September 2007 - Jahrgang 1 - 9. Ausgabe

 

Er ist mein Swami

Unterhaltung mit Frau Padma Kasturi, Teil - 5

Die letzte Ausgabe, die von Radio Sai vor einigen Wochen gesendet wurde, umfasste den ersten Teil des zweiten Interviews zwischen Frau Padma Kasturi (für gewöhnlich auch Padmamma genannt), die Tochter von Sri N. Kasturi, dem Biographen von Swami und Frau Rajeshwari Patel (RP), eine ehemalige Studentin von Swamis Universität, derzeit Fakultätsmitglied der Anantapur Hochschule der Sathya Sai Universität..

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Bisherige Artikel in dieser Serie

Er ist mein Swami - Teil1

Er ist mein Swami - Teil2

 

Er ist mein Swami - Teil3

Er ist mein Swami - Teil4

 

 

PK: Ich habe auch einige Briefe als Andenken, die Swami mir geschrieben hat.

RP: Zuerst einmal erzähle uns von dem Lesezeichen, das ich bei dir gesehen habe; ein äußerst ungewöhnliches Lesezeichen.

PK: An jenen Tagen, als Swami gewöhnt war sich im Garten frei zu bewegen, trafen die Menschen Ihn dort und Er sprach dann mit ihnen und plötzlich, wenn Er neben einer Kokospalme war, hat Er einfach ein Blatt darvon gepflückt…

RP: Ein trockenes?

PK: Nein ein grünes.
 

RP: Ach so, ja dann ist es leichter zu biegen.

PK: Ja. Er hat es dann geteilt; die Stränge herausgenommen, und dann hat Er es gewoben!

RP: In verschiedensten Formen.

PK: Ja.

 

RP: Dieses da sieht fast wie ein Reh aus!

PK: Ja es war fast immer ein Reh. Er gab es gewöhnlich an einen Menschen in der Nähe und der benutzt es dann als Lesezeichen. Und ich habe auch eins bekommen.

RP: Ach so! Das ist es, weshalb ich wissen wollte, was du bei dir hattest. Also ist das dann ein weiteres Andenken!

PK: Ja natürlich!

RP: Und es zeigt Swamis Göttliche handwerkliche Kunstfertigkeit! Obgleich Er der Schöpfer ist; kannst du auch das zarte Händchen des Schöpfers in diesem Lesezeichen sehen! Also gut, erzähle uns jetzt etwas von deinen Briefen.

Swamis Brief zur Hilfestellung in Familienangelegenheiten

PK: Da ich sehr jung verheiratet wurde, gab es eine Art Missverständnis zwischen mir und meinem Ehemann. Um dieses aufzulösen pflegte Swami uns zum Interview zu rufen, um uns über die Probleme aufzuklären. Aber irgendwie lösten sie sich nicht so einfach auf – wir konnten einander nicht sehr gut verstehen.

Um mich zu überzeugen, zu beraten und mir Weg zu weisen, wie ich mein Leben in der Familie führen sollte, pflegte Swami Briefe an mich zu schreiben. Ich werde einige Auszüge der Briefe verlesen. Ich werde es in der Sprache vorlesen, in der Swami geschrieben hat. Kannst du das übersetzen?

RP: Ja sobald du mit dem gesamten Brief fertig bist, werde ich ihn in Englisch übersetzten.

PK: Zu allererst schrieb Er mir in der Kannada Sprache, da ich aus Mysore und Bangalore kam. Dann began ich Telegu zu erlernen, und als ich in Telegu bewandert genug war, fing Er an mir in Telegu zu schreiben. Aber Swami hatte Seinen eigenen Schreibstil! Es war in englischen Schrift; aber die Sprache war etwas anders!

RP: Also schrieb Er dir Briefe in Kannada oder Telegu, aber die Schrift war in Englisch?

PK: Ja!

RP: Oh! Damit du es ohne Schwierigkeiten lesen kannst.
 

PK: Ja.

RP: Was auch immer die Probleme, ob in Freude oder in Kummer, sein werden, sollte es ein gegenseitiges aufeinander Abstimmen geben. Ihr müsst euch gegenseitig ausprechen. Wie auch immer die Situation ausieht, ihr solltet geeint sein, glücklich und ohne Missverständnisse und Zweifel leben. Seid immer glücklich. Nur das allein kann Mich glücklich machen. Was brauche ich sonst noch von euch? Was für Wandel euer Leben auch durchlaufen wird, Swami ist der Bewohner eurer Herzen und wird auf euch Acht geben. Wie die Wasserblase, die aus dem Wasser auftaucht und sich wieder im Wasser auflöst, so wird Swami auch in euren Herzen bleiben und in eurem mentalen Glück flanieren. Er wird euch immer glücklich, zufrieden machen und ermutigen. Deshalb seid immer glücklich, komme was wolle; schenkt Depressionen keinen Platz. Namasmarana oder die Wiederholung des Gottesnamen wird alles auflösen.“

PK: Ein weiterer Brief.

RP: Wenn Er dir solche Briefe schrieb, wie redete Er dich dann an?

PK: Zuallererst schrieb Er: ‚Padmamma, empfange Meinen Segen.’

RP: Und mit welchen Worten hat Er den Brief beendet?

PK: ‚Dein Baba.’

RP: Nächster Brief.
 

Swamis Brief über Samsara

Samsara ist die Essenz oder Saara aller weltlichen Neigungen oder vishayas. Samsara ist eine Mischung aus Schwierigkeiten, Annehmlichkeiten, Wahrheit, Unwahrheit, Lachen und Weinen. Aber unter diesen musst du das Dharmische auswählen; nur das Rechtschaffene – mit anderen Dingen brauchst du dich nicht zu beschäftigen. Samsara hat nichts mit einem einzelnen Individuum zu tun; es dreht sich um Ehemann und Ehefrau. Die Ehefrau sollte nichts tun, wovon der Ehemann nichts weiß; und der Ehemann wiederrum sollte nichts tun, wovon die Ehefrau nichts weiß.

Samsara ist das Zusammenkommen von Ehemann und Ehefrau; jeder sollte die Freuden und den Kummer des anderen teilen. Wenn es ein Problem gibt, müsst ihr es untereinander lösen; es sollte keiner dritten Person enthüllt werden. Ehemann und Ehefrau sind wie die zwei Augen eines Gesichts; Wenn es irgendwelche Beschwerden in einem Auge gibt, betrifft dies das eine Gesicht. Ihr solltet beide ordnungsgemäß in Glauben und Glückseligkeit euer Leben verbringen.

Wiederholt unaufhörlich den Namen Sai Ram, alles wird gut werden. Ich werde mich um alle Dinge kümmern, die euch beide betreffen. Ihr solltet glücklich bleiben, wie ich es euch geraten habe. Ihr müsst froh sein, dass ihr eine Menge erfahren habt! Versteht das Swami all dies getan hat, um euch auf den rechten Weg zu führen. Ich habe dies alles aus Meinem Mitgefühl, Meiner Anteilnahme geschrieben, damit euer Familienleben auf dem rechten Weg verläuft.“

Ein weiterer Brief

RP: „Im Menschenleben gibt es viele Höhen und Tiefen; und auch Fehler. Ihr müsst diese unter Kontrolle kriegen. Ihr solltet beide glücklich sein; ohne euch gegenseitig zu mistrauen, ihr solltet glücklich leben. Dies ist das Kennzeichen des weltlichen Lebens oder Samsara.“

Früher, in einem vorehrgehenden Brief, definierte Er Samsara als eine Mischung aus Wahrheit und Unwahrheit. Also denke ich, dass Er zu sagen versucht, dass das Kennzeichen des Lebens das Schwimmen durch Schwierigkeiten beinhaltet, ohne in dem Ozean der weltlichen Existenz – der Samsara ist – zu ertrinken.

PK: Daraufhin nahmen die Probleme zu – mein Ehemann verlor seine Arbeit und mein Stiefvater bekam eine Herzvergrößerung, also musste Er in den Ruhestand treten – er hatte keine Arbeit. Also gab es finanzielle und psychologische Probleme im Haus.

RP: Selbstverständlich!

PK: Und da ich drei Kinder hatte; war es wirklich ein großes Problem, und ich wusste nicht, was zu tun sei?

RP: Probleme treten für gewöhnlich in ganzen Bataillonen auf

PK: Ja. Also schrieb ich Ihm einen Brief, und dies ist die Antwort, die Er mir zurück geschrieben hat. Aber diese ist in Telugu, denn zu dieser Zeit konnte ich bereits in Telegu schreiben und lesen. Der Brief lautet folgendermaßen:

„Amavasya oder die Neumondnacht – dunkle Nacht – wärt nicht für immer. Purnima oder der Vollmond wird gewiss folgen. Geduldet euch einfach für einige Zeit. Wisset, dass Swamis schützenden und wachsamen Augen immer über euch sind. Swami wird euch niemals durch Schwierigkeiten führen. Wegen Schwierigkeiten, die eine nach der anderen aufkommen, ist euer Verstand in Aufregung. Das ist die richtige Zeit Swamis Namen als Mutmacher zu nutzen.

Wird irgendjemand Klamotten aus Wolle im Sommer und dünne Baumwollbekleidung im Winter tragen? Nie und nimmer! Für den gegenwärtig erhitzten Zustand eures Verstands tragt die kühlende Bekleidung des Erinnerns an Gott oder Bhagavat Chintana. Erhöht nicht die Hitze eures Verstandes, indem ihr wollige Kleidung der weltlichen Gedanken oder Prakriti Chintana tragt.

RP: Nach dem Vernehmen dieser Worte erinnerte ich mich daran, wie in einem seiner Gedichte Shelley einst geschrieben hatte: „Liegt der Frühling etwa noch weit zurück, wenn der Winter kommt?“
 
Von Swami an Frau Padma Kasturi geschriebener Brief

Des Herrn Güte kennt keine Grenzen

PK: Ich will gerne über einen Vorfall berichten, der sich auf diese Situation bezieht, in der du Swamis Fürsorge und Sein Mitgefühl verstehen wirst. Weist du, als ich diese Zeiten der finanziellen Not durchmachen musste und drei Kinder hatte, eines Tages, mein jüngster Sohn Rajaram, der hier geboren wurde, war drei Jahre alt; er hatte die Gewohnheit vor der Milch einen Keks zu sich zunehmen. An diesem Tag gab es keinen Keks, und ich konnte es mir auch nicht leisten einen zu kaufen – denn die Situation war äußerst schlecht! Er fing an zu weinen und kriegte einen Wutanfall, und es war äußerst schwierig ihn umzustimmen.

 

RP: Aber er wollte seinen Keks haben!

PK: Ja und auf Grund der Umstände war sogar meine Schwiegermutter entrüstet darüber, wie ich ihn aufgezogen und diese Gewohnheit habe entwickeln lassen.

RP: Etwa weil du ihm beigebracht hast, seinen Keks mit seiner Milch einzunehmen !

PK: Auf jeden Fall wusste ich nicht, was zu tun sei! Mein einziger Trost war Swami! Ich schrieb einen Brief an Ihn: „Swami! Hörst du nicht die Schreie meines Kindes?“ Ich gab mich in diesem Brief einfach hin und sandt ihn nach Puttaparthi. Das war’s, was ich immer tat. Aber unglücklicherweise war Swami zu dieser Zeit nicht in Puttaparthi. Ich wusste nicht, dass Er auf Reisen war. Er schrieb nach 4 oder 5 Tagen. Meine Eltern waren zu dieser Zeit in Puttaparthi, aber ich klärte sie nicht über meine Schwierigkeiten oder dergleichen auf. Also wussten sie nicht, was mit mir geschah.

Es schien als ob Swami, sobald er aus seinen Auto ausstiegen war, meinen Vater fragte: „Finde heraus, ob irgendjemand morgen nach Bangalore reist.“

RP: Du warst in Bangalore.

 

PK: Ja ich war in Bangalore. Also machte er sich auf die Suche und fand jemanden und berichtete Swami: „Swami es gibt einige Leute, die Morgen dringend nach Bangalore wollen.“

RP: Aber du schriebst diesen Brief nach Puttaparthi!

PK: Ja, als Er von seiner Reise zurückkehrte und aus dem Auto stieg, fragte Er sofort nach folgendem. Dann bat Er meinen Vater, sie nach vorne zum Interview zu bringen – wo sie für gewöhnlich auf der Veranda für das Interview waren. Swami sagte ihnen: „Bitte gib ihnen Padmas Adresse.“ Mein Vater wunderte sich darüber, wonach Swami verlangte – sei es, dass jemand nach Bangalore reise oder er demjenigen seiner Tochter Adresse geben sollte.

RP: Er wusste rein gar nichts! Swami erzählte ihm nichts?

PK: Nein. Er rief diese Leute zum Interview und gab ihnen eine große Kartonbox und sagte: „Nimm diese Adresse und gehe zu diesem Haus und gib es ihr.“ Am gleichen Tag am Abend kamen sie und gaben mir die Box, die voller trockener Früchte aus Delhi war. Ich konnte meiner Dankbarkeit keinen Ausdruck verleihen!

RP: Das ist Swami!

PK: Mein Swami!

RP: Du hattest Recht als du sagtest, dass du diesen Swami nicht beschreiben kannst! Das ist einfach Swami!

PK: Dann, als diese Probleme vorüber waren, wollte mein Ehemann eine Arbeit suchen. Er hoffte, eine Arbeit in Bombay zu finden. Es war sehr schwierig für ihn, dort festen Fuß zu fassen. In jenen Tagen kam ich nach Puttaparthi mit meinen 3 Kindern zurück. Es gab derzeit keine ordentliche Schule in Puttaparthi. Also plante ich, zurück nach Bangalore zu gehen und dafür zu sorgen, dass diese Kinder gebildet werden würden. Aber zu diesem Zeitpunkt war ich grade erst 28 Jahre alt! Ich hatte nicht den Mut los zu ziehen und alleine mit drei Kindern zu leben! Aber wenn Swami mir durch seine physische Erscheinung seine Erlaubnis erteilt hätte, hätte ich das noch mal überdacht.

Also übermittelte ich meinem Vater, Ihm mitzuteilen, dass ich beschlossen hätte nach Bangalore zu geben und mit den Kindern alleine zu leben, aber dass ich Seine direkte Erlaubnis haben möchte. Swami gab mir bis dahin keine Erlaubnis; es war Sommer also ging Er nach Bangalore, und nachdem Er nach Bangalore gereist war, schrieb Er mir einen Brief.
 

RP: Swami schrieb dir einen Brief!

PK: Ja und in diesem gab er mir die Erlaubnis und den Mut nach Bangalore zu reisen und dort zu bleiben.

RP: Ja. Das gilt für alle Mütter, da bin ich mir sicher.

“Führe deine Pflichten freudevoll aus.” - Baba

„Genau jetzt, statt dich mit anderen Dingen zu beschäftigen, beschäftige dich mit der Fürsorge für den Fortschrittes deiner Kinder, meine Liebste. Mache sie tugendsam und kompetent in SathVidya – das Wissen der Wahrheit. Ist dies nicht die Verantwortung der Mutter? Du magst dich vielleicht fragen, wie lange dies noch andauern wird; aber warte nicht auf die Zeit. Erledige deine Pflicht, dann wird die Zeit darin verschwinden. In solchen Angelegenheiten ist Handlung oder Karma wichtiger als Zeit oder Kala. Sogar wenn nicht der rechte Zeitpunkt ist, wenn die Handlung rein und gut ist, wird sie die Zeit auch reinigen und transformieren. Die gute und schlechte Zeit ist das Ergebnis der Handlungen, oder etwa nicht? Also befolge Swamis Anweisungen und führe deine Pflichten frohen Mutes und mit Rechtschaffenheit aus.

Vergieße keine Tränen wegen Kashta und Nashta, die Schwierigkeiten und Verluste; vergieße stattdessen Tränen wegen der Gnade Gottes oder Karuna. Es gibt niemanden in dieser Welt, der ohne Problem ist, aber es gibt viele die ohne Gnade sind. Also musst du erwerben, was du nichts besitzt und nicht das verehrlichen, was du bereits besitzt. Denke nicht länger an die Vergangenheit; Vergangenheit ist vergangen. Abgestandenes Essen kann nicht mehr aufgefrischt werden, oder etwa nicht? Denke zu allererst an die Unterstützung und den Segen im Leben. Das ist für uns sehr wichtig; es ist auch unsere Stütze. Nutze deine Zeit, indem du deine Kinder bildest und sie zu guten, tugendsamen Individuen erziehst.“

PK: Also durch den Überwindungsprozess dieser Probleme, begann ich zu verstehen, was Swami mir einst in einem Interview sagte – Swami ist der einzige reale, wahre Verwandte und die anderen sind VeerBandham – verpflichtende Bindungen.

RP: Die Beziehung mit Swami ist ewig.

PK: Und wahrhaftig.

RP: Sie besteht vor der Geburt und wird immer andauern.

PK: Ja. Er brachte mir dies also näher, und nun denke ich, dass es nötig war, diese Probleme zu durchleben, sodass ich zu dieser abschließenden Erkenntnis gelangen konnte. Es gibt einen weiteren Brief, den ich gerne vorlesen möchte.

Die Kraft Leiden zu überwinden

RP: Eine Minute! Ich habe nur einen kleinen Zweifel, über den ich gerne deine Meinung hören würde. Ich bin mir sicher, dass es andere gibt, die ähnliche Zweifel hegen; also bist du vielleicht die geeigneteste Person, die das beantworten kann.

Du gehst davon aus, dass das Leben im Groben und Ganzen viel reibungsloser und unkomplizierter ablaufen würde, wenn Swami dir physisch nahe ist. Du warst Mitglied des engeren Kreises. Was denkst du also? Liegt eine innere Bedeutung in der Tatsache, das viele von Swamis Devotees auch einige der schwierigsten Lagen durchlebten, obwohl sie in Seiner Göttlichen physischen Gegenwart und damit sozusagen ‚Insider’ waren?

Für viele von uns – Ich rede nicht bloß von dir – wie ich das wahrnehme, hat es scheinbar eine Bedeutung. Lässt uns Swami diese Schwierigkeiten in seiner physischen Gegenwart durchleben, um uns etwas beizubringen? Denn generell werden Menschen von außerhalb denken: „Wenn du Gott hast… – du weißst was mit den Pandavas geschah – wenn du Gott hast, solltest du keine Schwierigkeiten haben.“ Aber viele die im engen Kreis eingebunden sind, in der Gnade und Gegenwart Bhagavans, erfahren einige der schwerwiegensten Situationen überhaupt. Könntest du uns darin einen Einblick gewähren, der auf deiner Eigenwahrnehmung dieser Sache beruht?

 

 

PK: Ja. Vielleicht müssen wir durch diese Probleme wegen unseres vergangenen Karmas. Swami nimmt uns so nah heran und Er gibt uns die Kraft diese Probleme zu durchstehen, später zu erkennen, was real ist und was nicht.

RP: Na gut. Und dann gibt es noch eine weitere Sache, die ich in diesen Briefen bemerkt habe und in einigen Büchern, die ich gelesen habe. Swami erinnert uns immer wieder daran – und ich denke, dass er immer noch das gleich bis jetzt sagt - eben dass er uns rät und natürlich in all deinen Briefen; uns allen, Seinen Devotees, Namasmarana zu praktizieren. Das der Name alles sei! Denkst du nicht auch so? Denn sogar jetzt sagt Er immerzu, dass die Zeiten schlecht und schwierig sind, aber, dass Gottes Name ausreicht und alles wird wieder gut sein.

PK: Ja, denn er hilft uns unseren Verstand zu beruhigen und die Probleme anzugehen.

RP: Also ist eine Menge Kraft in dem Namen Gottes?

PK: Ja.

RP: Ja bitte berichte uns davon.

 

PK: Wie du weißst, schreiben wir für gewöhnlich Briefe und geben sie Swami, aber manchmal ist es uns nicht möglich, sie Ihm zu geben, und dann tut es uns leid, dass es uns nicht gelungen ist.

RP: Wir fühlen uns enttäuscht, dass Er sie nicht genommen hat oder wir sie Ihm nicht geben konnten.

PK: Ja. Aber es ist unwichtig, während wir schreiben, kennt Er die Essenz der Briefe.

RP: Er weiß es bereits?

PK: Ja. Ich habe dafür einen Beweis!

RP: Na, dann erzähle ihn uns bitte.

Yatra Darshan

PK: Erst einmal der Hintergrund dieses Briefes, bevor ich ihn schrieb. Vor seiner Pensionierung, bat Swami meinen Vater, seine Mutter nach Teertha Yatra zu bringen – also auch Kashi, Mathura, Brindavan; und Swami sagte ihm: „Kaufe drei Fahrkarten und vier von uns werden auf Reise gehen.“ Aber Swami sagte: „Ich bin ein fahrkartenloser Reisender!“ Sie waren in Delhi und Kashi und all diesen Orten. Während dieser Zeit hatte mein Ehemann einen Thypusanfall. Er hatte hohes Fieber und ich war sehr besorgt. Ich hatte niemanden und da meine Eltern nicht da waren, fühlte ich, dass es Zeit sei, einen Brief an Swami zu schreiben!

Also schrieb ich einen Brief an Swami und schickte ihn nach Puttaparthi. Aber unglücklicherweise, wusste ich nicht, dass Swami in Kodaikanal war.

RP: Du kanntest auch nicht die Anschrift in Kodai!

PK: Ich wusste nicht einmal, dass er in Kodai war! Ich dachte Er sei in Puttaparthi. Nach einer Woche oder zehn Tagen besserte sich der Zustand meines Ehemannes, und meine Eltern kamen von ihrer Reise zurück. Mein Vater hatte auch einen Brief an Swami über seine Pilgerfahrt geschrieben – es schien als hatte er Swamis Darshan in Kashi, Matura und auch in Brindavan erleben können!

RP: Wo immer er hinging!

PK: Ja! Über all dies schrieb er also einen Brief an Swami; er war überglücklich!

RP: Wie Shyama in Shirdi Sai Charitra. Er erlebte also den Darshan von Swami an all diesen Orten?

PK: Ja! Und als Antwort darauf, schrieb Swami einen Brief an meinen Vater. Und in diesem erwähnte Er auch den Brief, den auch ich Ihm geschrieben hatte. In anderen Briefen verwendete Swami keine Daten, aber in diesem Brief tat Er das! Dieser Brief wurde am 26. Mai 1955 geschrieben; er ist in der Kannada Sprache.

„ Wenn Swami bei dir ist, was braucht es dann noch?” - Baba

„Kasturi, der Brief, den du Mir geschrieben hast, erreichte mich in Kodai. Da ich Kodai am gleichen Tag verließ, hatte ich keine Zeit zu antworten! Ich erreichte Madras in der Nacht des 25., um 12 Uhr. Kasturi ich bin sehr beglückt, dass deine Pilgerfahrt mit deiner Mutter so gut verlief.

Wenn Swami bei dir ist, was braucht es dann noch? Der Name ist nicht von der Form verschieden; der Name bezieht sich auf die Form. Wenn du die Form siehst, errinerst du dich an den Namen. Wenn dies der Fall ist, dass Mein Name immer in deinem Herzen tanzt, wirst du natürlicherweise meine Form sehen können! Du kannst sagen, dass es alles Swamis Sankalpa oder Wille ist. Nein! Sadhana zuerst; dann Sankalpa. Das heißt menschliches Bemühen zuerst, dann nimmt der göttliche Wille Gestalt an. Der göttliche Wille ist immer in Verhältnis zu der Kraft des Sadhanas des Devotees. Deshalb ist die Kraft des Sadhanas wichtig. Der Meister oder Lehrer gibt Noten gemäß der Antworten, die die Schüler schrieben. Auf gleiche Art und Weise manifestiert der göttliche Wille sich auf Grundlage des Sadhanas. Aber dafür wird auch Anugraha oder die Gnade Gottes benötigt.

Die Arme Padma ist in großen Schwierigkeiten. Chandrans Gesundheit ist kein Problem. Wenn Swamis Daya oder Mitgefühl in vollem Maße da ist, wo gibt es da Raum für Furcht? Ich kam und sah diese Nacht, dass Padma einen Brief an mich nach Parthi schrieb.“

 

Wertvolle Briefe, die von Swami Selbst an Prof. Kasturi geschrieben wurden

PK: Schöne Briefe! Also das sind alle Andenken, die ich habe.

RP: Hast du jemals daran gedacht, sie alle in Buchform zusammenzubringen?

PK: Ja ich dachte daran; ich habe bereits ein Buch in meiner Sprache geschrieben – Kannada.

RP: Wie lautet der Buchtitel?

PK: Das habe ich noch nicht entschieden.

 

RP: Bearbeitest du es noch?

PK: Ja.

RP: Wieviele Seiten?

PK: Es werden nicht viele sein; vielleicht 100 bis 120 Seiten. Es wird ein kleines Buch mit all meinen Erfahrungen; und auch mit diesen Briefen.

RP: Und vielleicht eine vollständigere Anzahl von Briefen?

PK: Nein, keine weiteren Briefe; nur die gleichen. Aber vielleicht mehr Erfahrungen darüber.

 

 

RP: So weit, so gut. Vielen Dank noch mal. Wie ich schon beim letzten Mal meinte, mit dir zu sprechen ist wie Enträtseln von Geheimnissen. Es war mir eine große Freude mich mit dir zu unterhalten und ich bin sicher, dass unsere Zuhörer von Radio Sai Global Harmony dir unsagbar dankbar sind, dafür, dass du mit ihnen all diese seltenen und schönen Erfahrungen, die du mit Swami hattest, teilst.

PK: Dank dir Rajeshwar und Radio Sai, dass ihr mir diese Möglichkeit gegeben habt, meine Erfahrungen mit Bhagavan mit allen Zuhörern zu teilen. Und ganz besonders Swami sei Dank, dass es mir möglich war, dies zu erzählen. Sairam

RP: Dank dir, Sairam.

(Fortsetzung folgt...)

- Heart2Heart Team

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