August 2007 - Jahrgang 1 - 8. Ausgabe

 

 

Er ist mein Swami

Unterhaltung mit Frau Padma Kasturi

Teil - 4


In der letzten Ausgabe hatten wir den letzten Teil der über eine Stunde langen Unterhaltung veröffentlicht, die von Radio Sai vor einigen Wochen gesendet wurde. Das Gespräch wurde geführt zwischen Frau Padma Kasturi (gewöhnlich Padmamma genannt), Tochter von Sri N. Kasturi, dem Biographen von Swami, und Frau Rajeshwari Patel, einer ehemaligen Studentin von Swamis Universität; nun ist sie  Fakultätsmitglied der Anantapur Hochschule der Sathya Sai Universität.

Hier bringen wir den ersten Teil des zweiten Interviews.

Vorherige Artikel in dieser Serie

Er ist Mein
Swami - Teil 1

Er ist Mein
Swami - Teil
2

Er ist Mein
Swami - Teil
3

 

Rajeshwari Patel (RP): Aum Sri Sai Ram! Willkommen bei Radio Sai Global Harmony. Frau Padmamma ist wieder einmal unter uns, um mit uns einige ihrer eigenen unvergesslichen Erfahrungen mit unserem geliebten Bhagavan zu teilen. Willkommen im Studio von Sai Global Harmony!

Padma Kasturi (PK): Danke dir, Rajeshwari.

RP: Das letzte Mal, als wir uns hier nach dem Interview trafen (in welchem Sie sehr liebevoll über Ihren Vater sprachen), fragte ich Sie, als wir nebeneinander herliefen, ob ich Sie zurück zu Ihrem Haus begleiten solle – denn es war spät – und Ihre Antwort zu diesem Anlass klingt immer noch in meinen Ohren nach: „Nein! Dies ist mein Prashanti Nilayam! Ich kenne diesen Ort besser als du“, sagten Sie.

Ich empfand einen freudigen Ton der Zugehörigkeit in Ihrer Stimme. Ich nahm wahr, dass Ihr Leben sehr mit Bhagavan und diesem Ort verbunden ist. Also würde ich gerne diese Sitzung mit einer Frage beginnen, die sich darauf bezieht. Bitte erzählen Sie unseren Zuhörern von „Ihrem Prashanti Nilayam“ wie Sie es nennen. Wie war es in jenen Tagen? Was war die tägliche Routine?

 

Die goldenen Tage von Parthi

PK: Es war einfach nur wie ein Bungalow und nicht wie der heutige Mandir. Davor befand sich ein riesiger Garten mit Kokospalmen und Mangobäumen. Auf beiden Seiten befanden sich gedeckte Häuser, und dazwischen gab es etwas Platz.

In jenen Tagen war es ein großes Problem nach Puttaparthi zu gelangen. Um Puttaparthi von Bangalore aus zu erreichen, mussten wir zunächst 3 bis 4 Stunden mit dem Zug zu einer Station, Penukonda genannt, fahren. Von dort aus mussten wir dann einen jhatka (Pferdekarren) besteigen, um von der Eisenbahnstation zur Bushaltestelle in Penukonda zu kommen. Dann mussten wir per Bus nach Bukkapatanam reisen, das etwa 3 bis 4 Meilen von Puttaparthi entfernt ist. Von dort mussten wir einen Ochsenkarren nehmen! Wenn wir nun daran denken, war der Ochsenkarren durchaus interessant, aber als wir reisen mussten, war es wirklich hart.

RP: Mit Ihrem ganzen Gepäck und alledem…

 

PK: Ja mit dem ganzen Gepäck durch den Sand …

RP: Mussten Sie also über den heißen Sand?

PK: Ja. Und wann immer die Ochsen den Sand durchquerten, bat uns der Ochsenkarrenführer abzusteigen, da es den Ochsen mit dem Gepäck und der ganzen Fracht ziemlich schwer fiel voranzukommen! Auf dem Sand zu laufen ist sehr schwierig, ganz besonders, wenn er heiß ist und deine Füße einsacken! Wir mussten unsere Füße rausziehen, und Leute aus der Stadt waren ganz und gar nicht an so etwas gewöhnt.

RP: Wie viele Stunden dauerte die Reise denn eigentlich von Bangalore nach Puttaparthi mit all diesen verschiedenen Unterbrechungen?

PK: Wir starteten in Bangalore um 9 Uhr morgens und erreichten Puttaparthi gegen 5 oder 6 am Abend. Und das Beste an der ganzen Sache war, dass Swami auf uns wartete. Wann immer auch ein Ochsenkarren ankam, war Er in der Nähe, um uns zu empfangen.

RP: Oh! Also hat Er Ihnen einen herzlichen Empfang bereitet!

PK: Ja, wir fühlten uns auf jeden Fall nicht erhitzt von der Reise! Wir bekamen sofort Namaskar (die Möglichkeit Seine Füße zu berühren) und falls irgendwelche kleinen Kinder im Ochsenkarren aufzufinden waren, hat Er sie persönlich aus dem Karren herausgehoben und hingestellt und ist sofort zum Haus geeilt und hat uns sogar gefragt: „Was habt ihr Mir mitgebracht?“ wie ein kleines Kind – ein Verwandter – weißt du!

RP: Wie konnte Swami davon erfahren, dass ihr ankamt? Oder wusste Er es immer?

PK: Er wusste es natürlich immer, aber wann immer auch ein Ochsenkarren ankam, war Er stets anwesend, um zu empfangen. Also war es immer eine wundervolle Erfahrung nach Puttaparthi zu kommen. 

 

 

Eine süßere Intimität

RP: Wie war der Tagesablauf gestaltet? Ich meine, wann begann der Darshan, oder gab es keine geregelten Zeiten?

PK: Als wir hierher kamen, gab es weder Suprabhatam noch Nagarsankeertan oder irgendetwas dergleichen. Wir sind spät am morgen aufgestanden, und es gab auch nicht viele Menschen für Interviews. Es existierten keine Menschenschlangen, die nach einem Losverfahren in den Mandir geleitet wurden, und die Leute, die am gleichen Tag abreisen wollten, fanden auf der Veranda einen Platz.

RP: Heutzutage sind Tausende von Menschen sogar an ganz normalen Tagen da!

PK: Ja. Die Leute saßen also auf der Veranda und die Frauen saßen dort, und Swami ist dann so gegen 8 Uhr herunter gekommen.

RP: Reden Sie vom alten oder neuen Mandir?

PK: Vom Neuen. Er ist gegen 7:30 oder 8:00 gekommen und dann stand Er neben dem Interviewraum, und damals lief das dann nach dem Schema: ‚Wer zuerst kommt, malt zuerst’.

RP: Also bekam jeder ein Interview?

PK: Meistens bekam jeder ein Interview. Und wir bemühten uns ein Interview an dem Tag, an dem wir abreisten, zu bekommen, denn so konnten wir dann auch gleich das Prasadam mitnehmen.

RP: Wie viele Menschen waren im Durchschnitt regelmäßig anwesend?

PK: Im Durchschnitt gegen 200 bis 300, das war’s.

RP: Jeden Tag?

PK: Ja, jeden Tag.

RP: Und an Festtagen?

PK: Oh! An jenen Festtagen war die Mandir Halle gefüllt! Wir sagten dann: „Oh! So viele Menschen! Die Halle ist voll!” und heute ist die Halle jeden Tag voll!

RP: Ja mehr als voll! Also gab es keinen festen Tagesablauf?

PK: Nein, keinen Tagesablauf. Jeden Tag endeten die Bhajans gegen 11 oder 12. Da nicht  allzu viele Menschen da waren, musste Er nicht umhergehen. Er kam herab und ging dann vom Garten von Ort zu Ort.

RP: Also hatten Sie fast die ganze Zeit über Darshan!

PK: Ja. Und wir konnten auch Namaskaram bekommen – Er gestattete uns Namaskaram, wann immer Er im Garten umher ging; oder Er ging nach Hause und  saß und unterhielt sich mit uns.

RP: Also gab es dort einen Garten?

PK: Es gab einen großen Garten mit Blumen und Kokospalmen, und wir Frauen bewässerten die Pflanzen täglich – es war eine Routinearbeit. Da es keine Wasserhähne oder Elektrizität damals gab, wurde für das Innere der Halle während der Bhajans eine Petromax-Lampe genommen.

RP: Aber das war am Morgen; wie war das mit den Bhajans am Abend?

PK: Es gab auch Bhajans am Abend.

 

RP: Zu welcher Zeit?

PK: Das war zwischen 6 und 7 Uhr.

RP: Oh! Gab es auch Interviews am Abend?

PK: Nein, nicht viele. Interviews gab es hauptsächlich am Morgen oder während der Bhajans – wie Er es wünschte. Es gab keinen festgelegten Tagesablauf wie heute.

RP: Also war Er kurzum der Meister des Ortes!

PK: Ja. Also wie auch immer, da wir keine Elektrizität hatten, mussten wir Wasser aus den Brunnen schöpfen – es gab zwei Brunnen dort – und wir Frauen versammelten uns zwischen 4 und 6 Uhr am Abend und gossen die Pflanzen. Einige kräftige Frauen holten das Wasser herauf und wir jungen Frauen bildeten eine Kette und übergaben eine der anderen die Wasserkrüge. Und einige ältere Damen, die kein Wasser tragen konnten, sammelten die leeren Gefäße ein und brachten sie fort. Das war die tägliche Routine, von 4 bis  6 Uhr.

RP: Waren also ausschließlich die Frauen mit dem Bewässern der Pflanzen beschäftigt?

PK: Ja und manchmal spazierte Swami durch den Garten und kam heran und sprach zu uns und nachdem wir gegossen hatten, gab Er uns manchmal einige Früchte oder anderes Prashad – also haben wir es wirklich genossen.

RP: Wissen Sie, das letzte Mal, als Sie über Ihren Vater sprachen, sagten Sie, dass Sie unglücklicherweise nicht anwesend waren, als Bhagawan eine Bild von Ihrem Vater machte, und die Fotographie stellte sich natürlich als Streich heraus, den Er Professor Kasturi spielen wollte. Waren Sie zu irgendeiner Zeit einmal in einen ähnlichen Vorfall verwickelt?

 

 

Einen ewigen Moment einfangen

PK: Ja, ich werde es dir erzählen! Weißt du, es gab eine weitere Alltagsroutine, nach dem Abendessen durften wir nämlich Sein Esszimmer betreten. Für gewöhnlich kam Er zu der Ostseite des Mandirs zum Frühstück, Mittag- und Abendessen. Und eine Seiner Schwestern bediente Ihn dann. Nach dem Abendessen behängten wir Frauen Ihn mit einer Girlande. Zur Jasmin-Saison flochten wir wunderschöne Girlanden und Er gestattete es uns, sie Ihm über den Kopf zu hängen.

Eines Tages hatte jemand eine besonders schöne Girlande geflochten und Er mochte sie sehr gerne. Er sagte: „Ich wünschte, jemand würde ein Foto von mir mit dieser Girlande machen.“ Plötzlich sagte Er: „Ah! Da ist eine Idee! Ihr alle bewässert jene Pflanzen doch sowieso, also morgen früh werdet ihr zu der Terrasse kommen; wir alle werden zusammensitzen und ich werde die Girlande tragen, und wir werden ein Foto machen.“

Oh! Wir waren alle so aufgeregt! Damals gab es keinen Farbfilm; also war es ein Problem für uns, welche Saris wir tragen sollten, da das Foto nur schwarz weiß sein würde. Wir waren alle gegen 8 Uhr am Morgen bereit und Er bat uns ebenfalls Wasserkrüge mitzubringen.

RP: Nur damit ihr die Krüge vor euch haben konntet?

PK: Ja. Und Er bat uns auch einen großen Messingkrug mitzubringen und Er wollte darauf in der Mitte sitzen; Er wollte keinem Stuhl! Wir gingen alle rein – wir waren ungefähr an die 25. Mein ältester Sohn, der gerade 3 Jahre alt war, begoss die Pflanzen immer mit einem kleinen Blechkrug. Swami bat mich, ihn ebenfalls mitzubringen und Er bedeutete ihm vor Ihm zu sitzen und wir standen alle um Ihn herum.

RP: Hielt er ebenfalls den Krug?

PK: Ja, einen kleinen Krug. Dann war da noch ein Problem, es gab nur einen Photographen in Puttaparthi und der war ein junger Mann. Swami wollte nicht, dass ein solcher junger Mann käme, um alle diese jungen Damen zu photographieren; also bat er meinen Vater zu kommen und das Bild zu machen. Mein Vater sagte: „Swami! Ich weiß nicht einmal, wie ich scharf stellen soll oder die Kamera zu halten habe!“

RP: Also wollte Swami nicht einmal, dass der junge Photograph durch den Fotoapparat schaute und ein Bild machte?

PK: Ja. Dann sagte Swami: „Nein! Mache dir keine Sorgen. Ich werde dir beim Einstellen der Kamera helfen und ich werde dir alles zeigen. Du halte einfach die Kamera; Ich gehe dann zurück und setzt Mich auf den Krug und wenn Ich ‚Fertig’ sage, klickst du einfach!“

Genau das passierte auch; Swami trat vor und stellte die  Kamera scharf und richtete alles ein und Er kam zurück und setzte sich auf den Krug und sagte ‚Fertig!’ und mein Vater klickte!

RP: Oh! Was passierte dann?

PK: Es war eine Katastrophe! Swami sagte: „Oh dieser Kasturi hat alles vermasselt! Es gibt kein Foto!“

RP: Oh nein!

PK: Wir waren alle enttäuscht! Aber obwohl wir nicht das Foto bekommen konnten, blieb der Eindruck dieser Gelegenheit einfach in unsere Herzen eingeprägt. Wir erinnern uns in der Tat an diesen Tag und wir waren überglücklich, als wir diese Gelegenheit bekamen.

RP: Das ist eine wunderschöne Erfahrung! Es ist eher belustigend, aber auch sehr lehrreich. Was für eine Art von Botschaft, denken Sie, hat Bhagavan damit vermittelt? Denn ganz offensichtlich hat Bhagavan  Seine Ansichten über den Schutz der Frauen vor den Augen der Männer nicht verändert; und das ist eine sehr schöne Lektion.

 

 

Abendessen beim Mondlicht!

PK: Ja.

RP: Mir ist zu Ohren gekommen, dass Sie mehrere Gelegenheiten hatten, Abendessen bei Mondlicht mit Baba zu erleben?

PK: Ja.

RP: Bitte berichten Sie uns davon!

PK: Swami mochte Abendessen bei Mondlicht sehr gerne. Wann immer es ein Vollmondtag war, sagte Er zu allen: „Oh, lass uns einfach nach draußen gehen auf die offene Mandir Terrasse und unser Abendessen dort einnehmen!“

RP: Oh! Mandir Terrasse? Was ist mit den Sandbänken am Chitravati-Fluss? Hat Er die Leute dort auch hingeführt?

PK: Nein. Diese Abendessen fanden für gewöhnlich ausschließlich auf der Terrasse statt.

RP: Oh! Das ist gut. Also waren es Terrassen-Abendessen?

PK: Ja. Jede Familie hatte ihr Essen zubereitet und es herbeigebracht, und wir gingen alle nach oben und manchmal beauftragte Swami einige Leute damit, größeren Mengen von Leckerlis oder Süßigkeiten vorzubereiten.

RP: Was waren die Lieblings-Gerichte von Swami?

PK: Oh, Wadas oder Bhajis.

RP: Das mochte Er?

PK: Ja. Also bereiteten diese Leute gerade davon größere Mengen zu. Damals waren kaum mehr als 25 oder 30 Familien da und wir – unsere Familie – saß für gewöhnlich in Grüppchen. Swami servierte diese extra Wadas oder Bhajis, oder was immer sie auch gebracht hatten. Er servierte sie allen. Und Er brachte Seinen Teller, und welche Spezialität wir auch für Ihn bereitet hatten, wir servierten sie Ihm. Er saß für gewöhnlich im Zentrum des Geschehens und wir saßen im Kreis um ihn herum.

Damals gab es keine Kassettenrekorder; aber Er hatte einen Schallplattenspieler und Er spielte einige alte Telugu Dramen-Lieder ab.

RP: Oh! Es gab auch Musik im Hintergrund – wie eine Party! Was für Lieder waren das? Erinnern Sie sich an irgendwelche Lieder?

PK: Nein es tut mir Leid. Es waren alles alte Lieder aus Schauspielen.

 

RP: Gab es einige mythologische?

PK: Ja, einige mythologische.

RP: Bestimmt haben alle das genossen!

PK: Ja. Und nachdem das Abendessen beendet war, führten wir Aarti vor Swami aus. Einmal fragte Er nach einem leeren Teller. Jemand gab Ihm eine leere Silberplatte. Er schlug einfach von unten gegen die leere Platte und die ganze Platte war voller Vibhuti!

RP: Oh mein Gott! Und dann gab Er es an alle weiter?

PK: Ja. Er gab uns allen davon. Und wir genossen die Situation! Ich denke, dass ich diese Abendessen Partys bei Mondlicht mindestens zweimal oder dreimal erlebt habe; alle sind unvergesslich!

RP: Mit all diesen alten Liedern, die im Hintergrund spielten! Das muss Spaß gemacht haben! Wie war das an Ekadashi Tagen? Waren Sie dabei, als Bhagavan Amrita (Nektar) und all das machte?

PK: Ja! Ich war oft dabei – 3 oder 4-mal mindestens. Es gab mal ein ganz besonderes Vaikuntha Ekadashi. Es fand 1957 statt – ich erinnere mich an dieses Jahr, weil Swami in diesem Jahr meines Vaters 60. Geburtstag im Mandir feierte. Und da mein Vater am ersten Weihnachtsfeiertag geboren wurde, war das im Dezember, und Vaikuntha Ekadashi fällt für gewöhnlich auch auf Ende Dezember. Swami führte uns alle zum Chitravati Fluss und sagte: „Wir werden ein Abendessen bei Mondlicht am Chitravathi einnehmen!“ – Es war sehr selten, aber manchmal kam so etwas vor. Wir bereiteten alle Essen vor und brachten es dort hin und Swami sang einige Bhajans.

RP: Und wurde die Petromaxlampe auch mitgenommen?

PK: Ja. Wir nahmen sie mit, da - sobald wir zurückkehrten - es bereits dunkel und spät war; also nahmen wir Taschenlampen mit, denn die Straßen sahen noch nicht so aus wie heute!

 

 

Amrita für alle

PK: Nachdem Bhajans und einige formale Diskussionen abgehalten wurden – jedoch keine Rede – erzählt Er eine Geschichte, oder jemand fragte etwas und so lief das dann weiter. Dann bat Er meinen Vater, Ihm einen Becher zu geben – den er immer mit sich trug, da Swami manchmal Wasser trinken wollte.

Als Swami also nach dem Silberbecher verlangte, dachte mein Vater, dass Swami etwas Wasser wolle und deshalb begann er sogleich den Becher mit Wasser zu füllen. „Nein. Gib Mir den leeren Becher! “ sagte Swami. Vater gab ihn Ihm und Swami legte den leeren Becher an Seinen Mund, und daraufhin hörten wir ein gurgelndes Geräusch!

RP: Oh, ein gurgelndes Geräusch?

PK: Ja.

RP: Oh! Hat Er Amrita (göttlichen Nektar) aus Seinem Mund geholt?

PK: Ja! Das war das einzige Mal, dass ich von so einer Sache gehört habe! Überall war sofort ein wohlriechender Duft.

 

 

 

RP: Wir haben von Ihm gehört, dass Er den Linga aus sich hervorholt, aber dies ist etwas Seltenes!

PK: Er nahm gelegentlich einige Dinge aus einem Silberbecher oder Silberbehälter oder manchmal holte Er ein Muschel-ähnliches Ding aus dem Sand und Er goss Amrita aus diesem Behälter. Aber dieses Mal holte Er es aus Seinem Mund hervor. Und Er fragte meinen Vater: „Hast du bemerkt, was da in Meinem Magen ist? Da ist der  Amrita-Kalasha (der Nektar-Krug)!“

RP: Oh! Das hat Er gesagt?

PK: Ja!

RP: Also ist in Seinem Magen das Nektar-Gefäß!

PK: Ja. Ich denke, dass wir alle sehr viel Glück hatten, das wahre Amritam von Ihm zu bekommen. Ein wirkliches Amrita-Kalasha!

RP: Und das auch noch von MahaVishnu! Und das auch noch an einem solchen Glück-verheißenden Tag!

PK: Ja. Und Er gab es an alle. Er gab uns nie Amritam in unsere Hände. Er goss es mit einem Löffel Selbst in unseren Mund! Das war allerdings sehr schwer, da wir unseren Mund direkt vor Swami weit öffnen mussten!

RP: Und dann hat Er es Ihnen eingeflößt! Das ist gut. Haben Sie jetzt noch irgendwelche Erinnerungen an jene frühen Jahre?

 

Die alten Tempel wiederbeleben

PK: Ja, ich habe noch welche. 1954 erschuf Swami 9 Shivalingas für Shivaratri; sie kamen aus Seinem Mund hervor; sie waren klein; einen gab Er meiner Großmutter und sie verehrten das linga und verrichtete abhishekam (heilige Waschungen).

RP: Also ist dieser jetzt bei Ihnen?

PK: Ja dieser ist jetzt bei mir.

RP: Verrichten Sie auch das Abhishekam?

PK: Ja ich verehre es jeden Tag und verrichte Abhishekam.

RP: Also ist das das Erbe, das Sie bekommen haben!

PK: Und du wirst auch wissen, dass, als Swami nach Badrinath ging, Er das Lingam aus dem Schrein herausnahm, der von Shakaracharya eingerichtet wurde und dass das Lingam mit goldenen von Swami erschaffenen Bilva Blättern verehrt wurde.

RP: Ja wir haben darüber in  Sathyam Shivam Sundaram gelesen.

PK: Als Swami nach Somanath ging, hat Er auch goldene Blumen erschaffen und das Lingam dort damit beschüttet. Du musst das auch in Sathyam Shivam Sundaram gelesen haben?

RP: Ja.

PK: Und vorort verteilte Er die goldenen Bilva-Blätter und die goldenen Blumen an die Devotees, die Ihm dorthin gefolgt waren. Mein Vater war einer der glücklichen Empfänger davon; ich habe beides – ein Bilva-Blatt und eine goldene Blume.

RP: Was haben Sie damit gemacht? Wo haben Sie es untergebracht?

PK: Ich habe es in meinem Schrein aufbewahrt. Ich habe es in meinem Haus in meinen Schrein unter einige meiner Fotos gesteckt. Und früher kaute Swami gelegentlich Paan (Betel Blätter) und während Seines 60. Geburtstags, als das Begrenzen der Wünsche den Devotees auferlegt wurde, gab Er diese Angewohnheit auf, um ein Vorbild zu geben.

RP: Ja! Er aß oft Paan, aber ich denke zu jenem Anlass als die Theorie der Begrenzung der Wünsche aufkam, und in allen Haushalten der Devotees angewendet werden sollte, wollte Er ein Beispiel geben und Er gab das Paan-Essen auf.

 

 

 

 

 

PK: Ja. Und dann gab Er diese Paan-Dose meinem Vater. Er sagte: „Ich brauche das nicht mehr, denn ich habe das Bedürfnis nach Paan aufgegeben!“

RP: Swami ist immer so; erst gibt Er ein Beispiel und dann will Er, dass andere folgen.

PK: Ja. Und mein Vater benutzt sie als Behälter für Vibhuti, und ich habe das Glück, diesen jetzt zu besitzen.

RP: Oh, das haben Sie also auch!

PK: Ja.

RP: Haben Sie auch ein kleines Foto?

 

 

PK: Ja, 1954  erschuf Er eins für mich, als ich Probleme in meinem Leben hatte. Er sagte: „Ich werde dir dieses Bild geben, und wann immer du dich quälst oder verzweifelt bist, kannst du deinem Kummer vor diesem Bild Luft machen und ich werde dir Trost und Frieden schenken.

RP: Also besitzen Sie das auch noch?

PK: Ja.

 

Der Schöpfer zeigt die fehlende Verbindung

RP: Das ist großartig! Was haben Sie sonst noch, das Er vielleicht ursprünglich Ihrem Vater gegeben hat?

PK: Schau, wir haben von Swami bereits gehört, dass er Ringe, Medaillons, Vibhuti, etc. erschaffen hat. Aber einmal erschuf er einen kleinen Affen! Keinen echten Affen, sondern einen steinernen Affen für meinen Vater. Willst du darüber etwas hören?

RP: Ja! Bitte erzählen Sie uns davon, denn das ist sehr ungewöhnlich. Was war der Anlass?

PK: Es schien eines Tages einige Diskussionen über die Evolution des Menschen – Darwins Theorie – mit Swami und einigen Devotees zu geben und da mein Vater Professor der Anthropologie war, war er sehr interessiert.

RP: Oh! Also war er auch Anthropologe? Ich dachte bloß an Geschichte!

PK: Nein! Er war auch Anthropologe. Er studierte es und deshalb war er interessiert.

RP: War er dann also ein Experte?

PK: Ja. Er sagte zu Swami: „Swami, ich kenne die Anthropologie und die Evolution des Menschen und all das!“ Und weiter: „Swami der Affe lebte auf dem Boden. Sie stehen dem Menschen in der Evolution sehr nahe.“

RP: Sie sind die Vorfahren des Menschen.

PK: Ja, die nächsten. Dann sagte Swami: „Nein! Es gab eine Spezies von Affen, die auf Bäumen lebte, aber keinen Schwanz hatte; die waren die nächsten Verwandten des Menschen.“

RP: In Ordnung.

PK: Dann fing Vater an zu argumentieren: „Nein Swami! Das kann nicht sein, denn Affen leben auf Bäumen und sie brauchen einen Schwanz, um auf Bäumen springen und balancieren zu können.“

RP: Also gab es eine Meinungsverschiedenheit zwischen den beiden.

PK: Dann sagte Swami: „Nein! Nein!“ und um ihn zu überzeugen, erschuf er ein steinernes Äffchen – er war etwa 38 cm groß und hatte keinen Schwanz. Und Er zeigte ihn ihm: „Schau! So sah er aus!“ Vater war so überrascht! Das hatte er nicht gewusst; er hatte wunderschöne funkelnde Augen und hielt eine Frucht in der Hand.

RP: Was für eine Farbe hatte er?

 

 

 

PK: Es war ein Stein; braune Farbe, kein dunkel-braun sondern beige – wie Kekse. Er saß mit einer Frucht in der Hand und war ohne Schwanz; aber die Augen waren sehr ausdrucksstark.

RP: Ist er jetzt in Ihrem Besitz?

PK: Nein. Vater sagte, dass es besser sei, wenn er in einem Museum aufgehoben würde, damit die Menschen ihn auch sehen könnten. Wenn er zu Hause wäre, dann können ihn nur jene sehen, die zu uns nach Hause kommen. Also, soweit ich mich entsinnen kann, ist er im Universitäts-Museum.

Ich habe auch viele Erinnerungen an Briefe, die Swami mir geschrieben hat.

 

                                                                                                                                                                  H2H Team (Fortsetzung folgt