta, Venta Janta eppudu vuntanu - (In euren Augen, in eurem Heim, werde ich bei euch sein …Allezeit.) Das ist der Göttliche Segen, den wir wieder und wieder empfangen haben während der vielen Begegnungen mit unserem geliebten Swami - und getreu Seinen Worten, ist Er die kosmische Kraft gewesen, die unser Leben, die Zukunft und das Schicksal unserer ganzen Familie verwandelt hat. Oft werde ich gefragt, auf welche Weise Swami mein Leben beeinflusst hat. Ich habe keine Worte dafür, was Swamis Gegenwart in meinem Leben für mich bedeutet. Er ist immer der Anker meines Lebens gewesen, und ich kann nur zutiefst demütig sagen, dass sich für unsere Familie bis zum heutigen Tag alles zum Besten gefügt hat, weil Er uns geleitet, gelehrt und geliebt hat!
Er allein ist unser wahrer Vater Dann, im Jahre 1992, wurde unsere Familie von einer Tragödie getroffen. Unerwartet starb unser Vater an Nierenversagen. Swami rief meinen Bruder zu sich und beauftragte ihn, uns alle nach den Zeremonien zu Ihm zu bringen. Als wir in Puttaparthi ankamen, rief Er uns sofort zu einem Interview. In dem Moment, als Er die Tür zum Interview-Raum hinter sich schloss, begann ich zu weinen und fragte Ihn, warum dies geschehen sei. Wie konnte Er mir den Vater wegnehmen, wo ich noch nicht einmal fünfzehn Jahre alt war, und wer würde für uns sorgen? Unser mitfühlender und geduldiger Herr und Gott, bat mich, still zu werden und Ihm zuzuhören. Dann schilderte er ein Ereignis aus den letzten Monaten. Er erinnerte mich daran, wie meine Eltern, meine Schwester und ich den heiligen Tempel von Kedarnath* in den Bergen von Nordindien besucht hatten. (*Anm. d. Ü.: Kedarnath liegt im Staat Uttarakhand im Himalaya, 3584 m über dem Meeresspiegel. Der Tempel dort zählt zu den berühmtesten Heiligtümern für Hindugläubige.) Mein Bruder hatte uns auf dieser Pilgerreise nicht begleitet, weil er sich gerade auf seine Tätigkeit am Sri Sathya Sai Institut für Medizinische Wissenschaft vorbereitete. Als wir am Fuß der Berge ankamen, blieb meine Mutter dort zurück, weil sie sich nicht wohlfühlte. Mein Vater legte den steilen Gebirgspfad auf einem Pony zurück, während meine Schwester und ich die Hälfte des Weges zu Fuß erklommen. Für den Rest der Strecke nahmen wir ebenfalls ein Pony. Mein Vater war schon am Ziel, als wir dort ankamen, und erzählte uns sofort, dass er unterwegs etwas sehr Merkwürdiges erlebt hatte.
Die Ponys in der Region werden trainiert für den Aufstieg auf dem engen, rutschigen und steilen Pfad in den Bergen. Ihre Führer brauchen sie die meiste Zeit nicht zu lenken. Der schmale Pfad windet sich in Serpentinen außen am Berg in die Höhe. An seiner anderen Seite ist die Schlucht … nahezu bodenlos mit einer Fallhöhe von 8000 Fuß. Das Pony, auf dem mein Vater ritt, ging nahe an der Kante, und plötzlich, in einem unbewachten Moment, verlor es die Balance, rutschte weg … und begann mit meinem Vater in den Abgrund zu stürzen. In diesem Moment hatte mein Vater das Gefühl, als ob jemand mit körperlicher Kraft ihn und das Pony auf den Weg zurückschob. Als meine Schwester und ich damals den Bericht hörten, waren wir erleichtert, dass eine mögliche Katastrophe verhindert worden war. Danach vergaßen wir die Geschichte völlig … bis Swami sie uns im Interview-Raum eindringlich schilderte. Man kann sich unseren Schock und unsere Überraschung vorstellen, und meine Mutter hatte bis zu diesem Moment nicht einmal etwas davon gewusst.
Sein Wort und Sein Wille sind unabänderlich ! Swami erlaubte mir zudem gütig, in die elfte Klasse auf die Schule in Puttaparthi zu wechseln. Dafür musste ich eine Aufnahmeprüfung bestehen. Zu meiner Enttäuschung war die Fächerkombination, die ich mir vorgestellt hatte, am Mädchengymnasium nicht möglich. Mir wurde eine andere vorgeschlagen. Weil ich das Angebot erst nach anfänglichem Zögern angenommen hatte, war meine Aufnahme nicht sicher. Bestürzt über den unerwarteten Gang der Dinge, verbrachte ich eine schlaflose Nacht. Ich war zornig auf meinen Bruder, der mich zu der Aufnahmeprüfung überredet hatte, und äußerte meine Absicht, nach Hyderabad zurückzugehen.
Nachdem der Herr des Universums diese Angelegenheit persönlich geregelt hatte, machte Er an dem Morgen Seine reguläre Darshan-Runde. Zeugin zu werden Seines Bemühens angesichts meines kleinlichen Starrsinns, rührte mich zu Tränen. Ich sah Ihn zwischen meinem Bruder und der Direktorin hin- und hergehen, als Er versuchte, meine Situation zu verstehen …. und das alles, weil ich in der letzten Nacht geweint und Ihn gebeten hatte, am Morgen etwas für mich zu unternehmen, oder aber ich würde niemals zurückkommen. Seine unverzügliche Vermittlung und Antwort auf mein Gebet machte mich sprachlos und demütig. Sogar Frau Direktorin sagte, was für ein Glück es für mich sei, dass Swami sich solche Gedanken um mich und mein kleines Problem machte und meinen Wünschen diese detaillierte Aufmerksamkeit schenkte. Nebenbei gesagt, ich bekam meine bevorzugte Fächerkombination, die es bis dahin nur am Jungengymnasium gegeben hatte! Wirklich eine Traum-Hochzeit! Unendlich viel Liebe hat Er seitdem über unsere Familie ausgeschüttet und auf jedes unserer Gebete geantwortet, einschließlich des heißen Wunsches meiner Mutter, Er selbst möge die Heiratszeremonie für ihre beiden Töchter vollziehen. Persönlich überwachte und arrangierte er die Hochzeit meiner Schwester in Puttaparti, kümmerte sich um jeden Aspekt, vom Datum für einen günstigen Zeitpunkt bis ins kleinste Detail für die traditionelle Nadaswaram* Musik (* klassische indische Musik), das Menü und weiteres. Er schickte sogar eines Seiner Autos, mit Rosen geschmückt, für die Fahrt von Braut und Bräutigam zur Festhalle. Am Tag vor dem offiziellen Termin, vollzog Er selbst ihre Heirat in einer privaten Zeremonie, indem er die Mantras sang, während mein Schwager der Braut die von Swami materialisierte Halskette anlegte, um ihre Ehe zu heiligen. „Dies ist eure wahre Hochzeit“, sagte Er. „Morgen heiratet ihr für die Welt.“ Er hat auch den Wunsch meiner Schwester erfüllt, das Mangalasutra–Halsband („Glückband“), das in der Hindu-Tradition als Symbol der Verheiratung getragen wird, möge von Ihm kommen. Es war wahrhaftig eine Traum-Hochzeit.
Monate danach schilderte Swami im Interview meiner Mutter den ganzen Traum und sagte: „Du musst mir nicht sagen, dass ich auf sie Acht geben soll. Ich weiß mehr darüber, was in ihr vorgeht, als du ahnst, und werde immer für sie da sein, genauso wie in jener Nacht. Mit den beiden wird es gut gehen, mach dir keine Gedanken.“ Ich muss wohl nicht sagen, dass Swamis Liebe uns überglücklich machte und Seine Allwissenheit uns mit Ehrfurcht erfüllte. Meine Hochzeit fand auch in Puttaparthi statt. Swami war aber zu dem Zeitpunkt in Bangalore. Zuvor hatte Er uns beide mit der Hochzeitskleidung beschenkt. Nach der Feier fuhren wir nach Whitefield, und Er segnete uns mit padanamaskar (Erlaubnis, die Füße des Herrn zu berühren), was als außerordentlich segensreich gilt. In der Folgezeit kamen wir oft nach Puttaparthi, erhielten aber niemals ein Interview. Irgendwie, unterschwellig, beunruhigte es meinen Mann und mich, dass Swami uns als Paar noch nicht gesprochen hatte. Endlich, nach etwa einem Jahr, hielt ich eines Tages weinend Sein Bild in Händen und sagte Ihm, dass ich Sein Schweigen nicht länger ertragen könne, und dass Er mir in irgendeiner Weise zeigen möge, dass Er mir nicht böse sei, In weniger als einer Woche rief mein Bruder an mit großartigen Nachrichten. Meine Mutter war gerade aus den USA zurückgekommen und sofort nach Puttaparti gereist, um Swamis Darshan zu haben und um einige Zeit bei meinem Bruder zu verbringen. Ich sollte sie in einer Woche dort abholen und nach Hyderabad begleiten. Unsere Mutter stimmte dem Plan zu, und Swami sagte: „Gut, bitte sie zu kommen.“ Ich freute mich riesig über diese Nachricht. Und dann geschah etwas Merkwürdiges. Swami stellte meiner Mutter für den Rest der Woche immer wieder dieselbe Frage. Sie rief mich an und erzählte, dass alle äußerst erstaunt seien, weil Er nicht aufhörte zu fragen: „Kommt sie? Kommt sie?“ Ich konnte die Reise nach Puttaparthi kaum noch erwarten. Mein Mann hatte vor, seine Eltern zu besuchen. Er wollte nach Orissa aufbrechen am Tag meiner Abreise nach Puttaparthi. Einen Tag vorher fragte Swami meinen Bruder, ob Partha zusammen mit mir käme. Mein Bruder musste das verneinen. Als er mir davon erzählte, verstand ich es als Wink. Es bedurfte einiger Überzeugungsarbeit, meinen Mann nach Puttaparthi mitzubringen, weil er sich so sehr auf das Wiedersehen mit seinen Eltern freute. Aber zuletzt kamen wir beide mit Swamis Gnade in Puttaparthi an, und bis heute erscheint uns dieser Tag als der glücklichste in unserem Leben.
Worum sonst kann ein Mensch bitten … Er beschenkt uns mit einem Leben voller Liebe, und alles, was Er sich dafür von uns wünscht, gebe ich hier wieder in Seinen eigenen Worten an mich: „Swami will nichts weiter von dir, Bangaru („Goldstück“). Sei einfach eine gute Tochter, eine gute Schwiegertochter, verhalte dich so, dass deine Schwiegereltern immer stolz darauf sein können, Swamis Kind zur Schwiegertochter zu haben. Sei eine gute Ehefrau und eine gute Mutter.“ Und das, meine lieben Freunde, ist alles, was Swami stets von jedem von uns erwartet …dass wir das Beste in uns zum Vorschein bringen und das Beste tun, was uns möglich ist. Für alles andere sorgt Er selbst. |